Produktbild: Tomaten mögen keinen Regen

Tomaten mögen keinen Regen Das mehrfach ausgzeichnete Jugendbuch jetzt auch als Taschenbuch. Perfekt für die Schullektüre

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12,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Altersempfehlung

ab 12 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

01.12.2021

Verlag

Tyrolia

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

20,3/13,3/2 cm

Gewicht

211 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7022-4015-8

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Altersempfehlung

ab 12 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

01.12.2021

Verlag

Tyrolia

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

20,3/13,3/2 cm

Gewicht

211 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7022-4015-8

Herstelleradresse

Tyrolia Verlagsanstalt Gm
Exlgasse 20
6020 Innsbruck
AT

Email: buchverlag@tyrolia.at

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Dieses Buch will und muss dringend gelesen werden!

Bewertung aus Willich am 20.02.2022

Bewertungsnummer: 1660856

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das Buch, welches bereits 2013 als gebundener Titel erschien, wurde nun als Taschenbuch im Tyrolia Verlag neu aufgelegt und mit einem anderen Cover versehen. Kulisse der Geschichte ist das Haus Bethlehem, welches von den Ordens-Schwestern Rosa und Miki geleitet wird und fünf Waisenkinder im Alter zwischen sechs und 13 Jahren mit körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung beherbergt. Protagonist und Ich-Erzähler der Geschichte ist der 13jährige Hovanes, der mit dem Verlust seiner Eltern das Reden eingestellt hat. Er ist ein Einzelgänger, beobachtet alles genau und lässt die LeserInnen an seinen Gedanken teilhaben. Wie gerne hätte er etwas Eigenes, um das nur er sich kümmern darf. Hovanes fühlt sich im Haus eingesperrt, seiner Freiheit beraubt. Am liebsten sitzt er alleine unter einem Apfelbaum im Wald. Besonders genervt ist der lärmempfindliche Junge vom 12jährigen Robin alias Sirup, der mit seinem hyperaktiven Verhalten regelmäßig auffällt und dennoch viele Sympathien erntet. Eifersucht keimt in Hovanes auf. Dieses Gefühl kann der italienische Wanderarbeiter Sandro, der kurzzeitig im Haus Bethlehem angestellt ist und zu dem Hovanes eine innige Beziehung aufbaut, kaum schmälern. Aber Sandro macht die Welt für Hovanes etwas einfacher. Denn sein italienisches Lachen kann so manchen Gedanken-Berg des Jungen zum Einstürzen bringen und das Leben erleichtern. „Schwester Miki sagt, wenn mein Kopf drückt, soll ich spazieren gehen oder in den Garten und etwas arbeiten.“, denkt Hovanes. Im Verlauf der Geschichte lernen die LeserInnen die Kinder des Hauses immer besser kennen und erfahren häppchenweise von deren individueller Vergangenheit. Das Buch ist in zwei Erzählstränge eingeteilt: die Jetztzeit und die Vergangenheit. Beide Stränge nähern sich im Verlauf an, und die Geschichte entwickelt sich zu einem großen Ganzen. Über weite Strecken verläuft die Geschichte ruhig und erzählt lediglich vom Leben im Heim. Erst eine dramatische Wendung zum Schluss, die bereits in Teilen durch die Textpassagen der Jetztzeit angedeutet wird, bringt die Spannung auf den Höhepunkt. Der gute Schreibstil fesselt ungemein. Was führte zu dem unglücklichen Unfall? Was wird passieren? Dieses Buch will und muss unbedingt gelesen werden.

Dieses Buch will und muss dringend gelesen werden!

Bewertung aus Willich am 20.02.2022
Bewertungsnummer: 1660856
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das Buch, welches bereits 2013 als gebundener Titel erschien, wurde nun als Taschenbuch im Tyrolia Verlag neu aufgelegt und mit einem anderen Cover versehen. Kulisse der Geschichte ist das Haus Bethlehem, welches von den Ordens-Schwestern Rosa und Miki geleitet wird und fünf Waisenkinder im Alter zwischen sechs und 13 Jahren mit körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung beherbergt. Protagonist und Ich-Erzähler der Geschichte ist der 13jährige Hovanes, der mit dem Verlust seiner Eltern das Reden eingestellt hat. Er ist ein Einzelgänger, beobachtet alles genau und lässt die LeserInnen an seinen Gedanken teilhaben. Wie gerne hätte er etwas Eigenes, um das nur er sich kümmern darf. Hovanes fühlt sich im Haus eingesperrt, seiner Freiheit beraubt. Am liebsten sitzt er alleine unter einem Apfelbaum im Wald. Besonders genervt ist der lärmempfindliche Junge vom 12jährigen Robin alias Sirup, der mit seinem hyperaktiven Verhalten regelmäßig auffällt und dennoch viele Sympathien erntet. Eifersucht keimt in Hovanes auf. Dieses Gefühl kann der italienische Wanderarbeiter Sandro, der kurzzeitig im Haus Bethlehem angestellt ist und zu dem Hovanes eine innige Beziehung aufbaut, kaum schmälern. Aber Sandro macht die Welt für Hovanes etwas einfacher. Denn sein italienisches Lachen kann so manchen Gedanken-Berg des Jungen zum Einstürzen bringen und das Leben erleichtern. „Schwester Miki sagt, wenn mein Kopf drückt, soll ich spazieren gehen oder in den Garten und etwas arbeiten.“, denkt Hovanes. Im Verlauf der Geschichte lernen die LeserInnen die Kinder des Hauses immer besser kennen und erfahren häppchenweise von deren individueller Vergangenheit. Das Buch ist in zwei Erzählstränge eingeteilt: die Jetztzeit und die Vergangenheit. Beide Stränge nähern sich im Verlauf an, und die Geschichte entwickelt sich zu einem großen Ganzen. Über weite Strecken verläuft die Geschichte ruhig und erzählt lediglich vom Leben im Heim. Erst eine dramatische Wendung zum Schluss, die bereits in Teilen durch die Textpassagen der Jetztzeit angedeutet wird, bringt die Spannung auf den Höhepunkt. Der gute Schreibstil fesselt ungemein. Was führte zu dem unglücklichen Unfall? Was wird passieren? Dieses Buch will und muss unbedingt gelesen werden.

