Produktbild: Der unsichtbare Roman
Band 24549

Der unsichtbare Roman

Aus der Reihe detebe
6

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

24.02.2021

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

17,7/11,1/1,8 cm

Gewicht

234 g

Farbe

Elfenbein / Dunkelbraun

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-24549-3

Beschreibung

Rezension

»Der hat so einen Spaß am Formulieren, dieser Christoph Poschenrieder - einer der besten deutschen Schriftsteller zurzeit.« Kristian Thees / SWR SWR

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

24.02.2021

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

17,7/11,1/1,8 cm

Gewicht

234 g

Farbe

Elfenbein / Dunkelbraun

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-24549-3

EU-Ansprechpartner

truepages UG (haftungsbeschränkt)
Westermühlstrasse 29
80469 München
DE
info@truepages.de

Herstelleradresse

Diogenes Verlag AG
Sprecherstrasse 8
8032 Zürich
CH
info@diogenes.ch

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Wer hat Schuld am Ersten Weltkrieg?

Duchess of marvellous books am 18.12.2019

Bewertungsnummer: 1275837

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Wer ist schuld am Ersten Weltkrieg? Im Jahr 1918 wird die Frage immer drängender. Da erhält der Bestsellerautor Gustav Meyrink in seiner Villa am Starnberger See ein Angebot vom Auswärtigen Amt, ob er – gegen gutes Honorar – bereit wäre, einen Roman zu schreiben, der den Freimaurern die Verantwortung für das Blutvergießen zuschiebt. Der ganz und gar unpatriotische Schriftsteller und Yogi kassiert den Vorschuss – und bringt sich damit in Teufels Küche.... Klingt nach Fiktion? Ja, das dachte ich am Anfang auch, aber der Roman von Christopher Poschenrieder aus dem Diongenes Verlag basiert auf wahren Begebenheiten. Den österreichischen Literaten Gustav Meyrink gab es wirklich und er bekam auch tatsächlich das Angebot vom Auswärtigen Amt. Diese Geschichte erzählt der Autor äußerst detailgenau, unterhaltsam und auf beeindruckend plastische, den Leser einnehmende Weise. Sie geht den Gründen nach, warum der Schriftsteller die Arbeit annahm und dann wieder verschmähte. Außerdem werden Einblicke in die damalige Politik gewährt und fundierte Geschichtskenntnisse rund um den Ersten Weltkrieg und die Entstehung der Räterepublik vermittelt. Atmosphärisch wird bei Poschenrieder Geschichte lebendig, ohne angestaubt zu wirken und animiert zur weiteren Recherche. Dabei besticht der Text, trotz des ernsten Themas, auch durch Humor, Saitiere, ironische Kommentare und funkelnden Pointen. Amüsant ist auch das Mitverfolgen des „Schreibprozesses“ und die Auflockerung durch die Notizen. Die Charaktere sind vielfältig, aufwändig ausgearbeitet und herrlich klischeelose, plastische Figuren. Auf wenigen Seiten wird eine komplexe in sich flüssige Romanhandlung ausgebreitet, die nie an Spannung verliert und den Leser in seinen Bann zieht. Die besondere Erzählweise – der Wechsel zwischen Ich-Perspektive und den sogenannten Recherchenotizen, vermittelt mehr Autensität. Dieser Roman ist ein unterschätztes Werk, das viel zu wenig besprochen wird. Es ist ein außergewöhnliches Kunstwerk der präzisen Formulierungskunst und stilistischer Eleganz. Er liefert einen authentischen Protagonisten und eine interessante sowie elektrisierende Geschichte. Klare Lese- und Weihnachtsgeschenkempfehlung.

Wer hat Schuld am Ersten Weltkrieg?

Duchess of marvellous books am 18.12.2019
Bewertungsnummer: 1275837
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Wer ist schuld am Ersten Weltkrieg? Im Jahr 1918 wird die Frage immer drängender. Da erhält der Bestsellerautor Gustav Meyrink in seiner Villa am Starnberger See ein Angebot vom Auswärtigen Amt, ob er – gegen gutes Honorar – bereit wäre, einen Roman zu schreiben, der den Freimaurern die Verantwortung für das Blutvergießen zuschiebt. Der ganz und gar unpatriotische Schriftsteller und Yogi kassiert den Vorschuss – und bringt sich damit in Teufels Küche.... Klingt nach Fiktion? Ja, das dachte ich am Anfang auch, aber der Roman von Christopher Poschenrieder aus dem Diongenes Verlag basiert auf wahren Begebenheiten. Den österreichischen Literaten Gustav Meyrink gab es wirklich und er bekam auch tatsächlich das Angebot vom Auswärtigen Amt. Diese Geschichte erzählt der Autor äußerst detailgenau, unterhaltsam und auf beeindruckend plastische, den Leser einnehmende Weise. Sie geht den Gründen nach, warum der Schriftsteller die Arbeit annahm und dann wieder verschmähte. Außerdem werden Einblicke in die damalige Politik gewährt und fundierte Geschichtskenntnisse rund um den Ersten Weltkrieg und die Entstehung der Räterepublik vermittelt. Atmosphärisch wird bei Poschenrieder Geschichte lebendig, ohne angestaubt zu wirken und animiert zur weiteren Recherche. Dabei besticht der Text, trotz des ernsten Themas, auch durch Humor, Saitiere, ironische Kommentare und funkelnden Pointen. Amüsant ist auch das Mitverfolgen des „Schreibprozesses“ und die Auflockerung durch die Notizen. Die Charaktere sind vielfältig, aufwändig ausgearbeitet und herrlich klischeelose, plastische Figuren. Auf wenigen Seiten wird eine komplexe in sich flüssige Romanhandlung ausgebreitet, die nie an Spannung verliert und den Leser in seinen Bann zieht. Die besondere Erzählweise – der Wechsel zwischen Ich-Perspektive und den sogenannten Recherchenotizen, vermittelt mehr Autensität. Dieser Roman ist ein unterschätztes Werk, das viel zu wenig besprochen wird. Es ist ein außergewöhnliches Kunstwerk der präzisen Formulierungskunst und stilistischer Eleganz. Er liefert einen authentischen Protagonisten und eine interessante sowie elektrisierende Geschichte. Klare Lese- und Weihnachtsgeschenkempfehlung.

