In der Reihe »Klassiker in neuer Rechtschreibung« gibt Klara Neuhaus-Richter die 10.000 wichtigsten Bücher der Weltliteratur in der empfohlenen Schreibweise nach Duden heraus. Matteo Bandello: Romeo und Julia. Eine Novelle als Vorläufer von Shakespeares Tragödie 1554 erscheint die Geschichte des tragischen Liebespaares von Matteo Bandello. Wie er sich auf frühere Erzählungen ¿ etwa von Luigi da Porto und Masuccio Salernitano ¿ stützt, so greift William Shakespeare Motiv und Titel der Novelle von Bandello auf und macht Romeo und Julia in seiner Theaterversion zu einem der berühmtesten Liebespaare der Kulturgeschichte. »Romeo e Giulietta. La sfortunata morte di due infelicissimi amanti«, 1554, nach der 1524 von Luigi da Portos verfassten Novelle »Historia novellamente ritrovata di due nobili amanti«, die wiederum basiert auf eine 1476 veröffentliche Erzählung von Tommaso Guardati. Hier in der Übersetzung von Karl Simrock in »Die Quellen des Shakespeare in Novellen, Märchen und Sagen«, Bonn, A. Marcus, 1870. Neu herausgegeben von Klara Neuhaus-Richter, Berlin 2021. Umschlaggestaltung von Rainer Richter unter Verwendung einer Porträtzeichnung von Josefine Weinschrott. Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt. Henricus - Edition Deutsche Klassik GmbH Über den Autor: Um 1485 in Castelnuovo Scrivia im Piemont geboren führt Matteo Bandello ein langes und bewegtes Leben. Er ist Hausleher und Erzieher, zeitweise Soldat und Diplomat. Als der Freund des berühmten Niccolò Machiavelli 1525 in der Auseinandersetzung um Mailand sein Erbe verliert, flieht er nach Frankreich, wo ihn Henrich II. schließlich 1550 zum Bischof von Agen ernennt. Als Matteo Bandello 1561 in Agen stirbt, hinterlässt er über 200 Novellen, die sich zum Teil durch drastische und durchaus schlüpfrige Darstellungen auszeichnen.
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Ab ins Bett, der Sandmann kommt!
Eva Fl. aus Franken am 06.06.2026
Bewertungsnummer: 3160125
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Immer wieder abends kommt die Familie im Arbeitszimmer des Vaters zusammen, dort erzählt dieser dann spannende Geschichten. Nathanel liebt diese Abende, die auf einmal aufhören. Die Mutter begründet es mit dem geheimnisvollen Sandmann, von dem sie schaurige Geschichten erzählt. Tatsächlich erhält der Vater Besuch vom Anwalt Coppelius, so dass Nathanel annimmt, dass dieser wohl der Sandmann ist. Plötzlich passiert etwas sehr Schlimmes. Auch Jahre später, als Nathanael dann studiert, fühlt er sich vom Sandmann weiterhin verfolgt. Von Freunden wird dies aber als blühende Fantasie abgetan.
Tatsächlich kannte ich dieses Werk von E. T. A. Hoffmann bisher überhaupt nicht. (Mir war ja nicht einmal bekannt, dass E. T. A. für Ernst Theodor Amadeus Hoffmann steht.) Umso mehr war ich gespannt auf dieses Buch und die Umsetzung.
Die Bilder im Buch gefallen mir unheimlich gut. Dorota Wünsch bildet wunderbar ab, wie man sich den Anwalt Coppelius anhand der Schilderungen vorstellt. Mir gefällt die Art und Weise, wie sie malt wirklich gut. Es wird alles sehr anschaulich verdeutlicht, macht auch Spaß, die Bilder anzusehen.
Die Geschichte ist tatsächlich schon auch irgendwie krass, wenn man dann natürlich erfährt, dass sie in der Tradition der damaligen Schwarzen Romantik verfasst wurde, weiß man, woher der Stil kommt.
Inhaltlich ist es meiner Ansicht nach gut zu verstehen, natürlich sind es immer mal wieder für die damalige Zeit übliche Ausdrucksweisen. Mir hat das unheimlich gut gefallen, dass man auch hier zahlreiche Zitate übernommen hat, die man dann extra kursiv gesetzt hat (und außerdem dem modernen Deutsch angepasst hat), damit man diese gleich erkennt. Das macht es für mich wirklich authentisch.
Ansonsten finde ich die Nacherzählung von Anna Kindermann wirklich toll. Ob ich der Altersempfehlung, die bei einem Lesealter von acht Jahren liegt, selbst auch so berücksichtigen würde, weiß ich nicht. Es ist ja schon ein Stück weit harter Stoff. Ich denke, sowas muss jeder für sich selbst sehen.
In meinen Augen ist dieses Stück der Weltliteratur für Kinder wunderbar umgesetzt, so machen Klassiker absolut Spaß, wecken das Interesse.
Von mir gibt es hier 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung.
jugend ohne gott
lara am 21.12.2025
Bewertungsnummer: 2682647
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Jugend ohne Gott von Odön von Horvath ist ein unfassbar gut aber auch leicht verständlich geschriebenes Buch. Es zeigt die Machtausnutzung und genommene Freiheit des einzelnen im dritten Reich. Pflichtlektüre meiner Meinung nach,da man so leichte Vorurteile,die von den großen kommen,hervorsehen kann.
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