Produktbild: Am roten Strand
Band 2

Am roten Strand

Aus der Reihe Die Ben-Neven-Reihe
17

22,95 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.03.2022

Verlag

Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,8/13,3/3 cm

Gewicht

418 g

Farbe

Weiß / Dunkellila

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86971-209-3

Beschreibung

Rezension

Raus aus den einfachen Denkstrukturen. Spektakulär ist vor allem Wagners tiefenpsychologische Zeichnung seines Ermittlerteams. ("Kulturnews")
Ein neuer großer Wurf vom Meister des psychologischen Krimis. ("Focus")
Kaum zu ertragen, nicht aus der Hand zu legen. Beste Literatur, die wehtut. ("3sat Kulturzeit")
Wer das Genre als eine hochliterarische Gattung versteht, die vermag, Verbrechen und Tragödien sensibel und realitätsnah zu erfassen, der will dieses Buch lesen. Wagner hat die Gabe, sprachlich sensible, prägnante Bilder entstehen zu lassen, sie emotional aufzuladen, ohne explizit zu werden […] Ein wichtiger Roman, der Veränderungen anstoßen könnte. ("Bücher Magazin")
Dieses Buch hat uns nicht nur ins Schwärmen gebracht, sondern richtig ins Ddiskutieren. ("Deutschlandradio Kultur Lesart")
Was "Am Roten Strand" aus der Spannungsroman-Masse heraushebt, ist die so nuancierte wie differenzierte Figurenzeichnung. ("Frankfurter Rundschau")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.03.2022

Verlag

Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,8/13,3/3 cm

Gewicht

418 g

Farbe

Weiß / Dunkellila

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86971-209-3

Herstelleradresse

Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co. KG
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE
produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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  • Fredhel

    5/5

    18.06.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    geht unter die Haut

    Am roten Strand steht ein Wohnwagen, der eine lange Zeit als Tatort für den Missbrauch von kleinen Kindern gedient hat. Der Täter ist gefasst, doch er schweigt eisern. Durch ihn ist die Polizei im Internet einem breit gefächerten Netz von Pädophilen auf die Spur gekommen. Doch kaum haben sie einen der anonymen Männer identifiziert, stirbt er auch schon durch ein Attentat. Ein früheres Opfer rächt sich. Auch hier muss die Polizei tätig werden, selbst wenn man für diese kriminellen Opfer wenig Sympathie verspürt. In kurzen Abschnitten wird der Fortgang der Ermittlung aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Mal sind es die Beamten, mal die Psychologen, mal die Täter oder sogar die Opfer selbst. Durch diesen Blick ins Innere der Personen wird klar, was solche ungeheuerlichen Taten mit den Menschen machen. Am meisten hat mich der Kampf von Ben Neven mit seinen inneren Dämonen beeindruckt, denn kleine Jungs wecken in ihm unerlaubte Begierden. Durch den häufigen Perspektiv- und Ortswechsel hat der Leser eine große Distanz zu dem Geschehen, aber auch zu den Protagonisten. Fast wirkt der Roman wie eine Reportage, obwohl die Handlung rasant voranschreitet. Durch diese Art des Schreibens wird der Leser automatisch gezwungen, dieses Buch nicht einfach nur zu konsumieren, sondern ein Prozess des Nachdenkens wird automatisch in Gang gesetzt. Stilistisch ein sehr interessantes und effizientes Mittel. Diesen Krimi auf hohem Niveau kann ich weiter empfehlen, aber man darf wirklich keine leichte Kost erwarten.

