Produktbild: Einsteins Albtraum

Einsteins Albtraum Wie wir lernten, die Bombe zu lieben — Amerikas Aufstieg und der Niedergang der Physik

2

22,95 €

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten


  • Kostenlose Lieferung ab 30 € Einkaufswert
  • Versandkostenfrei für Bonuscard-Kund*innen

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.01.2022

Verlag

Westend

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

21,8/14/2,2 cm

Gewicht

386 g

Farbe

Anthrazit / Weiß

Auflage

1. 23.11.2021 Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86489-337-7

Beschreibung

Rezension

"Ein Buch, in dem ich mich gleich festgelesen habe. In einer historisch-kritischen Analyse stellt Alexander Unzicker die Unterschiede der europäischen und amerikanischen Physikkultur packend dar. So muss man Wissenschaft vermitteln."
Ernst Peter Fischer, Wissenschaftshistoriker

"Unzicker setzt sich in seinemn Buch unter anderem mit der Instrumentalisierung der Wissenschaft auseinander."
Nachdenkseiten

"Alexander Unzicker [sagt], dass mit dem Zweiten Weltkrieg, der Entwicklung der Atombombe, dem Aufstieg der USA und der Militarisierung der Forschung in der Wissenschaft die Grundlagenforschung verloren gegangen ist."
Telepolis

"Dennoch ist dies ein starkes Plädoyer für eine mit Recht kritisierte Pervertierung in den Naturwissenschaften der Moderne."
scharf-links

"Lesenswert. Flott geschrieben, gibt es einen guten Gesamtüberblick über die Entwicklung dieser Disziplin, die auf der Suche nach der "Weltformel" ja tatsächlich schon länger in einer Art Sinnkrise steckt."
Kleine Zeitung

"Sehr lesens- und bedenkenswerter Diskussionsbeitrag."
ekz Bibliotheksservice

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.01.2022

Verlag

Westend

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

21,8/14/2,2 cm

Gewicht

386 g

Farbe

Anthrazit / Weiß

Auflage

1. 23.11.2021 Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86489-337-7

Herstelleradresse

Westend
Waldstraße 12a
63263 Neu-Isenburg
DE

Email: info@westendverlag.de

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • kvel

    5/5

    13.02.2022

    Buch (Taschenbuch)

    „Amerikas Aufstieg und der Niedergang der Physik“ (Buchuntertitel).

    Text von der Verlagshomepage: „Big science may destroy great science“ Karl Popper Wie kein anderer repräsentierte Albert Einstein die europäische Physiktradition, die mit grundlegenden Prinzipien nach fundamentalen Naturgesetzen suchte. Anfang des 20. Jahrhunderts jedoch korrumpierte der mephistophelische Pakt mit dem Militär des Imperiums USA die Physik, der in der Erfindung der Atombombe gipfelte. Geld und die Nähe zur Macht ließen sie zu einem technischen Hochleistungssport werden, der die Frage nach den grundlegenden Naturgesetzen schlicht vergessen hat. Alexander Unzicker zeigt, wie wir die Physik wieder in den Dienst der Menschen stellen, damit die Zivilisation im 21. Jahrhundert nachhaltig bestehen kann. Text von der Umschlaginnenseite: Während die europäische, naturphilosophische Forschungstradition auf grundlegende Naturgesetze gerichtet war und der Frage nachging, „was die Welt im Innersten zusammenhält“, dominierte in der technologisch orientierten Kultur der Neuen Welt der Wunsch, große visionäre Projekte wie die Atombombe und die Mondlandung zu realisieren, auch wenn diese undenkbar erschienen. Diese mögen die größten technologischen Errungenschaften der Menschheit sein; die größten intelektuellen Leistungen sind es nicht. Während in der europäischen Tradition das technisch-erfinderische Element Hand in Hand mit der Grundlagenforschung ging, fehlt in der US-Wissenschaftspraxis seit knapp hundert Jahren das Element der naturphilosophischen Reflexion. Dies hat offensichtliche kulturelle Ursachen. Wenn man es zuspitzt: Amerikaner denken nicht gern gründlich nach. [aus dem Inhalt] Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis: Bildung ist kein Wert Weisheit wird nicht geschätzt Wissenschaft ist kein Krieg Wo Macht der Erkenntnis schadet Kriesen, Blasen, Crash Symptome des kurzfristingen Denkens Spaltung Wohlfeile Erklärungen für ungelöste Probleme Quarks und Neutrinos Big Science auf Kosten der ungelösten Probleme Beginn der Gigantomanie Hochenergiephysik ohne Idee Allmachtsfantasien Strings, Multiversen, Supersymmetrie Korrumpierte Physik Der Verlust der Wahrhaftigkeit Meine Meinung: Sehr aufschlussreiche Erörterung. Sehr spannend, interessant und auch für mich als Laie sehr gut lesbar.

