Die Anomalie

Roman. Ausgezeichnet mit dem Prix Goncourt 2020

Hervé Le Tellier

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Beschreibung


Der spektakuläre Bestseller aus Frankreich: eine brillante Mischung aus Thriller, Komödie und großer Literatur. Im März 2021 fliegt eine Boeing 787 auf dem Weg von Paris nach New York durch einen elektromagnetischen Wirbelsturm. Die Turbulenzen sind heftig, doch die Landung glückt. Allerdings: Im Juni landet dieselbe Boeing mit denselben Passagieren ein zweites Mal. Im Flieger sitzen der Architekt André und seine Geliebte Lucie, der Auftragskiller Blake, der nigerianische Afro-Pop-Sänger Slimboy, der französische Schriftsteller Victor Miesel, eine amerikanische Schauspielerin. Sie alle führen auf unterschiedliche Weise ein Doppelleben. Und nun gibt es sie tatsächlich doppelt − sie sind mit sich selbst konfrontiert, in der Anomalie einer verrückt gewordenen Welt.

Hochkomisch und teuflisch intelligent spielt der Roman mit unseren Gewissheiten und fragt nach den Grenzen von Sprache, Literatur und Leben. Facettenreich, weltumfassend, ein literarisches Ereignis.

Ohne Zweifel Weltliteratur.

Produktdetails

Verkaufsrang 122
Einband gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 17.08.2021
Verlag Rowohlt
Seitenzahl 352
Maße 20,8/13,5/3,6 cm
Gewicht 452 g
Auflage 1. Auflage
Originaltitel L'Anomalie
Übersetzer Romy Ritte, Jürgen Ritte
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-498-00258-9

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4.0/5.0

15 Bewertungen

5 Sterne

4 Sterne

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2 Sterne

1 Sterne

5/5

Interessantes und spannendes Gedankenspiel mit einer futuristischen Idee

Ingrid von buchsichten.de aus Erkelenz am 29.09.2021

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Im Roman „Die Anomalie“ des Franzosen Hervé le Tellier kommt es, treffend zum Titel, zu einer sehr außergewöhnlichen Situation, von der sich beiläufig herausstellt, dass diese nicht einmalig ist. Dabei geht es um eine Boeing 787, die im März 2021 von Paris nach New York fliegt. Die Auswirkungen des Flugs betreffen das Flugzeug selbst, die Crew und die Passagiere. Das Thema Corona spielt in der Geschichte keine Rolle. Das Buch ist in drei Kapitel geteilt. Im Folgenden lernte ich in weiteren Unterteilungen des ersten Kapitels verschiedene Mitreisende des genannten Flugs kennen. Dieser Teil des Romans liest sich wie Kurzgeschichten, die unabhängig voneinander gelesen werden können. Darin erfuhr ich mehr vom Alltag einiger Figuren aus dem Pool der Reisenden, ihren Beruf, über ihre Beziehung zu Verwandten und Bekannten sowie den Grund, warum sie von Paris nach New York fliegen. Der mittlere Teil beschäftigt sich damit, was nach Eintritt der Anomalie geschieht, welche Konsequenzen offizielle Stellen daraus ziehen. Dabei wird der Geheimdienst zugeschaltet, der Präsident der Vereinigten Staaten informiert und Wissenschaftler zur Klärung hinzugezogen. Im letzten Kapitel erlebte ich, welche persönlichen Folgen die Anomalie für die Passagiere und die Crew hat und wie diese damit umgehen. Die Regelwidrigkeit, über die die Geschichte handelt, gehört in den Bereich des Science Fictions. Sie ist ein Gedankenexperiment mit dem der Autor gekonnt spielt. Hervé le Tellier schreibt literarisch mit Spannungsmomenten und komödiantischen Elementen. Der Genremix sorgt immer wieder für Überraschungen. Die Figuren sind abwechslungsreich. Neben einem Auftragskiller sitzen beispielsweise auch eine Mutter mit zwei Kindern, ein Architekt und seine Freundin, eine Anwältin und ein Schriftsteller im Flugzeug auf die der Autor genauer schaut. Die Figuren sind so gewählt, dass sie veranschaulichen, wie ganz unterschiedliche Personen mit einer Extremsituation zurechtkommen, egal welchen Alters. Auf das dritte Kapitel freute ich mich besonders, denn ich wollte wissen, welches Schicksal der Autor den mir nun bekannten Figuren des ersten Teils weiter zukommen lassen würde. Dagegen fand ich das mittlere Kapitel unumgänglich, aber vom Verständnis her schwieriger als die anderen, denn Hervé le Tellier theoretisiert hierin mehrfach mit einigen Erklärungen für das Unglaubliche. Seine Ausführungen sind ausdrucksvoll, er zieht manche Schleife über das Geschehen hinaus und greift auch gerne zum Wortwitz. Hervé le Tellier spielt in seinem Roman mit einer futuristischen Idee, deren Glaubwürdigkeit angezweifelt werden darf. Doch allein die Beschäftigung damit, welche Rädchen sich drehen müssen, um die Realität zu vertuschen und unser Dasein zu erklären, ist das Lesen wert, darum empfehle ich das Buch gerne weiter.

