Ein Klassiker der Weltliteratur: leidenschaftlich, fesselnd, wundervoll.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Bewertung
5/5
01.10.2020
Buch (Taschenbuch)
Wunderschön
Eine leidenschaftliche Geschichte, die mich als Leserin total gefesselt hat. Ein Landsitz in England, eine unerfüllte Liebe, heftige Sehnsucht, eine Familiengeschichte, die es in sich hat. Ich kann "Sturmhöhe" jedem empfehlen. Einmal im Leben sollte sie jeder lesen.
Bücherdrache
5/5
18.03.2026
Buch (Taschenbuch)
Zwischen Sehnsucht und Zerstörung
Sturmhöhe von Emily Brontë hat mich nicht behutsam empfangen, sondern unvermittelt in seine Welt geworfen.
Dieses Buch ist dunkel, unbequem und von einer spürbaren Kälte durchzogen. Und doch entfaltet es eine emotionale Intensität, der ich mich kaum entziehen konnte.
Besonders eindrücklich ist die Art des Erzählens. Die Geschichte erreicht uns nicht unmittelbar, sondern durch mehrere Stimmen gebrochen, vor allem durch Nelly Dean. Dadurch entsteht eine eigentümliche Distanz, die zugleich Nähe schafft, weil immer das Gefühl bleibt, dass sich unter der Oberfläche etwas entzieht. Man liest nicht passiv, man bewegt sich suchend durch den Text, zweifelt an dem, was erzählt wird, und versucht, sich einer Wahrheit anzunähern, die nie ganz greifbar ist.
Die Figuren sind schwer auszuhalten. Kaum jemand ist sympathisch, viele handeln rücksichtslos, verletzend oder grausam. Gerade darin entfaltet der Roman seine eigentliche Kraft.
Heathcliff und Catherine stehen im Zentrum dieser Wucht. Sie sind keine Figuren, die man bewundert, sondern solche, die man aushalten muss. Ihre Verbindung wirkt weniger wie Liebe als wie ein unauflösbares Band, das sie zugleich trägt und zerstört. Ich habe sie oft verurteilt und mich ihnen dennoch seltsam nah gefühlt. Diese Spannung macht das Lesen so eindringlich.
Der Stil ist dicht und von einer fast greifbaren Atmosphäre getragen. Die karge Landschaft Yorkshires durchzieht den Roman wie ein leiser Widerhall und spiegelt die innere Zerrissenheit der Figuren.
Brontës Sprache ist dabei klar und direkt, zugleich von einer Schonungslosigkeit, die ihre emotionale Wirkung erst voll entfaltet.
Dieses Buch war und ist kontrovers. Es widersetzt sich einfachen Einordnungen und verweigert jede Form von Trost. Stattdessen zeigt es, wie tief Verletzungen reichen und wie sehr Menschen einander prägen können. Es ist keine schöne Geschichte, aber eine von seltener Eindringlichkeit.
Für mich war es eine fordernde, stellenweise anstrengende, aber letztlich sehr intensive Leseerfahrung, die lange nachwirkt.
Bewertung
5/5
12.03.2026
Buch (Taschenbuch)
Sturmhöhe
Diese Einsiedler kennen sich und schlagen Profit daraus, ist doch ihre gewohnheitsmäßige Bekanntschaft die einzige Daseinsberechtigung in diesem "ihrem" Haushalt. Was aber ist der Wert des Einzelnen - und kann man daraus etwas machen?
Bewertung
5/5
06.03.2026
Buch (Taschenbuch)
Mein Lieblings-Klassiker
Die Handlung setzt ein, als der Pächter Mr. Lockwood seinen zurückgezogen lebenden Gutsherrn Heathcliff besucht. Ein Sturm zwingt ihn, die Nacht auf Wuthering Heights zu verbringen, wo sich rätselhafte Ereignisse ereignen. Zurück auf Thrushcross Grange erfährt er von seiner Haushälterin Nelly Dean die tragische Vergangenheit der Familien Earnshaw und Linton sowie die Lebensgeschichte Heathcliffs. Aus dieser rückblickenden Erzählung entfaltet sich eine komplexe Familiensaga über mehrere Generationen.
