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Bedrohte Bücher Eine Geschichte der Zerstörung und Bewahrung des Wissens

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28,95 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.10.2021

Abbildungen

mit 16 Abbildungen

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

22,1/14,2/3,2 cm

Gewicht

565 g

Farbe

Anthrazit / Lachs

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Ulrike Bischoff

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43007-1

Beschreibung

Rezension

»Dieses wunderbare Buch deckt auf, dass Bibliotheken in der heutigen Welt der Fake News und alternativen Fakten die kühnen Beschützerinnen der Wahrheit sind.« ("The Times")
»[Ovenden ordnet] sein Material zu einer stets einleuchtenden Argumentation, getragen von einer ansteckenden Begeisterung für die Schätze, die er selbst hütet – eine persönlichere Liebeserklärung an die Freiräume schaffende Kraft der Buchstaben wird man so schnell nicht finden.« ("Deutschlandfunk")
» Bedrohte Bücher ist eine enorm lehrreiche und spannende Geschichte über die Erhaltung und Zerstörung von Wissen ...« ("Kleine Zeitung")
» Bedrohte Bücher schließt mit dem Hinweis darauf, dass Bibliotheken ... unverzichtbare Aufgaben zukommen ... Warum gerade in durchdigitalisierten Zeiten nichts davon für selbstverständlich genommen werden sollte, hat Ovenden leidenschaftlich dargelegt.« ("Schweizer Monat")
»Zeitlich und thematisch umfassend, ein Muss für Bestände jeder Größe, derzeit ohne Vergleichstitel.« ("ekz.bibliotheksservice")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.10.2021

Abbildungen

mit 16 Abbildungen

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

22,1/14,2/3,2 cm

Gewicht

565 g

Farbe

Anthrazit / Lachs

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Ulrike Bischoff

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43007-1

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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Die Bücherverbrennung der…

MaWiOr aus Halle am 08.01.2022

Bewertungsnummer: 2757393

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Bücherverbrennung der Nationalsozialisten im Mai 1933 ist allgemein bekannt. Damals landeten Werke von jüdischen und „undeutschen“ (vor allem sozialistischen und homosexuellen) Schriftstellern auf dem Scheiterhaufen. Diese Bücherverbrennung erscheint uns beispiellos. Dabei ist sie das leider nicht, denn Bibliotheken und Bücher waren schon zu allen Lebzeiten bedroht. Dabei sind sie das Gedächtnis der Welt. Daher ist die Bewahrung von Wissen eine ständige Aufgabe, mitunter auch ein heikler Kampf. Der britische Bibliothekar, der seit 2014 Direktor der berühmten Bodleian Library in Oxford ist erzählt in seinem neuen Buch „Bedrohte Bücher“ von fesselnden Schlüsselepisoden aus der dreitausendjährigen Geschichte der Welt des Buches. Seinen Streifzug beginnt der Autor in Alexandria, wo zu Beginn des 3. Jahrhunderts v. Chr. die wohl berühmteste Bibliothek der Welt gegründet wurde. Vermutlich im Jahr 48 v. Chr. brannte sie vollständig ab. Ob durch Kriegseinwirkung oder Brandstiftung, ist bis heute nicht geklärt. Doch mit der Zerstörung der Bibliothek verschwand eine unschätzbare Anzahl an Textdokumenten für immer. Im englisch-spanischen Krieg von 1596 war der Bücherschatz einer Bischofsresidenz wertvolles Beutegut, das nach England verschleppt wurde. Die Spur führt weiter über die Brandschatzung der Library of Congress in Washington durch die Briten, die doppelte Zerstörung der Bibliothek von Loewen durch die Deutschen im Ersten wie im Zweiten Weltkrieg und die Zerstörung der Bibliothek von Sarajevo 1992 bis in unsere Gegenwart. In jedem Kapitel wird die Geschichte eines Angriffs auf einzelne Werke oder ganze Archive erzählt. Es wird aber auch von mutigen Menschen berichtet, die sich für den Erhalt von Wissen eingesetzt haben, oft unter Einsatz ihres Lebens. Fazit: eine profunde, lehrreiche und packende Geschichte der Bedrohung des Kulturgutes Buch. Sehr zu empfehlen!

Die Bücherverbrennung der…

MaWiOr aus Halle am 08.01.2022
Bewertungsnummer: 2757393
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Bücherverbrennung der Nationalsozialisten im Mai 1933 ist allgemein bekannt. Damals landeten Werke von jüdischen und „undeutschen“ (vor allem sozialistischen und homosexuellen) Schriftstellern auf dem Scheiterhaufen. Diese Bücherverbrennung erscheint uns beispiellos. Dabei ist sie das leider nicht, denn Bibliotheken und Bücher waren schon zu allen Lebzeiten bedroht. Dabei sind sie das Gedächtnis der Welt. Daher ist die Bewahrung von Wissen eine ständige Aufgabe, mitunter auch ein heikler Kampf. Der britische Bibliothekar, der seit 2014 Direktor der berühmten Bodleian Library in Oxford ist erzählt in seinem neuen Buch „Bedrohte Bücher“ von fesselnden Schlüsselepisoden aus der dreitausendjährigen Geschichte der Welt des Buches. Seinen Streifzug beginnt der Autor in Alexandria, wo zu Beginn des 3. Jahrhunderts v. Chr. die wohl berühmteste Bibliothek der Welt gegründet wurde. Vermutlich im Jahr 48 v. Chr. brannte sie vollständig ab. Ob durch Kriegseinwirkung oder Brandstiftung, ist bis heute nicht geklärt. Doch mit der Zerstörung der Bibliothek verschwand eine unschätzbare Anzahl an Textdokumenten für immer. Im englisch-spanischen Krieg von 1596 war der Bücherschatz einer Bischofsresidenz wertvolles Beutegut, das nach England verschleppt wurde. Die Spur führt weiter über die Brandschatzung der Library of Congress in Washington durch die Briten, die doppelte Zerstörung der Bibliothek von Loewen durch die Deutschen im Ersten wie im Zweiten Weltkrieg und die Zerstörung der Bibliothek von Sarajevo 1992 bis in unsere Gegenwart. In jedem Kapitel wird die Geschichte eines Angriffs auf einzelne Werke oder ganze Archive erzählt. Es wird aber auch von mutigen Menschen berichtet, die sich für den Erhalt von Wissen eingesetzt haben, oft unter Einsatz ihres Lebens. Fazit: eine profunde, lehrreiche und packende Geschichte der Bedrohung des Kulturgutes Buch. Sehr zu empfehlen!

