Was dir bleibt

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"Gladys ist 76 Jahre alt. Eines Tages besteigt sie ohne jede Ankündigung den Northlander-Zug, um spurlos aus ihrem kanadischen Dorf zu verschwinden. Die Nachbarn und Freundinnen sind besorgt, was mag sie dazu bewogen haben, ihr gut eingerichtetes Leben aufzugeben? Bald wird klar: Gladys reist über Tausende von Kilometern und in Dutzenden Zügen durch die Weiten Nordkanadas. Sie kehrt zurück an die Orte ihrer Kindheit und spricht auf ihrem Weg mit unzähligen Menschen. Doch was genau führt sie im Schilde, und vor allem: Aus welchem Grund hat sie ihre hilfsbedürftige Tochter Lisana zurückgelassen?
Was verbindet uns miteinander? Wie viel Nähe gestehen wir den anderen zu, wo beginnt unsere eigene Freiheit? "Was dir bleibt" ist ein Roman von unbändiger Lebenskraft. Eine bewegende Geschichte, die durch die Wälder Kanadas führt und tief unter die Haut geht.
Die Originalausgabe erschien 2020 unter dem Titel "À train perdu" bei Les Éditions XYZ, Montréal.
Copyright © 2020, Les Éditions XYZ, inc.
© der deutschen Ausgabe Insel Verlag Berlin 2020"

Details

Sprecher

Frederic Böhle

Spieldauer

7 Stunden und 10 Minuten

Fassung

ungekürzt

Abo-Fähigkeit

Ja

Medium

MP3

Family Sharing

Ja

Beschreibung

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Sprecher

Frederic Böhle

Spieldauer

7 Stunden und 10 Minuten

Fassung

ungekürzt

Abo-Fähigkeit

Ja

Medium

MP3

Erscheinungsdatum

30.04.2021

Verlag

Insel Audio

Hörtyp

Lesung

Sprache

Deutsch

EAN

9783458920007

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Wenn eine ältere Dame auf Reisen geht...

