• Produktbild: Der Kolibri
  • Produktbild: Der Kolibri
  • Produktbild: Der Kolibri
  • Produktbild: Der Kolibri
  • Produktbild: Der Kolibri
  • Produktbild: Der Kolibri
  • Produktbild: Der Kolibri

Der Kolibri Roman. Premio Strega 2020

100

25,95 €

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten


  • Kostenlose Lieferung ab 30 € Einkaufswert
  • Versandkostenfrei für Bonuscard-Kund*innen

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.08.2021

Verlag

Zsolnay, Paul

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

2,9/13,3/20,8 cm

Gewicht

458 g

Farbe

Avocado / Mokka

Auflage

2

Originaltitel

Il Colibri

Übersetzt von

Michael Killisch-Horn

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-552-07252-7

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.08.2021

Verlag

Zsolnay, Paul

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

2,9/13,3/20,8 cm

Gewicht

458 g

Farbe

Avocado / Mokka

Auflage

2

Originaltitel

Il Colibri

Übersetzt von

Michael Killisch-Horn

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-552-07252-7

Herstelleradresse

Carl Hanser Verlag GmbH & Co.KG
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE
info@hanser.de

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Klaus Effing

    aus Köln

    5/5

    11.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Über ein Leben

    Den Premio Strega hat Sandro Veronesi für „Der Kolibri“ erhalten – und nach der Lektüre kann ich gut nachvollziehen, warum der Roman so viel Aufmerksamkeit bekommen hat. Begeistert hat er mich allerdings nicht durchgehend. Es gab Passagen, die mich fasziniert haben, andere empfand ich als langatmig. Gerade diese Ambivalenz macht das Buch für mich interessant. Das 2019 erschienene Buch umfasst in der Taschenbuchausgabe rund 350 Seiten und begleitet den Augenarzt Marco Carrera durch die verschiedenen Stationen seines Lebens – als Kind, Ehemann, Liebhaber, Vater und Großvater. Gerade diese unterschiedlichen Rollen machen den Reiz des Romans aus. Marco führt nicht nur ein Leben, sondern viele – so wie wir alle uns im Laufe der Jahre verändern und in unterschiedlichen Beziehungen immer wieder neue Seiten an uns entdecken. Die Erzählweise ist ungewöhnlich. Briefe, Gespräche, Rückblenden und erzählte Szenen fügen sich wie Mosaiksteine zu Marcos Lebensgeschichte zusammen. Seine Beziehungen, familiären Verflechtungen, Hoffnungen, Verluste und Sehnsüchte stehen dabei im Mittelpunkt. Manche Episoden wirken beinahe alltäglich, andere überraschen oder berühren – und gerade diese Mischung verleiht dem Roman seine besondere Atmosphäre. Mich hat „Der Kolibri“ über weite Strecken in seinen Bann gezogen. Veronesi gelingt es immer wieder, feine Beobachtungen über Liebe, Familie, Begehren und das Vergehen der Zeit zu formulieren. Marco Carrera erscheint dabei wie ein Mensch, den das Leben immer wieder herausfordert und der dennoch versucht, innerlich die Balance zu bewahren – ganz so wie der Kolibri, der trotz seiner rasanten Flügelschläge scheinbar ruhig in der Luft steht. Gleichzeitig gab es für mich auch längere Passagen, in denen die Erzählung etwas zäh wirkte. Der Roman verlangt Geduld und die Bereitschaft, sich auf Abschweifungen und einen nicht immer geradlinigen Erzählrhythmus einzulassen. Mich hat das Ende schließlich nachdenklich zurückgelassen. Viele Fäden werden noch einmal aufgenommen, ohne dass der Roman dabei laut oder dramatisch wird. Vielleicht ist genau das seine Stärke: Er erzählt kein außergewöhnliches Leben, sondern eines, das in vielen Momenten unserem eigenen ähnelt – mit all den Rollen, die wir im Laufe der Jahre einnehmen, den Hoffnungen, die wir bewahren, und den Veränderungen, die wir oft erst im Rückblick erkennen.