Fakten und Fiktion mit Sprachwitz

kingofmusic aus Bielefeld am 22.11.2019

Bewertungsnummer: 1268832

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wer kennt sie nicht – die Übersetzungen von Charles Dickens´ Romanen wie „Bleak House“, „Oliver Twist“ – um nicht zu viel Fremdwerbung zu machen *g*. Diese Übersetzungen wurden von Gustav Meyrink (1868 – 1932), dem Autor von „Der Golem“ (seinem berühmtesten Werk) getätigt. Nun hat sich Christoph Poschenrieder in seinem neuesten Roman „Der unsichtbare Roman“ einem Kapitel in Meyrink´s Leben gewidmet, dass wohl nur den wenigsten von uns bekannt ist. So erhielt er nämlich 1917 vom Auswärtigen Amt in Berlin den Auftrag, einen Roman zu schreiben, der den Freimaurern die Schuld am Ersten Weltkrieg in die Schuhe schieben soll… Und hier kommt Poschenrieder ins Spiel :-). Mit „Der unsichtbare Roman“ kredenzt der Autor der geneigten Leserschaft mehrere Bücher/ Geschichten in einem. Der Aufbau erinnert mich ein wenig an „Der blinde Mörder“ von Margaret Atwood (ups, schon wieder Fremdwerbung *g*), wo auch nach und nach einzelne Schichten von Geschichten freigelegt werden, die sich nachher zu einem großen Ganzen verbinden. Alleine schon deshalb hat mir „Der unsichtbare Roman“ gut gefallen. Es gibt jedoch noch mehr, was diesen Roman zu einem (versteckten) Highlight macht. Da sind zum einen die einzelnen Teile des Komplettpakets, als da wären: - Die reale Story mit historisch verbürgten Daten und Fakten (selten habe ich sooft während des Lesens weiter- bzw. nachrecherchiert!) - Die autobiografisch anmutenden Ich-Abschnitte aus der Sicht von Gustav Meyrink (Mischung aus fiktiven und realen Bezügen) - Die (Original-)Recherchenotizen von Christoph Poschenrieder – dadurch wird „der Leser zum Komplizen des Autors“. (S. 268) - Das „Grande Finale“ – einfach großartig, wie Christoph Poschenrieder hier alles verbindet. Über allem schwebt aber die große Kunst Poschenrieders, mit Wortwitz und Wortspielereien dem im Grunde ernsten Thema eine (nicht sofort offensichtliche) leichte Note zu geben und so den Roman auch über die ein oder andere (verschmerzbare) Länge hinwegzuhelfen. Es ist also nicht alles Gold was glänzt im „unsichtbaren Roman“, aber wie heißt es sinngemäß in einem Abschnitt „Gold wird aus Dreck gemacht“. Darum vergebe ich auch gerne 5* und eine Leseempfehlung. ©kingofmusic

