Produktbild: Sechzehn Pferde

Sechzehn Pferde Roman

15

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

23.02.2022

Verlag

Fischer E-Books

Seitenzahl

448 (Printausgabe)

Dateigröße

6396 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Sixteen Horses

Übersetzt von

Henning Ahrens

Sprache

Deutsch

EAN

9783104911915

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

23.02.2022

Verlag

Fischer E-Books

Seitenzahl

448 (Printausgabe)

Dateigröße

6396 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Sixteen Horses

Übersetzt von

Henning Ahrens

Sprache

Deutsch

EAN

9783104911915

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  • Bewertung

    5/5

    29.07.2023

    eBook (ePUB 3)

    Ich war's (nicht)! Oder doch...?

    Der Autor schickt den Leser in ein Labyrinth des Unwissens, in dem sich erst langsam ein ganze Menge an zunächst unzusammenhängend erscheinenden Katatstrophen zusammenfügen, die sich am Ende aber doch so ganz anders, als erwartet, auflösen. Das Ende erscheint nach diesem Ritt durch die Finsternis fast schon zu banal, macht aber dennoch ernüchternd-traurigen Sinn. Kleine Ursachen, fatale Wirkung, könnte man auch sagen. Faszinierend finde ich die Darstellung der Personen, alle sind in gewisser Weise Gefangene ihrer selbst, ihrer eigenen Entscheidungen und Fehlentscheidungen, leiden mehr oder weniger an deren Folgen, ohne sich zugleich dessen bewusst zu sein, dass sie zugleich in ein ganz anderes, weitaus komplexeres Ursache-Wirkungs-Netz eingesponnen sind oder darin sukzessive mehr und mehr eingesponnen werden und zugleich in ihre eigenen Irrtümer. Äußerst realistisch, diese Sichtweise. Zugleich auch sehr ernüchternd und brutal, so wie die Realität im Allgemeinen, wenn jemand den Mut hat, ihr tatsächlich ins hässliche Angesicht zu blicken. Einzig der Tod der jüngsten Protagonistin ergibt im Gesamtkontext für mich wenig Sinn, ebenso bleiben einige Fragen offen, dennoch ein faszinierend geschriebenes Buch, das erschreckender Weise in diesem Mikrokosmos auch eine Art äußerst dunkler, leider aber duchaus realitätsnaher Spiegel unserer Gesellschaft und Zeit ist. Auf einmal werden aus den Guten die Bösen, dann wieder umgekehrt, dann ist's doch wieder anders, zumindest aus der Sicht des Lesers. Was in diesem Buch beschrieben wird, kann im Prinzip jedem und überall geschehen, wenn nur ein paar Faktoren zusammenspielen. Erst recht dann, wenn man, wie einer der Protagonisten, der eigentliche Hauptauslöser ist, der erst diese unselige Kettenreaktion in Gang setzte, dem dies allerdings bis zum Ende nicht einmal selbst in irgendeiner Weise bewusst ist. Nur die Folgen sind und bleiben dennoch auf erschreckende Weise real und unkorrigierbar. Der Autor kann jedenfalls schreiben und das auf ganz eigene, klischeefreie Art. Hoffentlich gibt's bald mehr von ihm in vergleichbarer Qualität.

  • Dirk Knappe

    aus Hagen

    5/5

    14.08.2022

    eBook (ePUB 3)

    Düster und dystopisch

    Greg Buchanan verfügt über einen sehr ausgefeilten und exzellenten Schreib-, bzw Sprachstil. Sein vorliegendes Werk läßt sich den vorhandenen Kategorien nur schwer zu ordnen; ist es ein Roman, oder Krimi? Letztendlich spielt das keine Rolle... . Mich hat "16 Pferde" total begeistert und an die Sprachgewalt eines Corman MacCarthy und die Düsternis des hierzulande leider recht unbekannten Derek Raymond erinnert. Vielleicht kommt Buchanan David Peace am nächsten, oder wie wäre es mit Andrew Vachss? Auch musikalisch ist mir "ein naher Verwandter" von Greg Buchanan eingefallen, David Eugene Edwards mit seiner Gruppe 16 Horsepower und dem Projekt Woven Hands. Viel Freude erst einmal mit "16 Pferde" (absolute Leseempfehlung!!) und hören Sie doch mal in die musikalische Welt von David Eugene Edwards rein.