Lia48 am 21.11.2020

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

(TRIGGERWARNUNG!: Das Buch beinhaltet Themen wie Suizid & Depressionen) INHALT: Die 76-jährige Gladys ist eines Tages wie vom Erdboden verschluckt. In der kleinen Siedlung Swastika bei Ontario ist man alarmiert, denn den zweihundert Einwohnern entgeht normalerweise nichts. Das Auto von Gladys steht noch da, sie muss also den Zug genommen haben. Ja, die ältere Dame befindet sich mittlerweile tatsächlich auf einer Zugreise durch Nordkanada, kommt an den Orten ihrer Kindheit vorbei und trifft die unterschiedlichsten Menschen… Seltsam finden es die Freunde und Nachbarn, dass Gladys ihre Tochter allein zurückgelassen hat, die in der Vergangenheit mehrfach versucht hat, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Gladys hat sich stets um sie gekümmert und sich immer schützend vor Lisana gestellt. Doch warum hat sie sie nun allein zurückgelassen? MEINUNG: Irgendwie hat mich der Klappentext neugierig gemacht. Eine ältere Dame lässt alles stehen und liegen um mit den Zügen durch Nordkanada zu fahren. Warum? Was hat sie vor? Und warum überlässt sie ihre Tochter sich selbst? Ich wurde von Seite zu Seite immer neugieriger, was es mit der Reise von Gladys auf sich hat. Die Handlung, zu der ich gar nicht mehr verraten möchte (weniger ist hier mehr), hat auf jeden Fall mein Interesse geweckt. In der Geschichte spielen Züge eine große Rolle. Gladys reist mit ihnen durch Nordkanada. Und auch der Ich-Erzähler hegt als Sohn eines Eisenbahners, selbst großes Interesse an den Maschinen. Zwar kann ich diese Begeisterung nicht teilen, aber die Schulzüge in der Geschichte, haben mich sehr fasziniert. Und dieses ständige Rollen der Züge hat eine ganz eigene Atmosphäre bei mir beim Lesen ausgelöst. Ich muss zugeben, dass mir die Auflösung sehr gut gefallen hat, weil ich nicht von Anfang an damit gerechnet hatte. Komplett nachvollziehen kann ich Gladys Entscheidung zwar nicht, aber ich kann sie respektieren. Wie sagt man so schön? Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen… All das hätte eine richtig gute Geschichte werden können. Doch leider war da noch der Ich-Erzähler, mit dem ich so meine Probleme hatte… Hinter dem Ich-Erzähler verbirgt sich ein von Zügen begeisterter Englischlehrer, der aus irgendeinem Grund Interesse an dem Verschwinden von Gladys zeigt. Er befragt Freunde und Menschen, die mit Gladys zu tun hatten und auch die Zugchefs, um schließlich daraus einen Roman zu schreiben. Der namenlose Ich-Erzähler hatte dabei meiner Meinung nach etwas Schwierigkeiten, sich auf die wichtigsten Dinge zu fokussieren. So holt er immer wieder weit aus und kommt manchmal etwas von der Spur ab. Immer, wenn ich das Gefühl hatte, endlich mit einer Person von der er berichtet, warmzuwerden, hat er mich wieder von ihr weggeschubst. Das hat mich etwas geärgert. Mit Gladys konnte ich aber trotzdem ein paar Mal mitfühlen. Außerdem hätte ich vom Ich-Erzähler erwartet, dass er mehr von sich selbst und seinem Innenleben preisgibt. So konnte ich leider keinen Bezug zu ihm aufbauen. FAZIT: Die Ansätze, die Erzählung über die Ausgangslage & auch die Auflösung, haben mir gut gefallen. Vom namenlosen Ich-Erzähler hätte ich mir jedoch gewünscht, dass er weniger ausschweifend erzählt, sich mehr fokussiert und noch mehr von sich selbst preisgibt. Von mir gibt es 3-3,5/5 Sterne.

Wenn eine ältere Dame auf Reisen geht...