Fakten und Fiktion mit Sprachwitz

kingofmusic aus Bielefeld am 22.11.2019
Bewertungsnummer: 1268832
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wer kennt sie nicht – die Übersetzungen von Charles Dickens´ Romanen wie „Bleak House“, „Oliver Twist“ – um nicht zu viel Fremdwerbung zu machen *g*. Diese Übersetzungen wurden von Gustav Meyrink (1868 – 1932), dem Autor von „Der Golem“ (seinem berühmtesten Werk) getätigt. Nun hat sich Christoph Poschenrieder in seinem neuesten Roman „Der unsichtbare Roman“ einem Kapitel in Meyrink´s Leben gewidmet, dass wohl nur den wenigsten von uns bekannt ist. So erhielt er nämlich 1917 vom Auswärtigen Amt in Berlin den Auftrag, einen Roman zu schreiben, der den Freimaurern die Schuld am Ersten Weltkrieg in die Schuhe schieben soll… Und hier kommt Poschenrieder ins Spiel :-). Mit „Der unsichtbare Roman“ kredenzt der Autor der geneigten Leserschaft mehrere Bücher/ Geschichten in einem. Der Aufbau erinnert mich ein wenig an „Der blinde Mörder“ von Margaret Atwood (ups, schon wieder Fremdwerbung *g*), wo auch nach und nach einzelne Schichten von Geschichten freigelegt werden, die sich nachher zu einem großen Ganzen verbinden. Alleine schon deshalb hat mir „Der unsichtbare Roman“ gut gefallen. Es gibt jedoch noch mehr, was diesen Roman zu einem (versteckten) Highlight macht. Da sind zum einen die einzelnen Teile des Komplettpakets, als da wären: - Die reale Story mit historisch verbürgten Daten und Fakten (selten habe ich sooft während des Lesens weiter- bzw. nachrecherchiert!) - Die autobiografisch anmutenden Ich-Abschnitte aus der Sicht von Gustav Meyrink (Mischung aus fiktiven und realen Bezügen) - Die (Original-)Recherchenotizen von Christoph Poschenrieder – dadurch wird „der Leser zum Komplizen des Autors“. (S. 268) - Das „Grande Finale“ – einfach großartig, wie Christoph Poschenrieder hier alles verbindet. Über allem schwebt aber die große Kunst Poschenrieders, mit Wortwitz und Wortspielereien dem im Grunde ernsten Thema eine (nicht sofort offensichtliche) leichte Note zu geben und so den Roman auch über die ein oder andere (verschmerzbare) Länge hinwegzuhelfen. Es ist also nicht alles Gold was glänzt im „unsichtbaren Roman“, aber wie heißt es sinngemäß in einem Abschnitt „Gold wird aus Dreck gemacht“. Darum vergebe ich auch gerne 5* und eine Leseempfehlung. ©kingofmusic

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Der unsichtbare Roman

von Christoph Poschenrieder

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Philipp Hagen

Thalia Wien – Mariahilfer Straße

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4/5

„Meyrink, schreiben sie mir einen Roman der die Schuldfrage des Kriegs klärt“.

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Autor Poschenrieder verknüpft in seiner Geschichte um den „ unsichtbaren Roman“ geschickt Fakten mit Fiktion. Meyrink ist sich nicht sicher ob er diesen Roman schreiben möchte und auch kann. Was wenn der Schuldige in den eigenen Reihen zu finden ist? Deutschland, Österreich oder waren es gar die Freimaurer, die Juden oder die Friseure? Meyrink ist Yogi, Ruderer, Okkultist ganz so wie es im passt. Der Autor Poschenrieder zeigt den Autor Meyrink als aufgeklärten Mann von Welt trotz seiner engstirnigen Ansichten. Der Roman wird mit „echter“ Korrespondenz aus dem Staatsarchiven zu „echtem“ Leben erweckt und trifft bei mir genau ins Schwarze. Ausgezeichnet fand ich die Idee des Autor mit Kurt Eisner & Erich Mühsam zwei verbriefte Personen in die Geschichte einzubauen um dadurch auch die politischen Verhältnisse 1917 im Kontext darzustellen. Bin ich bei Umberto Eco‘s Roman „ Friedhof in Prag“ noch über die Protokolle der Weisen gestrauchelt so fühle ich mich bei Poschenrieder gut aufgehoben und finde es am Schluss sehr bedauerlich das sich nicht mehr Seiten gefunden haben.
  • Philipp Hagen
  • Buchhändler/-in

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4/5

„Meyrink, schreiben sie mir einen Roman der die Schuldfrage des Kriegs klärt“.

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Autor Poschenrieder verknüpft in seiner Geschichte um den „ unsichtbaren Roman“ geschickt Fakten mit Fiktion. Meyrink ist sich nicht sicher ob er diesen Roman schreiben möchte und auch kann. Was wenn der Schuldige in den eigenen Reihen zu finden ist? Deutschland, Österreich oder waren es gar die Freimaurer, die Juden oder die Friseure? Meyrink ist Yogi, Ruderer, Okkultist ganz so wie es im passt. Der Autor Poschenrieder zeigt den Autor Meyrink als aufgeklärten Mann von Welt trotz seiner engstirnigen Ansichten. Der Roman wird mit „echter“ Korrespondenz aus dem Staatsarchiven zu „echtem“ Leben erweckt und trifft bei mir genau ins Schwarze. Ausgezeichnet fand ich die Idee des Autor mit Kurt Eisner & Erich Mühsam zwei verbriefte Personen in die Geschichte einzubauen um dadurch auch die politischen Verhältnisse 1917 im Kontext darzustellen. Bin ich bei Umberto Eco‘s Roman „ Friedhof in Prag“ noch über die Protokolle der Weisen gestrauchelt so fühle ich mich bei Poschenrieder gut aufgehoben und finde es am Schluss sehr bedauerlich das sich nicht mehr Seiten gefunden haben.

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