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Kleine Dinge wie diese

32

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

1405

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.10.2025

Herausgeber

Hans-Christian Oeser

Verlag

Steidl Verlag

Seitenzahl

112

Maße (L/B/H)

21,2/13/1,5 cm

Gewicht

227 g

Farbe

Anthrazit / Lichtgrau

Auflage

12

Originaltitel

Small Things Like These

Übersetzt von

Hans-Christian Oeser

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96999-065-0

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

1405

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.10.2025

Herausgeber

Hans-Christian Oeser

Verlag

Steidl Verlag

Seitenzahl

112

Maße (L/B/H)

21,2/13/1,5 cm

Gewicht

227 g

Farbe

Anthrazit / Lichtgrau

Auflage

12

Originaltitel

Small Things Like These

Übersetzt von

Hans-Christian Oeser

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96999-065-0

Herstelleradresse

Steidl GmbH & Co.OHG
Düstere Straße 4
37073 Göttingen
DE

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  • Bewertung

    Orell Füssli Book Circle Community

    5/5

    15.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Grosse in den kleinen Dingen

    Ich wusste zuerst nicht recht, was ich mit diesem Buch anfangen soll. Es ist sehr kurz, ruhig erzählt und hat diesen leicht pathetischen Weihnachtston: Irland, Kälte, Armut, Kinder, Familie, Gewissen. Fast ein bisschen wie Dickens, aber viel knapper und stärker verdichtet. Im Zentrum steht Bill Furlong, ein Mann, der merkt, dass etwas nicht stimmt. Gerade das fand ich stark: Es geht nicht um große Heldentaten, sondern um die Frage, ob man wegschaut oder handelt. Die Gesellschaft schweigt, viele haben Angst, niemand will sich mit den falschen Leuten anlegen. Und Furlong braucht auch Zeit. Aber irgendwann kann er nicht mehr so tun, als hätte er nichts gesehen. Gerade diese kleinen Dinge machen das Buch aus. Ein Blick, ein Gespräch, ein Kind, ein Weihnachtswunsch, ein Moment des Zögerns. Nach und nach merkt man, dass hinter dieser leisen Geschichte etwas viel Größeres und Schrecklicheres steht. Ich will nicht zu viel verraten, weil die Wirkung des Buches auch davon lebt, dass man es selbst entdeckt. Aber die Nachbemerkung der Autorin hat mich wirklich erschüttert. Da wird klar, dass hinter dieser fiktiven Geschichte eine reale historische Katastrophe steht. Für mich ist das kein großes, ausuferndes Buch, sondern ein konzentriertes moralisches Buch. Es zeigt, wie schwer es sein kann, nicht wegzusehen – und wie groß eine kleine Handlung sein kann.

  • Bewertung

    aus Bremen

    5/5

    08.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mut um hinzusehen

    Irland, Winter 1985: In der Kleinstadt New Ross steht ein Kloster, in dem es auch eine Wäscherei gibt. Die Bewohner des Ortes lassen dort ihre Wäsche säubern. Laut Gerücht sollen dort moralisch fragwürdige Mädchen wohnen, die dort Buße tun und von früh bis spät die Schmutzwäsche waschen. Die neugeborenen Babys der Mädchen sollen ins Ausland verkauft werden. Bill Furlong ist Kohlenhändler. Durch Zufall macht er eines Tages im Kohleschuppen des Klosters eine zutiefst verstörende Entdeckung, die ihn nicht mehr los lässt und in Gewissenskonflikte bringt. Er hat Leid gesehen und kommt nicht mehr zur Ruhe. Seine Töchter besuchen die angesehene Internatsschule und die Nonnen sind einflussreich. Wie soll er sich entscheiden? Der Schreibstil ist leicht und ich konnte mir alles bildhaft vorstellen. Es handelt sich um eine berührende Geschichte. Der Text macht nachdenklich, wie schnell weggeschaut wird. Das Buch hat mir gefallen. Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Ich empfehle diese Lektüre gerne weiter.

  • Bewertung

    5/5

    06.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die kleinen Dinge sind entscheidend

