Produktbild: Der unsichtbare Roman
Band 24549

Der unsichtbare Roman

Aus der Reihe detebe
Gesprochen von
6
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Stefan Kaminsky

Spieldauer

7 Stunden und 5 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

24.02.2021

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

108

Verlag

Diogenes Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783257693768

Beschreibung

Rezension

»Der hat so einen Spaß am Formulieren, dieser Christoph Poschenrieder – einer der besten deutschen Schriftsteller zurzeit.«

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Stefan Kaminsky

Spieldauer

7 Stunden und 5 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

24.02.2021

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

108

Verlag

Diogenes Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783257693768

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  • Duchess of marvellous books

    5/5

    18.12.2019

    eBook (ePUB 3)

    Wer hat Schuld am Ersten Weltkrieg?

    Wer ist schuld am Ersten Weltkrieg? Im Jahr 1918 wird die Frage immer drängender. Da erhält der Bestsellerautor Gustav Meyrink in seiner Villa am Starnberger See ein Angebot vom Auswärtigen Amt, ob er – gegen gutes Honorar – bereit wäre, einen Roman zu schreiben, der den Freimaurern die Verantwortung für das Blutvergießen zuschiebt. Der ganz und gar unpatriotische Schriftsteller und Yogi kassiert den Vorschuss – und bringt sich damit in Teufels Küche.... Klingt nach Fiktion? Ja, das dachte ich am Anfang auch, aber der Roman von Christopher Poschenrieder aus dem Diongenes Verlag basiert auf wahren Begebenheiten. Den österreichischen Literaten Gustav Meyrink gab es wirklich und er bekam auch tatsächlich das Angebot vom Auswärtigen Amt. Diese Geschichte erzählt der Autor äußerst detailgenau, unterhaltsam und auf beeindruckend plastische, den Leser einnehmende Weise. Sie geht den Gründen nach, warum der Schriftsteller die Arbeit annahm und dann wieder verschmähte. Außerdem werden Einblicke in die damalige Politik gewährt und fundierte Geschichtskenntnisse rund um den Ersten Weltkrieg und die Entstehung der Räterepublik vermittelt. Atmosphärisch wird bei Poschenrieder Geschichte lebendig, ohne angestaubt zu wirken und animiert zur weiteren Recherche. Dabei besticht der Text, trotz des ernsten Themas, auch durch Humor, Saitiere, ironische Kommentare und funkelnden Pointen. Amüsant ist auch das Mitverfolgen des „Schreibprozesses“ und die Auflockerung durch die Notizen. Die Charaktere sind vielfältig, aufwändig ausgearbeitet und herrlich klischeelose, plastische Figuren. Auf wenigen Seiten wird eine komplexe in sich flüssige Romanhandlung ausgebreitet, die nie an Spannung verliert und den Leser in seinen Bann zieht. Die besondere Erzählweise – der Wechsel zwischen Ich-Perspektive und den sogenannten Recherchenotizen, vermittelt mehr Autensität. Dieser Roman ist ein unterschätztes Werk, das viel zu wenig besprochen wird. Es ist ein außergewöhnliches Kunstwerk der präzisen Formulierungskunst und stilistischer Eleganz. Er liefert einen authentischen Protagonisten und eine interessante sowie elektrisierende Geschichte. Klare Lese- und Weihnachtsgeschenkempfehlung.

  • kingofmusic

    aus Bielefeld

    5/5

    22.11.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fakten und Fiktion mit Sprachwitz

