Um ihre mittellose Familie zu unterstützen, nimmt die junge Agnes Grey nacheinander zwei Stellen als Gouvernante in reichen Häusern an. Von ihren Zöglingen wie auch von ihren Vorgesetzten wird sie respektlos behandelt. Als Untergebene erlebt sie Ignoranz und Ungerechtigkeit. Gegen alle Widerstände und Entbehrungen findet Agnes schließlich ihren bescheidenen Weg ins Ehe- und Familienglück.
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
Bewertung
2/5
04.02.2025
eBook (ePUB)
Interessanter Roman, schlecht gemachtes Ebook
Der Roman ist interessant, man fühlt sich gut in das Leben in England in der Mitte des 19. Jahrhunderts zurückversetzt. Diese Ebook-Ausgabe gefällt mir allerdings gar nicht. Sehr oft liest es sich holprig, und das kommt nicht durch die etwas antiquiert anmutende Sprache, die gehört meiner Meinung nach absolut dazu, sondern an der schlechten Qualität des Ebooks. Da wurde eine Papiervorlage gescannt und dann sehr lieblos umgesetzt, es sind sehr viele OCR-Fehler enthalten. Schade.
Ich denke, ich schaue mich mal nach einer besseren Ausgabe um.
Bewertung
5/5
03.06.2025
Buch (Taschenbuch)
Bravo, Charlotte Brontë – dieses Buch übertrifft alle anderen
Villette ist ein Roman, der tief berührt. Es ist keine klassische Liebesgeschichte mit geradlinigem Verlauf, vielmehr handelt er vom Ungesagten, vom Stillen, vom leisen Ausdruck großer Gefühle. Liebe zeigt sich hier nicht in lauten Bekundungen, sondern in kleinen Gesten, in Blicken, in unausgesprochenen Wahrheiten.
Die Beziehung zwischen Lucy Snowe und Monsieur Emanuel ist fesselnd: hitzig, temperamentvoll, unberechenbar und so schön, dass sie einem Tränen in die Augen treibt. Zwischen großen und kleinen Momenten verbirgt sich immer wieder ein stummes „Ich liebe dich“. Und obwohl das Ende traurig ist, spendet es Trost. Es zeigt eine Frau, die unabhängig bleibt, eine, die sich selbst genug ist – so wie Lucy es immer war.
Lucy Snowe ist eine der facettenreichsten Protagonistinnen, denen ich je begegnet bin. Eine Frau, die innerlich tobt, aber nach außen hin ruhig bleibt. Eine, die sich behauptet, still, aber entschlossen. Ich habe Lucy von Herzen geliebt – ihre inneren Monologe sind mal scharfsinnig, mal sarkastisch, oft bewegend und immer unterhaltsam.
Die emotionale Tiefe dieses Romans ist kaum zu übertreffen. Gerade durch die nuancierten, lebendigen Figuren entsteht eine unglaubliche Intensität. Charlotte Brontë hat ihre Charaktere mit viel Feingefühl gezeichnet. Auch sprachlich ist Villette ein Meisterwerk: Symbolik, Metaphorik und die kunstvolle Erzählweise verleihen dem Buch eine Komplexität und Tiefe, die sogar Jane Eyre übertrifft.
Villette ist der Beweis für Brontës schriftstellerische Reife. Ein stilles, kraftvolles Werk und eines, das lange nachhallt.
Bewertung
Book Circle Community
5/5
15.11.2023
Buch (Taschenbuch)
Absoluter Favorit
Die Figuren in diesem Klassiker sind echt und geheimnisvoll zugleich. Heathcliff mit seiner wilden Art und Catherine mit ihrer leidenschaftlichen Intensität sind keine gewöhnlichen Romanfiguren. Sie ziehen dich in ihre Geschichte hinein und lassen dich nicht mehr los.
Die raue, aber beeindruckende Schönheit der Moorlandschaft spiegelt die stürmische Atmosphäre der Handlung wider. Emily Brontë’s Art zu schreiben lässt das Moor fast lebendig werden, und man kann förmlich das Klirren der Fenster auf Wuthering Heights hören. Die Liebe zwischen Heathcliff und Catherine ist wie ein wilder Sturm. “Sturmhöhen” ist für mich nicht nur ein Buch, sondern ein besonderer Ort, den ich immer wieder besuche.
buecherwurm_01
aus Heinsberg
5/5
17.02.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Aufwühlende Familiengeschichte…
Aufwühlende Familiengeschichte Lesenswerter gesellschaftskritischer Klassiker Was für ein Buch, spannungsgeladen und intensiv. Die Autorin schafft eine eindrucksvolle Atmosphäre. Die Geschichte ist ziemlich düster, aber voller Emotionen und schicksalhafter Begegnungen. Schlagworte wie Verrat, Rache, menschliche Abgründe, Bosheit und Tragik treffen ebenso zu wie Gesellschaftskritik. Ausdrucksstarke Formulierungen und viele Schachtelsätze sorgen für diese Atmosphäre, die aufwühlt. Die Lektüre ist nicht einfach, sie erfordert volle Konzentration. Das Düstere in und rund um die Charaktere ist manchmal schwer zu ertragen, macht für mich aber auch den Reiz an der Lektüre aus. Die Entwicklung der Geschichte hat mir gut gefallen, die Charaktere sind stark und die Emotionen vielfältig. Dieser Roman ist die einzige Veröffentlichung der Autorin mit absolutem Klassiker-Potential, leider muss ich sagen. Gerne hätte ich mehr von ihr gelesen. Dieser Klassiker ist empfehlenswert, man sollte sich Zeit nehmen, ihn zu lesen und zu verstehen sowie die sprachlichen Feinheiten zu genießen.