5/5

Interessantes und spannendes Gedankenspiel mit einer futuristischen Idee

Ingrid von buchsichten.de aus Erkelenz am 29.09.2021
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Im Roman „Die Anomalie“ des Franzosen Hervé le Tellier kommt es, treffend zum Titel, zu einer sehr außergewöhnlichen Situation, von der sich beiläufig herausstellt, dass diese nicht einmalig ist. Dabei geht es um eine Boeing 787, die im März 2021 von Paris nach New York fliegt. Die Auswirkungen des Flugs betreffen das Flugzeug selbst, die Crew und die Passagiere. Das Thema Corona spielt in der Geschichte keine Rolle. Das Buch ist in drei Kapitel geteilt. Im Folgenden lernte ich in weiteren Unterteilungen des ersten Kapitels verschiedene Mitreisende des genannten Flugs kennen. Dieser Teil des Romans liest sich wie Kurzgeschichten, die unabhängig voneinander gelesen werden können. Darin erfuhr ich mehr vom Alltag einiger Figuren aus dem Pool der Reisenden, ihren Beruf, über ihre Beziehung zu Verwandten und Bekannten sowie den Grund, warum sie von Paris nach New York fliegen. Der mittlere Teil beschäftigt sich damit, was nach Eintritt der Anomalie geschieht, welche Konsequenzen offizielle Stellen daraus ziehen. Dabei wird der Geheimdienst zugeschaltet, der Präsident der Vereinigten Staaten informiert und Wissenschaftler zur Klärung hinzugezogen. Im letzten Kapitel erlebte ich, welche persönlichen Folgen die Anomalie für die Passagiere und die Crew hat und wie diese damit umgehen. Die Regelwidrigkeit, über die die Geschichte handelt, gehört in den Bereich des Science Fictions. Sie ist ein Gedankenexperiment mit dem der Autor gekonnt spielt. Hervé le Tellier schreibt literarisch mit Spannungsmomenten und komödiantischen Elementen. Der Genremix sorgt immer wieder für Überraschungen. Die Figuren sind abwechslungsreich. Neben einem Auftragskiller sitzen beispielsweise auch eine Mutter mit zwei Kindern, ein Architekt und seine Freundin, eine Anwältin und ein Schriftsteller im Flugzeug auf die der Autor genauer schaut. Die Figuren sind so gewählt, dass sie veranschaulichen, wie ganz unterschiedliche Personen mit einer Extremsituation zurechtkommen, egal welchen Alters. Auf das dritte Kapitel freute ich mich besonders, denn ich wollte wissen, welches Schicksal der Autor den mir nun bekannten Figuren des ersten Teils weiter zukommen lassen würde. Dagegen fand ich das mittlere Kapitel unumgänglich, aber vom Verständnis her schwieriger als die anderen, denn Hervé le Tellier theoretisiert hierin mehrfach mit einigen Erklärungen für das Unglaubliche. Seine Ausführungen sind ausdrucksvoll, er zieht manche Schleife über das Geschehen hinaus und greift auch gerne zum Wortwitz. Hervé le Tellier spielt in seinem Roman mit einer futuristischen Idee, deren Glaubwürdigkeit angezweifelt werden darf. Doch allein die Beschäftigung damit, welche Rädchen sich drehen müssen, um die Realität zu vertuschen und unser Dasein zu erklären, ist das Lesen wert, darum empfehle ich das Buch gerne weiter.