Lia48 am 21.11.2020
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

(TRIGGERWARNUNG!: Das Buch beinhaltet Themen wie Suizid & Depressionen) INHALT: Die 76-jährige Gladys ist eines Tages wie vom Erdboden verschluckt. In der kleinen Siedlung Swastika bei Ontario ist man alarmiert, denn den zweihundert Einwohnern entgeht normalerweise nichts. Das Auto von Gladys steht noch da, sie muss also den Zug genommen haben. Ja, die ältere Dame befindet sich mittlerweile tatsächlich auf einer Zugreise durch Nordkanada, kommt an den Orten ihrer Kindheit vorbei und trifft die unterschiedlichsten Menschen… Seltsam finden es die Freunde und Nachbarn, dass Gladys ihre Tochter allein zurückgelassen hat, die in der Vergangenheit mehrfach versucht hat, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Gladys hat sich stets um sie gekümmert und sich immer schützend vor Lisana gestellt. Doch warum hat sie sie nun allein zurückgelassen? MEINUNG: Irgendwie hat mich der Klappentext neugierig gemacht. Eine ältere Dame lässt alles stehen und liegen um mit den Zügen durch Nordkanada zu fahren. Warum? Was hat sie vor? Und warum überlässt sie ihre Tochter sich selbst? Ich wurde von Seite zu Seite immer neugieriger, was es mit der Reise von Gladys auf sich hat. Die Handlung, zu der ich gar nicht mehr verraten möchte (weniger ist hier mehr), hat auf jeden Fall mein Interesse geweckt. In der Geschichte spielen Züge eine große Rolle. Gladys reist mit ihnen durch Nordkanada. Und auch der Ich-Erzähler hegt als Sohn eines Eisenbahners, selbst großes Interesse an den Maschinen. Zwar kann ich diese Begeisterung nicht teilen, aber die Schulzüge in der Geschichte, haben mich sehr fasziniert. Und dieses ständige Rollen der Züge hat eine ganz eigene Atmosphäre bei mir beim Lesen ausgelöst. Ich muss zugeben, dass mir die Auflösung sehr gut gefallen hat, weil ich nicht von Anfang an damit gerechnet hatte. Komplett nachvollziehen kann ich Gladys Entscheidung zwar nicht, aber ich kann sie respektieren. Wie sagt man so schön? Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen… All das hätte eine richtig gute Geschichte werden können. Doch leider war da noch der Ich-Erzähler, mit dem ich so meine Probleme hatte… Hinter dem Ich-Erzähler verbirgt sich ein von Zügen begeisterter Englischlehrer, der aus irgendeinem Grund Interesse an dem Verschwinden von Gladys zeigt. Er befragt Freunde und Menschen, die mit Gladys zu tun hatten und auch die Zugchefs, um schließlich daraus einen Roman zu schreiben. Der namenlose Ich-Erzähler hatte dabei meiner Meinung nach etwas Schwierigkeiten, sich auf die wichtigsten Dinge zu fokussieren. So holt er immer wieder weit aus und kommt manchmal etwas von der Spur ab. Immer, wenn ich das Gefühl hatte, endlich mit einer Person von der er berichtet, warmzuwerden, hat er mich wieder von ihr weggeschubst. Das hat mich etwas geärgert. Mit Gladys konnte ich aber trotzdem ein paar Mal mitfühlen. Außerdem hätte ich vom Ich-Erzähler erwartet, dass er mehr von sich selbst und seinem Innenleben preisgibt. So konnte ich leider keinen Bezug zu ihm aufbauen. FAZIT: Die Ansätze, die Erzählung über die Ausgangslage & auch die Auflösung, haben mir gut gefallen. Vom namenlosen Ich-Erzähler hätte ich mir jedoch gewünscht, dass er weniger ausschweifend erzählt, sich mehr fokussiert und noch mehr von sich selbst preisgibt. Von mir gibt es 3-3,5/5 Sterne.