LaNasBuchclub
5/5
06.02.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die in Leinen gebundene und…
Die in Leinen gebundene und mit Goldfolienprägung ausgestaltete Ausgabe vom Nikol-Verlag ist ein wirklicher Hingucker im Regal und das zeitlose Design hat es mir durchaus angetan. Vermutlich in Anpassung an das kompakte Format, ist die Schriftart relativ klein gewählt (da sind andere Ausgaben vielleicht etwas angenehmer für die Augen), dafür lässt sich das Buch aber hervorragend überall hin mitnehmen. Der Erzählung vorangestellt findet man auch einen Stammbaum der Familien Earnshaw und Linton. Das Buch ist zwar beschränkt auf einen festgelegten Kreis von Protagonisten, aber bei den Namen kommt man doch leicht durcheinander, daher war das eine sehr wertvolle Stütze beim Lesen. Sturmhöhe wollte ich wirklich schon seit einer ganzen Weile lesen und endlich hat sich für mich der richtige Moment dafür aufgetan. Natürlich kann man sagen, dass das Warten auf den richtigen Zeitpunkt und die richtige Stimmung, um ein Buch zu lesen, nur dazu führt, dass man es vielleicht nie lesen wird, allerdings ist das in diesem Fall doch gar kein schlechter Rat. Denn Sturmhöhe ist kein Buch, dass man so nebenbei zum Lesen in die Hand nimmt. Dafür ist es zu aufwühlend, zu fordernd und ja, auch sprachlich anspruchsvoll. Ich kann also nur empfehlen, es mit der erforderlichen Zeit und Ruhe anzugehen. Wie wohl die meisten, wusste ich vorher schon, dass die Geschichte von Catherine und Heathcliff keine schöne ist. Liebe und Hass spielen eine zentrale Rolle, aber keineswegs ist es eine Liebesgeschichte. Und obwohl ich das wusste, war es trotzdem fast überwältigend wie viel Boshaftigkeit, Grausamkeit und menschliche Niedertracht einem in diesen Zeilen begegnet. Schwierig wurde das Lesen auch dadurch, dass ich, mit Ausnahme von Nelly, keiner Figur gegenüber Sympathien entwickeln können. Normalerweise tu ich mich schwer damit Bücher zu lesen, in denen mir die Figuren so vollkommen abgehen. In diesem Fall liegt hierin aber auch der besondere Reiz. Keiner der Protagonisten ist auf dieselbe Weise, aus denselben Gründen oder ganz und gar schlecht und es ist faszinierend, wie sich diese Facetten Menschlicher Schlechtigkeit nach und nach enthüllen. Und auch wenn es keine positiven Gefühle sind, so hat die Darstellung der verschiedenen Charaktere doch sehr viele Emotionen bei mir ausgelöst. Meistens schwankte ich zwischen Abscheu und Mitleid. Besonders der Teil der Handlung über die jüngste Generation, die durch Heathcliffs grenzenlose Rachsucht mit in den Abgrund gezogen wird, hat mich nachhaltig berührt. Emily Bronte hat meisterhaft dargestellt, was Grausamkeit, Vernachlässigung und Lieblosigkeit mit Kindern anzustellen vermag. Jetzt fragt man sich vielleicht, warum sollte man sich diese Geschichte überhaupt antun, wenn es so wenig einnehmende Aspekte gibt und dazu sage ich: Emily Brontes Erzählkünste machen es zu einer einzigartigen Leseerfahrung. Die Zerstörungskraft von Liebe und Hass wie Catherine und Heathcliff sie empfinden scheint vor der Kulisse des sturmgeplagten Gutshofs und der kargen Moorlandschaft erst richtig entfesselt zu werden. Die Handlung, Figuren und Atmosphäre sind enorm gut aufeinander abgestimmt und das kreiert beim Lesen einen Sog, dem ich persönlich sehr schnell verfallen bin. Faszinierend ist auch, wie viel sie mit nur einem einzigen Satz zu transportieren vermag. Deshalb nochmal der Hinweis das Buch nicht „mal eben nebenbei“ zu lesen, sondern so aufmerksam wie möglich. Ansonsten entgehen einem wohlmöglich noch die vielen Feinheiten, die teilweise in einem einfachen Nebensatz Erwähnung finden. Auch sehr geschickt ist die Art und Weise wie die Geschichte erzählt wird. Der erste Erzähler, Mr. Lockwood, hat im Grunde einen ähnlichen Kenntnisstand wie der Leser und führt an die Schrecken und Geheimnisse von Wuthering Heights und dem Herren Heathcliff heran. Ellen Dean, die Haushälterin übernimmt den Großteil der weiteren Erzählung und das ist ein Gewinn, denn die Grausamkeiten durch die Perspektive einer freundlichen und zur Empathie fähigen Person zu erleben, macht es um einiges erträglicher. Schließlich hat Sturmhöhe mir auch sprachlich sehr gefallen. Man muss sich vielleicht zunächst an die Ausdrucksweise gewöhnen, doch die Übersetzung von 1938 ist toll und jeder der gerne zu britischer Literatur des 19.Jh. greift, oder im Allgemeinen zu älteren Klassikern, wird das mit Sicherheit zu schätzen wissen.
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5/5
24.09.2020
Buch (Taschenbuch)
Ein Klassiker, den man gelesen...
Ein Klassiker, den man gelesen haben muss! Lassen Sie sich entführen in die kalten aber anbetungswürdigen Hochlande Englands die zwar arm an Bewohnern sind, jedoch reich an Ereignissen voller Dramatik und Romantik!
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