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Produktbild: Rattennest

Rattennest Argentinien und die Nazis

20,95 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.08.2021

Abbildungen

51, 51 s/w-Abbildungen und 1 Karte/Tabelle

Verlag

Christoph Links Verlag

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

20,1/12,2/2,3 cm

Gewicht

346 g

Farbe

Anthrazit / Eisblau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96289-128-2

Beschreibung

Rezension

»Das Buch von Bahrmann geht über sattsam Bekanntes weit hinaus.« ("Lateinamerika Nachrichten")
»Bahrmanns Sinn fürs Prägnante und Aussagekräftige ist es zu verdanken, dass die Fülle an Fakten sich zu einem Text fügt, dessen Titel nicht nur an einen Thriller erinnert, sondern der auch ebenso spannend zu lesen ist.« ("Deutschlandfunk")
»Ein regelrechter Pageturner« ("SWR 2")
»›Rattennest‹ bietet einen guten Überblick zum Problemkomplex ›Argentinien und die Nazis‹.« ("der Standard")
»Bahrmanns skrupulös recherchiertes und gleichzeitig ungemein lesbares Buch ist ein Augenöffner.« ("Deutschlandfunk Kultur")
»Bahrmann hat eine informative wie spannende Monographie vorgelegt.« ("HaGalil")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.08.2021

Abbildungen

51, 51 s/w-Abbildungen und 1 Karte/Tabelle

Verlag

Christoph Links Verlag

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

20,1/12,2/2,3 cm

Gewicht

346 g

Farbe

Anthrazit / Eisblau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96289-128-2

Herstelleradresse

Aufbau Verlage GmbH & Co. KG
Prinzenstr. 85
10969 Berlin
DE
produktsicherheit@aufbau-verlage.de

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    Philipp Brandstötter

    Thalia Linz – Landstraße

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    3/5

    05.01.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Auf der Jagd nach Kriegsverbrechern in Argentinien

    Am Ende des Zweiten Weltkriegs versuchen viele hochrangige NS-Größen ihre Flucht vor dem zusammenbrechenden Terrorregime, welches sie eins erschaffen haben und sie groß gemacht hat. Vielen hochrangigen Nationalsozialisten aus dem direkten Umfeld von Adolf Hitler gelingt tatsächlich die Flucht aus Deutschland, zuerst in vielen Fällen nach Italien - anschließend dann nach Übersee. Ihre erzwungene Reise, um der gerechten Strafe zu entgehen, führt viele nach Argentinien. Die dort regierende Militärjunta hat Sympathie für die einstigen Machthaber in Nazi-Deutschland. Zu den bekanntesten Namen derer, die sich erfolgreich absetzen konnten, zählen etwa Adolf Eichmann oder auch der einstige NS-Arzt Josef Mengele. Doch diese sind nur die bekannteren Namen der einstigen Täter, die man auch heute noch kennt. Viel weniger bekannt ist etwa Erich Priembke, einst stellvertretender Oberbefehlshaber der Wehrmachtsverbände in Rom. Als im Frühjahr 1944 bei einem geglückten Anschlag auf eine NS-Einrichtung 33 normale Soldaten sterben, beschließt er eigenmächtig ein Exempel zu statuieren. Nicht weniger als die fünffache Zahl an italienischen Zivilisten soll durch seinen direkten Befehl in einer nahen Höhle des Partisanenanschlages erschossen werden, möglicherweise sogar durch seine eigene Hand. Da sich nun der Krieg dem Ende nähert, werden solche Täter reihenweise gesucht und verhaftet, doch auch ihm gelingt es über die „Rattenlinie“ nach Argentinien zu fliehen. Jahrelang lebt er unter seinem fast gleichen Namen „Enrice“ in einer kleinen deutschsprachigen Gemeine in den Anden. Dann kommt ihm jedoch 1994 ein Kamerateam der deutschen Zeitschrift bzw. damaligen Fernsehsenders „Der Stern“ auf die Spur. Über eine weitere Person, ebenfalls in der kleinen argentinischen Gemeinde mit hohem deutschen Einwohneranteil, kommen sie ihm auf die Schliche. Tagelang beschatten sie ihn und können ihn schließlich dazu bewegen im gesetzten Alter seine Verbrechen aufzudecken und ihn einer gerechten Strafe in Europa, am internationalen Gerichtshof in Den Haag, zuzuführen. Es ist nur einer der weniger bekannten Fälle, in denen die argentinische Militärjunta solche Verbrecher deckt und viele trotzdem bis an ihr Lebensende unbehelligt ein schönes Leben in der Ferne weiterführen können. Stellenweise ist es leider sehr schwer zu lesen, zumal viele der beteiligten Personen seitens des „Stern“-Teams mir leider nicht bekannt waren. Auch die zu Hilfe gerufenen Mitarbeiter des „Simon Wiesenthal Instituts“, deren primäre Aufgabe es ist einstige Kriegsverbrecher zur Strecke zu bringen, kannte ich leider ebenfalls fast alle nicht. Das macht das Nachvollziehen dieses wichtigen Buches für mich an vielen Stellen dann doch sehr schwierig und ich musste irgendwann aufhören zu lesen. Dennoch ein interessanter Titel, der einem wieder einmal zeigt, wie wichtig es ist, auch noch nach Jahrzehnten die Suche nach einstigen Tätern nicht aufzugeben und somit einen wichtigen Teil zur deutschen Aufarbeitung einstiger Kriegsverbrechen in Europa und teilweise auch anderen Teilen der Welt mit Nachdruck zu verfolgen.

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