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Was dir bleibt Roman

10

11,95 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.10.2021

Verlag

Insel

Seitenzahl

255

Maße (L/B/H)

19/12,2/2,2 cm

Gewicht

240 g

Farbe

Schwarz / Mokka

Auflage

2

Originaltitel

À train perdu

Übersetzt von

Sonja Finck

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-458-68176-2

Beschreibung

Rezension

»Das verdichtete Schreiben, die fein gezeichneten Charaktere, der genaue Blick für die Umstände: All das gelingt Jocelyne Saucier meisterhaft und macht sie zu einer Autorin, die zu entdecken sich in jedem Fall lohnt.« ("Nordwest-Zeitung")
»Eine unglaublich mitreißend erzählte Geschichte voller Lebensmut.« ("Freiburger Nachrichten")
»Man wird sich wünschen, möglichst langemit Sauciers Roman unterwegs zu sein. « ("Badische Zeitung")
»Sauciers Romane haben Zauberkraft.« ("Kurier")
» Was dir bleibt ist Bewusstseinskrimi und Liebesroman zugleich, wobei die Liebe nicht kleinlich sein darf, denn es geht ums Große und Ganze.« ("Wiener Zeitung")
»Ein Buch zum Verlieben.« ("Kleine Zeitung")
»Ein ungewöhnlicher und nachdenklicher Roman, der berührt und unter die Haut geht.« ("schmitzkatze")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.10.2021

Verlag

Insel

Seitenzahl

255

Maße (L/B/H)

19/12,2/2,2 cm

Gewicht

240 g

Farbe

Schwarz / Mokka

Auflage

2

Originaltitel

À train perdu

Übersetzt von

Sonja Finck

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-458-68176-2

Herstelleradresse

Insel Verlag GmbH
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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Auf Spurensuche

gst aus Pirna am 19.10.2020

Bewertungsnummer: 1391467

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Was das Cover verspricht, hält der Inhalt des Romans: Eine Zugfahrt durch Kanadas Weiten. Die LeserInnen begleiten die unterschiedlichsten Reisenden im Northlander, im Transcontiental und anderen Zügen. Wer sich eine ungefähre Übersicht verschaffen will, kann das anhand des Vorsatzblattes machen. Die Reise von Gladys Comeau führt durch den Norden von Ontario und Québec, zuerst nach Süden, dann nach Westen, weiter nach Osten und schließlich wieder nach Norden. Niemand versteht, warum sie ihre lebensmüde Tochter alleine zurückließ, nachdem sie 54 Jahre lang um deren Wohlergehen besorgt war. Aufgebaut ist die Geschichte wie eine Reportage, geschrieben von einem Englischlehrer, der verhindern will, dass noch mehr Zugstrecken stillgelegt werden. Er liebt Züge („durch meine vielen Reisen und die Begegnungen, die ich dabei machte, entdeckte ich eine neue Art zu leben“ - Seite 214) und beschreibt seine Reiseerlebnisse. Seine Erzählweise mäandert von hundertsten ins tausendste und man hat oft das Gefühl, dass er den Faden verliert. Auf diese Weise entstehen herrliche Porträts der unterschiedlichsten Menschen. Besonders eindrücklich ist die Geschichte des „school-trains“. Gladys, als Tochter des reisenden Lehrers in diesem Zug geboren, hat als Kind mit ihrer Familie darin gewohnt und das Land und seine Einwohner kennengelernt. Deutlich wird auch, wie wichtig die Züge für all die Einwanderer der vergangenen Jahrhunderte waren. Seite 89: „Sie waren genauso Kinder der Schienen wie Kinder des Waldes, und viele von ihnen blieben ein Leben lang bei der Eisenbahn. Sie arbeiteten als Bremser, Lokomotivführer, Telegrafist, Fahrdienstleiter.“ Ich habe mich auf dieser Reise sehr wohl gefühlt, fast als säße ich selbst im Zug. Mit Interesse lauschte ich den Erkenntnissen des Erzählers und „erfuhr“ im wahrsten Sinne des Wortes mehr über Gladys und die Menschen, die sie kannten. Für mich war das Lesen ein richtiger Genuss. Den Gegensatz zwischen der journalistischen Herangehensweise des namenlosen Erzählers und den Aussagen von Gladys Freunden und Bekannten empfand ich als sehr lebendig. Trotz der Verirrungen „Irgendwann wusste ich nicht mehr, wo ich war“ (Seite 248) verlor mich das Buch nur ein einziges Mal für kurze Zeit. Für mich ein Lesehighlight im Coronajahr. Den Namen der kanadischen Autorin werde ich mir merken! @gst