sehr abschweifend, aber nett geschrieben

Bewertung aus Kyritz am 11.11.2020

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Gladys steigt eines frühen Morgens einfach in den Zug und fährt los. Auf ihrer Irrfahrt besucht sie ihre Freunde und Bekannte, die weiter wegwohnen. Doch dann fährt sie nicht etwa wieder nach Hause zu ihrer Tochter, die ziemlich große Probleme hat. Nein sie steigt um und fährt weiter und weiter und trieft auf eine junge Frau. Ehe es sich die junge Frau versieht sind sie eine Einheit. Diese junge Frau wird quasi von Gladys überrumpelt. Bald geht ihr auf das Gladys nicht nur schwer krank ist nein sie liegt im Sterben. Diese junge Frau hat eine Schwester und diese ist Krankenschwester. Und sie merkt sofort wie krank Gladys wirklich ist. Alle drei begeben sich nun zusammen auf eine Irrfahrt durch Kanadas Norden. Bei Gladys daheim geht es unterdessen hoch her als ihr Verschwinden bekannt wird. Es wird wie verrückt hinter allen Zügen hertelefoniert. Doch Gladys Zug der sie nachhause bringen könnte wird eingestellt und so strandet sich fern der Heimat mit zwei fremden Frauen in einem kleinen Ort. Nach und nach treffen alle Freude und Bekannte dort ein sehen ihr beim Sterben zu und verabschieden sich. Einer ihrer letzten Amtshandlungen ist es der jungen Frau aus dem Zug Lisana als Schwester an die Hand zu geben und umgekehrt. Lisanas neue Schwester bringt sie an einem sicheren Ort, den sie nur einer einzigen Person mitteilt und so wird ein Lehrer, der eigentlich nur Gladys Geschichte aufschreiben wollte nun zu Lisanas Bruder. Die Geschichte schreibt er natürlich nur ist es eben alles andere als leicht für ihn alles Informationen zusammenzutragen. Die Autorin hat mit diesem Roman eine rührende und ergreifende Geschichte geschrieben, die an die alte Eisenbahnromantik erinnert. Doch erzählt sie ihre Geschichte weder sonderlich gradlinig noch besonders strukturiert. Der männliche Erzähler, den sich die Autorin bedient schweift ab. Nicht das die so eingeflochtenen Geschichten nicht interessant sind, das Gegenteil ist der Fall. Sie schafft es den Leser einzulullen, jedoch stellt sie mit diesem sprunghaften Erzählstil die Geduld des Lesers massiv auf die Probe. Die Kernhandlung ist Gladys Irrfahrt durch Kannadas Norden. Das sie auf der Suche nach jemanden ist der sich um ihre „kranke“ Tochter ist, wird erst sehr spät klar. Um diese Kernhandlung werden viele, sehr viele andere Lebensgeschichten eingeflochten. Unter anderen auch die Geschichte der „Train Schools“, die stark mit Gladys Leben verflochten sind. Aber auch all die Leben eben der Schüler, diese Trains besuchten. Keine Frage Gladys wächst einen ans Herz ebenso, wie alle anderen. Über einige Figuren ärgert man sich maßlos, andere machen einen ob ihrer grenzenloser Ignoranz einfach nur wütend. Leserfreundlicher währe wirklich gewesen, wenn sich die Autorin auf ein paar weniger Figuren konzentriert hätte und diese gründlich ausgearbeitet hätte. So bleiben viele Figuren doch sehr oberflächlich und nicht wirklich fassbar. Das Cover verkörpert die alte Bahnromantik doch sehr genau und passt hervorragend zum Roman. Fazit: Eine wirklich nette Geschichte, wenn auch wenig gradlinig oder gar strukturiert. Ein paar weniger Abschweifungen hätten der Geschichte gut gestanden. Ansonsten wird eine wirklich bezaubernde Geschichte erzählt von Eisenbahnromantik und dem Leben mit und an den Gleisen in Kanadas Norden. Wenn man sich auf diese Geschichte einlässt wirkt sie unglaublich entschleunigend und hat die Kraft einen in eine andere Zeit zu versetzen. Von daher kann ich diesen Roman zwar bedenkenlos empfehlen jedoch mit der Anmerkung, das der Leser sich nicht nur in Geduld üben muss sondern eher mit einen langsamen Roman rechnen muss, bei dem es teilweise kreuz und quer und durcheinander geht.

