Produktbild: Wenn das Haus brennt
Band 495

Wenn das Haus brennt Vom Dialekt des Denkens

Aus der Reihe IMD

15,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Paperback

Erscheinungsdatum

09.12.2024

Verlag

Merve

Seitenzahl

120

Maße (L/B/H)

16,9/12,6/3,3 cm

Gewicht

94 g

Originaltitel

Quando la casa brucia

Übersetzt von

Andreas Hiepko

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96273-054-3

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Paperback

Erscheinungsdatum

09.12.2024

Verlag

Merve

Seitenzahl

120

Maße (L/B/H)

16,9/12,6/3,3 cm

Gewicht

94 g

Originaltitel

Quando la casa brucia

Übersetzt von

Andreas Hiepko

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96273-054-3

Herstelleradresse

Merve Verlag GmbH
Kolonnadenstraße 5
04109 Leipzig
DE

Email: merve@merve.de

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Ralf Rother

Thalia Wien – Mariahilfer Straße

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2/5

Anderes erwartet

Bewertet: Buch (Paperback)

Nach einer Zeit der Abstinenz sind nun doch wieder zwei kleinere Bücher des Philosophen Giorgio Agamben in deutscher Übersetzung erschienen. Eines publizierte der Sonderzahl Verlag, ein anderes erschien im Merve Verlag. Leider fiel Giorgio Agamben zu Beginn der Covid Infektionen mit Artikeln auf, in denen er die Bekämpfung der Pandemie - auf nationalstaatlicher wie auf globaler Ebene - als Maßnahmen diktatorischer Staaten bezeichnete, die jeweils ihre Bevölkerung im Ausnahmezustand zu regieren trachten. Spannend wäre also zu erfahren, wie er die Absetzung die Pandemie-Maßnahmen derzeit diagnostiziert: ob wir uns also weiterhin im Ausnahmezustand befinden und wie sich in dem Zusammenhang z.B. die Gewaltenteilung und der Parlamentarismus verstehen ließe. Das gerade im Merve Verlag veröffentlichte Buch "Wenn das Haus brennt" enthält vier kurze Texte, die anscheinend nicht miteinander verknüpft sind, auf deren Zustandekommen aber nicht weiter hingewiesen wird. Es wird leider nicht darauf hingewiesen, ob es sich also z.B. um Zeitschriftenartikel oder Vorträge handelt. Die Schreibweise Agambens ist eher verdichtend gehalten und stimmt eher einen mystischen bzw. mythischen Ton an, in dem auch der Prophet bzw. das Prophetische behandelt wird. Auch wenn seine vier Texte im aphoristischen Stil an die Zeitungsartikel der 2020er-Jahre anknüpfen, in denen er einen apokalyptisch-verschwörungsmäßigen Ton anschlug, so nimmt er keinen Bezug auf Jean-Luc Nancys Vorbehalt gegenüber Agambens Äußerungen. Ebenso vermeidet es Agamben auf Jacques Derridas Einwände gegen seine Auslegung des Begriffs "bios" einzugehen. Ich muss zugeben, dass ich mir von einem neuen Buch Agamben anderes erwartet habe, zumal ich die Diskussion um seine Homo Sacer-Bücher sehr spannend fand.
  • Ralf Rother
  • Buchhändler/-in

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2/5

Anderes erwartet

Bewertet: Buch (Paperback)

Nach einer Zeit der Abstinenz sind nun doch wieder zwei kleinere Bücher des Philosophen Giorgio Agamben in deutscher Übersetzung erschienen. Eines publizierte der Sonderzahl Verlag, ein anderes erschien im Merve Verlag. Leider fiel Giorgio Agamben zu Beginn der Covid Infektionen mit Artikeln auf, in denen er die Bekämpfung der Pandemie - auf nationalstaatlicher wie auf globaler Ebene - als Maßnahmen diktatorischer Staaten bezeichnete, die jeweils ihre Bevölkerung im Ausnahmezustand zu regieren trachten. Spannend wäre also zu erfahren, wie er die Absetzung die Pandemie-Maßnahmen derzeit diagnostiziert: ob wir uns also weiterhin im Ausnahmezustand befinden und wie sich in dem Zusammenhang z.B. die Gewaltenteilung und der Parlamentarismus verstehen ließe. Das gerade im Merve Verlag veröffentlichte Buch "Wenn das Haus brennt" enthält vier kurze Texte, die anscheinend nicht miteinander verknüpft sind, auf deren Zustandekommen aber nicht weiter hingewiesen wird. Es wird leider nicht darauf hingewiesen, ob es sich also z.B. um Zeitschriftenartikel oder Vorträge handelt. Die Schreibweise Agambens ist eher verdichtend gehalten und stimmt eher einen mystischen bzw. mythischen Ton an, in dem auch der Prophet bzw. das Prophetische behandelt wird. Auch wenn seine vier Texte im aphoristischen Stil an die Zeitungsartikel der 2020er-Jahre anknüpfen, in denen er einen apokalyptisch-verschwörungsmäßigen Ton anschlug, so nimmt er keinen Bezug auf Jean-Luc Nancys Vorbehalt gegenüber Agambens Äußerungen. Ebenso vermeidet es Agamben auf Jacques Derridas Einwände gegen seine Auslegung des Begriffs "bios" einzugehen. Ich muss zugeben, dass ich mir von einem neuen Buch Agamben anderes erwartet habe, zumal ich die Diskussion um seine Homo Sacer-Bücher sehr spannend fand.

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Wenn das Haus brennt

von Giorgio Agamben

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