Auf Spurensuche

gst aus Pirna am 19.10.2020
Bewertungsnummer: 1391467
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Was das Cover verspricht, hält der Inhalt des Romans: Eine Zugfahrt durch Kanadas Weiten. Die LeserInnen begleiten die unterschiedlichsten Reisenden im Northlander, im Transcontiental und anderen Zügen. Wer sich eine ungefähre Übersicht verschaffen will, kann das anhand des Vorsatzblattes machen. Die Reise von Gladys Comeau führt durch den Norden von Ontario und Québec, zuerst nach Süden, dann nach Westen, weiter nach Osten und schließlich wieder nach Norden. Niemand versteht, warum sie ihre lebensmüde Tochter alleine zurückließ, nachdem sie 54 Jahre lang um deren Wohlergehen besorgt war. Aufgebaut ist die Geschichte wie eine Reportage, geschrieben von einem Englischlehrer, der verhindern will, dass noch mehr Zugstrecken stillgelegt werden. Er liebt Züge („durch meine vielen Reisen und die Begegnungen, die ich dabei machte, entdeckte ich eine neue Art zu leben“ - Seite 214) und beschreibt seine Reiseerlebnisse. Seine Erzählweise mäandert von hundertsten ins tausendste und man hat oft das Gefühl, dass er den Faden verliert. Auf diese Weise entstehen herrliche Porträts der unterschiedlichsten Menschen. Besonders eindrücklich ist die Geschichte des „school-trains“. Gladys, als Tochter des reisenden Lehrers in diesem Zug geboren, hat als Kind mit ihrer Familie darin gewohnt und das Land und seine Einwohner kennengelernt. Deutlich wird auch, wie wichtig die Züge für all die Einwanderer der vergangenen Jahrhunderte waren. Seite 89: „Sie waren genauso Kinder der Schienen wie Kinder des Waldes, und viele von ihnen blieben ein Leben lang bei der Eisenbahn. Sie arbeiteten als Bremser, Lokomotivführer, Telegrafist, Fahrdienstleiter.“ Ich habe mich auf dieser Reise sehr wohl gefühlt, fast als säße ich selbst im Zug. Mit Interesse lauschte ich den Erkenntnissen des Erzählers und „erfuhr“ im wahrsten Sinne des Wortes mehr über Gladys und die Menschen, die sie kannten. Für mich war das Lesen ein richtiger Genuss. Den Gegensatz zwischen der journalistischen Herangehensweise des namenlosen Erzählers und den Aussagen von Gladys Freunden und Bekannten empfand ich als sehr lebendig. Trotz der Verirrungen „Irgendwann wusste ich nicht mehr, wo ich war“ (Seite 248) verlor mich das Buch nur ein einziges Mal für kurze Zeit. Für mich ein Lesehighlight im Coronajahr. Den Namen der kanadischen Autorin werde ich mir merken! @gst

Ein Leben als Reise

Bewertung am 25.01.2021

Bewertungsnummer: 495755

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Gladys verschwindet spurlos, ohne ein Lebenszeichen zu hinterlassen. Warum hat sie ihre kranke Tochter Lisana hilflos hinterlassen? Der Erzähler begibt sich auf eine Spurensuche und trifft die Personen, die Gladys zuletzt sahen. Der Leser macht mit diesem Roman eine spannende Zeitreise und packende Zugfahrt in die weit entlegenen und verlassenden Orte Kanadas. Entlang der ehemaligen Zugstrecke, der sogenannten „school-trains“, sammelt der Erzähler Bruchstücke aus Gladys Leben auf. Der Leser macht sich ein eigenes Bild. „Was dir bleibt“ ist eine sehr schöne, aber auch sehr traurige Geschichte über eine außergewöhnliche Frau. Mich hat die ganze Story mitgerissen und ich kann dieses Buch besonders LeserInnen von Reiseberichten empfehlen.

Ein Leben als Reise

Bewertung am 25.01.2021
Bewertungsnummer: 495755
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Gladys verschwindet spurlos, ohne ein Lebenszeichen zu hinterlassen. Warum hat sie ihre kranke Tochter Lisana hilflos hinterlassen? Der Erzähler begibt sich auf eine Spurensuche und trifft die Personen, die Gladys zuletzt sahen. Der Leser macht mit diesem Roman eine spannende Zeitreise und packende Zugfahrt in die weit entlegenen und verlassenden Orte Kanadas. Entlang der ehemaligen Zugstrecke, der sogenannten „school-trains“, sammelt der Erzähler Bruchstücke aus Gladys Leben auf. Der Leser macht sich ein eigenes Bild. „Was dir bleibt“ ist eine sehr schöne, aber auch sehr traurige Geschichte über eine außergewöhnliche Frau. Mich hat die ganze Story mitgerissen und ich kann dieses Buch besonders LeserInnen von Reiseberichten empfehlen.