    Wer kennt sie nicht – die Übersetzungen von Charles Dickens´ Romanen wie „Bleak House“, „Oliver Twist“ – um nicht zu viel Fremdwerbung zu machen *g*. Diese Übersetzungen wurden von Gustav Meyrink (1868 – 1932), dem Autor von „Der Golem“ (seinem berühmtesten Werk) getätigt. Nun hat sich Christoph Poschenrieder in seinem neuesten Roman „Der unsichtbare Roman“ einem Kapitel in Meyrink´s Leben gewidmet, dass wohl nur den wenigsten von uns bekannt ist. So erhielt er nämlich 1917 vom Auswärtigen Amt in Berlin den Auftrag, einen Roman zu schreiben, der den Freimaurern die Schuld am Ersten Weltkrieg in die Schuhe schieben soll… Und hier kommt Poschenrieder ins Spiel :-). Mit „Der unsichtbare Roman“ kredenzt der Autor der geneigten Leserschaft mehrere Bücher/ Geschichten in einem. Der Aufbau erinnert mich ein wenig an „Der blinde Mörder“ von Margaret Atwood (ups, schon wieder Fremdwerbung *g*), wo auch nach und nach einzelne Schichten von Geschichten freigelegt werden, die sich nachher zu einem großen Ganzen verbinden. Alleine schon deshalb hat mir „Der unsichtbare Roman“ gut gefallen. Es gibt jedoch noch mehr, was diesen Roman zu einem (versteckten) Highlight macht. Da sind zum einen die einzelnen Teile des Komplettpakets, als da wären: - Die reale Story mit historisch verbürgten Daten und Fakten (selten habe ich sooft während des Lesens weiter- bzw. nachrecherchiert!) - Die autobiografisch anmutenden Ich-Abschnitte aus der Sicht von Gustav Meyrink (Mischung aus fiktiven und realen Bezügen) - Die (Original-)Recherchenotizen von Christoph Poschenrieder – dadurch wird „der Leser zum Komplizen des Autors“. (S. 268) - Das „Grande Finale“ – einfach großartig, wie Christoph Poschenrieder hier alles verbindet. Über allem schwebt aber die große Kunst Poschenrieders, mit Wortwitz und Wortspielereien dem im Grunde ernsten Thema eine (nicht sofort offensichtliche) leichte Note zu geben und so den Roman auch über die ein oder andere (verschmerzbare) Länge hinwegzuhelfen. Es ist also nicht alles Gold was glänzt im „unsichtbaren Roman“, aber wie heißt es sinngemäß in einem Abschnitt „Gold wird aus Dreck gemacht“. Darum vergebe ich auch gerne 5* und eine Leseempfehlung. ©kingofmusic

  • Circlestones Books Blog

    5/5

    16.11.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine interessante, spannende Geschichte um einen skurrilen Schreibauftrag

    „Meyrink fühlt sich erloschen. Der Docht nimmt keine Flamme an. Bis über die Knöchel steht er in abgebrannten Zündhölzern.“ (Zitat Seite 153) Inhalt Gustav Meyrink, der bekannte Autor des „Golem“, braucht dringend einen neuen erfolgreichen Roman, um seinen aufwändigen Lebensstil weiterhin finanzieren zu können. Demnächst wird er fünfzig Jahre alt und es fehlen ihm die Ideen für einen neuen Stoff. Als er 1917 vom Auswärtigen Amt in Berlin angefragt wird, ob er eine Auftragsarbeit schreiben will, stimmt er nach kurzem Überlegen zu. Allerdings muss der neue Roman beweisen, dass die Freimaurer am Ausbruch des Ersten Weltkriegs schuld sind. Hier beginnt das Problem für Meyrink, denn trotz der umfangreichen Unterlagen, die er aus Berlin erhält, hat er keine Idee, wie er dies umsetzen soll und er will dieses Buch auch nicht schreiben. Thema und Genre Dieser biografische Roman schildert eine spannende Episode im Leben des Schriftstellers Gustav Meyrink. Der Autor verknüpft gekonnt Fakten mit der Geschichte und Handlung, die er in seinem Buch erzählt. Charaktere Der Schriftsteller Gustav Meyrink, Mitglied in mehreren okkulten Geheimbünden, ist ein unpolitischer Mensch, obwohl er natürlich informiert ist und ein guter Beobachter. Er braucht das Honorar, das ihm von Berlin angeboten wird und geht eine Verpflichtung ein, als er den Vorschuss gegen sein besseres Wissen annimmt. Er kämpft mit dem eigenen Gewissen und dies führt zu einer Schreibblockade. Der Autor hält sich bei der Schilderung des Hauptprotagonisten an die bekannten biografischen Tatsachen, die er in die Problematik seines Romans einbaut. Handlung und Schreibstil Die Handlung erstreckt sich über einen kurzen Zeitraum 1917/1918, und wird durch Rückblenden ergänzt, welche vergangene Ereignisse im Leben Meyrinks schildern, sodass sich für den Leser aus dem Roman auch eine Biografie des Schriftstellers ergibt. Geschrieben in der personalen Erzählperspektive mit Fokus auf den Hauptprotagonisten Meyrink, wechseln die Erinnerungen in die Ich-Form. Ergänzt wird die Handlung durch sachliche Recherchenotizen, welche einzelne Fakten belegen. Der Roman mischt gekonnt Tatsachen mit Fiktion und als Leser fühlt man sich mitten in den Ereignissen, spürt die Zerrissenheit Meyrinks, aber auch seine humorvoll-kritische Art, das Leben, auch sein eigenes, zu sehen. Genial ist die Lösung, die der Autor als Meyrinks Idee für die Umsetzung dieses problematischen Auftrags anbietet. Poschenrieders Sprache ist großartig zu lesen, seine Beschreibungen treffen den Punkt, sie malen Bilder und sehen seine Hauptfigur Meyrink mit sachlichem Humor, dessen Zweifel auf Grund des eigenen Verhaltens werden intensiv und nachvollziehbar charakterisiert. Die Schilderung der Schreibblockade zum Beispiel ist Sprachperfektion und Lesegenuss. Fazit Ein biografischer Roman, in dessen Mittelpunkt das abwechslungsreiche Leben des Schriftstellers Gustav Meyrink steht und hier vor allem eine politische Auftragsarbeit, die er gegen Ende des Ersten Weltkriegs auf Grund von Geldsorgen angenommen hatte. Eine spannende, sprachlich großartige Mischung aus Fiktion und Fakten.

