Berlin 1926: Gretchen nimmt Reißaus von ihrem Kleinstadtleben und zieht nach Berlin. Im namhaften Schönheitssalon der Madame Brose wird sie von der Nachtclubsängerin Isis als Tippfräulein für einen Ratgeber zur Schönheitspflege der Frau eingestellt. Kopfüber stürzt sie sich mit ihr in das glamouröse Leben der Großstadt und verliebt sich ausgerechnet in den Freundihrer Cousine, einen vollkommen mittellosen Künstler.
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
Minzeminze
aus Dresden
5/5
31.07.2021
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Die 1920er Jahre
Das Hörbuch hat eine angenehm zu hörende Sprecherin .
Die Geschichte behandelt das Leben in den 1920 er Jahre , die jungen Frauen die ihre Freiheit der Entscheidung kennen lernen sich ihren Weg zu suchen.
Eine schöne Erzählung mit tollen Charaktären und einigen witzigen Begebenheiten.
Besonders die Hauptprotagonistin Gretchen hat mir gut gefallen.
leseratte_dani
5/5
17.07.2021
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Guter Einblick in die Goldenen 20er in Berlin
Gretchen zieht 1926 vom Land nach Berlin. Dort wird sie Tippfräulein von der Nachtclubsängerin Isis eingestellt, um einen Ratgeber zur Schönheitspflege der Frau zu erstellen. Kopfüber verliert sie sich dann auch etwas im glamourösen Großstadtleben. Wenn das nicht schon genug wäre, verliebt sie sich auch noch in den Freund ihrer Cousine, einen vollkommen mittellosen Künstler.
Die Stimme von Christina Puciata ist sehr angenehm und sie schafft es den Figuren auch unterschiedliche Dialekte zu geben. Die Erzählweise von Joan Weng ist angenehm.
Mit dem Großteil der Figuren hatte ich aber am Anfang so meine Probleme, weil sie sehr kalt wirkten und jeder seine Geheimnisse hatte, um vor den anderen möglichst gut da zu stehen. Besonders Gretchen fand ich etwas anstrengend, weil sie als Landmädchen so extrem naiv in Berlin auftrat.
Zwischendrin fiel es mir auch schwer, der Geschichte weiter zu folgen. Grund lag darin, dass die Geschichte irgendwie auf der Stelle trat und mehr der Alltag geschildert wurde.
Das Ende überraschte mich dann doch noch und überzeugte mich mehr von dem Hörbuch. Man konnte eine Weiterentwicklung der Figuren miterleben, die mir gefallen hat. Es klärten sich auch so manche Geheimnisse auf, was unerwartet kam.
Insgesamt kann man das Hörbuch gut nebenher hören, da es nicht extrem anspruchsvoll ist, aber dennoch einen guten Einblick in die Goldenen 20er in Berlin gibt.
Bewertung
aus Berlin
4/5
15.08.2021
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Das Tippfräulein
„Die Damen vom Pariser Platz“ von Joan Weng, gelesen von Christina Puciata.
Berlin in den goldenen 20er Jahren. Die junge Gretchen hält es in ihrem Ort nicht mehr aus und beschließt ihrer Cousine nach Berlin zu folgen. Doch hier geht sie im Großstadtgetümmel fast unter. Viel zu naiv und schüchtern beginnt sie eine Stelle als Tippfräulein bei der Showgröße Isis. Zwischen ganz viel Tamtam und mehr Schein als Sein geht Gretchen ihren Weg und zeigt, dass mehr in ihr steckt als den Frauen in den 20er Jahren zugetraut wurde.
Anfangs fand ich Gretchen schrecklich naiv und leicht beeinflussbar. Doch ihr Charakter entwickelt sich. Und es macht Spaß diese Entwicklung mit ihr zu erleben. Die Story passt in die unbeständige Zeit der 20er Jahre. Die Sprecherin Christina Puciata hat eine wirklich angenehme Stimme, der man gerne zuhört. Ich empfand Gretchen jedoch etwas „zu niedlich“ dargestellt.
Eine schöne Geschichte, die einen in die 20er Jahre entführt.
Claudia R.
4/5
05.08.2021
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Tolle Geschichte aus dem Alltag der Goldenen Zwanzigern in Berlin.
Gretchen zieht von ihrem kleinen Heimatort mitten in das Geschehen der Goldenen Zwanzigern in Berlin. Im Schönheitssalon der Madame Brose wird sie von der Nachtclubsängerin Isis als Tippfräulein angestellt. Sie soll die Memoiren der Künstlerin verfassen. Nebst ihrem neuen Job stürzt sich Gretchen in das glamouröse Leben in Berlin, zuerst etwas unsicher, dann immer mit mehr Selbstvertrauen. Sie trifft sich mit Freunden und treibt sich vor allem in Künstlerkreisen herum. Dann verliebt sie sich ausgerechnet in den Verlobten ihrer besten Freundin.