  • Xanaka

    aus Berlin

    5/5

    06.04.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lesenswert

    Es ist bereits geschehen. Der Ermittler Ben hat in seinem letzten Fall den pädophilen Täter erschossen. Ob es dabei mir rechten Dingen zuging, ob er gemäß den Richtlinien gehandelt hat und den Täter in Notwehr erschossen hat, dass wird von der internen Ermittlung geprüft. Während Ben noch mit sich hadert und hofft, dass seinen Schilderungen der Ereignisse Glauben geschenkt wird, kommen die Ermittler mit ihren Recherchen im Netzwerk der Pädophilen weiter. Schnell können sie weitere Täter in Haft nehmen. Dann passiert das Unglaubliche. Ein Täter verstirbt in der Untersuchungshaft. Es stellt sich heraus, dass der Tatverdächtige durch einen Anschlag zu Tode kam. Auch ein weiterer Tatverdächtiger wird vor dem Zugriff durch die Polizei ermordet. Interessant und aufschlussreich fand ich die Schreibweise des Autors. Alle Beteiligten kommen in jeweils mitunter sehr kurzen Abschnitten zu Wort. Am Anfang hatte ich ein wenig Schwierigkeiten damit zurecht zu kommen, da permanent neue Leute zu Wort kamen. Aber das gab sich relativ schnell. So gelang es mir aber auch recht schnell Zugang zu den Protagonisten zu bekommen und sehr viel tiefere Einblicke in ihr Seelenleben und ihre Gefühle zu erhalten. Das Buch lebt aber auch von der Antipathie gegen die Opfer. Man ist schon geneigt zu hoffen, dass die Polizei die Täter nicht finden wird, da sie den damaligen Opfern durch deren Tod ja späte Genugtuung gegeben haben. Aber es weckt auch Bedenken gegen einzelne Ermittler, die selbst wohl doch nicht so immun gegenüber der Pädophilie sind. Das lässt vermuten, dass hier noch nicht alles zu Ende erzählt ist und das es ein weiteres Buch um das Team geben wird. Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.

  • mimitatis_buecherkiste

    aus Krefeld

    5/5

    01.04.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dies ist der zweite Teil der…

    Dies ist der zweite Teil der Reihe mit dem Ermittlerteam Ben Neven und seinem Kollegen Christian Sandner. Man kann dieses Buch lesen, ohne den ersten Teil gelesen zu haben, ich würde aber davon abraten, denn das Buch baut auf dem Vorgänger auf und die Erzählung geht nahtlos weiter. Auch dieses Buch handelt von Missbrauch, genauer gesagt von Kindesmissbrauch der schlimmsten Sorte. Wobei das eine falsche Formulierung ist in diesem Zusammenhang, da es eine andere Kategorie als die schlimmste bei Missbrauch, egal welcher Art, nicht geben kann. Natürlich werden keine Einzelheiten genannt, aber das, was hier klar kommuniziert wird, reicht bereits, um Entsetzen, Wut und viele andere Gefühle in mir auszulösen. Wer damit nicht umgehen kann, greift besser nicht zum Buch. Eine der zentralen Fragen in diesem Buch ist, was passiert, wenn ein Täter zum Opfer wird. Wie geht man damit um, wie verarbeitet man das? Wäre die Suche nach dem oder den Tätern weniger intensiv, wenn es so wäre? Darf sie das sein und falls nicht, wie bewerkstelligt man dies? Auch Ermittler sind Menschen, die das nicht ohne gemischte Gefühle hinbekommen. Ich als Leser habe da eine klare Meinung, aber das darf ich auch, denn es ist meine Phantasie und bleibt in meinem Kopf. Dazu kommt, dass einer der Ermittler einiges mit den Tätern gemein hat, etwas das verboten, abscheulich und abartig ist, etwas, das unbedingt geheim bleiben muss. Diesen Zwiespalt, diesen Kampf, den dieser Ermittler mit sich selbst ausfechtet, täglich, stündlich, minütlich ausfechten muss, den hat der Autor gut dargestellt. Ich schwanke zwischen Mitleid und Abscheu, weiß manchmal gar nicht richtig, wohin mit meinen Gefühlen. Wieder einmal bin ich vom Schreibstil begeistert, von den Kapiteln, die namentlich überschrieben aus verschiedenen Perspektiven geschrieben sind, sei es Täter, Opfer oder einer der Ermittler, fasziniert. Ein schweres, wichtiges und leider auch immer noch brandaktuelles Thema hat der Autor hier gewählt. Von mir gibt es fünf Sterne. Das war meisterlich.

