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Die Qualen des Narzissmus Über freiwillige Unterwerfung

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.09.2022

Verlag

Zsolnay, Paul

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

13/20,5/2,5 cm

Gewicht

314 g

Farbe

Senf

Auflage

4. Auflage 2023

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-552-07309-8

Beschreibung

Rezension

"Die beste Analyse des Jahres." Thomas Trenkler, Kurier, 25.12.22
"Eine spektakuläre Analyse, wer wir wirklich sind.“ Peter Unfried, taz futurzwei, 13.12.22
"Eine höchst spannende Analyse, die manch anerkannte Idee der Gesellschaft ins Schwanken bringt, dem Subjekt wieder einen eigenen, psychischen Kern gibt und uns somit wieder zu mehr als nur gesellschaftlichen Produkten erhebt.“ Pro Zukunft, Dezember 2022
"Eine anspruchsvolle wissenschaftliche Arbeit, die sich dennoch gut lesen lässt und ihren klugen Denkprozess nachvollziehbar macht.“ Gerhild Heyder, Tagespost, 10.11.22
"Die Theorie, die Charim in ihrem Buch darlegt, ist schmerzhaft nachvollziehbar. Sie zeigt eine (westliche) Welt, in der fast alle vor dem eigenen Ich-Ideal niederknien und ohne äußeren Antrieb versuchen, gesellschaftliche Erwartungen zu erfüllen.“ Linn Ritsch, Anzeiger, November 2022
"Die polemische Bedeutung von Charims Buch liegt in seiner Nützlichkeit. Sie kann jetzt die Frage, wie der Neoliberalismus seine Marktteilnehmer wirksam abrichtet, genüsslich beantworten. Seine Ideologen verfehlen ihrer Meinung nach sein Wesen.“ Ronald Pohl, der Standard, 04.10.22

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.09.2022

Verlag

Zsolnay, Paul

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

13/20,5/2,5 cm

Gewicht

314 g

Farbe

Senf

Auflage

4. Auflage 2023

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-552-07309-8

Herstelleradresse

Zsolnay-Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

Email: info@hanser.de

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Herausfordernde Analyse

Bewertung aus Bern am 23.02.2023

Bewertungsnummer: 1885976

Bewertet: eBook (ePUB)

Die Argumentation von Charim bringt sehr interessante Aspekte in die Analyse gesellschaftlicher Entwicklungen ein. Auch wenn ich mich bei der Lektüre immer mal wieder frage, ist es denn wirklich so, bin ich sehr inspieriert durch die Argumentation von Charim.

Herausfordernde Analyse

Bewertung aus Bern am 23.02.2023
Bewertungsnummer: 1885976
Bewertet: eBook (ePUB)

Die Argumentation von Charim bringt sehr interessante Aspekte in die Analyse gesellschaftlicher Entwicklungen ein. Auch wenn ich mich bei der Lektüre immer mal wieder frage, ist es denn wirklich so, bin ich sehr inspieriert durch die Argumentation von Charim.