Ich liebe dieses Buch und habe es mittlerweile schon einige Male gelesen. Sowohl auf Deutsch wie auch auf Englisch. Entdeckt habe ich es, wie viele junge Frauen, über die Twilight Saga. Im Buch wurde es erwähnt, und aus Neugier habe ich schließlich selbst dazu gegriffen.
Seitdem hat mich der Roman von Emily Brontë nicht mehr losgelassen. Obwohl ich sonst nur selten klassische Literatur lese, ist dieses Buch bis heute der einzige Klassiker, der wirklich einen festen Platz in meinem Herzen gefunden hat.
Besonders faszinierend ist die Erzählstruktur. Obwohl Mr. Lockwood zunächst als Erzähler eingeführt wird, entsteht der Hauptteil der Geschichte durch die Erinnerungen Nelly Deans. Diese verschachtelte Perspektive verleiht dem Roman eine besondere Tiefe, verlangt aber auch Aufmerksamkeit, da mehrere Figuren ähnliche Namen tragen und verschiedene Erzählebenen ineinandergreifen.
Ein großer Teil der Wirkung des Romans liegt in seiner Atmosphäre. Die abgeschiedene Moorlandschaft zwischen den beiden Anwesen wirkt zugleich rau und poetisch. Die Stürme, die über die Anhöhen fegen, und die isolierte Lage der Häuser verstärken die düstere Stimmung, während die Natur gleichzeitig etwas Ruhiges und beinahe Verträumtes ausstrahlt. Diese Landschaft spiegelt auf eindrucksvolle Weise die emotionalen Extreme der Figuren wider.
Die Charaktere gehören zu den interessantesten Elementen des Romans. Sie sind komplex, widersprüchlich und weit davon entfernt, eindeutig sympathisch zu sein. Besonders bei Catherine Earnshaw und Heathcliff fiel es mir schwer zu entscheiden, ob ich sie mögen oder verurteilen sollte. Gerade dieser Zwiespalt macht ihre Figuren so faszinierend. Heathcliffs Entwicklung vom gedemütigten Außenseiter zu einem von Rache besessenen Mann gehört zu den zentralen und zugleich verstörendsten Aspekten der Geschichte.
Die Beziehungen zwischen den Figuren sind von einer außergewöhnlichen Intensität geprägt. Wenn Liebe thematisiert wird, geschieht das selten ruhig oder harmonisch, sondern meist leidenschaftlich, obsessiv und zerstörerisch. Einige Passagen wirken dadurch sehr poetisch und emotional dicht.
Natürlich hat der Roman auch Aspekte, die heutigen Leserinnen und Lesern fremd erscheinen können. Manche moralischen Vorstellungen wirken veraltet, einige Episoden sind sehr melodramatisch und bestimmte Abschnitte ziehen sich etwas in die Länge. Dennoch trägt gerade diese Mischung aus Intensität, Tragik und düsterer Romantik zur besonderen Wirkung des Buches bei.
Sturmhöhe ist kein leichtes oder harmonisches Buch. Es ist eine Geschichte voller Konflikte, Leidenschaften und zerstörerischer Gefühle. Gerade deshalb bleibt sie aber so eindrucksvoll. Der Roman kann schockieren, berühren, faszinieren und manchmal auch irritieren, doch genau diese emotionale Wucht macht ihn zu einem außergewöhnlichen literarischen Erlebnis.
Loly/ Book-Souls
Thalia Book Circle Community
5/5
05.01.2026
Buch (Taschenbuch)
Bedingte Leidenschaft
Zum Inhalt:
Während eines Besuchs bei seinem weniger gastfreundlichen neuen Gutsherren Heathcliff bricht ein tobender Sturm aus, der Mr. Lockwood daran hindert, nach Thrushcross Grange zurückzukehren. In dieser Nachtgeschehen seltsame Dinge, die viele Fragen aufwerfen. Wieder in Thrushcross Grange angekommen, lässt sich Mr. Lockwood die geheimnisvolle Vergangenheit der beiden Anwesen, der Familien Linton und Earnshaw sowie die tragische Lebensgeschichte von Heathcliff erzählen. Was musste geschehen, um einen Mann so stark verbittern zu lassen?
