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Afrika und die Entstehung der modernen Welt

Eine Globalgeschichte

Buch (Gebundene Ausgabe)

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Afrika und die Entstehung der modernen Welt

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ab 27,99 €

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

6147

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.03.2023

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

512

Maße (L/B/H)

23,4/16,4/3,9 cm

Beschreibung

Rezension

»Das Buch ist hervorragend geschrieben [...]. Zweifellos eines der wichtigsten historisch-politischen Sachbücher des Jahres. Gleichzeitig eine Liebeserklärung an diesen vielgestaltigen Kontinent Afrika.« Manfred Keiper, Lesart, Ausgabe 03/2023 Manfred Keiper Lesart 20231001

Details

Verkaufsrang

6147

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.03.2023

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

512

Maße (L/B/H)

23,4/16,4/3,9 cm

Gewicht

875 g

Auflage

6. Auflage

Originaltitel

Born in Blackness

Übersetzt von

  • Karin Schuler
  • Andreas Thomsen
  • Thomas Stauder

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-98667-9

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Kolonialgeschichte

Huriye Celik aus Ludwigshafen am 04.09.2023

Bewertungsnummer: 2015028

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Buch berichtet die Historie der Beiträge der Schwarzen zur Moderne und zum Aufstieg des Westens, wobei der Fokus auf die Begegnung Afrikas mit den Portugiesen als Dreh- und Angelpunkt der modernen Geschichte. Der Großteil des Buches konzentriert sich auf das späte 14. bis 16. Jahrhundert und zeigt, wie der Handel mit Gold und Sklaven das europäische Interesse an Afrika weckte und zur Schaffung eines Sklavenplantagensystems führte, das einen Eckpfeiler des europäischen Wohlstands und der globalen Ungleichheiten darstellte. French konzentriert sich auf den transatlantischen Sklavenhandel und das Plantagensystem und zeigt, wie wichtig europäische Kolonien in der Karibik (und Portugals Kolonie in Brasilien) für den europäischen Reichtum und die Macht waren. Die Plantagenproduktion von Zucker begann in São Tomé und verlagerte sich dann nach Brasilien und in die Karibik, was sowohl zu einem wirtschaftlichen als auch kalorischen Aufschwung für die Europäer führte, was wiederum zur Industrialisierung beitrug. Der Anstieg des Zuckerkonsums führte auch zur Verbreitung von Kaffeeschiffen in Europa, was wesentlich zur Entstehung des modernen öffentlichen Raums beitrug. Brasiliens Zuckerernte machte in den späten 1620er-Jahren 40 % der Gesamteinnahmen Portugals aus, generierte mehr Einkommen als die Silber- oder Goldproduktion und machte Brasilien wertvoller als Portugals asiatische Besitztümer, denen es eine geringere Priorität einräumte und die die Niederländer übernehmen konnten. Auf die karibischen Kolonien Frankreichs, die von Saint-Domingue (später Haiti) dominiert wurden, entfielen in den Boomjahren 1716–1787 ein Drittel des französischen Handels und 15 % seines Wirtschaftswachstums. Die Bedeutung dieser Kolonien zeigte sich in dem Ausmaß, in dem die Europäer bereit waren, um sie zu kämpfen. Beispielsweise führte die haitianische Revolution zu aufeinanderfolgenden Wellen französischer, spanischer und britischer Invasionen, die versuchten, das Gebiet zurückzuerobern, was zeigte, wie wichtig die karibischen Inseln für die Macht und den Reichtum Europas waren. Ein Großteil des modernen Kapitalismus, der Entwicklung und sogar der Demokratie selbst wurde daher auf dem Rücken der Schwarzen aufgebaut. Frenchs Buch ist ein Versuch der Zusammenfassung der Geschichte eines verplünderten Kontinents und die Realität des aufgeklärten Europas.
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Kolonialgeschichte

