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Band 2

Am roten Strand Vom Gewinner des deutschen Krimi-Preises

Aus der Reihe Die Ben-Neven-Krimis
17

15,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten


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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.08.2023

Verlag

Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

12,3/18,8/2,3 cm

Gewicht

268 g

Farbe

Weiß / Dunkellila

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-499-00872-6

Beschreibung

Rezension

Jan Costin Wagner schreibt psychologische Romane, die auch noch spannende Krimis sind. Kein deutscher Autor kann das so gut wie er. Beneidenswert. ("Matthias Brandt")
Kaum zu ertragen, nicht aus der Hand zu legen. Beste Literatur, die wehtut. ("3Sat "Kulturzeit"")
Ein neuer großer Wurf vom Meister des psychologischen Krimis. ("Focus")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.08.2023

Verlag

Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

12,3/18,8/2,3 cm

Gewicht

268 g

Farbe

Weiß / Dunkellila

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-499-00872-6

Herstelleradresse

Rowohlt Taschenbuch
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

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Ergreifend

Bewertung aus Mainz am 04.01.2024

Bewertungsnummer: 2101757

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Nachdem ich schon Band 1 dieser außergewöhnlichen Serie gelesen hatte, ließ mich das Thema nicht mehr los und ich musste unbedingt den zweiten Band auch lesen. Dieser ist noch berührender, noch ergreifender und man ist hin und her gerissen zwischen Mitleid und Abscheu. Ich möchte nicht zu viel verraten. Opfern von sexuellem Missbrauch würde ich jedoch davon abraten, dies hier zu lesen. Es könnte doch zu sehr aufwühlen.

Ergreifend

Bewertung aus Mainz am 04.01.2024
Bewertungsnummer: 2101757
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Nachdem ich schon Band 1 dieser außergewöhnlichen Serie gelesen hatte, ließ mich das Thema nicht mehr los und ich musste unbedingt den zweiten Band auch lesen. Dieser ist noch berührender, noch ergreifender und man ist hin und her gerissen zwischen Mitleid und Abscheu. Ich möchte nicht zu viel verraten. Opfern von sexuellem Missbrauch würde ich jedoch davon abraten, dies hier zu lesen. Es könnte doch zu sehr aufwühlen.

geht unter die Haut

Fredhel am 18.06.2022

Bewertungsnummer: 1732254

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Am roten Strand steht ein Wohnwagen, der eine lange Zeit als Tatort für den Missbrauch von kleinen Kindern gedient hat. Der Täter ist gefasst, doch er schweigt eisern. Durch ihn ist die Polizei im Internet einem breit gefächerten Netz von Pädophilen auf die Spur gekommen. Doch kaum haben sie einen der anonymen Männer identifiziert, stirbt er auch schon durch ein Attentat. Ein früheres Opfer rächt sich. Auch hier muss die Polizei tätig werden, selbst wenn man für diese kriminellen Opfer wenig Sympathie verspürt. In kurzen Abschnitten wird der Fortgang der Ermittlung aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Mal sind es die Beamten, mal die Psychologen, mal die Täter oder sogar die Opfer selbst. Durch diesen Blick ins Innere der Personen wird klar, was solche ungeheuerlichen Taten mit den Menschen machen. Am meisten hat mich der Kampf von Ben Neven mit seinen inneren Dämonen beeindruckt, denn kleine Jungs wecken in ihm unerlaubte Begierden. Durch den häufigen Perspektiv- und Ortswechsel hat der Leser eine große Distanz zu dem Geschehen, aber auch zu den Protagonisten. Fast wirkt der Roman wie eine Reportage, obwohl die Handlung rasant voranschreitet. Durch diese Art des Schreibens wird der Leser automatisch gezwungen, dieses Buch nicht einfach nur zu konsumieren, sondern ein Prozess des Nachdenkens wird automatisch in Gang gesetzt. Stilistisch ein sehr interessantes und effizientes Mittel. Diesen Krimi auf hohem Niveau kann ich weiter empfehlen, aber man darf wirklich keine leichte Kost erwarten.