  • Anna

    5/5

    24.02.2022

    eBook (ePUB 3)

    Düster und packend

    Der Klappentext verspricht: "So etwas wie Sechzehn Pferde haben Sie noch nicht gelesen. Ein zutiefst beunruhigender Ritt." Diese Worte stammen von keiner geringeren als Val McDermid, und es stimmt. So etwas habe ich tatsächlich noch nie gelesen. Sechzehn Pferdeköpfe eingegraben in einen Ackerboden, so angerichtet, dass nur jeweils ein Auge zu sehen ist. Der örtliche Polizist Alex ermittelt zusammen mit der Veterinärforensikerin Cooper. Beide stoßen schnell an ihre Grenzen. Und es bleibt nicht bei den toten Pferden. Bald sterben auch Menschen... Sechzehn Pferde ist ein Buch, das uns Leser eintauchen lässt in eine alles umfassende Düsternis. Es erzählt von kranken Familien und vom Niedergang. Von kaputten Beziehungen und schweren Verletzungen. Buchanan bedient sich einer knappen schlagkräftigen Sprache, die Perspektiven wechseln ständig. Die Kapitel sind kurz. Ich konnte mich dem Sog nicht entziehen, obwohl ich solche Romane normalerweise nicht mag und einiges aushalten musste. Aber genau das macht die Faszination aus. Es ist ein Ausnahmebuch, das nicht an menschlichen Abgründen spart, und es ist definitiv nichts für schwache Nerven. Die Auflösung hat mich mehr als verblüfft, ist aber nachvollziehbar und glaubwürdig. Ein gelungener, düsterer und schwerer Roman mit einer ganz besonderen sprachlichen Qualität.

  • bolie

    aus Langscheid

    4/5

    22.03.2022

    eBook (ePUB 3)

    Der kleine Ort Ilmarsh liegt…

    Der kleine Ort Ilmarsh liegt an der britischen Küste und ist nahezu ausgestorben. Immer mehr Einwohner ziehen fort. Und nun kommt noch dieses schreckliche Verbrechen dazu, welches noch mehr Menschen flüchten lässt. 16 Pferdeköpfe und ein Haufen Schweife werden gefunden. Die Tiere wurden brutal getötet und ihre Häupter eingegraben. Nur jeweils ein Auge schaut aus der Erde. Wer ist für diese Abscheulichkeit verantwortlich? Alec Nichols lebt mit seinem Sohn vor Ort und ist Polizist. Gemeinsam mit Dr. Cooper Allen soll er den Fall lösen und das so schnell es irgendwie geht. „Sechzehn Pferde“ ist kein Buch für Zartbesaitete. Die hier beschriebene Brutalität hat mich schockiert. Und das nicht nur, weil ich Pferde mag. Es wird genauestens dargestellt wie sie zu Tode kamen. Aber nicht nur das störte mich. Auch das ständige Hin und Her zwischen den Zeiten, Orten und Akteuren war recht anstrengend. Der Sprachstil war aber angenehm zu lesen. Ein weiteres Plus für mich ist, dass das Buch zum Nachdenken anregt. Was veranlasst(e) junge Menschen zur Stadtflucht und warum sind es oft nur die Senioren, die in ihren Häusern auf dem Land verweilen? Wer ist verantwortlich, wenn sämtliche Geschäfte zentralisiert werden und viele Kilometer entfernt vom Dorf liegen? Also kein „Schmöker“ sondern ein Werk, das es verdient, aufmerksam gelesen zu werden.

  • mesu

    5/5

    12.08.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Verwirrende Abgründe einer Seele

    Dieses Buch ist merkwürdig, verwirrend aber es fasziniert irgendwie. Eine mysteriöse Bluttat auf einem öden Acker. Sechzehn eingegrabene Pferdeköpfe und Schweife. Dr. Cooper die Veterinärforensikerin hat bei diesem Fall keine leichte Aufgabe. Der Acker ist verseucht und einige Bewohner der kleinen Stadt werden sogar infiziert. Mit Hilfe des ansässigen Polizisten Alec Nichols soll sie diese brutale Tat klären. Doch es offenbaren sich menschliche Abgründe und zunehmend bedrohliche Situationen, die auch Alec und seine Familie betreffen. Verstörende, aber gut die Spannung haltende Geschichte über vergangene Schuld und das Böse, das in jedem stecken kann. Finde ich gelungen und ist mal ein etwas anderes Buch. Lesenswert!