  • Buchstabenfestival

    5/5

    09.10.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Es lohnt sich immer einen Roman von Poschenrieder zu lesen

    Christoph Poschenrieders Bücher zu lesen, macht einfach Spaß, da sie gut geschrieben sind. Man fliegt durch die Seiten und die Geschichte wächst und wächst. Es ist immer ein Augenzwinkern dabei und dieser feine leise Humor schafft es, dass man selbst schwere Thema leichter erträgt. In diesem Buch erzählt er die Geschichte von Gustav Meyrink und der Diskussion, wer am ersten Weltkrieg Schuld war bzw. wem man diese Schuld zuschieben kann. Meyrink weiß zunächst nicht so richtig, was er von diesem Angebot, welches vom Auswärtigen Amt kam, halten soll. Doch das Honorar war einfach zu gut, um es nicht doch anzunehmen. Jedoch hat Meyrink seinen eigenen Widerwillen gegen diese Auftragsarbeit unterschätzt und vertrödelt seine Zeit, verprasst seinen Vorschuss und hält das Auswärtige Amt mit fadenscheinigen Antworten auf Abstand. Die Geschichte wird immer wieder mit Recherchenotizen und Archivbelegen von Christoph Poschrieder untermauert und weitererzählt. Über Meyrinks Vorgehen und seine Gedankengänge musste ich ab und an schmunzeln, wie er sich windet, um seinen Auftrag, den Freimaurern die Schuld zuzuschieben, nicht aufschreiben zu müssen. Denn bewiesen ist nichts und die Angst seinen Ruf zu schädigen ist groß. Es ist eine wahre Geschichte, die der Autor, in einen anschaulichen und unterhaltsamen Roman verpackt hat. Das Thema ist interessant und man erhält Einblicke in die damalige Politik und deren Vorgehen und Denkweise.

  • Birkatpet

    aus Wesseling

    4/5

    10.04.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr gute Dialoge, voller Wortwitz, eine runde Sache