geht unter die Haut

Fredhel am 18.06.2022
Bewertungsnummer: 1732254
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Am roten Strand steht ein Wohnwagen, der eine lange Zeit als Tatort für den Missbrauch von kleinen Kindern gedient hat. Der Täter ist gefasst, doch er schweigt eisern. Durch ihn ist die Polizei im Internet einem breit gefächerten Netz von Pädophilen auf die Spur gekommen. Doch kaum haben sie einen der anonymen Männer identifiziert, stirbt er auch schon durch ein Attentat. Ein früheres Opfer rächt sich. Auch hier muss die Polizei tätig werden, selbst wenn man für diese kriminellen Opfer wenig Sympathie verspürt. In kurzen Abschnitten wird der Fortgang der Ermittlung aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Mal sind es die Beamten, mal die Psychologen, mal die Täter oder sogar die Opfer selbst. Durch diesen Blick ins Innere der Personen wird klar, was solche ungeheuerlichen Taten mit den Menschen machen. Am meisten hat mich der Kampf von Ben Neven mit seinen inneren Dämonen beeindruckt, denn kleine Jungs wecken in ihm unerlaubte Begierden. Durch den häufigen Perspektiv- und Ortswechsel hat der Leser eine große Distanz zu dem Geschehen, aber auch zu den Protagonisten. Fast wirkt der Roman wie eine Reportage, obwohl die Handlung rasant voranschreitet. Durch diese Art des Schreibens wird der Leser automatisch gezwungen, dieses Buch nicht einfach nur zu konsumieren, sondern ein Prozess des Nachdenkens wird automatisch in Gang gesetzt. Stilistisch ein sehr interessantes und effizientes Mittel. Diesen Krimi auf hohem Niveau kann ich weiter empfehlen, aber man darf wirklich keine leichte Kost erwarten.