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Was dir bleibt

von Jocelyne Saucier

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Lukas Bärwald

Thalia St. Pölten

Zum Portrait

5/5

Die letzte Fahrt

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Romane über Züge mochte ich schon immer: Agatha Christies „Mord im Orientexpress“ war das erste Buch, das ich gleich zweimal nacheinander gelesen habe, „Die Karte meiner Träume“ von Reif Larsen gehört für mich zu den Büchern für die einsame Insel und Jean-Philippe Blondels „6 Uhr 41“ ist einer der unterhaltsamsten Liebesromane des letzten Jahrzehnts. So überrascht es dann auch nicht weiter, dass „Was dir bleibt“ zu den besten Büchern gehört, die ich in diesem Jahr gelesen habe – spielt der Roman doch größtenteils in Zügen. Aber von Anfang an: Die 76-jährige Gladys bricht unvermittelt aus ihrem Alltag aus und verschwindet; hinterlässt ihre immer wieder von Suizidgedanken begleitete Tochter und eine Spur aus Zugfahrten, die sie scheinbar ziellos kreuz und quer durch die Wälder Nordkanadas führt. Auf ihre Fährte begibt sich ein, lange Zeit anonym bleibender, Erzähler, der die Stationen sowohl ihrer Reise als auch ihrer Lebensgeschichte nach und nach aufdeckt. Ähnlich wie bei ihrem herausragenden Vorgänger „Niemals ohne sie“ schildert die kanadische Autorin die Geschichte eines Lebens, ohne jemals laut oder effektheischend zu werden. Sie konzentriert sich auf eine vielschichtige und charismatische Hauptfigur, die ebenso offen wie geheimnisvoll ist, mit der man sich gerne auf die Reise begibt, um schritt- oder hier vielleicht besser fahrtweise mehr über sie zu erfahren. Sauciers Sprache ist leise und poetisch ohne je verkopft zu sein, liest sich flüssig und beeindruckt gerade durch das, was sie alles weglässt. Als Motor des Buchs fungiert die Frage, warum Gladys von Heute auf Morgen plötzlich verschwindet, ohne jemandem aus ihrem näheren Umfeld einzuweihen. Stattdessen finden sich Menschen, Fremde, denen sie in den Zügen begegnete und aus denen sie Freunde machte. Etwas trieb sie auf dieser großen, vielleicht letzten Reise an – doch was war es? Ein berührender Roman, der die Kraft hat, einen ehrlich mitzunehmen – emotional und in den Zügen, die er durchquert.
  • Lukas Bärwald
  • Buchhändler/-in

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5/5

Die letzte Fahrt

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Romane über Züge mochte ich schon immer: Agatha Christies „Mord im Orientexpress“ war das erste Buch, das ich gleich zweimal nacheinander gelesen habe, „Die Karte meiner Träume“ von Reif Larsen gehört für mich zu den Büchern für die einsame Insel und Jean-Philippe Blondels „6 Uhr 41“ ist einer der unterhaltsamsten Liebesromane des letzten Jahrzehnts. So überrascht es dann auch nicht weiter, dass „Was dir bleibt“ zu den besten Büchern gehört, die ich in diesem Jahr gelesen habe – spielt der Roman doch größtenteils in Zügen. Aber von Anfang an: Die 76-jährige Gladys bricht unvermittelt aus ihrem Alltag aus und verschwindet; hinterlässt ihre immer wieder von Suizidgedanken begleitete Tochter und eine Spur aus Zugfahrten, die sie scheinbar ziellos kreuz und quer durch die Wälder Nordkanadas führt. Auf ihre Fährte begibt sich ein, lange Zeit anonym bleibender, Erzähler, der die Stationen sowohl ihrer Reise als auch ihrer Lebensgeschichte nach und nach aufdeckt. Ähnlich wie bei ihrem herausragenden Vorgänger „Niemals ohne sie“ schildert die kanadische Autorin die Geschichte eines Lebens, ohne jemals laut oder effektheischend zu werden. Sie konzentriert sich auf eine vielschichtige und charismatische Hauptfigur, die ebenso offen wie geheimnisvoll ist, mit der man sich gerne auf die Reise begibt, um schritt- oder hier vielleicht besser fahrtweise mehr über sie zu erfahren. Sauciers Sprache ist leise und poetisch ohne je verkopft zu sein, liest sich flüssig und beeindruckt gerade durch das, was sie alles weglässt. Als Motor des Buchs fungiert die Frage, warum Gladys von Heute auf Morgen plötzlich verschwindet, ohne jemandem aus ihrem näheren Umfeld einzuweihen. Stattdessen finden sich Menschen, Fremde, denen sie in den Zügen begegnete und aus denen sie Freunde machte. Etwas trieb sie auf dieser großen, vielleicht letzten Reise an – doch was war es? Ein berührender Roman, der die Kraft hat, einen ehrlich mitzunehmen – emotional und in den Zügen, die er durchquert.

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