sehr abschweifend, aber nett geschrieben

Bewertung aus Kyritz am 11.11.2020
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Gladys steigt eines frühen Morgens einfach in den Zug und fährt los. Auf ihrer Irrfahrt besucht sie ihre Freunde und Bekannte, die weiter wegwohnen. Doch dann fährt sie nicht etwa wieder nach Hause zu ihrer Tochter, die ziemlich große Probleme hat. Nein sie steigt um und fährt weiter und weiter und trieft auf eine junge Frau. Ehe es sich die junge Frau versieht sind sie eine Einheit. Diese junge Frau wird quasi von Gladys überrumpelt. Bald geht ihr auf das Gladys nicht nur schwer krank ist nein sie liegt im Sterben. Diese junge Frau hat eine Schwester und diese ist Krankenschwester. Und sie merkt sofort wie krank Gladys wirklich ist. Alle drei begeben sich nun zusammen auf eine Irrfahrt durch Kanadas Norden. Bei Gladys daheim geht es unterdessen hoch her als ihr Verschwinden bekannt wird. Es wird wie verrückt hinter allen Zügen hertelefoniert. Doch Gladys Zug der sie nachhause bringen könnte wird eingestellt und so strandet sich fern der Heimat mit zwei fremden Frauen in einem kleinen Ort. Nach und nach treffen alle Freude und Bekannte dort ein sehen ihr beim Sterben zu und verabschieden sich. Einer ihrer letzten Amtshandlungen ist es der jungen Frau aus dem Zug Lisana als Schwester an die Hand zu geben und umgekehrt. Lisanas neue Schwester bringt sie an einem sicheren Ort, den sie nur einer einzigen Person mitteilt und so wird ein Lehrer, der eigentlich nur Gladys Geschichte aufschreiben wollte nun zu Lisanas Bruder. Die Geschichte schreibt er natürlich nur ist es eben alles andere als leicht für ihn alles Informationen zusammenzutragen. Die Autorin hat mit diesem Roman eine rührende und ergreifende Geschichte geschrieben, die an die alte Eisenbahnromantik erinnert. Doch erzählt sie ihre Geschichte weder sonderlich gradlinig noch besonders strukturiert. Der männliche Erzähler, den sich die Autorin bedient schweift ab. Nicht das die so eingeflochtenen Geschichten nicht interessant sind, das Gegenteil ist der Fall. Sie schafft es den Leser einzulullen, jedoch stellt sie mit diesem sprunghaften Erzählstil die Geduld des Lesers massiv auf die Probe. Die Kernhandlung ist Gladys Irrfahrt durch Kannadas Norden. Das sie auf der Suche nach jemanden ist der sich um ihre „kranke“ Tochter ist, wird erst sehr spät klar. Um diese Kernhandlung werden viele, sehr viele andere Lebensgeschichten eingeflochten. Unter anderen auch die Geschichte der „Train Schools“, die stark mit Gladys Leben verflochten sind. Aber auch all die Leben eben der Schüler, diese Trains besuchten. Keine Frage Gladys wächst einen ans Herz ebenso, wie alle anderen. Über einige Figuren ärgert man sich maßlos, andere machen einen ob ihrer grenzenloser Ignoranz einfach nur wütend. Leserfreundlicher währe wirklich gewesen, wenn sich die Autorin auf ein paar weniger Figuren konzentriert hätte und diese gründlich ausgearbeitet hätte. So bleiben viele Figuren doch sehr oberflächlich und nicht wirklich fassbar. Das Cover verkörpert die alte Bahnromantik doch sehr genau und passt hervorragend zum Roman. Fazit: Eine wirklich nette Geschichte, wenn auch wenig gradlinig oder gar strukturiert. Ein paar weniger Abschweifungen hätten der Geschichte gut gestanden. Ansonsten wird eine wirklich bezaubernde Geschichte erzählt von Eisenbahnromantik und dem Leben mit und an den Gleisen in Kanadas Norden. Wenn man sich auf diese Geschichte einlässt wirkt sie unglaublich entschleunigend und hat die Kraft einen in eine andere Zeit zu versetzen. Von daher kann ich diesen Roman zwar bedenkenlos empfehlen jedoch mit der Anmerkung, das der Leser sich nicht nur in Geduld üben muss sondern eher mit einen langsamen Roman rechnen muss, bei dem es teilweise kreuz und quer und durcheinander geht.

