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Produktbild: Creep

Creep Roman

7

14,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

17.01.2022

Verlag

Aufbau Digital

Seitenzahl

352 (Printausgabe)

Dateigröße

430 KB

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783841227751

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
  • alle Texte können angepasst werden
  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • kurze Alternativtexte (z.B. für Abbildungen) vorhanden
  • entspricht der Vorgabe der LIA Konformitätserklärung
  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • Inhalt auch ohne Farbwahrnehmung verständlich dargestellt
  • ARIA-Rollen vorhanden
  • Landmark-Navigation vorhanden
  • sehr hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • Funktion von Links klar erkennbar
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.2
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level A

Erscheinungsdatum

17.01.2022

Verlag

Aufbau Digital

Seitenzahl

352 (Printausgabe)

Dateigröße

430 KB

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783841227751

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Anonym unterwegs im World Wide Web

Magnolia am 17.01.2022

Bewertungsnummer: 1640247

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Philipp Winklers dritter Roman „CREEP“ begleitet zwei junge Menschen, die sich mehr in ihrer digitalen Welt zuhause fühlen denn im normalen Leben. Fanny arbeitet bei BELL in der Entwicklungsabteilung, deren Überwachungskameras vermeintlichen Schutz vor Einbrechern und dgl. versprechen. Dafür bleibt die Privatsphäre auf der Strecke. Während Fanny in Deutschland Leute in ihrem Zuhause beobachtet, aus der Ferne an deren Leben teilnimmt, kapselt sich Junya im fernen Japan von der Außenwelt ab, schleicht sich dann aber nachts in böser Absicht in fremde Wohnungen. Auch er lebt im Netz, das Darknet ist ihm sehr vertraut. Das World Wide Web ist allgegenwärtig, wir geben sehr viel Privates preis ohne darüber nachzudenken, dass es da draußen, in dieser wundervollen vernetzten Welt, sehr viel Düsternis gibt. Das moderne Kommunikationsmittel verbindet, setzt aber gleichzeitig zerstörerische Kräfte frei. Wollen wir wirklich ob der vermeintlichen Sicherheit die Totalüberwachung? Big Brother (und nicht nur er) is watching you. Creep ist die alles verschlingende Pflanze, Creeper sind diejenigen, die sich der modernen Technik bedienen, anonym in das Leben der anderen eindringen. Philipp Winkler schärft mit seinem Roman den Blick, zeigt deutlich die Schattenseiten auf. Was mich gleich so richtig genervt hat, war das verbissene Gendern. Zum einen ist der Lesefluss extrem gestört und zum anderen mag ich dieses Gutmenschentum überhaupt nicht. Unsere Sprache wird total verhunzt, egal ob in geschriebener oder in gesprochener Form. Sprache muss wachsen, sie verändert sich immer und das ist auch gut so. Aber nicht so - per Verordnung einzelner. Richtig gut gefällt mir hingegen das Cover. Die dominante Schrift, die sich ins Dunkle so richtiggehend einbrennt - perfekt in Szene gesetzt. Creep überspitzt unseren täglichen Konsum und das Bedürfnis, immer ein Stück weiter vorzudringen. Es ist ja so einfach, man ist nur einen Klick vom nächsten Kick entfernt. Fanny und Junya sind mir während des Lesens nicht sehr nahe gekommen, vor allem Junyas agieren war schon sehr befremdlich. Wie weit wollen wir gehen, wie viel von uns preisgeben? Zwei Verlierer, gefangen im Netz, im dem alles möglich scheint. Durchaus nachvollziehbar, das Gendern hat viel verdorben.