2/5

Deutlich bemühtes Buch mit wenig Spannung, es sollte wohl unbedingt ein Stück Literatur werden

Eine Kundin/ein Kunde aus Bietigheim-Bissingen am 23.09.2021

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Für mich ganz persönlich, immer auf der Suche nach einem fesselnden Buch, ein Mißgriff. Ein Buch, dessen Idee und Spannunsgrahmen den Anspruch, ein großes literarisches Werk verfassen zu wollen, nur grob zusammenhalten vermag. Selbst das Ende war gleichsam ein lascher Händedruck. Fühlte mich wie im falschen Film, ich versuche ja auch seit Jahren Madame Bovari fertig zu lesen und scheitere daran aus Langeweile.

2/5

Deutlich bemühtes Buch mit wenig Spannung, es sollte wohl unbedingt ein Stück Literatur werden

Eine Kundin/ein Kunde aus Bietigheim-Bissingen am 23.09.2021
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Für mich ganz persönlich, immer auf der Suche nach einem fesselnden Buch, ein Mißgriff. Ein Buch, dessen Idee und Spannunsgrahmen den Anspruch, ein großes literarisches Werk verfassen zu wollen, nur grob zusammenhalten vermag. Selbst das Ende war gleichsam ein lascher Händedruck. Fühlte mich wie im falschen Film, ich versuche ja auch seit Jahren Madame Bovari fertig zu lesen und scheitere daran aus Langeweile.

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Die doppelte Linienmaschine

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Eine absolut geniale Mischung eines Romans, welcher verschiedene Genres anspricht. Zum einen eine „Was wäre wenn“ Geschichte, ein Science Fiction Roman, dann ganz starke Thriller-Elemente und zu guter Letzt auch eine Studie unserer modernen Gesellschaft, wie man mit einer völlig unbekannten neuen Situation umgeht, welche die gewohnten Grenzen unseres Denkens und Handelns überschreiten. Dieser Roman spricht verschiedene Bereiche an und ist zudem zeitlose Literatur eines, mir leider völlig, unbekannten französischen Autors. Literatur auf ganz hohem Niveau, welche jedoch nicht immer leicht verdaulich ist. Um was gehts? Im März 2021 gerät eine Boeing 787 der französischen Hauptfluglinie Air France mit der Seriennummer „006“ in einen Gewittersturm. Das Flugzeug gerät, trotz modernster Technik, in starke Turbulenzen. Mehrere Hagelkörner treffen das Linienflugzeug, jedoch gelingt dem Piloten, das Flugzeug sicher nach New York zum Zielflughafen zu bringen. An Bord befinden sich, neben der sechzehnköpfigen Bordcrew noch 241 Passagiere aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten. Und jetzt kommt die absolut geniale Idee des Autors. Im Juni 2021 kommt genau die gleiche Passagiermaschine im gleichen Luftraum über New York erneut aus den Wolken! Was jetzt passiert, sprengt die Vorstellungskraft aller handelnden Personen, sowohl der US Regierung, als auch der französischen Gegenseite. Auf einmal gibt es einen Flug komplett doppelt! Sowohl alle Beschädigungen des in Turbulenzen geratenen Fliegers, als auch alle Passagiere und Mannschaftsmitglieder existieren plötzlich zwei mal auf der Welt! Die Regierung der Vereinigten Staaten versucht zunächst den Vorfall vor der Weltöffentlichkeit geheim zu halten, jedoch gelingt es nicht, das allzu lange vor den Augen der Welt verborgen zu halten. Als der US Flugsicherung klar wird, dass hier wirklich keine Terrorgefahr oder religiöse Fanatiker im Flugzeug sitzen, sondern Menschen wie Sie und ich, muss gehandelt werden. Der plötzlich doppelt existierende Flug Air France 006 wird mittels zweier amerikanischer Abfangjäger auf einen abgelegenen Luftwaffenstützpunkt eskortiert. Hier rätselt man zunächst nur in Geheimdienstkreisen, was nun getan werden muss. Zunächst zieht man eine Reihe an Chemikern und Mathematikern zurate. Als das jedoch zu keiner gewünschten Erklärung führt, weitet man den Kreis der zur Geheimhaltung verpflichteten Personen weiter aus. Eine eigene Abteilung der CIA, gennant „PsyOPS“ wird herangezogen. Diese speziell ausgebildeten Leute gleichen alle Gedächtnisse der Fluginsassen von Air France 006 miteinander ab. Alle Leute an Bord, der im Juni 2021 gelandeten Maschine, glauben sich an Bord eines Fliegers, welcher im März bereits einmal landete. Aus Sicht von verschiedenen Insassen der Linienmaschine wird nun erzählt, wie sich die verschiedenen Menschen in drei Monaten weiterentwickelt haben. Ein psychisch kranker Schriftsteller mit wenig literarischem Erfolg, ein Auftragskriller, eine Schauspielerin, ein älterer Architekt mit einer viel jüngeren Freundin, aber auch das Leben des Chefpilot selbst, haben sich in 120 Tagen stark verändert. Eine wirklich gelungene Mischung verschiedener literarischer Genres, welche viele Menschen zum Nachdenken anregen sollte. Was tun wir, wenn wir plötzlich, auch in unserer modernen Zeit, mit dem völlig Neuen konfrontiert sind? Großartige Literatur aus Frankreich!
5/5