  • kvel

    5/5

    13.02.2022

    Buch (Taschenbuch)

    „Amerikas Aufstieg und der…

    „Amerikas Aufstieg und der Niedergang der Physik“ (Buchuntertitel). Text von der Verlagshomepage: „Big science may destroy great science“ Karl Popper Wie kein anderer repräsentierte Albert Einstein die europäische Physiktradition, die mit grundlegenden Prinzipien nach fundamentalen Naturgesetzen suchte. Anfang des 20. Jahrhunderts jedoch korrumpierte der mephistophelische Pakt mit dem Militär des Imperiums USA die Physik, der in der Erfindung der Atombombe gipfelte. Geld und die Nähe zur Macht ließen sie zu einem technischen Hochleistungssport werden, der die Frage nach den grundlegenden Naturgesetzen schlicht vergessen hat. Alexander Unzicker zeigt, wie wir die Physik wieder in den Dienst der Menschen stellen, damit die Zivilisation im 21. Jahrhundert nachhaltig bestehen kann. Text von der Umschlaginnenseite: Während die europäische, naturphilosophische Forschungstradition auf grundlegende Naturgesetze gerichtet war und der Frage nachging, „was die Welt im Innersten zusammenhält“, dominierte in der technologisch orientierten Kultur der Neuen Welt der Wunsch, große visionäre Projekte wie die Atombombe und die Mondlandung zu realisieren, auch wenn diese undenkbar erschienen. Diese mögen die größten technologischen Errungenschaften der Menschheit sein; die größten intelektuellen Leistungen sind es nicht. Während in der europäischen Tradition das technisch-erfinderische Element Hand in Hand mit der Grundlagenforschung ging, fehlt in der US-Wissenschaftspraxis seit knapp hundert Jahren das Element der naturphilosophischen Reflexion. Dies hat offensichtliche kulturelle Ursachen. Wenn man es zuspitzt: Amerikaner denken nicht gern gründlich nach. [aus dem Inhalt] Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis: Bildung ist kein Wert Weisheit wird nicht geschätzt Wissenschaft ist kein Krieg Wo Macht der Erkenntnis schadet Kriesen, Blasen, Crash Symptome des kurzfristingen Denkens Spaltung Wohlfeile Erklärungen für ungelöste Probleme Quarks und Neutrinos Big Science auf Kosten der ungelösten Probleme Beginn der Gigantomanie Hochenergiephysik ohne Idee Allmachtsfantasien Strings, Multiversen, Supersymmetrie Korrumpierte Physik Der Verlust der Wahrhaftigkeit Meine Meinung: Sehr aufschlussreiche Erörterung. Sehr spannend, interessant und auch für mich als Laie sehr gut lesbar.

Kundinnen und Kunden meinen

5

2

4

0

3

0

2

0

1

0

Bewertungen (2)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Philipp Brandstötter

    Philipp Brandstötter

    Thalia Linz – Landstraße

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    09.06.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Physik trifft Philosophie