Anonym unterwegs im World Wide Web

Magnolia am 17.01.2022
Bewertungsnummer: 1640247
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Philipp Winklers dritter Roman „CREEP“ begleitet zwei junge Menschen, die sich mehr in ihrer digitalen Welt zuhause fühlen denn im normalen Leben. Fanny arbeitet bei BELL in der Entwicklungsabteilung, deren Überwachungskameras vermeintlichen Schutz vor Einbrechern und dgl. versprechen. Dafür bleibt die Privatsphäre auf der Strecke. Während Fanny in Deutschland Leute in ihrem Zuhause beobachtet, aus der Ferne an deren Leben teilnimmt, kapselt sich Junya im fernen Japan von der Außenwelt ab, schleicht sich dann aber nachts in böser Absicht in fremde Wohnungen. Auch er lebt im Netz, das Darknet ist ihm sehr vertraut. Das World Wide Web ist allgegenwärtig, wir geben sehr viel Privates preis ohne darüber nachzudenken, dass es da draußen, in dieser wundervollen vernetzten Welt, sehr viel Düsternis gibt. Das moderne Kommunikationsmittel verbindet, setzt aber gleichzeitig zerstörerische Kräfte frei. Wollen wir wirklich ob der vermeintlichen Sicherheit die Totalüberwachung? Big Brother (und nicht nur er) is watching you. Creep ist die alles verschlingende Pflanze, Creeper sind diejenigen, die sich der modernen Technik bedienen, anonym in das Leben der anderen eindringen. Philipp Winkler schärft mit seinem Roman den Blick, zeigt deutlich die Schattenseiten auf. Was mich gleich so richtig genervt hat, war das verbissene Gendern. Zum einen ist der Lesefluss extrem gestört und zum anderen mag ich dieses Gutmenschentum überhaupt nicht. Unsere Sprache wird total verhunzt, egal ob in geschriebener oder in gesprochener Form. Sprache muss wachsen, sie verändert sich immer und das ist auch gut so. Aber nicht so - per Verordnung einzelner. Richtig gut gefällt mir hingegen das Cover. Die dominante Schrift, die sich ins Dunkle so richtiggehend einbrennt - perfekt in Szene gesetzt. Creep überspitzt unseren täglichen Konsum und das Bedürfnis, immer ein Stück weiter vorzudringen. Es ist ja so einfach, man ist nur einen Klick vom nächsten Kick entfernt. Fanny und Junya sind mir während des Lesens nicht sehr nahe gekommen, vor allem Junyas agieren war schon sehr befremdlich. Wie weit wollen wir gehen, wie viel von uns preisgeben? Zwei Verlierer, gefangen im Netz, im dem alles möglich scheint. Durchaus nachvollziehbar, das Gendern hat viel verdorben.

Wenn das Darknet Dein Zuhause wird

darkola77 am 20.02.2022

Bewertungsnummer: 1660807

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Rückzug in das Virtuelle und die Verweigerung eines Lebens in der Gesellschaft – in „Creep“ wird uns dieses Phänomen in unterschiedlichen Ausprägungen und auch Zuspitzungen präsentiert, und die Leserin und der Leser sollten dabei nicht zimperlich sein. Oder an der einen oder anderen Stelle zuvor gut gegessen haben. Denn was soziale Isolation und das Fehlen von unmittelbarer Nähe, Wärme und Zuneigung mit der menschlichen Psyche machen und Folge wessen sie sein können, ist wohl nicht nur bei Philipp Winkler mehr als traurig. Doch hier wird es auch blutig. Junya hat sein Dasein komplett in das Darknet verlegt, die Außenwelt in Form seiner Mutter nimmt er nur noch durch die geschlossene Zimmertür wahr. Verletzt, gekränkt und innerlich gebrochen verlässt er sein schützendes Zuhause nur für seine gelegentlichen Streifzüge durch das nächtliche Tokio, immer auf dem Weg zu seinem nächsten Opfer, für ihn selbst ein Täter seiner kindlichen Verletzungen. Wenn der schwere Holzhammer dann den Kopf seines ehemaligen Grundschullehrers zertrümmert, verschafft ihm dies Genugtuung und im Darknet jede Menge Aufmerksamkeit und Bewunderung. Fanni dagegen führt zumindest nach außen ein Leben, das auf den ersten Blick nicht besonders oder auffällig erscheint. Als Mitarbeiterin des BELL-Konzerns verschafft sie dessen Kund*innen eine vermeintliche Sicherheit durch die Überwachung ihres Zuhauses. Und genau hier liegt der Knackpunkt: Ein eigenes soziales Umfeld besitzt Fanni nicht, und auch der Kontakt zu ihren Eltern ist mehr als schwierig und kühl. Eine Ersatzfamilie hat sie in den Naumanns gefunden, BELL-Kund*innen, an deren Leben sie passiv teilnimmt. Und damit scheint Fanni auch erstmal recht zufrieden zu sein. Winklers Themen und Figuren entspringen dem Zeitgeist. Sie sind eindringlich, ungewöhnlich und extrem. Und ebenso erleben wir sie auch in „Creep“. Winkler gelingt es dabei, den Leser*innen nicht nur den einen oder anderen Schauer über den Rücken zu jagen, sondern sie auch in den Bann dieser beiden Leben am Rande der Gesellschaft zu ziehen – und zugleich mit überraschenden Wendungen und einem großen Finale zu begeistern.

