Produktbild: Stille Jahre

Stille Jahre

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

31.10.2021

Verlag

Wieser Verlag

Seitenzahl

280

Maße (L/B/H)

19,7/12,1/2,8 cm

Gewicht

404 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Tiché roky

Übersetzt von

Raija Hauck

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-99029-466-6

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

31.10.2021

Verlag

Wieser Verlag

Seitenzahl

280

Maße (L/B/H)

19,7/12,1/2,8 cm

Gewicht

404 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Tiché roky

Übersetzt von

Raija Hauck

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-99029-466-6

Herstelleradresse

Wieser Verlag GmbH
Achte-Mai-Straße 12
9020 Klagenfurt
AT

Email: office@wieser-verlag.com

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Die tschechische Autorin Alena Mornstajnova gilt es zu entdecken

Bewertung am 03.08.2022

Bewertungsnummer: 1760293

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Abwechselnd erzählen Tochter Bodhana und Vater Svatopluk aus ihrem Leben. So entsteht eine psychologisch feinsinnige Familiengeschichte, die eng mit der tschechischen Geschichte zusammenhängt. Der Vater hat im Kommunismus politische Karriere gemacht und sieht sich im Alter aller Ehre und Macht beraubt. Die Tochter versucht derweil mit dem schweigsamen Familienoberhaupt umzugenen. Meisterhaft erzählt!

Die tschechische Autorin Alena Mornstajnova gilt es zu entdecken

Bewertung am 03.08.2022
Bewertungsnummer: 1760293
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Abwechselnd erzählen Tochter Bodhana und Vater Svatopluk aus ihrem Leben. So entsteht eine psychologisch feinsinnige Familiengeschichte, die eng mit der tschechischen Geschichte zusammenhängt. Der Vater hat im Kommunismus politische Karriere gemacht und sieht sich im Alter aller Ehre und Macht beraubt. Die Tochter versucht derweil mit dem schweigsamen Familienoberhaupt umzugenen. Meisterhaft erzählt!

Ein Roman, auf den man sich einlassen muss

Gertie G. aus Wien am 08.12.2021

Bewertungsnummer: 1619806

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Eine Kette ist so stark wie ihr schwächstes Glied, und für die Genossen war er diese Schwachstelle geworden. Am Ende werden sie irgendetwas gegen ihn ausgraben, ihn aus der Partei werfen und auch aus der Stelle. Das ist nur eine Frage der Zeit.“ Nach ihrem Roman „Hana“, der das NS-Regime zum Thema hat, spielt dieser neue Roman von Alena Mornštajnová in der kommunistischen Tschechoslowakei. Worum geht’s? Einer der Hauptdarsteller, Svatopluk Žák, ist das, was man gemeinhin als Parteisoldat bezeichnet. Er liebt Musik und Eva, selbst Pianistin, die ihm eine musikalische Tochter schenkt. Als Blanka betrunken einen Autounfall verursacht, wirft Svatopluk alle seine Prinzipien über Bord und hilft Blanka. Als das bekannt wird, legt Svatopluk alles seine Parteifunktionen zurück und übersiedelt mit Eva in die weit entfernte Provinz. Doch nicht nur räumlich zieht er sich zurück. Svatopluk geht in innere Emigration, da ihm sein Lebensinhalt entglitten ist. Wenig später bekommt Eva eine weitere Tochter, Bohdana. Sie ist die zweite Hauptperson in diesem Roman, in dem man abwechselnd aus Bohdanas und Svatopluks Perspektive lesen kann. Bohdana wird nie sprechen lernen, ob ihr rein medizinisch nichts fehlt. Bohdana Žáková beginnt über das schräge Verhältnis zwischen ihr, ihrem Vater und der Stiefmutter Béla nachzudenken. Als sie von ihrer sterbenden Großmutter mit dem Namen „Blanka“ angesprochen wird, beginnt sie heimlich zu recherchieren. Meine Meinung: Dieser Roman zeichnet sich durch eine stilistisch hochwertige Sprache aus, was durchaus der gelungenen Übersetzung von Raija Hauck zuzurechnen ist. Bohdanas Unvermögen sprechen zu können, wirkt wie ein Symbol für die Sprachlosigkeit zwischen Vater und Tochter. Wäre Svatopluk ebenso unwirsch, grausam, wenn er statt einer zweiten Tochter, die ihn an die Verfehlungen im Zusammenhang mit der ersten erinnert, ein Sohn geboren wäre? Fazit: Ein Roman, auf den man sich einlassen muss. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

Ein Roman, auf den man sich einlassen muss

Gertie G. aus Wien am 08.12.2021
Bewertungsnummer: 1619806
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Eine Kette ist so stark wie ihr schwächstes Glied, und für die Genossen war er diese Schwachstelle geworden. Am Ende werden sie irgendetwas gegen ihn ausgraben, ihn aus der Partei werfen und auch aus der Stelle. Das ist nur eine Frage der Zeit.“ Nach ihrem Roman „Hana“, der das NS-Regime zum Thema hat, spielt dieser neue Roman von Alena Mornštajnová in der kommunistischen Tschechoslowakei. Worum geht’s? Einer der Hauptdarsteller, Svatopluk Žák, ist das, was man gemeinhin als Parteisoldat bezeichnet. Er liebt Musik und Eva, selbst Pianistin, die ihm eine musikalische Tochter schenkt. Als Blanka betrunken einen Autounfall verursacht, wirft Svatopluk alle seine Prinzipien über Bord und hilft Blanka. Als das bekannt wird, legt Svatopluk alles seine Parteifunktionen zurück und übersiedelt mit Eva in die weit entfernte Provinz. Doch nicht nur räumlich zieht er sich zurück. Svatopluk geht in innere Emigration, da ihm sein Lebensinhalt entglitten ist. Wenig später bekommt Eva eine weitere Tochter, Bohdana. Sie ist die zweite Hauptperson in diesem Roman, in dem man abwechselnd aus Bohdanas und Svatopluks Perspektive lesen kann. Bohdana wird nie sprechen lernen, ob ihr rein medizinisch nichts fehlt. Bohdana Žáková beginnt über das schräge Verhältnis zwischen ihr, ihrem Vater und der Stiefmutter Béla nachzudenken. Als sie von ihrer sterbenden Großmutter mit dem Namen „Blanka“ angesprochen wird, beginnt sie heimlich zu recherchieren. Meine Meinung: Dieser Roman zeichnet sich durch eine stilistisch hochwertige Sprache aus, was durchaus der gelungenen Übersetzung von Raija Hauck zuzurechnen ist. Bohdanas Unvermögen sprechen zu können, wirkt wie ein Symbol für die Sprachlosigkeit zwischen Vater und Tochter. Wäre Svatopluk ebenso unwirsch, grausam, wenn er statt einer zweiten Tochter, die ihn an die Verfehlungen im Zusammenhang mit der ersten erinnert, ein Sohn geboren wäre? Fazit: Ein Roman, auf den man sich einlassen muss. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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von Alena Mornštajnová

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