    Albert Einstein gilt heute als der Erfinder der Allgemeinen Relativitätstheorie. Das ist heute als Allgemeinwissen anerkannt und ist Grundlage jedes Physikunterrichts an deutschsprachigen Schulen. Einstein musste einst von den Nationalsozialisten aus Deutschland fliehen und konnte sich nach geglückter Flucht in den Vereinigten Staaten von Amerika wissenschaftlich bestmöglich entfalten. In neuerer Zeit hat jedoch das hoch angesehene Wissen des Genies einige Risse bekommen. Warum das so ist zeigt der theoretische Physiker Alexander Unzicker in seinem wirklich lesenswerten Buch. Einstein ist nämlich nicht nur der Erfinder der Relativitätstheorie, sondern auch der Begründer einer völlig neuartigen Technologie, welche das Militär damals bestmöglich einzusetzen wusste. Nicht etwa Werner von Braun sondern eben Albert Einstein gilt als der Gründervater des Atomzeitalters. Das ist ein völlig neuer Ansatz, welchen ich hier zum ersten Mal gelesen habe. Seine Darstellung der grundlegenden Bausteine und der Beginn der Physik haben nämlich in Europa und in den USA zwei völlig unterschiedliche Richtungen genommen. Das war mir bis zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht klar und ist wirklich augenöffnend. Während die europäischen Denker der 1920er und 1930er Jahre vorzugsweise wirklich an den wissenschaftlichen Erkenntnissen Einsteins und seiner Mitstreiter interessiert waren, hatten die USA nur Interesse am militärischen Nutzen dieser Zeit. Das mag jetzt nicht wirklich überraschen, jeder weiß man heutzutage, wer letztlich am Sieg des Zweiten Weltkriegs die Hautplast trug. Dass jedoch eine ganze Vielzahl an Menschen beteiligt waren, ist weit weniger bekannt. Die europäischen Vordenker ihrer Zeit hatten nämlich ein ganz anderes Ziel vor Augen: Die Vereinigung der Physik mit der Philosophie. Diese zwei, zunächst einmal, völlig konträren Disziplinen haben nämlich viel mehr gemeinsam als man denken möchte. Die Vereinigten Staaten und die Köpfe des Atomprogramms haben Einsteins Wissen lediglich nur dazu benutzt, ihre militärischen Ziele zu erreichen. Das ist nicht nur auf den ersten Blick völlig neu für mich, sondern auch ein Meilenstein in der Wissenschaftsgeschichte. Wissen und die praktische Anwendung dieses gewonnenen Kriegs sind hier in zwei völlig unterschiedlichen Ebenen entstanden. Selbst die Berechnungen, welche dieses große Genie des 20ten Jahrhunderts anstellte, sind nach neusten Erkenntnissen mit viel mehr Fehlern durchzogen als das in den klassischen Physiklehrbüchern auch unserer Zeit noch vermittelt wird. Selbst fast 100 Jahre nach den bahnbrechenden Ideen dieses Genies sorgen seine Einfälle für Kontroversen - nicht nur in der Fachwelt, sondern auch der Alltagsphysik für jedermann. Ein sehr anspruchsvoller Titel, den man sich einmal genauer ansehen sollte. Viele mir völlig unbekannte Namen der Physikwelt der 1920er und 1930er Jahre kommen hier vor. Man glaubt gar nicht, wie viele Personen an der Entwicklung des Atomzeitalters maßgeblich beteiligt waren und von der Geschichte schon fast wieder vergessen wurden. Einstein ist lediglich ein einzelnes Rädchen im Getriebe eines gewaltigen Motors eines viel größeren Konstrukts namens Physik. Eine anspruchsvolle Lektüre mit viel Wissensvermittlung.

Unsere Meinungen

Bewertungen (1)

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Einsteins Albtraum
  • Inhalt

    Vorwort

    Warum Europa und Amerika zwei verschiedene Welten sind 7

    Teil I: Das Land ohne Kultur
    1 Bildung ist kein Wert
    Weisheit wird nicht geschätzt 15
    2 Wissenschaft ist kein Krieg
    Wo Macht der Erkenntnis schadet 27
    3 Krisen, Blasen, Crash
    Symptome des kurzfristigen Denkens 40

    Teil II: Aufstieg und Krise der europäischen
    Wissenschaftstradition
    4 Fundamente
    Die Entdeckungen der Naturphilosophen 55
    5 Erschütterung
    Wie es zu Einsteins Revolutionen kam 69
    6 Erosion
    Die Physik wird zerstritten und orientierungslos 82
    7 Spaltung
    Wohlfeile Erklärungen für ungelöste Probleme 99

    Teil III: Die Atombombe und die Folgen
    8 Der Exodus der europäischen Intelligenz
    Amerika und die Bombe 117
    9 Nach Hiroshima
    Neue Herren, neue Physik 132
    10 Quarks und Neutrinos
    Big Science auf Kosten der ungelösten Probleme 151
    11 Gravitation, Raketen, Mondlandung
    Prestige im Weltall 169

    Teil IV: Von der Mondlandung abwärts –
    Die Degeneration der Physik
    12 Beginn der Gigantomanie
    Hochenergiephysik ohne Idee 187
    13 Allmachtsphantasien
    Strings, Multiversen, Supersymmetrie 202
    14 Korrumpierte Physik
    Der Verlust der Wahrhaftigkeit 218
    15 Postmoderne Wissenschaft
    Spezialisierung bis zum Zerbröckeln 234
    16 Nahender Crash
    Das Ende des amerikanischen Zeitalters 248
    17 Ausblick
    Quo vadis, Homo sapiens? 259

    Dank 261

    Literatur 261

    Anmerkungen 264