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (15)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Johannes Altenberger

    Johannes Altenberger

    Thalia Salzburg – Europark

    Buchhändler*in

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    5/5

    06.04.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Literarisches Krimi-Ereignis

    Kalt. Nass. Düster. Dieses literarische Krimi-Ereignis erzeugt einen Sog, dem man sich nicht entziehen kann. Sprachliche Schönheit trotz verstörender Bilder. Ein wahrlich großartiges Debüt.
  • Zum Bewerterprofil von Lukas Bärwald

    Lukas Bärwald

    Thalia St. Pölten

    Buchhändler*in

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    4/5

    10.03.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dilemma

    Jeder Krimi ist nur so gut wie sein Ende. Kaum eine andere literarische Gattung ist so von einer befriedigenden Auflösung abhängig. Der Krimi lebt von einem faszinierenden Rätsel, das die Leser*innen immer neue Theorien darüber spinnen lässt, warum, wie und wer für das Verbrechen verantwortlich ist. Und zum großen Finale erwartet man sich – quasi als Belohnung für den Weg, den man den Roman hindurch gegangen ist – eine überraschende und zugleich überzeugende Aufklärung. Aber sollte man ein Buch wirklich nach seinen vielleicht letzten zwanzig Seiten beurteilen? Bei Greg Buchanans Debütroman ist das ein äußerst schwierig zu entscheidender Fall, aber später dazu mehr. „Sechzehn Pferde“ erzählt von einem englischen Küstenstädtchen, das sich schon seit geraumer Zeit im wirtschaftlichen Untergang befindet. Dort werden eines Tages die abgeschnitten Köpfe der titelgebenden Pferde gefunden, halb eingegraben in einem Feld, mit einem Auge gen Himmel gerichtet. Schon bald wird Alec Nichols von der örtlichen Polizei hinzugezogen, der seit dem Tod seiner Frau mit seinem 18-jährigen Sohn zusammenlebt und immer wieder psychotische Anfälle zu haben scheint. Unterstützung erhält er nach Kurzem von der Veterinärforensikerin Cooper Allen, die mit ihrem analytischen Blick dazu beitragen soll, das bestialische Verbrechen aufzuklären und der kleinen Gemeinschaft ihre Ruhe zurück zu geben. Ähnlich wie in Joel Dickers „Das Verschwinden der Stephanie Mailer“ wechselt immer wieder die Erzählperspektive, wodurch aus unterschiedlichen Blickwinkeln und zeitlichen Ebenen das Geschehen beleuchtet wird; besondere Spannung entsteht, wenn über oder aus der Perspektive des (bis dahin anonym bleibenden) Täters erzählt wird und schnell klar wird, dass es sich dabei um jemanden aus dem Herzen der Gemeinschaft handeln muss. Buchanan gelingt es über den gesamten Verlauf des Romans eine beklemmende Atmosphäre rund um den Handlungsschauplatz Ilmarsh zu kreieren, wo unter jeder aufgeschlagenen Decke menschliche Abgründe zu lauern scheinen, ganze Straßenzüge leerstehen und die Felder nach und nach verdörren. Und vor dieser unheimlichen Kulisse treibt jemand sein Unwesen, der nicht nur eine starke sadistische Neigung in sich trägt, sondern es auch meisterhaft versteht, Andere so zu manipulieren, dass er selbst sich kaum je selbst die Hände schmutzig zu machen braucht. Und nun kommen wir zurück zum Dilemma der Beurteilung: Das düster unheimliche Setting, die faszinierend undurchsichtigen Figuren, der stetige Spannungsaufbau und die mysteriösen Verbrechen – alles außergewöhnlich gut gelungen und sowohl sprachlich elegant als auch hoch unterhaltsam. Aber das Ende. Auch wiederum ähnlich wie beim „Verschwinden der Stephanie Mailer“ geht es im Finale alles recht, fast zu schnell. Der Täter wird enttarnt, einige Absätze lang seine Beweggründe erläutert, Epilog, Ende. Und da bleiben dann doch recht viele Fragen offen und so einige größere Teile dieses Rätsels eben nicht aufgelöst. Aber wie soll man nun einen Krimi bewerten, der bis kurz vor dem Finale begeistert aber dann – und ich muss es so sagen – schon etwas enttäuscht? Darf dieser Abschluss den Rest überschatten, ist der Weg nun doch nicht das Ziel? Entscheiden Sie am besten selbst, denn dieser Weg lohnt sich allemal.

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