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Die Qualen des Narzissmus

von Isolde Charim

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Ralf Rother

Thalia Wien – Mariahilfer Straße

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4/5

Die Sackgasse des Individuums in Zeiten des neoliberalen Kapitalismus

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Für die Philosophie gibt es verschiedene Möglichkeiten auf gegenwärtige Krisen, Konflikte und Probleme zu reagieren: Entweder mit Selbstkritik, aufgrund der Folgen unserer Vorstellungen, oder mit Diagnosen politischer Zustände, um Reformen und Widerstände zu formulieren, oder aber mit der Analyse gesellschaftlicher Phänomene. Zum Letzteren entschloss sich Isolde Charim in ihrem neuen Buch. Ausgangspunkt ist die Frage, warum wir uns immer wieder "gegebenen" Verhältnissen freiwillig unterordnen, auch wenn sie im Widerspruch zu unseren Interessen stehen? Für die gegenwärtige Gesellschaft diagnostiziert Isolde Charim eine Unterwerfung unter das Diktat des Narzissmus. Stets und überall scheint das gesellschaftliche Individuum den Wettbewerb um seine Einzigartigkeit zu suchen. Zugleich gerät es in dieser Konkurrenzierung in das Dilemma, dass es nie die Anerkennung findet, die es sucht. Das narzisstische Individuum, das sich in einem neoliberalen Wettbewerb der Selbstfindung entwirft, wird zur Sackgasse seines Unglücks. Nicht unähnlich dem Anliegen, das Robert Pfaller mit seinem Buch über die Scham aufgreift, unterliegt Isolde Charim aber nicht der Versuchung ihr analysiertes Individuum als pathologisches Zeichen der westlichen Kultur zu denunzieren. Auch wenn Isolde Charim mit dem Terminus "Narzissmus" einen psychoanalytischen Begriff Sigmund Freuds aufgreift, so möchte man sich doch nicht von seiner Verwendung täuschen lassen. Ihre Untersuchung ist weit entfernt eine psychoanalytische sein. Vielmehr orientiert sie sich an Hegel, Honneth und Reckwitz und diskutiert vor allem das Problem der Anerkennung des Subjekts. Schon Hegel wies auf die Fallen einer tautologische Selbstsetzung hin sowie in der Herr-Knecht-Dialektik auf die Misere der Anerkennung, die von Kojève, Bataille und Blanchot aufgegriffen wurde. Isolde Charim überzeugt in ihrem Buch mit der Analyse des Individuums in Zeiten des neoliberalen Kapitalismus, das in seiner souveränen Subjektwerdung jedoch nur scheitern kann.
  • Ralf Rother
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Die Sackgasse des Individuums in Zeiten des neoliberalen Kapitalismus

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Für die Philosophie gibt es verschiedene Möglichkeiten auf gegenwärtige Krisen, Konflikte und Probleme zu reagieren: Entweder mit Selbstkritik, aufgrund der Folgen unserer Vorstellungen, oder mit Diagnosen politischer Zustände, um Reformen und Widerstände zu formulieren, oder aber mit der Analyse gesellschaftlicher Phänomene. Zum Letzteren entschloss sich Isolde Charim in ihrem neuen Buch. Ausgangspunkt ist die Frage, warum wir uns immer wieder "gegebenen" Verhältnissen freiwillig unterordnen, auch wenn sie im Widerspruch zu unseren Interessen stehen? Für die gegenwärtige Gesellschaft diagnostiziert Isolde Charim eine Unterwerfung unter das Diktat des Narzissmus. Stets und überall scheint das gesellschaftliche Individuum den Wettbewerb um seine Einzigartigkeit zu suchen. Zugleich gerät es in dieser Konkurrenzierung in das Dilemma, dass es nie die Anerkennung findet, die es sucht. Das narzisstische Individuum, das sich in einem neoliberalen Wettbewerb der Selbstfindung entwirft, wird zur Sackgasse seines Unglücks. Nicht unähnlich dem Anliegen, das Robert Pfaller mit seinem Buch über die Scham aufgreift, unterliegt Isolde Charim aber nicht der Versuchung ihr analysiertes Individuum als pathologisches Zeichen der westlichen Kultur zu denunzieren. Auch wenn Isolde Charim mit dem Terminus "Narzissmus" einen psychoanalytischen Begriff Sigmund Freuds aufgreift, so möchte man sich doch nicht von seiner Verwendung täuschen lassen. Ihre Untersuchung ist weit entfernt eine psychoanalytische sein. Vielmehr orientiert sie sich an Hegel, Honneth und Reckwitz und diskutiert vor allem das Problem der Anerkennung des Subjekts. Schon Hegel wies auf die Fallen einer tautologische Selbstsetzung hin sowie in der Herr-Knecht-Dialektik auf die Misere der Anerkennung, die von Kojève, Bataille und Blanchot aufgegriffen wurde. Isolde Charim überzeugt in ihrem Buch mit der Analyse des Individuums in Zeiten des neoliberalen Kapitalismus, das in seiner souveränen Subjektwerdung jedoch nur scheitern kann.

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