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Am roten Strand

von Jan Costin Wagner

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Lukas Bärwald

Thalia St. Pölten

Zum Portrait

5/5

Ganz nah

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wie empfiehlt man einen Roman zum Thema Kindesmissbrauch? Für die Allermeisten ist es das ultimative rote Tuch, wo das Buch literarisch noch so gut sein kann, aber inhaltlich steigen sie aus – vollkommen nachvollziehbar. Jan Costin Wagner schreibt mit „Am roten Strand“ bewusst gegen das Ausblenden, gegen das Wegschauen und macht schmerzlich bewusst, wie weit verbreitet das Thema inmitten unserer Gesellschaft ist. Nicht nur in Einzelfällen mit medial starker Präsenz, sondern in der Nachbarschaft, Arbeit, Familie. Der zweite Band der Reihe rund um das Ermittlerteam Neven & Sandner schließt direkt dort an, wo der erste endete: Nach der Befreiung eines entführten Kindes stoßen die Polizisten auf ein ganzes Netzwerk von Pädophilen, die sich sowohl online als auch real austauschten und gemeinsame Taten planten. Doch als sie der Spur zum ersten der Verdächtigen folgen, verstirbt dieser schon bald unter mysteriösen Umständen. Auch ein zweiter Mann aus jener Gruppe wird auf offener Straße, doch scheinbar ohne jegliche Augenzeug*innen ermordet. Hängen die Tode tatsächlich zusammen? Wer ist für sie verantwortlich und ist das Ende bereits erreicht? Der vielfach ausgezeichnete Frankfurter Autor verwendet dieselbe, packende Erzähltechnik von „Sommer bei Nacht“: Alle Beteiligten, ganz gleich, ob Täter, Opfer, Angehörige oder Ermittler*innen kommen immer wieder reihum als Ich-Erzähler*innen zu Wort. So erhält man einen intimen und zugleich beklemmenden Einblick in die Psyche jener Menschen, ihrer Schmerzen und Sehnsüchte, Ängste und (An-) Triebe. Auf diese Weise gelingt es Wagner, sein Publikum zu sensibilisieren für ein Thema, das selbst in seiner Diskussion oft tabuisiert wird. Und unabhängig von seiner gesellschaftlichen Relevanz tut er das mit einer sprachlichen Qualität, die sich problemlos auf eine Stufe mit Robert Seethaler oder Jocelyne Saucier stellen lässt. Was man von diesem Roman jedoch nicht erwarten sollte, ist die Hoffnung auf ein traditionelles Happy End. Wo auf so vielen, unterschiedlichen Ebenen Leid entsteht, gibt es vielleicht am Ende des Tages nur die Hoffnung auf ein Gegenüber, das einen stützt, wenn man fällt. „Am roten Strand“ ist ein unglaublich schwierig und heikel zu empfehlendes Buch und vielleicht gerade deswegen umso wichtiger, dass sich ein Publikum dafür findet, was sich von seinen Charakteren und Geschehnisse aufwühlen und sensibilisieren lässt.
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Wie empfiehlt man einen Roman zum Thema Kindesmissbrauch? Für die Allermeisten ist es das ultimative rote Tuch, wo das Buch literarisch noch so gut sein kann, aber inhaltlich steigen sie aus – vollkommen nachvollziehbar. Jan Costin Wagner schreibt mit „Am roten Strand“ bewusst gegen das Ausblenden, gegen das Wegschauen und macht schmerzlich bewusst, wie weit verbreitet das Thema inmitten unserer Gesellschaft ist. Nicht nur in Einzelfällen mit medial starker Präsenz, sondern in der Nachbarschaft, Arbeit, Familie. Der zweite Band der Reihe rund um das Ermittlerteam Neven & Sandner schließt direkt dort an, wo der erste endete: Nach der Befreiung eines entführten Kindes stoßen die Polizisten auf ein ganzes Netzwerk von Pädophilen, die sich sowohl online als auch real austauschten und gemeinsame Taten planten. Doch als sie der Spur zum ersten der Verdächtigen folgen, verstirbt dieser schon bald unter mysteriösen Umständen. Auch ein zweiter Mann aus jener Gruppe wird auf offener Straße, doch scheinbar ohne jegliche Augenzeug*innen ermordet. Hängen die Tode tatsächlich zusammen? Wer ist für sie verantwortlich und ist das Ende bereits erreicht? Der vielfach ausgezeichnete Frankfurter Autor verwendet dieselbe, packende Erzähltechnik von „Sommer bei Nacht“: Alle Beteiligten, ganz gleich, ob Täter, Opfer, Angehörige oder Ermittler*innen kommen immer wieder reihum als Ich-Erzähler*innen zu Wort. So erhält man einen intimen und zugleich beklemmenden Einblick in die Psyche jener Menschen, ihrer Schmerzen und Sehnsüchte, Ängste und (An-) Triebe. Auf diese Weise gelingt es Wagner, sein Publikum zu sensibilisieren für ein Thema, das selbst in seiner Diskussion oft tabuisiert wird. Und unabhängig von seiner gesellschaftlichen Relevanz tut er das mit einer sprachlichen Qualität, die sich problemlos auf eine Stufe mit Robert Seethaler oder Jocelyne Saucier stellen lässt. Was man von diesem Roman jedoch nicht erwarten sollte, ist die Hoffnung auf ein traditionelles Happy End. Wo auf so vielen, unterschiedlichen Ebenen Leid entsteht, gibt es vielleicht am Ende des Tages nur die Hoffnung auf ein Gegenüber, das einen stützt, wenn man fällt. „Am roten Strand“ ist ein unglaublich schwierig und heikel zu empfehlendes Buch und vielleicht gerade deswegen umso wichtiger, dass sich ein Publikum dafür findet, was sich von seinen Charakteren und Geschehnisse aufwühlen und sensibilisieren lässt.

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