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Tomaten mögen keinen Regen

von Sarah Michaela Orlovský

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Lukas Bärwald

Thalia St. Pölten

Zum Portrait

4/5

Lautstark still

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Schriftstellerinnen und Schriftsteller versetzen sich jeden Tag aufs Neue in die Gedanken, Gefühle und Geisteshaltungen ihrer Figuren. Und doch gibt es immer wieder erhöhte Aufmerksamkeit bis hin zur Irritation wenn es einen scheinbaren zu hohen Kontrast gibt zwischen der Identität der Schreibenden und ihrer Schöpfung: Ein Mann erzählt aus der Perspektive einer weiblichen Ich-Erzählerin oder eine Autorin aus der zweiten Lebenshälfte versucht sich an erzwungen „hipper“ Jugendliteratur und -sprache. Noch um einiges sensibler wird es im vorliegenden Fall, wo Sarah Michaela Orlovský von einem Waisenhaus für körperlich oder geistig beeinträchtige Jugendliche erzählt. Protagonist Hovanes ist stumm, antwortet den Anderen nur in Gedanken und drückt sich stattdessen durch Gestik und Mimik aus. Durch seine Funktion als Erzähler bekommt man all jene Gedanken mit, die den Menschen um ihn herum sprachlich verwehrt bleiben: Seine Freuden und Ängste, die Sensibilität gegen starke Geräusche und das zunehmende Gefühl aus Trauer und Wut unzureichend zu sein und nicht gebraucht zu werden. Daraus entsteht sein Wunsch, fortzulaufen und das Heim mit seinen Bewohner*innen hinter sich zu lassen. Im Verlauf des Romans entwickelt sich ein Bild der zwischenmenschlichen Verhältnisse dieser außergewöhnlichen Gruppe von Menschen, wo alle ihre ganz eigenen Bedürfnisse und Sehnsüchte haben, aber auch mit intensiven Momenten von Frustration zu kämpfen haben. Vieles dazwischen bleibt Andeutung, Ahnung oder ganz unausgesprochen, was jedoch zur allgemeinen Stimmung vor Ort passt, wo vieles eben nicht angesprochen wird und unter der Oberfläche vor sich hin brodelt. Ein mutiger Roman mit einer starken, klaren Stimme, die stumm ist und sich gedanklich Luft macht. Inhaltlich geht es hier nicht um weltenumstürzende Spektakel, die größte Liebe aller Zeiten oder den gerissensten Serienkiller, sondern die viel nachfühlbarere Suche nach dem eigenen Platz im Leben.
  • Lukas Bärwald
  • Buchhändler/-in

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Lautstark still

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Schriftstellerinnen und Schriftsteller versetzen sich jeden Tag aufs Neue in die Gedanken, Gefühle und Geisteshaltungen ihrer Figuren. Und doch gibt es immer wieder erhöhte Aufmerksamkeit bis hin zur Irritation wenn es einen scheinbaren zu hohen Kontrast gibt zwischen der Identität der Schreibenden und ihrer Schöpfung: Ein Mann erzählt aus der Perspektive einer weiblichen Ich-Erzählerin oder eine Autorin aus der zweiten Lebenshälfte versucht sich an erzwungen „hipper“ Jugendliteratur und -sprache. Noch um einiges sensibler wird es im vorliegenden Fall, wo Sarah Michaela Orlovský von einem Waisenhaus für körperlich oder geistig beeinträchtige Jugendliche erzählt. Protagonist Hovanes ist stumm, antwortet den Anderen nur in Gedanken und drückt sich stattdessen durch Gestik und Mimik aus. Durch seine Funktion als Erzähler bekommt man all jene Gedanken mit, die den Menschen um ihn herum sprachlich verwehrt bleiben: Seine Freuden und Ängste, die Sensibilität gegen starke Geräusche und das zunehmende Gefühl aus Trauer und Wut unzureichend zu sein und nicht gebraucht zu werden. Daraus entsteht sein Wunsch, fortzulaufen und das Heim mit seinen Bewohner*innen hinter sich zu lassen. Im Verlauf des Romans entwickelt sich ein Bild der zwischenmenschlichen Verhältnisse dieser außergewöhnlichen Gruppe von Menschen, wo alle ihre ganz eigenen Bedürfnisse und Sehnsüchte haben, aber auch mit intensiven Momenten von Frustration zu kämpfen haben. Vieles dazwischen bleibt Andeutung, Ahnung oder ganz unausgesprochen, was jedoch zur allgemeinen Stimmung vor Ort passt, wo vieles eben nicht angesprochen wird und unter der Oberfläche vor sich hin brodelt. Ein mutiger Roman mit einer starken, klaren Stimme, die stumm ist und sich gedanklich Luft macht. Inhaltlich geht es hier nicht um weltenumstürzende Spektakel, die größte Liebe aller Zeiten oder den gerissensten Serienkiller, sondern die viel nachfühlbarere Suche nach dem eigenen Platz im Leben.

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