Tuva hat große Pläne für die Siebte: Ganz viel Tagebuch schreiben, mit Bao und Linnéa die beste Base im ganzen Wald bauen, einen Übernachtungsgeburtstag feiern, und – vielleicht – sich verlieben. Aber nach den Sommerferien ist alles anders. Plötzlich muss man sich entscheiden: Gehört man zu den Mädchendiesichverlieben, die Latte Macchiato trinken und shoppen gehen, oder zu den MädchendiesichNICHTverlieben, die Schlabber-T-Shirts tragen und allen Mädchenkram peinlich finden?
Linnéa steht auf der einen, Bao auf der anderen Seite und Tuva irgendwo dazwischen. Und dann verliebt sie sich tatsächlich – in Mariam, die Neue aus der Parallelklasse …
Preise & Auszeichnungen:
Nominiert für den Max und Moritz-Preis 2022
Beste 7 im November 2021
Auf der Bestenliste "Leselotse" der Zeitschrift Börsenblatt 09/21
Kinderbuch des Monats im Januar 2022 der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur
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Eine wunderschöne, starke Graphic Novel im Tagebuchformat!
CorniHolmes am 13.09.2024
Bewertungsnummer: 2291801
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Tuva ist zwölf Jahre alt und lebt in Norwegen bei ihrem Vater. Ihr Papa ist ziemlich cool (trotz seines lahmes Humors) und immer für seine heranwachsende Tochter da, mit tollen Playlists und weltbester Lasagne inklusive. Am letzten Tag der Sommerferien sitzt Tuva in ihrem Spielhaus und schreibt all die Dinge auf, die sie im neuen Schuljahr erleben möchte. Für die Siebte hat sie sich eine Menge vorgenommen: Ein ganzes Tagebuch vollschreiben und malen, einen coolen Style zulegen, mit ihren Freundinnen Bao und Linnéa die beste Base im ganzen Wald bauen...und sich verlieben (vielleicht). Doch bereits am ersten Schultag merkt Tuva, dass sich etwas verändert hat. Linnéa verhält sich irgendwie merkwürdig und als sie ihre beiden Freundinnen endlich in ihr Geheimnis einweiht, können diese es zuerst gar nicht glauben: Linnéa hat seit den Ferien einen Freund! Plötzlich hat sie viel weniger Zeit für Tuva und Bao, ist ständig nur am Chatten und findet ihre Spiele im Wald kindisch. Jungs, Schminke und Shoppen sind jetzt bei ihr angesagt. Während Bao genervt von dem Ganzen ist, findet Tuva das mit dem Verlieben ziemlich spannend. Vor allem, als ein neues Mädchen in ihren Jahrgang kommt: Mariam. Tuva mag Mariam auf Anhieb, sie ist nett, hübsch, hat den gleichen Musikgeschmack...Tuva kann auf einmal nur noch an Mariam denken und fühlt sich ganz anders, wenn sie in ihrer Nähe ist. Hat sie sich etwa in Mariam verliebt?
Bereits vor drei Jahren ist das hier vorliegende Buch erschienen, aber irgendwie ist es bisher völlig an mir vorbeigegangen. Erst vor kurzem, seit mich das Comicfieber gepackt hat, bin ich darauf aufmerksam geworden – zum Glück! Diese Graphic Novel wurde definitiv zu Recht vielfach ausgezeichnet. Die norwegische Autorin und Illustratorin Nora Dåsnes legt mit „Regenbogentage“ ein beeindruckendes Debüt vor, an dem man auf keinen Fall vorbeigehen sollte.
Nora Dåsnes hat es geschafft, eine der schwierigsten Lebensphasen treffend und authentisch darzustellen. Mit bemerkenswerter Leichtigkeit und klugem Humor erzählt sie in „Regenbogentage“ von diesem merkwürdigen Dazwischen-Alter, dieser verrückt-verwirrenden Zeit des Erwachsenwerdens, in der man mit einem Bein noch in der Kindheit steht und mit dem anderen schon in der Teenagerwelt. Wenn man sich hin und her gerissen fühlt zwischen den vertrauten kindlichen Beschäftigungen und den neuen aufregenden Dingen wie Make-up, Klamotten und dem Verliebtsein.
Genau von dieser Unsicherheit, wer man eigentlich ist und sein möchte, handelt dieser grafische Coming-out-of-Age-Roman im Tagebuchformat.