Die Autorin Joan Weng entführt uns mit «Die Damen vom Pariser Platz» in die Goldenen Zwanzigern in Berlin. Der Alltag der Zwanziger Jahren wurde sehr eindrucksvoll beschrieben: Schill und glamourös, so wie ich mir die Atmosphäre zu dieser Zeit vorstelle. Das Hörbuch wird von Christina Puciata gelesen. Ich fand ihre Stimme echt toll, irgendwie passend zu dieser Geschichte und zum Thema. Ausserdem konnte die Sprecherin verschiedenste Dialekte richtig gut nachmachen.
Die Hauptfigur Gretchen entwickelt sich im Roman vom naiven Landei zur selbstbewussten jungen Frau. Gretchen ist auch ganz schön intelligent und möchte eigentlich studieren. In Berlin ist alles neu für sie, sie kommt nicht mehr aus dem Staunen raus. Zwar hat ihre beste Freundin Henni ihr den Job bei Isis beschafft. Henni stellt sich zum Schluss jedoch nicht als sehr gute Freundin heraus. Dafür kann sie sich auf andere Personen um so mehr verlassen. Da gibt es ihre Zimmerwirtin Frieda, die sich nur auf verheiratete Männer einlässt, ihr Nachbar Erik, der als Berichterstatter in den Kulturkreisen unterwegs ist und Hennis Verlobter Fred, der von Gretchen ganz angetan ist.
Nicht zuletzt stellt sich Isis und ihr Ehemann Peter als grosse Stütze dar. Durch die beiden werden ihr Türen in die grosse weite Welt geöffnet. Und ihre frische Liebe ist auch mit von Partie.
«Die Damen vom Pariser Platz» ist eine gelungene Zeitreise in die Goldenen Zwanzigern in Berlin. Die Geschichte ist schrill und bunt und hat mich bestens unterhalten.
Glüxklaus
aus Franken
4/5
05.08.2021
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Gretchen und wie sie Berlin…
Gretchen und wie sie Berlin sah: unterhaltsam, ein bisschen satirisch und atmosphärisch Die große Freiheit wohnt in Berlin. Zumindest glaubt Gretchen das, die 1926 die Provinz verlassen hat, um in Berlin eine Stelle als Tippfräulein bei der geheimnisvollen, entstellten Nachtclubsängerin Isis anzutreten. Gretchen soll deren Memoiren aufschreiben. Ob sie dabei erfährt, woher die Narbe stammt, um die sich so viele widersprüchliche Geschichten ranken? In Berlin wird es für Gretchen definitiv nicht langweilig. Der hinreißende Verlobte ihrer besten Freundin Henni, Fred George, möchte ein Künstlerkollektiv gründen, Gretchen schnuppert dabei ein wenig aufregende Künstlerluft und auch sonst ist in der Metropole einiges los… Autorin Joan Weng schreibt sehr direkt aus Gretchens Sicht und lässt ungefiltert an den Gedanken ihrer Hauptfigur teilhaben. Sprecherin Christina Puciata gibt Gretchen und ihrer Geschichte eine Stimme. Sie betont treffend, liest angenehm und steckt mit ihrer Begeisterung an. Ich habe ihren Vortrag durchaus genossen. Gretchen ist eine sehr interessante Protagonistin, einerseits herrlich naiv, andererseits weiß sie aber durchaus, was sie will, außerdem ist sie ziemlich gebildet. Ihre Sicht auf die Dinge, ihre Beschreibungen von anderen Figuren sind äußerst unterhaltsam und spritzig. Ich mochte Gretchen, die sich selbst als unscheinbar bezeichnet, sofort. Sie entwickelt sich im Laufe der Handlung weiter, gewinnt im Umgang mit anderen zunehmend an Selbstsicherheit und Selbstbewusstsein. Viele der Figuren erfüllen zunächst so manche Klischees, da ist Fred, der Künstler durch und durch mit große Idealen, die einfallsreiche Pensionswirtin Fräulein Notter, Henni, die vom Ruhm träumt, oder der unnahbare Kulturjournalist Erik Faber. Manch eine Person wartet aber mit einer unvorhergesehenen Wandlung auf. „Die Damen vom Pariser Platz“ hat keine sehr spannende Handlung, viel passiert nicht. Aber das Hörbuch „versprüht“ eine ganz besondere Atmosphäre. Beim Hören fühlte ich mich fast mittendrin im extravaganten, vielschichtigen Berlin der 20er, in dem sich nicht alles als so schillernd und bedeutend entpuppt wie es nach außen dargestellt wird, in dem Schein nicht immer Sein ist. Berlin aus dem Blickwinkel der Protagonistin Gretchen, die aus der Provinz kommt und die die Stadt und ihre Bewohner nach und nach immer klarer durchschaut, mitzuerleben, hat mir großen Spaß gemacht. Das Ganze wirkt mitunter wie ein nicht immer ganz ernst zu nehmendes Theaterstück, bunt, oft schrill, hintergründig und immer wieder ziemlich überraschend. Ich habe gerne zugehört und empfehle das Hörbuch allen, die „gemächliche“ historische Romane mit Atmosphäre mögen, gerne weiter.
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