Ein sehr sehr interessantes u…

EkieH am 15.07.2023

Bewertungsnummer: 2810793

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein sehr sehr interessantes u lesenswertes Buch. Die Hintergründe von Bücherverbrennungen im Lauf der Geschichte gut erläutert. Das aktuellste Beispiel vom Tun Russlands in der Ukraine ist noch nicht dabei aber lässt sich sicher auch an Geschehnissen im Krieg im ehemaligen Jugoslawien nachvollziehen.

Ein sehr sehr interessantes u…

EkieH am 15.07.2023
Bewertungsnummer: 2810793
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein sehr sehr interessantes u lesenswertes Buch. Die Hintergründe von Bücherverbrennungen im Lauf der Geschichte gut erläutert. Das aktuellste Beispiel vom Tun Russlands in der Ukraine ist noch nicht dabei aber lässt sich sicher auch an Geschehnissen im Krieg im ehemaligen Jugoslawien nachvollziehen.

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Bedrohte Bücher

von Richard Ovenden

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Meinung aus der Buchhandlung

Martin Berger

Thalia Wien – Mitte / W3

Zum Portrait

5/5

Von der Keilschrifttafel zur Digitalisierung.

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wissen ist Macht, daher stellte sich schon den Frühen Hochkulturen Mesopotamiens die Frage nach seiner sicheren Archivierung, genauso alt ist die Gefährdung der gespeicherten Kenntnisse durch äußere Einflüsse. Die großen Bibliotheken der Antike sind heute noch bekannt, zum Beispiel Ninive oder Alexandria. Ein anderes wichtiges Thema ist der Umgang mit kolonialen Archiven. Wem gehören die Unterlagen, wo sollen sie aufbewahrt werden? Oder: Wie geht man mit dem Nachlass von Schriftstellern um? Stellen wir uns nur vor, Max Brod hätte Kafkas Wunsch erfüllt und seine Papiere verbrannt, was wäre der Welt der Literatur entgangen! Heute stehen Bibliotheken und Archive vor ganz neuen Herausforderungen, sie haben mit neuen Medien und Digitalisierung umzugehen. Eines ist klar: Diese Wissensspeicher sind für eine zivilisierte Gesellschaft unverzichtbar, ihre Bestände müssen erhalten bleiben und ihre Existenz auch für die Zukunft gesichert werden. Richard Ovenden ist als Bodley´s Librarian ein ausgewiesener Experte, sein Buch ist spannend wie ein Thriller. (Siehe auch: Kästner, Über das Verbrennen von Büchern)
  • Martin Berger
  • Buchhändler/-in

5/5

Von der Keilschrifttafel zur Digitalisierung.

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wissen ist Macht, daher stellte sich schon den Frühen Hochkulturen Mesopotamiens die Frage nach seiner sicheren Archivierung, genauso alt ist die Gefährdung der gespeicherten Kenntnisse durch äußere Einflüsse. Die großen Bibliotheken der Antike sind heute noch bekannt, zum Beispiel Ninive oder Alexandria. Ein anderes wichtiges Thema ist der Umgang mit kolonialen Archiven. Wem gehören die Unterlagen, wo sollen sie aufbewahrt werden? Oder: Wie geht man mit dem Nachlass von Schriftstellern um? Stellen wir uns nur vor, Max Brod hätte Kafkas Wunsch erfüllt und seine Papiere verbrannt, was wäre der Welt der Literatur entgangen! Heute stehen Bibliotheken und Archive vor ganz neuen Herausforderungen, sie haben mit neuen Medien und Digitalisierung umzugehen. Eines ist klar: Diese Wissensspeicher sind für eine zivilisierte Gesellschaft unverzichtbar, ihre Bestände müssen erhalten bleiben und ihre Existenz auch für die Zukunft gesichert werden. Richard Ovenden ist als Bodley´s Librarian ein ausgewiesener Experte, sein Buch ist spannend wie ein Thriller. (Siehe auch: Kästner, Über das Verbrennen von Büchern)

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  • Einleitung

    Rissiger Ton unter den Hügeln

    Ein Scheiterhaufen aus Papyrus

    Als Bücher spottbillig waren

    Eine Arche zur Rettung der Gelehrsamkeit

    Die Beute des Eroberers

    Kafka nicht gehorchen

    Die zweimal ausgebrannte Bibliothek

    Die Papierbrigade

    Ungelesen zu verbrennen

    Sarajevo, mon amour

    Flammen des Imperiums

    Eine Obsession für Archive

    Die digitale Flut

    Das verlorene Paradies?

    Schluss: Warum wir immer Bibliotheken und Archive brauchen werden