In ihrem farbenfrohen Tagebuch schreibt die 12-jährige Tuva über all das, was sie denkt, fühlt, erlebt und beschäftigt. Dies liest sich so erfrischend ehrlich und echt, lustig und bewegend, dass es nicht nur junge Leser*innen in den Bann zieht. Für Kinder sind Tuvas Einträge überaus wertvoll und bestärkend, für Erwachsene wiederum sind sie ein Nostalgietrip in die eigene Fast-schon-Teenie-Zeit. Es fällt leicht, sich in Tuva hineinversetzen und mit ihr mitzufühlen. Alles ist einfach wie aus dem Leben gegriffen, sowohl inhaltlich als auch zeichnerisch. Vor allem die Darstellung der Diversität ist besonders gelungen. Dass sich Tuva in ein Mädchen verliebt, ihr Vater alleinerziehend ist und ihre Freund*innen unterschiedliche Hautfarben ist hier etwas ganz Normales und wird völlig selbstverständlich in die Geschichte eingebunden.
Gestalterisch sind der Kreativität hier keine Grenzen gesetzt. Die 256 Seiten sind eine kunterbunte, stimmige Mischung aus lauter verschiedenen Stilrichtungen wie handgeschriebene Fließtexte, Kritzeleien, Steckbriefe, Listen, Chatverläufe, Comicsequenzen, großformatige Bilder und noch mehr. Das Buch ist dadurch enorm abwechslungsreich und wird an keiner Stelle langweilig, sodass es sich – auch dank der wunderbaren Übersetzungsarbeit von Katharina Erben – im Nu wegliest und leider viel zu schnell wieder vorbei ist.
Fazit: „Regenbogentage“ ist eine einfühlsame und unterhaltsame, starke Graphic Novel über Freundschaft, die erste Verliebtheit und alles dazwischen. Ermutigend, inspirierend und so bunt und aufregend wie das echte Leben. Ein wunderschöner Tagebuch-Comic ab 10 Jahren – nicht nur für Kinder unbedingt lesenswert! Ich bin begeistert von diesem Buch und kann es kaum erwarten, mehr von Nora Dåsnes zu lesen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!
Comicroman über die erste Liebe
Kerstin Grün am 02.03.2023
Bewertungsnummer: 1891394
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Ihr Lieblingsbuch möchte das große Kind euch selbst vorstellen:
Das Buch Regenbogentage ist wirklich toll und hat wunderschöne Illustrationen von Nora Dasnes. Sie hat aber nicht nur illustriert, sondern auch dieses tolle Buch geschrieben.
Es geht ums reifer werden und eine Freundschaft, die ein bisschen in die Brüche geht durch einen Jungen.
Tuva und ihre besten Freundinnen Bao und Linnea gehen in die gleiche Klasse. Als Linnea einen neuen Freund hat, wird sie irgendwie "komisch". Bao ist ziemlich sauer, weil ihr Freundin nun kaum noch Zeit hat und Tuva weiß irgendwie nicht, wie sie die Sache zwischen den beiden klären soll. Irgendwie weiß sie ja selbst nicht, was genau sie selbst gerade will. Da kommt auf einmal eine neue Mitschülerin in die Klasse und Tuva verliebt sich in sie...
Dieses Buch empfehle ich, weil ich am Ende sogar geweint habe, weil ich es schon durchgelesen hatte. Ich liebe es!
Nachtrag von Mama: Dieser Comicroman macht die Zerrissenheit in der Pubertät ziemlich deutlich - diese Zeit zwischen dem kindlichen Sein und dem Wunsch danach, endlich erwachsen zu werden. Doch zum Glück wird Tuva auf ihrem Weg prima von ihrem alleinerziehenden Vater unterstützt.
Meinung aus der Buchhandlung
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Ein zartes, liebevoll gezeichnetes Graphic Novel, das erste Liebe und den Übergang vom Kindsein in die Jugend aufgreift. Besonders gelungen fand ich die Darstellung der ersten queeren Erfahrungen der Protagonistin, sie wirken authentisch und berührend. Auch die Unsicherheiten und das Suchen nach Identität in dieser Lebensphase sind sehr nachvollziehbar.
Etwas gefehlt hat mir jedoch die Reflexion darüber, dass es völlig in Ordnung ist, wenn Mädchen* unterschiedliche Interessen und Tempi haben: manche schminken sich gerne, andere spielen lieber im Wald. Jede Person sammelt Erfahrungen auf ihre eigene Weise, und genau diese Vielfalt hätte ich mir etwas stärker betont gewünscht.
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