Wenn das Darknet Dein Zuhause wird

darkola77 am 20.02.2022
Bewertungsnummer: 1660807
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Rückzug in das Virtuelle und die Verweigerung eines Lebens in der Gesellschaft – in „Creep“ wird uns dieses Phänomen in unterschiedlichen Ausprägungen und auch Zuspitzungen präsentiert, und die Leserin und der Leser sollten dabei nicht zimperlich sein. Oder an der einen oder anderen Stelle zuvor gut gegessen haben. Denn was soziale Isolation und das Fehlen von unmittelbarer Nähe, Wärme und Zuneigung mit der menschlichen Psyche machen und Folge wessen sie sein können, ist wohl nicht nur bei Philipp Winkler mehr als traurig. Doch hier wird es auch blutig. Junya hat sein Dasein komplett in das Darknet verlegt, die Außenwelt in Form seiner Mutter nimmt er nur noch durch die geschlossene Zimmertür wahr. Verletzt, gekränkt und innerlich gebrochen verlässt er sein schützendes Zuhause nur für seine gelegentlichen Streifzüge durch das nächtliche Tokio, immer auf dem Weg zu seinem nächsten Opfer, für ihn selbst ein Täter seiner kindlichen Verletzungen. Wenn der schwere Holzhammer dann den Kopf seines ehemaligen Grundschullehrers zertrümmert, verschafft ihm dies Genugtuung und im Darknet jede Menge Aufmerksamkeit und Bewunderung. Fanni dagegen führt zumindest nach außen ein Leben, das auf den ersten Blick nicht besonders oder auffällig erscheint. Als Mitarbeiterin des BELL-Konzerns verschafft sie dessen Kund*innen eine vermeintliche Sicherheit durch die Überwachung ihres Zuhauses. Und genau hier liegt der Knackpunkt: Ein eigenes soziales Umfeld besitzt Fanni nicht, und auch der Kontakt zu ihren Eltern ist mehr als schwierig und kühl. Eine Ersatzfamilie hat sie in den Naumanns gefunden, BELL-Kund*innen, an deren Leben sie passiv teilnimmt. Und damit scheint Fanni auch erstmal recht zufrieden zu sein. Winklers Themen und Figuren entspringen dem Zeitgeist. Sie sind eindringlich, ungewöhnlich und extrem. Und ebenso erleben wir sie auch in „Creep“. Winkler gelingt es dabei, den Leser*innen nicht nur den einen oder anderen Schauer über den Rücken zu jagen, sondern sie auch in den Bann dieser beiden Leben am Rande der Gesellschaft zu ziehen – und zugleich mit überraschenden Wendungen und einem großen Finale zu begeistern.

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Creep

von Philipp Winkler

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Philipp Brandstötter

Thalia Linz – Landstraße

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3/5

Der Überwachungsstaat in Deutschland und Japan

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Aus Sicht zweier Protagonisten wird erzählt wie die moderne Welt zunehmend in die dunklen Seiten des Internets abgleitet. Die Problematik um das Darknet geriet in den letzten Monaten medial in den Hintergrund. Aufgrund dessen sehe ich es interessant um dieses Thema einen Roman zu spinnen. Die Grundidee als solches war dann schon sehr gut. Die Umsetzung allerdings lässt zu wünschen übrig und konnte mich leider nicht überzeugen. Musste nach knapp 50 Seiten beenden, da die Handlung leider vorhersehbar war. Der weibliche Hauptcharakter im Roman ist Fanny aus Deutschland. Eine Mittdreißigerin die für ein Unternehmen namens „Bell“ tätig ist. Fanny ist alleinstehend und verbringt auch den Großteil ihrer Freizeit in der Firma. Das ist als solches nicht so aufregend, was sie allerdings dort tut, schon. Fanny arbeitet in ihrer Freizeit nicht für die Firma sondern bewegt sich im Darknet. Allerdings nicht um Waffen zu kaufen oder Drogen zu handeln, sondern um anderen Menschen nachzuspionieren. „Bell“ ist eine Sicherheitsfirma und so ist es ein Leichtes dies auch umzusetzen. Ihr aktuelles Augenmerk legt sie auf eine junge Familie mit einer kleinen Tochter im Volksschul- (oder wie es in Deutschland heißt Grundschul-) alter. Die Familie, deren Namen klischeehaft klingt, geht bürgerlichen Jobs nach. Sie ahnen nicht, dass ein weiteres Familienmitglied online unterwegs ist. Mittels zahlreicher Kameras gelingt es Fanny sämtliche private Bereiche der dreiköpfigen Familie auszuspähen. Ein klassischer und eben sehr klischeehafter Gedanke des Darknet. Die zweite für den Handlungsbogen wichtige Person ist der Japaner Junya. Auch er lebt zurückgezogen in einer Großstadt. Als Randfigur der Gesellschaft ist er nicht an menschlicher Intuition interessiert. Tagsüber macht er seine Arbeit von zu Hause aus. Gerade in Zeiten wo durch „Home Office“-Regelungen viele Menschen von zu Hause aus arbeiten, eine nachvollziehbare Handlung. Als aber Junya in der Nacht zu einer Art Superheld wird ist mir das dann doch schon zu weit hergeholt. Leider ist schon nach knapp dreißig Seiten klar wer hier der „böse“ und wer der sehr unangenehme Charakter ist. Das Darknet an sich bringt wenige gute Charaktere zum Vorschein. Dies spiegelt sich auch in dieser Geschichte wieder. Zu meinem Bedauern ist die Handlung schon nach knapp fünfzig Seiten vorhersehbar und es wird vermutlich auch keine großen Überraschungen mehr geben. Was mich aber endgültig zum Abbruch nach wenigen Seiten veranlasste ist die eigentliche Sprache. In fast jedem Satz befindet sich eine Anglizismen. Das ist grundsätzlich bei einem Roman zum Thema Darknet nicht weiter überraschend. Dennoch erschien mir das Lesen viel zu anstrengend. Eine interessante Idee dieses Thema für die Rahmenhandlung eines Romans heranzuziehen. Die Umsetzung als solches konnte mich leider nicht überzeugen und ich musste bereits bald abbrechen. Schade.
  • Philipp Brandstötter
  • Buchhändler/-in