  • Bewertung

    aus Aarau

    5/5

    13.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sandro Veronesin Der Kolibri

    Das schönste Buch, das ich dieses Jahr gelesen habe, gute, spannende Geschichte, schöne Sprache, einfühlsam. Der Autor scheint über gute Menschenkenntnis zu verfügen

  • Bewertung

    aus Salzgitter

    5/5

    21.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Preisgekrönt

    „Der Kolibri“ von Sandro Veronesi wurde 2020 mit dem italienischen Premio Strega Preis ausgezeichnet und entsprechend hoch waren meine Erwartungen. Marco Carrera, genannt der Kolibri, muss in seinem Leben so einige Schicksalsschläge wegstecken und dennoch schafft es der Augenarzt, der Vater, Sohn, Bruder, Ehemann, Geliebte weiterzumachen. Mehr will ich zum Inhalt gar nicht sagen. Denn die Art, wie der Autor die Geschichte erzählt, ist außergewöhnlich. Beginnend mit einem Gespräch zwischen Carrera und dem Psychotherapeuten seiner Frau, wird die Geschichte in einzelnen Kapiteln aus Sicht Marcos, mit Hilfe von Briefen und Gesprächen erzählt, allerdings nicht chronologisch, sondern mit großen Zeitsprüngen zwischen den einzelnen Kapiteln. So fügt sich ein Puzzleteil ins andere und erzeugt eine ganz subtile Spannung. Veronesi schafft es wie kaum ein zweiter mit seiner Sprache eine Sogwirkung auf den Leser auszuüben. Sätze, die über mehrere Seiten gehen, wechseln sich mit knappen Sätzen ab, die durch das Unausgesprochene bestechen. Er fordert den Leser, sowohl sprachlich als auch inhaltlich. Während die Spannung sehr lange aufrechterhalten wird, flacht die Geschichte am Ende leider etwas ab. Dennoch ein sehr lesenswertes Buch, das noch einige Zeit im Gedächtnis bleibt.

  • Bewertung

    5/5

    11.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unkonventionell, bewegend, menschlich

    Kolibri ist der Spitzname der Hauptfigur in Sandro Veronesis neuestem Buch, ein Spitzname, den er aufgrund eines Problems erhielt, welches er in seiner Kindheit hatte. Kolibri ist der konservative Held, der mit Veränderungen jeglicher Art schlecht klarkommt, denn sie sind für ihn so etwas wie ein Versagen, er kommt dadurch nicht zur Ruhe. Und so lebt er ein anstrengendes Leben um Veränderungen möglichst nicht zuzulassen. In einer unaufgeräumten, unzusammenhängenden Chronologie überspringt Veronesi Jahre und ganze Zeiträume und bringt alle Gefühle ins Spiel, die aus heiterem Himmel auftauchen und den Drang verspüren, ausgesprochen zu werden. Mir hat dieser kraftvolle und unkonventionelle Roman von Veronesi gut gefallen, wobei mir jedoch der erste Teil viel besser gefiel als der Letzte. Es geht um Schmerz, Schuld und Verluste. An manchen Stellen war die Geschichte etwas langatmig erzählt, an anderen dafür sehr fesselnd und bewegend. Und es gibt viele literarische, filmische und musikalische Einwürfe, und ein Nachwort des Autors. Lesenswert und deshalb bewerte ich das Buch mit 4 von 5 Sternen.

  • Biancaneve

    aus Salzburg

    5/5

    03.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Hängematte des Lebens – am selben Fleck und doch bewegt