Mein Eindruck:
Bevor ich angefangen habe, dieses Buch zu lesen, hatte ich einige Bedenken. Vor ein paar Jahren habe ich versucht, „Stolz und Vorurteil“ von Jane Austen zu lesen und es konnte mein Interesse nicht wecken. Ich hatte Angst, dass die Werke der Brontë Schwestern ähnlich sein würden. Doch mir wurde dieses Buch mit Nachdruck empfohlen und ich bin extrem froh darüber, denn es konnte mich mehr als überzeugen.
Ich habe das Buch passagenweise auf Englisch, aber größtenteils auf Deutsch gelesen und finde den Schreibstil, abgesehen von vereinzelten dialektalen Einschüben, flüssig und angenehm. Während der ersten Kapitel war ich nicht sicher, was mich erwarten würde, doch genau das hat es so spannend gemacht. Zusammen mit Mr. Lockwood stolpern wir in die Welt von Wuthering Heights und Thrushcross Grange. Allerdings erleben wir die Handlung selten aus seiner Perspektive, da sich der Hauptteil in den Erinnerungen seines Hausmädchens Nelly abspielt.
Die allgemeine Atmosphäre im Buch hat mich äußerst beeindruckt, zum einen, weil das Guts- und Herrenhaus mit dem dazwischen liegenden Moor, den Raum der Handlung einschränken und die auf der Anhöhe tobenden Stürme und weitere Ereignisse einen düsteren Eindruck hinterlassen. Zum anderen wirkt die abgeschiedene Gegend verträumt und friedlich, was in Kontrast zu dem ersten Punkt steht. Die Natur spielt außerdem eine bedeutende Rolle und die Liebe zu ihr wird nicht nur von einer Figur zum Ausdruck gebracht.
Emily Brontës Figuren sind vielschichtig, teilweise unberechenbar, definitiv nicht fehlerfrei und konnten sich in verschiedene Richtungen entwickeln, eine Eigenschaft, mit der sie spielerisch umgegangen ist. Besonders bei Catherine und Heathcliff, die beide tragende Rollen in der Handlung einnehmen, konnte ich mich nicht entscheiden, ob ich sie sympathisch finden oder verachten soll. Diesen Zwiespalt fand ich sehr faszinierend und gleichermaßen verwirrend, weil es mir bei den anderen Figuren verhältnismäßig leicht fiel, diese Entscheidung zu treffen.
Am meisten hat mich wohl die Passion, die Emily Brontë in die Beziehungen der Figuren eingewoben hat, beeindruckt. Jedes Mal, wenn die Liebe thematisiert wurde, hat sich alles unbeschreiblich intensiv angefühlt und es ist mir schwer gefallen, mich auf ein Lieblingszitat für diese Rezension zu beschränken. Insbesondere diese Textpassagen haben sich ausgesprochen poetisch angefühlt und ich finde es schade, dass nur diese:„Whatever our souls are made of, his and mine are the same“ weit verbreitet ist.
Sturmhöhe ist ein Buch, das seine Leser mitreißen, rühren, erschrecken, schockieren, verärgern, träumen und so gut wie alle Emotionen fühlen lassen kann. Es ist symbolisch, poetisch und von Anfang bis Ende gut durchdacht, ohne zu vorhersehbar zu sein. Seine Charaktere sind einzigartig und ihre Interaktionen miteinander fühlen sich organisch an. Mich hat es sehr überrascht und ich werde es mit Sicherheit in einigen Jahren erneut in die Hand nehmen, um es zu lesen. Ich kann es wärmstens empfehlen.
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4/5
09.03.2026
eBook (ePUB)
Sturmhöhe
Sturmhöhe ist, wenn man weiß auf was man sich einlässt, ein wirklich toller, düsterer Roman. Zwar findet man hier wenig sympathische Charaktere, dafür aber viel Spannung und Intrigen - welche man vielleicht nicht unbedingt als Bettlektüre lesen sollte. Abends war es teilweise doch echt anstrengend.
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