Die doppelte Linienmaschine

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Eine absolut geniale Mischung eines Romans, welcher verschiedene Genres anspricht. Zum einen eine „Was wäre wenn“ Geschichte, ein Science Fiction Roman, dann ganz starke Thriller-Elemente und zu guter Letzt auch eine Studie unserer modernen Gesellschaft, wie man mit einer völlig unbekannten neuen Situation umgeht, welche die gewohnten Grenzen unseres Denkens und Handelns überschreiten. Dieser Roman spricht verschiedene Bereiche an und ist zudem zeitlose Literatur eines, mir leider völlig, unbekannten französischen Autors. Literatur auf ganz hohem Niveau, welche jedoch nicht immer leicht verdaulich ist. Um was gehts? Im März 2021 gerät eine Boeing 787 der französischen Hauptfluglinie Air France mit der Seriennummer „006“ in einen Gewittersturm. Das Flugzeug gerät, trotz modernster Technik, in starke Turbulenzen. Mehrere Hagelkörner treffen das Linienflugzeug, jedoch gelingt dem Piloten, das Flugzeug sicher nach New York zum Zielflughafen zu bringen. An Bord befinden sich, neben der sechzehnköpfigen Bordcrew noch 241 Passagiere aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten. Und jetzt kommt die absolut geniale Idee des Autors. Im Juni 2021 kommt genau die gleiche Passagiermaschine im gleichen Luftraum über New York erneut aus den Wolken! Was jetzt passiert, sprengt die Vorstellungskraft aller handelnden Personen, sowohl der US Regierung, als auch der französischen Gegenseite. Auf einmal gibt es einen Flug komplett doppelt! Sowohl alle Beschädigungen des in Turbulenzen geratenen Fliegers, als auch alle Passagiere und Mannschaftsmitglieder existieren plötzlich zwei mal auf der Welt! Die Regierung der Vereinigten Staaten versucht zunächst den Vorfall vor der Weltöffentlichkeit geheim zu halten, jedoch gelingt es nicht, das allzu lange vor den Augen der Welt verborgen zu halten. Als der US Flugsicherung klar wird, dass hier wirklich keine Terrorgefahr oder religiöse Fanatiker im Flugzeug sitzen, sondern Menschen wie Sie und ich, muss gehandelt werden. Der plötzlich doppelt existierende Flug Air France 006 wird mittels zweier amerikanischer Abfangjäger auf einen abgelegenen Luftwaffenstützpunkt eskortiert. Hier rätselt man zunächst nur in Geheimdienstkreisen, was nun getan werden muss. Zunächst zieht man eine Reihe an Chemikern und Mathematikern zurate. Als das jedoch zu keiner gewünschten Erklärung führt, weitet man den Kreis der zur Geheimhaltung verpflichteten Personen weiter aus. Eine eigene Abteilung der CIA, gennant „PsyOPS“ wird herangezogen. Diese speziell ausgebildeten Leute gleichen alle Gedächtnisse der Fluginsassen von Air France 006 miteinander ab. Alle Leute an Bord, der im Juni 2021 gelandeten Maschine, glauben sich an Bord eines Fliegers, welcher im März bereits einmal landete. Aus Sicht von verschiedenen Insassen der Linienmaschine wird nun erzählt, wie sich die verschiedenen Menschen in drei Monaten weiterentwickelt haben. Ein psychisch kranker Schriftsteller mit wenig literarischem Erfolg, ein Auftragskriller, eine Schauspielerin, ein älterer Architekt mit einer viel jüngeren Freundin, aber auch das Leben des Chefpilot selbst, haben sich in 120 Tagen stark verändert. Eine wirklich gelungene Mischung verschiedener literarischer Genres, welche viele Menschen zum Nachdenken anregen sollte. Was tun wir, wenn wir plötzlich, auch in unserer modernen Zeit, mit dem völlig Neuen konfrontiert sind? Großartige Literatur aus Frankreich!