Huriye Celik aus Ludwigshafen am 04.09.2023
Bewertungsnummer: 2015028
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Buch berichtet die Historie der Beiträge der Schwarzen zur Moderne und zum Aufstieg des Westens, wobei der Fokus auf die Begegnung Afrikas mit den Portugiesen als Dreh- und Angelpunkt der modernen Geschichte. Der Großteil des Buches konzentriert sich auf das späte 14. bis 16. Jahrhundert und zeigt, wie der Handel mit Gold und Sklaven das europäische Interesse an Afrika weckte und zur Schaffung eines Sklavenplantagensystems führte, das einen Eckpfeiler des europäischen Wohlstands und der globalen Ungleichheiten darstellte. French konzentriert sich auf den transatlantischen Sklavenhandel und das Plantagensystem und zeigt, wie wichtig europäische Kolonien in der Karibik (und Portugals Kolonie in Brasilien) für den europäischen Reichtum und die Macht waren. Die Plantagenproduktion von Zucker begann in São Tomé und verlagerte sich dann nach Brasilien und in die Karibik, was sowohl zu einem wirtschaftlichen als auch kalorischen Aufschwung für die Europäer führte, was wiederum zur Industrialisierung beitrug. Der Anstieg des Zuckerkonsums führte auch zur Verbreitung von Kaffeeschiffen in Europa, was wesentlich zur Entstehung des modernen öffentlichen Raums beitrug. Brasiliens Zuckerernte machte in den späten 1620er-Jahren 40 % der Gesamteinnahmen Portugals aus, generierte mehr Einkommen als die Silber- oder Goldproduktion und machte Brasilien wertvoller als Portugals asiatische Besitztümer, denen es eine geringere Priorität einräumte und die die Niederländer übernehmen konnten. Auf die karibischen Kolonien Frankreichs, die von Saint-Domingue (später Haiti) dominiert wurden, entfielen in den Boomjahren 1716–1787 ein Drittel des französischen Handels und 15 % seines Wirtschaftswachstums. Die Bedeutung dieser Kolonien zeigte sich in dem Ausmaß, in dem die Europäer bereit waren, um sie zu kämpfen. Beispielsweise führte die haitianische Revolution zu aufeinanderfolgenden Wellen französischer, spanischer und britischer Invasionen, die versuchten, das Gebiet zurückzuerobern, was zeigte, wie wichtig die karibischen Inseln für die Macht und den Reichtum Europas waren. Ein Großteil des modernen Kapitalismus, der Entwicklung und sogar der Demokratie selbst wurde daher auf dem Rücken der Schwarzen aufgebaut. Frenchs Buch ist ein Versuch der Zusammenfassung der Geschichte eines verplünderten Kontinents und die Realität des aufgeklärten Europas.

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Hervorragendes Sachbuch über neuzeitliche Geschichte.

Bewertung am 07.05.2023

Bewertungsnummer: 1937396

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein kenntnisreiche Darstellung neuzeitlicher Geschichte mit einem Fokus des allzu wenig beachteten Anteils Afrikas für die Enstehung der modernen Welt. Wirkt fast wie die inoffizielle Fortsetzung der Werke J. Blauts, die die allzu wiederholten Narrative Jared Diamonds und Co als bequeme Lüge darstellt. Muss man als geschichtsinteressierte Person gelesen haben.
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Hervorragendes Sachbuch über neuzeitliche Geschichte.

Bewertung am 07.05.2023
Bewertungsnummer: 1937396
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Ein kenntnisreiche Darstellung neuzeitlicher Geschichte mit einem Fokus des allzu wenig beachteten Anteils Afrikas für die Enstehung der modernen Welt. Wirkt fast wie die inoffizielle Fortsetzung der Werke J. Blauts, die die allzu wiederholten Narrative Jared Diamonds und Co als bequeme Lüge darstellt. Muss man als geschichtsinteressierte Person gelesen haben.

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Afrika und die Entstehung der modernen Welt

von Howard W. French

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Martin Berger

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5/5

Viel mehr als eine Randnotiz der Weltgeschichte!

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Über lange Zeit wurde die Weltgeschichte von weißen europäischen/ westlichen Historikern geschrieben. Deren einseitige Perspektive überging meist die immense Bedeutung und den Einfluss Afrikas auf die Entstehung unserer modernen Welt. Dabei ist der Beitrag Afrikas, die Ausbeutung seiner menschlichen und materiellen Ressourcen kaum zu überschätzen – was Howard W. French in seinem imposanten Werk klar belegt. Es geht um nichts weniger als einen neuen Blickwinkel auf die Geschichte, der dem Ausdruck „Globalgeschichte“ gerecht wird, es geht um ein Umdenken, das offen mit der oft nicht rühmlichen Vergangenheit der westlichen Welt umgeht und die Bedeutung des nicht-europäischen Raums und seiner Menschen angemessen würdigt und nicht weiter marginalisiert. Dieses wichtige und lesenswerte Buch ist keine leichte Kost, es fordert den Leser/ die Leserin zum kritischen Nachdenken auf. (Siehe auch: Bayly, Die Geburt der modernen Welt)
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Viel mehr als eine Randnotiz der Weltgeschichte!

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Über lange Zeit wurde die Weltgeschichte von weißen europäischen/ westlichen Historikern geschrieben. Deren einseitige Perspektive überging meist die immense Bedeutung und den Einfluss Afrikas auf die Entstehung unserer modernen Welt. Dabei ist der Beitrag Afrikas, die Ausbeutung seiner menschlichen und materiellen Ressourcen kaum zu überschätzen – was Howard W. French in seinem imposanten Werk klar belegt. Es geht um nichts weniger als einen neuen Blickwinkel auf die Geschichte, der dem Ausdruck „Globalgeschichte“ gerecht wird, es geht um ein Umdenken, das offen mit der oft nicht rühmlichen Vergangenheit der westlichen Welt umgeht und die Bedeutung des nicht-europäischen Raums und seiner Menschen angemessen würdigt und nicht weiter marginalisiert. Dieses wichtige und lesenswerte Buch ist keine leichte Kost, es fordert den Leser/ die Leserin zum kritischen Nachdenken auf. (Siehe auch: Bayly, Die Geburt der modernen Welt)

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