    Mitten in einer Séance klopft es an Meyerink’s Türe, gerade als die Apothekerwitwe versucht herauszufinden, wo ihr Liebster den Pfandschein für den Schmuck versteckt hat. Wie so oft kommen die Apothekerrwitwe, ein Bankier, ein Fuhrunternehmer und ein Privatier bei dem Spiritisten Gustav Meyerink im ‘Haus zur letzten Laterne’ am Starnberger See zusammen um mit dem Jenseits Kontakt aufzunehmen,so auch an diesem Tag, was die Störung umso ärgerlicher macht. Vor Meyerink’s Türe steht ein Bote des Auswärtigen Amtes um ihm einen Brief zu überbringen und teilt ihm die Nachricht mit, er solle einen Roman schreiben und zwar darüber, wer am Ausbruch des andauernden Krieges die Schuld und Verantwortung trägt. Meyerink hat in der Vergangenheit bereits einige Romane und Geschichten veröffentlicht, alles phantastische Geschichten wie sein Bestseller ‘Der Golem’, die Realität ist ihm entweder zu langweilig oder zu grässlich, meist sowieso beides, weswegen er sich dieser als Schriftsteller nicht widmen mag. Außerdem, woher soll gerade er wissen, wer schuld ist am I. Weltkrieg? Viele Wahlmöglichkeiten hat der gute Gustav Meyerink aber nicht, denn zu Papier hat er seit langem nichts mehr gebracht und das Haushaltsbuch spiegelt dieses Desaster wider. Da hilft es auch nicht stundenlang Yogaübungen zu machen. Er muss den Roman also schreiben, denn das Geld wird dringend benötigt. Meyerink nimmt den Auftrag an, erhält einen ordentlichen Vorschuss, womit sein Lebensstil mit Automobil und Segelboot erstmal gesichert ist und beschließt den Freimaurern die schuld am Krieg zu geben. Ein Propagandaroman ist jedoch unvereinbar mit seiner subjektiven Schriftstellerehre und so bleiben die Seiten leer, seinem Bleistift entweicht kein Buchstabe und er beginnt den Auftraggeber geschickt hinzuhalten. Natürlich ist ihm bewusst, dass diese Hinhaltetaktik nicht ewig gut geht, denn am Ende zählen Ergebnisse und leere Blätter dürften nicht ausreichend. Hauptsächlich berichtet uns Gustav Meyerink als Ich-Erzähler, jedoch sind auch andere Meldungen enthalten, Recherchenotizen, die dem Roman eine gewisse Echtheit verleihen sollen, als hätte Meyerink diesen Roman tatsächlich verfassen sollen. Das Besondere an diesem Roman ist, dass der Autor Fiktion und Realität mischt, denn die Historie, Gustav Meyerink (geb. 19.01.1868 in Wien, gest. 04.01.1932 in Starnberg) und seinen Roman ‘Der Golem’ (1915) gibt bzw. gab es wirklich. Der Leser gerät in einen Strudel um das Dasein des Autors, seiner Geldsorgen, die Hürden und Stolperfallen in seinem Privatleben, die politischen Geschehnisse dieser Zeit in München (und weltweit) und vielem mehr. Durch die Vermischung von Fiktion und Tatsachen ist es ein geniales Verwirrspiel mit uns Lesern, welches ab ca. der Mitte einen wahren Sog entwickelt und irgendwann weiß man gar nicht mehr so recht, was erfunden und was wahr ist. Das Ende ist eine große Überraschung, die Dialoge wahnsinnig gut und voller Wortwitz, eine sehr runde Sache, unterhaltsam, besonders, amüsant und nicht alltäglich.

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Bewertungen (6)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Philipp Hagen

    Philipp Hagen

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

    Buchhändler*in

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    4/5

    27.03.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „Meyrink, schreiben sie mir einen Roman der die Schuldfrage des Kriegs klärt“.

    Der Autor Poschenrieder verknüpft in seiner Geschichte um den „ unsichtbaren Roman“ geschickt Fakten mit Fiktion. Meyrink ist sich nicht sicher ob er diesen Roman schreiben möchte und auch kann. Was wenn der Schuldige in den eigenen Reihen zu finden ist? Deutschland, Österreich oder waren es gar die Freimaurer, die Juden oder die Friseure? Meyrink ist Yogi, Ruderer, Okkultist ganz so wie es im passt. Der Autor Poschenrieder zeigt den Autor Meyrink als aufgeklärten Mann von Welt trotz seiner engstirnigen Ansichten. Der Roman wird mit „echter“ Korrespondenz aus dem Staatsarchiven zu „echtem“ Leben erweckt und trifft bei mir genau ins Schwarze. Ausgezeichnet fand ich die Idee des Autor mit Kurt Eisner & Erich Mühsam zwei verbriefte Personen in die Geschichte einzubauen um dadurch auch die politischen Verhältnisse 1917 im Kontext darzustellen. Bin ich bei Umberto Eco‘s Roman „ Friedhof in Prag“ noch über die Protokolle der Weisen gestrauchelt so fühle ich mich bei Poschenrieder gut aufgehoben und finde es am Schluss sehr bedauerlich das sich nicht mehr Seiten gefunden haben.

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