Philipp Brandstötter
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Ein Must-Read in diesem Leseherbst!

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Im März landet ein Linienflug Paris- New York mit 243 Passagieren an Bord nach starken Turbulenzen sicher. Alle sind mit dem Schrecken davongekommen zu sein, niemand ist verletzt und so können alle ihren Lebensweg unbehelligt fortsetzen. Doch wenige Monate später landet dasselbe Flugzeug mit denselben Menschen an Bord nochmals. Wir lernen einige der Fluggäste nun doppelt kennen. Darunter Victor Miesel, ein Autor und Übersetzer, der mit seinem Text "Anomalie" kurz nach seinem Selbstmord zu Ruhm und Ehre gelangt. Dessen Doppelgänger, der im Juni aus dem Flugzeug steigt, hat aber weder den Text geschrieben noch ist er tot. Ein aufwändig konstruierter Plot, die Vermischung von Genres, ein anachroner Erzählstrang, Diskurse aus verschiedenen Disziplinen... "Die Anomalie" ist keine leichte Lektüre aber von großem inhaltlichen und stilistischen Wert. Ein außergewöhnliches Leseereignis!
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Im März landet ein Linienflug Paris- New York mit 243 Passagieren an Bord nach starken Turbulenzen sicher. Alle sind mit dem Schrecken davongekommen zu sein, niemand ist verletzt und so können alle ihren Lebensweg unbehelligt fortsetzen. Doch wenige Monate später landet dasselbe Flugzeug mit denselben Menschen an Bord nochmals. Wir lernen einige der Fluggäste nun doppelt kennen. Darunter Victor Miesel, ein Autor und Übersetzer, der mit seinem Text "Anomalie" kurz nach seinem Selbstmord zu Ruhm und Ehre gelangt. Dessen Doppelgänger, der im Juni aus dem Flugzeug steigt, hat aber weder den Text geschrieben noch ist er tot. Ein aufwändig konstruierter Plot, die Vermischung von Genres, ein anachroner Erzählstrang, Diskurse aus verschiedenen Disziplinen... "Die Anomalie" ist keine leichte Lektüre aber von großem inhaltlichen und stilistischen Wert. Ein außergewöhnliches Leseereignis!

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