    Der Augenarzt Marco Carrera trägt den Spitznamen Kolibri seit er ein kleiner Junge ist. Erwachsen scheint er glücklich verheiratet – bis der Psychoanalytiker seiner Frau gegen sein Berufsethos verstößt und ihn vor seiner Frau warnen will. Im Anschluss wird Marco gesamtes Leben aufgerollt und damit auch seine Begegnungen mit verschiedenen Menschentypen; von seiner Kindheit bis zu seinem Tod. Das helle Grün des Covers wirkt sehr beruhigend, wird aber belebt und bewegt durch die Abbildung eines Kolibri, der in ständiger Bewegung zu sein scheint. Und doch bleibt er an derselben Stelle. Genau wie der Protagonist Marco, der in seinem Leben einige Schicksalsschläge hinnehmen muss, dessen Leben sich aber dennoch nicht zu verändern scheint. Der Autor verwendet in diesem Roman einige wenige, recht kurze Sätze, deren Aussage aber immer ins Schwarze trifft. Der restliche Roman ist in langen verschachtelten Satzgebilden verfasst, die aber ebenso sitzen. Keines der Wörter ist zu viel, jedes Adjektiv, jeder weitere Nebensatz hat einen Sinn, und was für den Leser am wichtigsten scheint: niemals verliert man sich in den umfangreichen Sätzen, weil sie logisch sind und man der Aussage des Autors auf diese Weise immer spielend leicht folgen kann. Veronesis Schreibstil mag in der Theorie unmöglich erscheinen, in der Praxis wird er aber geradezu perfekt umgesetzt. An dieser Stelle gebührt auch dem Übersetzer Michael von Killisch-Horn ein großes Lob, dem es hervorragend gelungen ist, jede Nuance des italienischen Originaltextes ins Deutsche zu transportieren. Veronesi erzählt die Geschichte nicht chronologisch, sondern springt zwischen den verschiedenen Lebensabschnitten Marcos hin und her. Und dennoch verhält es sich auch hier wieder wie mit dem Schreibstil: der Leser verliert sich nicht, sondern hat am Ende ein komplettes Bild der Protagonisten vor Augen. Jedes Kapitel, jeder eingefügte Brief, jedes Telefonat passt großartig ins gerade Erzählte und erläutert auf eigene Weise das Gelesene, selbst wenn Jahrzehnte zwischen den Geschehnissen liegen. Der Autor findet für jede Gelegenheit die passenden Worte, egal, ob er Themen wie Ehe, Familie, Aberglaube behandelt, oder ob über Schuld und Verzeihen, Verlust und Verzweiflung, Krankheit und Tod schreibt. Marco ist von Anfang an sehr sympathisch gezeichnet. Seine Handlungen und Reaktionen sind nachvollziehbar. Auch alle anderen Personen sind realitätsnah beschrieben und vertiefen das Bild des Protagonisten. Den Premio Strega hat der Roman 2020 mehr als verdient. Veronesi ist damit ein herausragendes Werk gelungen, dem eine absolute Leseempfehlung gewiss ist.

Kundinnen und Kunden meinen

5

35

4

33

3

20

2

11

1

1

Bewertungen (100)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Lukas Bärwald

    Lukas Bärwald

    Thalia St. Pölten

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    4/5

    19.08.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Familienpuzzle

    Als Corona kam, begannen wir zu puzzeln. Und nicht nur wir, auch zahlreiche andere Menschen legten plötzlich Stein um Stein bis hin zu dem Punkt, dass landesweit die meisten Regale leergefegt waren. Und vielleicht wurde ja auch Sandro Veronesi von diesem Pandemietrend gepackt und so zum Erzählprinzip seines neuen Buches inspiriert. Denn „Der Kolibri“ ist ein Familienroman aus vielen verschiedenen Versatzstücken, immer wieder kreuz und quer aus unterschiedlichen Punkten der Geschichten herausgegriffen. So entsteht nach und nach die Collage eines Lebens, von unterschiedlichen Stimmen erzählt; mal in Form von Briefen, mal aus klassischer Erzählperspektive. Im Zentrum steht Marco Carrera, der eines Tages vom Psychotherapeuten seiner Frau erfährt, dass diese ihn verlassen wird – nicht zuletzt wegen seiner jahrzehntelangen Affäre und den zahllosen Liebesbriefen an eine andere Frau. Dieses Ereignis ist der narrative Startschuss, von wo aus der florentinische Autor die Lebensgeschichte seines Protagonisten sowohl in dessen Vergangenheit als auch Zukunft Stück für Stück erzählt. Dabei entspinnt sich über mehrere Generationen hinweg das Portrait einer Familie, geprägt von Sehnsucht, Liebe, Ängsten und Verlust. Und während das Leben wie ein Sturm um Marco tobt, Eltern, Geschwister und selbst sein Kind stirbt, Menschen sich von ihm abwenden, er aber auch zu großem Reichtum kommt, ist er selbst unberührt und investiert all seine Kraft darin, genau an dem Punkt zu bleiben, an dem er sich zuhause fühlt. Ist das ein gelungenes Leben, sich für etwas zu entscheiden und dabei konsequent ungeachtet aller Einflüsse bis zum Ende zu bleiben oder spricht so etwas für einen engstirnigen Blick auf das Leben und eine fehlende emotionale Intelligenz? Sandro Veronesis Roman erinnert in Teilen an Gabriel Garcia Marquez’ „Liebe in Zeiten der Cholera“, in dem er poetisch mit feinem Gespür für die Balance von Rührung und Tragik von einer lebenslangen Liebe erzählt und dem Unglück einer Familie, das die Lebensgeschichten aller seiner Mitglieder auf unterschiedlichste Weise bestimmt.

Unsere Meinungen

Bewertungen (1)

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Der Kolibri
  • Produktbild: Der Kolibri
  • Produktbild: Der Kolibri
  • Produktbild: Der Kolibri
  • Produktbild: Der Kolibri
  • Produktbild: Der Kolibri
  • Produktbild: Der Kolibri