Produktbild: Kleine Dinge wie diese

Kleine Dinge wie diese

32

10,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

16815

Erscheinungsdatum

31.03.2022

Verlag

Steidl

Seitenzahl

112 (Printausgabe)

Dateigröße

186 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Hans-Christian Oeser

Sprache

Deutsch

EAN

9783969990971

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

16815

Erscheinungsdatum

31.03.2022

Verlag

Steidl

Seitenzahl

112 (Printausgabe)

Dateigröße

186 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Hans-Christian Oeser

Sprache

Deutsch

EAN

9783969990971

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  • Dirk Knappe

    aus Hagen

    5/5

    04.08.2023

    eBook (ePUB)

    "Ungerechtigkeit an irgendeinem Ort bedroht die Gerechtigkeit an jedem anderen.“ | Martin Luther King

    Die 1968 geborene irische Autorin Claire Keegan erzählt in diesem wichtigen und bewegenden Miniaturroman in einem sehr reduzierten Schreib- / Erzählstil [kongenial übersetzt von Hans-Christian Oeser] von dem "irischen Jedermann" Bill Furlong. Claire Keegan schildert, wie sich ein Einzelner gegen die Macht der katholischen Kirche in Irland stemmt, die bis ins Jahr 1996 "gefallene Frauen" gefangenhielt und zum Arbeitsdienst zwang. Sie erzählt von Komplizenschaft und Mitschuld, davon, wie Menschen das Grauen in ihrer Mitte ignorieren, um in ihrem Alltag fortfahren zu können - davon, dass es möglich ist, das Richtige zu tun. Die Magdalen Laundries waren allgemein anerkannte soziale Einrichtungen und entsprachen den in Irland bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts herrschenden extrem konservativen Moralvorstellungen. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen waren menschenverachtend. Die Insassinnen wurden gezwungen, ohne Lohn harte körperliche Arbeit zu verrichten, oft sieben Tage in der Woche. Sie mussten Gehorsam leisten, für jede kleine Übertretung Buße tun und wurden teilweise extremen Züchtigungen unterworfen. Ehemalige Prostituierte, ledige Mütter, darunter auch Opfer von Vergewaltigung, sozial oder psychisch auffällige Frauen etc gehörten zur "Zielgruppe". Geschätzt wird, dass bis zu 30.000 Frauen Insassinnen dieses Zwangsarbeits- und Unterdrückungssystem waren. Die vier katholischen Ordensgemeinschaften, die die Laundries betrieben haben, beteiligen sich nicht am Entschädigungsfond für ehemalige Insassinnen und sind tlw bis heute karitativ in Deutschland tätig. Mein Dank gilt dem Steidl-Verlag für die Veröffentlichung dieses wichtigen Buches.

  • Bewertung

    Orell Füssli Book Circle Community

    5/5

    15.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Grosse in den kleinen Dingen

    Ich wusste zuerst nicht recht, was ich mit diesem Buch anfangen soll. Es ist sehr kurz, ruhig erzählt und hat diesen leicht pathetischen Weihnachtston: Irland, Kälte, Armut, Kinder, Familie, Gewissen. Fast ein bisschen wie Dickens, aber viel knapper und stärker verdichtet. Im Zentrum steht Bill Furlong, ein Mann, der merkt, dass etwas nicht stimmt. Gerade das fand ich stark: Es geht nicht um große Heldentaten, sondern um die Frage, ob man wegschaut oder handelt. Die Gesellschaft schweigt, viele haben Angst, niemand will sich mit den falschen Leuten anlegen. Und Furlong braucht auch Zeit. Aber irgendwann kann er nicht mehr so tun, als hätte er nichts gesehen. Gerade diese kleinen Dinge machen das Buch aus. Ein Blick, ein Gespräch, ein Kind, ein Weihnachtswunsch, ein Moment des Zögerns. Nach und nach merkt man, dass hinter dieser leisen Geschichte etwas viel Größeres und Schrecklicheres steht. Ich will nicht zu viel verraten, weil die Wirkung des Buches auch davon lebt, dass man es selbst entdeckt. Aber die Nachbemerkung der Autorin hat mich wirklich erschüttert. Da wird klar, dass hinter dieser fiktiven Geschichte eine reale historische Katastrophe steht. Für mich ist das kein großes, ausuferndes Buch, sondern ein konzentriertes moralisches Buch. Es zeigt, wie schwer es sein kann, nicht wegzusehen – und wie groß eine kleine Handlung sein kann.

  • Bewertung

    aus Bremen

    5/5

    08.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mut um hinzusehen

    Irland, Winter 1985: In der Kleinstadt New Ross steht ein Kloster, in dem es auch eine Wäscherei gibt. Die Bewohner des Ortes lassen dort ihre Wäsche säubern. Laut Gerücht sollen dort moralisch fragwürdige Mädchen wohnen, die dort Buße tun und von früh bis spät die Schmutzwäsche waschen. Die neugeborenen Babys der Mädchen sollen ins Ausland verkauft werden. Bill Furlong ist Kohlenhändler. Durch Zufall macht er eines Tages im Kohleschuppen des Klosters eine zutiefst verstörende Entdeckung, die ihn nicht mehr los lässt und in Gewissenskonflikte bringt. Er hat Leid gesehen und kommt nicht mehr zur Ruhe. Seine Töchter besuchen die angesehene Internatsschule und die Nonnen sind einflussreich. Wie soll er sich entscheiden? Der Schreibstil ist leicht und ich konnte mir alles bildhaft vorstellen. Es handelt sich um eine berührende Geschichte. Der Text macht nachdenklich, wie schnell weggeschaut wird. Das Buch hat mir gefallen. Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Ich empfehle diese Lektüre gerne weiter.