  • mimitatis_buecherkiste

    aus Krefeld

    5/5

    01.04.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Böse Geheimnisse

    Dies ist der zweite Teil der Reihe mit dem Ermittlerteam Ben Neven und seinem Kollegen Christian Sandner. Man kann dieses Buch lesen, ohne den ersten Teil gelesen zu haben, ich würde aber davon abraten, denn das Buch baut auf dem Vorgänger auf und die Erzählung geht nahtlos weiter. Auch dieses Buch handelt von Missbrauch, genauer gesagt von Kindesmissbrauch der schlimmsten Sorte. Wobei das eine falsche Formulierung ist in diesem Zusammenhang, da es eine andere Kategorie als die schlimmste bei Missbrauch, egal welcher Art, nicht geben kann. Natürlich werden keine Einzelheiten genannt, aber das, was hier klar kommuniziert wird, reicht bereits, um Entsetzen, Wut und viele andere Gefühle in mir auszulösen. Wer damit nicht umgehen kann, greift besser nicht zum Buch. Eine der zentralen Fragen in diesem Buch ist, was passiert, wenn ein Täter zum Opfer wird. Wie geht man damit um, wie verarbeitet man das? Wäre die Suche nach dem oder den Tätern weniger intensiv, wenn es so wäre? Darf sie das sein und falls nicht, wie bewerkstelligt man dies? Auch Ermittler sind Menschen, die das nicht ohne gemischte Gefühle hinbekommen. Ich als Leser habe da eine klare Meinung, aber das darf ich auch, denn es ist meine Phantasie und bleibt in meinem Kopf. Dazu kommt, dass einer der Ermittler einiges mit den Tätern gemein hat, etwas das verboten, abscheulich und abartig ist, etwas, das unbedingt geheim bleiben muss. Diesen Zwiespalt, diesen Kampf, den dieser Ermittler mit sich selbst ausfechtet, täglich, stündlich, minütlich ausfechten muss, den hat der Autor gut dargestellt. Ich schwanke zwischen Mitleid und Abscheu, weiß manchmal gar nicht richtig, wohin mit meinen Gefühlen. Wieder einmal bin ich vom Schreibstil begeistert, von den Kapiteln, die namentlich überschrieben aus verschiedenen Perspektiven geschrieben sind, sei es Täter, Opfer oder einer der Ermittler, fasziniert. Ein schweres, wichtiges und leider auch immer noch brandaktuelles Thema hat der Autor hier gewählt. Von mir gibt es fünf Sterne. Das war meisterlich.

  • Bewertung

    5/5

    30.03.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein heikles Thema hervorragend umgesetzt

    „Am roten Strand“ ist der 2. Einsatz für Ben Neven und Christian Sandner und schließt wirklich nahtlos an den Band „Sommer bei Nacht“ an. Deshalb empfehle ich an dieser Stelle den ersten Teil vorab gelesen zu haben. Das erleichtert doch das Verständnis der Umstände die hier erzählt werden um ein Vielfaches. Im ersten Teil konnten die beiden Ermittler die Entführung eines kleinen Jungen aufklären und kamen dabei einem Pädophilenring auf die Spur. Geendet hat dies mit einem erschossenen Mittäter und einem Hauptverdächtigen in Untersuchungshaft. Nun heißt es für Neven und Sandner weitere Männer aus dieser Szene zu identifizieren und zur Rechenschaft zu ziehen. Doch dann geschehen weitere Morde und die beiden Ermittler müssen sich fragen werden die Opfer von einst nun zu Tätern? Wie schon im vorangegangenen Band gibt es auch hier wieder kurze Kapitel bei denen jeweils die Perspektive wechselt. Das schafft Dringlichkeit und Spannung und lässt einen so schnell nicht das Buch aus der Hand legen. Aber was wohl den meisten Lesern ein Wechselbad der Gefühle bescheren dürfte ist der Zwiespalt des einen Ermittlers, der einerseits die Pädophilen jagt und andererseits selbst nicht frei von schändlichen Aktivitäten ist. An diesem Punkt der Geschichte schafft es der Autor allerdings ohne Effekthascherei das diffizile Thema überzeugend zu erzählen und mit einem erschütternden Schluss zu enden. Fazit: Dieses Buch ist keine leichte Kost. Der Autor hat hier Kindesmissbrauch in all seinen Facetten und mit all seinen Konsequenzen für Täter und Opfer zum Thema gemacht, welches wohl so manchen Leser nachdenklich aber vielleicht auch ratlos zurücklassen wird. Bei mir jedenfalls hat das Buch noch lange nachgewirkt. Ich kann dieses Buch absolut empfehlen, verweise aber gern noch mal darauf den ersten Teil gelesen zu haben, und vergebe volle 5 Sterne.