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3/5

Der Überwachungsstaat in Deutschland und Japan

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Aus Sicht zweier Protagonisten wird erzählt wie die moderne Welt zunehmend in die dunklen Seiten des Internets abgleitet. Die Problematik um das Darknet geriet in den letzten Monaten medial in den Hintergrund. Aufgrund dessen sehe ich es interessant um dieses Thema einen Roman zu spinnen. Die Grundidee als solches war dann schon sehr gut. Die Umsetzung allerdings lässt zu wünschen übrig und konnte mich leider nicht überzeugen. Musste nach knapp 50 Seiten beenden, da die Handlung leider vorhersehbar war. Der weibliche Hauptcharakter im Roman ist Fanny aus Deutschland. Eine Mittdreißigerin die für ein Unternehmen namens „Bell“ tätig ist. Fanny ist alleinstehend und verbringt auch den Großteil ihrer Freizeit in der Firma. Das ist als solches nicht so aufregend, was sie allerdings dort tut, schon. Fanny arbeitet in ihrer Freizeit nicht für die Firma sondern bewegt sich im Darknet. Allerdings nicht um Waffen zu kaufen oder Drogen zu handeln, sondern um anderen Menschen nachzuspionieren. „Bell“ ist eine Sicherheitsfirma und so ist es ein Leichtes dies auch umzusetzen. Ihr aktuelles Augenmerk legt sie auf eine junge Familie mit einer kleinen Tochter im Volksschul- (oder wie es in Deutschland heißt Grundschul-) alter. Die Familie, deren Namen klischeehaft klingt, geht bürgerlichen Jobs nach. Sie ahnen nicht, dass ein weiteres Familienmitglied online unterwegs ist. Mittels zahlreicher Kameras gelingt es Fanny sämtliche private Bereiche der dreiköpfigen Familie auszuspähen. Ein klassischer und eben sehr klischeehafter Gedanke des Darknet. Die zweite für den Handlungsbogen wichtige Person ist der Japaner Junya. Auch er lebt zurückgezogen in einer Großstadt. Als Randfigur der Gesellschaft ist er nicht an menschlicher Intuition interessiert. Tagsüber macht er seine Arbeit von zu Hause aus. Gerade in Zeiten wo durch „Home Office“-Regelungen viele Menschen von zu Hause aus arbeiten, eine nachvollziehbare Handlung. Als aber Junya in der Nacht zu einer Art Superheld wird ist mir das dann doch schon zu weit hergeholt. Leider ist schon nach knapp dreißig Seiten klar wer hier der „böse“ und wer der sehr unangenehme Charakter ist. Das Darknet an sich bringt wenige gute Charaktere zum Vorschein. Dies spiegelt sich auch in dieser Geschichte wieder. Zu meinem Bedauern ist die Handlung schon nach knapp fünfzig Seiten vorhersehbar und es wird vermutlich auch keine großen Überraschungen mehr geben. Was mich aber endgültig zum Abbruch nach wenigen Seiten veranlasste ist die eigentliche Sprache. In fast jedem Satz befindet sich eine Anglizismen. Das ist grundsätzlich bei einem Roman zum Thema Darknet nicht weiter überraschend. Dennoch erschien mir das Lesen viel zu anstrengend. Eine interessante Idee dieses Thema für die Rahmenhandlung eines Romans heranzuziehen. Die Umsetzung als solches konnte mich leider nicht überzeugen und ich musste bereits bald abbrechen. Schade.

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