  • Bewertung

    5/5

    06.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die kleinen Dinge sind entscheidend

    Claire Keegans "Kleine Dinge wie diese" ist ein schmales, leises Buch – und gerade darin liegt seine große Kraft. In wenigen Seiten entfaltet Keegan eine Geschichte, die sich schnell lesen lässt und doch lange nachhallt. Ihre Sprache ist klar, präzise, beinahe zurückhaltend – und trifft dadurch umso stärker. Keine überflüssigen Sätze, keine Effekthascherei, stattdessen eine stille Intensität, die unter die Haut geht. Im Mittelpunkt steht Bill Furlong, ein Mann, der sich ein solides Leben aufgebaut hat, ein Familienvater, ordentlich, zuverlässig, respektiert. Und dennoch trägt er eine innere Unruhe in sich – ausgelöst durch das, was er sieht, und vor allem durch das, was eine Gemeinschaft lieber nicht sehen will. Furlong begreift, dass ihm selbst und seiner Familie viel Gutes widerfahren ist: Er hatte Glück. Als unehelich geborenes Kind hätte sein Leben ganz anders verlaufen können – wie das vieler anderer, die in Zwangsarbeit und sogenannte Wäschereien geraten sind. Stattdessen durfte er bleiben, wurde versorgt, erhielt eine Chance. Gerade diese Erkenntnis berührt zutiefst: dass Furlong versteht, wie sehr sein eigenes Leben auch von der Güte anderer geprägt wurde – und dass sich daraus Verantwortung ergibt. Keegan erzählt keine Heldengeschichte, sondern eine Geschichte über Moral im Alltag: über die Frage, ob man den Mut aufbringt, das Richtige zu tun, wenn Schweigen bequemer wäre. Furlongs Entscheidung wird so zu einer Form von Wiedergutmachung – nicht aus Pathos, sondern aus Menschlichkeit. Ein kleines Buch, ja. Aber eines, das Großes sagt. Und das einen daran erinnert, dass manchmal gerade die „kleinen Dinge“ darüber entscheiden, wer wir sind.

  • Boockpicker

    Book Circle Community

    5/5

    04.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Schlimmste: wenn ich es nicht getan hätte

    Furlong lebte als Kohlenhändler im irischen Städtchen mit Frau und fünf gelungenen Töchtern, war zufrieden, da sie es im Vergleich zu andern recht hatten. Die Armut der andern zu sehen bedrückte ihn, er hatte ein gutes Herz, er selbst war als Kind einer Magd zu seinem Glück von der Hausdame nicht verstossen, sondern angenommen worden. Im Dorf gab es ein Kloster mit Schule, daran angegliedert eine Magdalenenwäscherei. Man munkelte, dort würden «gefallene Mädchen» schrecklich gehalten, nachdem man ihnen ihr Kind weggenommen hatte. Als Furlong Kohle ins Kloster liefern muss, macht er im Kohlenkeller eine schreckliche Entdeckung. Zuerst verschliesst er die Augen, aber dann, soll er handeln? Kann er je wieder glücklich sein? Der kurze Roman greift unspektakulär die damalige Zeit auf und benennt ein Problem, das noch bis vor kurzem totgeschwiegen wurde: das Versagen von Staat und Kirche bei der Versorgung von ledigen Müttern, die Verbrechen, die hinter hohen Mauern versteckt wurden. Bescheiden und eindrücklich beschrieben, mit einem intensiven Nachklang.

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Bewertungen (32)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Christina Koppenberger

    Christina Koppenberger

    Thalia Salzburg – Europark

    Buchhändler*in

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    5/5

    30.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Beeindruckend!

    Ein Stück irischer Geschichte literarisch aufgearbeitet. Claire Keegan erzählt gefühlvoll und eindrucksstark von stillem Heldentum, Mut und Hoffnung in schwierigen Zeiten und zeichnet uns LeserInnen ein imposantes Bild, indem uns die Autorin als stille Zeitzeugen am Geschehen teilhaben lässt. Beeindruckende Lektüre, die im Gedächtnis bleibt!
  • Zum Bewerterprofil von Danijela Turkijevic-Zauner

    Danijela Turkijevic-Zauner

    Thalia Gmunden – SEP

    Buchhändler*in

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    5/5

    29.01.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Knapp, aber eindringlich.

    Ein schmales und ruhiges Buch mit sehr viel Inhalt. Inspiriert von den Ereignissen in einem irischen Kloster in den 1980er-Jahren, wird die Geschichte über Gewissensbisse, Verantwortung, Menschlichkeit und den täglichen Kampf ums Überleben erzählt. Sehr eindrucksvoll und berührend geschrieben, sodass es lange nachwirkt.

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