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Bewertungen (17)

Unsere Meinungen

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    Lukas Bärwald

    Thalia St. Pölten

    Buchhändler*in

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    5/5

    22.04.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ganz nah

    Wie empfiehlt man einen Roman zum Thema Kindesmissbrauch? Für die Allermeisten ist es das ultimative rote Tuch, wo das Buch literarisch noch so gut sein kann, aber inhaltlich steigen sie aus – vollkommen nachvollziehbar. Jan Costin Wagner schreibt mit „Am roten Strand“ bewusst gegen das Ausblenden, gegen das Wegschauen und macht schmerzlich bewusst, wie weit verbreitet das Thema inmitten unserer Gesellschaft ist. Nicht nur in Einzelfällen mit medial starker Präsenz, sondern in der Nachbarschaft, Arbeit, Familie. Der zweite Band der Reihe rund um das Ermittlerteam Neven & Sandner schließt direkt dort an, wo der erste endete: Nach der Befreiung eines entführten Kindes stoßen die Polizisten auf ein ganzes Netzwerk von Pädophilen, die sich sowohl online als auch real austauschten und gemeinsame Taten planten. Doch als sie der Spur zum ersten der Verdächtigen folgen, verstirbt dieser schon bald unter mysteriösen Umständen. Auch ein zweiter Mann aus jener Gruppe wird auf offener Straße, doch scheinbar ohne jegliche Augenzeug*innen ermordet. Hängen die Tode tatsächlich zusammen? Wer ist für sie verantwortlich und ist das Ende bereits erreicht? Der vielfach ausgezeichnete Frankfurter Autor verwendet dieselbe, packende Erzähltechnik von „Sommer bei Nacht“: Alle Beteiligten, ganz gleich, ob Täter, Opfer, Angehörige oder Ermittler*innen kommen immer wieder reihum als Ich-Erzähler*innen zu Wort. So erhält man einen intimen und zugleich beklemmenden Einblick in die Psyche jener Menschen, ihrer Schmerzen und Sehnsüchte, Ängste und (An-) Triebe. Auf diese Weise gelingt es Wagner, sein Publikum zu sensibilisieren für ein Thema, das selbst in seiner Diskussion oft tabuisiert wird. Und unabhängig von seiner gesellschaftlichen Relevanz tut er das mit einer sprachlichen Qualität, die sich problemlos auf eine Stufe mit Robert Seethaler oder Jocelyne Saucier stellen lässt. Was man von diesem Roman jedoch nicht erwarten sollte, ist die Hoffnung auf ein traditionelles Happy End. Wo auf so vielen, unterschiedlichen Ebenen Leid entsteht, gibt es vielleicht am Ende des Tages nur die Hoffnung auf ein Gegenüber, das einen stützt, wenn man fällt. „Am roten Strand“ ist ein unglaublich schwierig und heikel zu empfehlendes Buch und vielleicht gerade deswegen umso wichtiger, dass sich ein Publikum dafür findet, was sich von seinen Charakteren und Geschehnisse aufwühlen und sensibilisieren lässt.

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