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Lukas Bärwald

Thalia St. Pölten

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5/5

Die letzte Fahrt

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Romane über Züge mochte ich schon immer: Agatha Christies „Mord im Orientexpress“ war das erste Buch, das ich gleich zweimal nacheinander gelesen habe, „Die Karte meiner Träume“ von Reif Larsen gehört für mich zu den Büchern für die einsame Insel und Jean-Philippe Blondels „6 Uhr 41“ ist einer der unterhaltsamsten Liebesromane des letzten Jahrzehnts. So überrascht es dann auch nicht weiter, dass „Was dir bleibt“ zu den besten Büchern gehört, die ich in diesem Jahr gelesen habe – spielt der Roman doch größtenteils in Zügen. Aber von Anfang an: Die 76-jährige Gladys bricht unvermittelt aus ihrem Alltag aus und verschwindet; hinterlässt ihre immer wieder von Suizidgedanken begleitete Tochter und eine Spur aus Zugfahrten, die sie scheinbar ziellos kreuz und quer durch die Wälder Nordkanadas führt. Auf ihre Fährte begibt sich ein, lange Zeit anonym bleibender, Erzähler, der die Stationen sowohl ihrer Reise als auch ihrer Lebensgeschichte nach und nach aufdeckt. Ähnlich wie bei ihrem herausragenden Vorgänger „Niemals ohne sie“ schildert die kanadische Autorin die Geschichte eines Lebens, ohne jemals laut oder effektheischend zu werden. Sie konzentriert sich auf eine vielschichtige und charismatische Hauptfigur, die ebenso offen wie geheimnisvoll ist, mit der man sich gerne auf die Reise begibt, um schritt- oder hier vielleicht besser fahrtweise mehr über sie zu erfahren. Sauciers Sprache ist leise und poetisch ohne je verkopft zu sein, liest sich flüssig und beeindruckt gerade durch das, was sie alles weglässt. Als Motor des Buchs fungiert die Frage, warum Gladys von Heute auf Morgen plötzlich verschwindet, ohne jemandem aus ihrem näheren Umfeld einzuweihen. Stattdessen finden sich Menschen, Fremde, denen sie in den Zügen begegnete und aus denen sie Freunde machte. Etwas trieb sie auf dieser großen, vielleicht letzten Reise an – doch was war es? Ein berührender Roman, der die Kraft hat, einen ehrlich mitzunehmen – emotional und in den Zügen, die er durchquert.
5/5

Die letzte Fahrt

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Romane über Züge mochte ich schon immer: Agatha Christies „Mord im Orientexpress“ war das erste Buch, das ich gleich zweimal nacheinander gelesen habe, „Die Karte meiner Träume“ von Reif Larsen gehört für mich zu den Büchern für die einsame Insel und Jean-Philippe Blondels „6 Uhr 41“ ist einer der unterhaltsamsten Liebesromane des letzten Jahrzehnts. So überrascht es dann auch nicht weiter, dass „Was dir bleibt“ zu den besten Büchern gehört, die ich in diesem Jahr gelesen habe – spielt der Roman doch größtenteils in Zügen. Aber von Anfang an: Die 76-jährige Gladys bricht unvermittelt aus ihrem Alltag aus und verschwindet; hinterlässt ihre immer wieder von Suizidgedanken begleitete Tochter und eine Spur aus Zugfahrten, die sie scheinbar ziellos kreuz und quer durch die Wälder Nordkanadas führt. Auf ihre Fährte begibt sich ein, lange Zeit anonym bleibender, Erzähler, der die Stationen sowohl ihrer Reise als auch ihrer Lebensgeschichte nach und nach aufdeckt. Ähnlich wie bei ihrem herausragenden Vorgänger „Niemals ohne sie“ schildert die kanadische Autorin die Geschichte eines Lebens, ohne jemals laut oder effektheischend zu werden. Sie konzentriert sich auf eine vielschichtige und charismatische Hauptfigur, die ebenso offen wie geheimnisvoll ist, mit der man sich gerne auf die Reise begibt, um schritt- oder hier vielleicht besser fahrtweise mehr über sie zu erfahren. Sauciers Sprache ist leise und poetisch ohne je verkopft zu sein, liest sich flüssig und beeindruckt gerade durch das, was sie alles weglässt. Als Motor des Buchs fungiert die Frage, warum Gladys von Heute auf Morgen plötzlich verschwindet, ohne jemandem aus ihrem näheren Umfeld einzuweihen. Stattdessen finden sich Menschen, Fremde, denen sie in den Zügen begegnete und aus denen sie Freunde machte. Etwas trieb sie auf dieser großen, vielleicht letzten Reise an – doch was war es? Ein berührender Roman, der die Kraft hat, einen ehrlich mitzunehmen – emotional und in den Zügen, die er durchquert.

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