    Claire Keegans "Kleine Dinge wie diese" ist ein schmales, leises Buch – und gerade darin liegt seine große Kraft. In wenigen Seiten entfaltet Keegan eine Geschichte, die sich schnell lesen lässt und doch lange nachhallt. Ihre Sprache ist klar, präzise, beinahe zurückhaltend – und trifft dadurch umso stärker. Keine überflüssigen Sätze, keine Effekthascherei, stattdessen eine stille Intensität, die unter die Haut geht. Im Mittelpunkt steht Bill Furlong, ein Mann, der sich ein solides Leben aufgebaut hat, ein Familienvater, ordentlich, zuverlässig, respektiert. Und dennoch trägt er eine innere Unruhe in sich – ausgelöst durch das, was er sieht, und vor allem durch das, was eine Gemeinschaft lieber nicht sehen will. Furlong begreift, dass ihm selbst und seiner Familie viel Gutes widerfahren ist: Er hatte Glück. Als unehelich geborenes Kind hätte sein Leben ganz anders verlaufen können – wie das vieler anderer, die in Zwangsarbeit und sogenannte Wäschereien geraten sind. Stattdessen durfte er bleiben, wurde versorgt, erhielt eine Chance. Gerade diese Erkenntnis berührt zutiefst: dass Furlong versteht, wie sehr sein eigenes Leben auch von der Güte anderer geprägt wurde – und dass sich daraus Verantwortung ergibt. Keegan erzählt keine Heldengeschichte, sondern eine Geschichte über Moral im Alltag: über die Frage, ob man den Mut aufbringt, das Richtige zu tun, wenn Schweigen bequemer wäre. Furlongs Entscheidung wird so zu einer Form von Wiedergutmachung – nicht aus Pathos, sondern aus Menschlichkeit. Ein kleines Buch, ja. Aber eines, das Großes sagt. Und das einen daran erinnert, dass manchmal gerade die „kleinen Dinge“ darüber entscheiden, wer wir sind.

  • Boockpicker

    Book Circle Community

    5/5

    04.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Schlimmste: wenn ich es nicht getan hätte

    Furlong lebte als Kohlenhändler im irischen Städtchen mit Frau und fünf gelungenen Töchtern, war zufrieden, da sie es im Vergleich zu andern recht hatten. Die Armut der andern zu sehen bedrückte ihn, er hatte ein gutes Herz, er selbst war als Kind einer Magd zu seinem Glück von der Hausdame nicht verstossen, sondern angenommen worden. Im Dorf gab es ein Kloster mit Schule, daran angegliedert eine Magdalenenwäscherei. Man munkelte, dort würden «gefallene Mädchen» schrecklich gehalten, nachdem man ihnen ihr Kind weggenommen hatte. Als Furlong Kohle ins Kloster liefern muss, macht er im Kohlenkeller eine schreckliche Entdeckung. Zuerst verschliesst er die Augen, aber dann, soll er handeln? Kann er je wieder glücklich sein? Der kurze Roman greift unspektakulär die damalige Zeit auf und benennt ein Problem, das noch bis vor kurzem totgeschwiegen wurde: das Versagen von Staat und Kirche bei der Versorgung von ledigen Müttern, die Verbrechen, die hinter hohen Mauern versteckt wurden. Bescheiden und eindrücklich beschrieben, mit einem intensiven Nachklang.

  • Esther N.

    Book Circle Community

    5/5

    10.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein beeindruckendes Büchlein

    New Ross in Irland, 1985. Die Zeiten sind schwierig, die Wirtschaftslage schlecht. Der Kohlen- und Brennstoffhändler Bill Furlong ist einer der wenigen, die ein gutes Leben führen können. Er ist Vater von fünf Töchtern, glücklich verheiratet und kann seine Familie ernähren. Bei einer Kohlenlieferung an das örtliche Kloster macht er eine Entdeckung, die sein Leben auf den Kopf stellt. Er ist sich seines Handelns bewusst und muss eine Entscheidung treffen. Die Autorin beleuchtet ein düsteres Kapitel irischer Geschichte und widmet ihr Buch unter anderem den Frauen und Kindern, die in den irischen Mutter-Kind-Heimen und in den Magdalenen-Wäschereien gelebt und gelitten haben. Dieses Buch ist optisch und sprachlich wunderschön gestaltet. Mit nur wenigen Worten vermochte mich die Autorin tief zu berühren. Die Sprache ist wunderbar. Auf wenigen Seiten gelingt es ihr einen Spannungsbogen hochzuhalten, Atmosphäre zu schaffen und viele Emotionen zu übertragen. Ich konnte das Buch nicht mehr aus den Händen legen. Ich mochte ausnahmsweise auch das offene Ende.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (32)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Christina Koppenberger

    Christina Koppenberger

    Thalia Salzburg – Europark

    Buchhändler*in

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    5/5

    30.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Beeindruckend!

    Ein Stück irischer Geschichte literarisch aufgearbeitet. Claire Keegan erzählt gefühlvoll und eindrucksstark von stillem Heldentum, Mut und Hoffnung in schwierigen Zeiten und zeichnet uns LeserInnen ein imposantes Bild, indem uns die Autorin als stille Zeitzeugen am Geschehen teilhaben lässt. Beeindruckende Lektüre, die im Gedächtnis bleibt!
  • Zum Bewerterprofil von Danijela Turkijevic-Zauner

    Danijela Turkijevic-Zauner

    Thalia Gmunden – SEP

    Buchhändler*in

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    5/5

    29.01.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Knapp, aber eindringlich.

    Ein schmales und ruhiges Buch mit sehr viel Inhalt. Inspiriert von den Ereignissen in einem irischen Kloster in den 1980er-Jahren, wird die Geschichte über Gewissensbisse, Verantwortung, Menschlichkeit und den täglichen Kampf ums Überleben erzählt. Sehr eindrucksvoll und berührend geschrieben, sodass es lange nachwirkt.

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