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  • Produktbild: Alles, was wir geben mussten
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Alles, was wir geben mussten Roman

19

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

5229

Einband

Taschenbuch

Book Tropes

Chosen One + weitere

Erscheinungsdatum

15.03.2021

Verlag

Blessing

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

20,9/13,9/3 cm

Gewicht

384 g

Farbe

Blau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Never Let Me Go

Übersetzt von

Barbara Schaden

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-89667-696-2

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

5229

Einband

Taschenbuch

Book Tropes

  • Chosen One
  • Academic Rivals
  • Coming of Age

Erscheinungsdatum

15.03.2021

Verlag

Blessing

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

20,9/13,9/3 cm

Gewicht

384 g

Farbe

Blau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Never Let Me Go

Übersetzt von

Barbara Schaden

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-89667-696-2

Herstelleradresse

Blessing Karl Verlag
Neumarkter Strasse 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • LiSa

    aus Stuttgart

    5/5

    19.10.2025

    Buch (Taschenbuch)

    In der Sachlichkeit liegt das Entsetzen

    In Kazuo Ishiguros Roman "Alles, was wir geben mussten" erzählt Kathy aus der Rückschau von ihrer Kindheit und Jugend gemeinsam mit ihren Freunden Ruth und Tommy in einer Einrichtung namens Hailsham bis zu ihrem erwachsenen Leben. Zuerst scheint es, als besuche Kathy ein gewöhnliches Internat, doch von Anfang an spürt man eine eigentümliche Spannung. Kathy schildert ihre Erlebnisse aus der Sicht eines jungen Mädchens, aber in der ruhigen, abgeklärten Sprache einer erwachsenen Frau, die sich erinnert. Diese doppelte Perspektive verleiht der Erzählung einen distanzierten Ton, der sowohl Vertrauen schafft als auch Unbehagen erzeugt: Würde man sich nicht emotionaler erinnern? Kathy spricht die Leserinnen und Leser immer wieder direkt an. Zu Beginn wirkt das harmlos, wenn Kathy etwa über harmlose Kindheitserinnerungen spricht und fragt, ob man selbst auch etwas gesammelt habe. Diese scheinbar vertraulichen Passagen schaffen Nähe, werden aber mit zunehmender Handlung immer befremdlicher, denn die Welt, von der erzählt wird, wirft immer mehr Irritationen auf. Diese leisen Andeutungen wecken früh den Verdacht, dass hinter der heilen Fassade etwas Dunkles steckt. Die Freunde bewegen sich ihr ganzes Leben in einem eher abgeschlossenen System, fern der normalen Welt, und versuchen, sich in diesem engen Rahmen kleine Freiräume zu bewahren. Freundschaften, Eifersucht, Liebe – all das wird zwar geschildert, aber immer mit einer kühlen Stimme. Man fühlt mit Kathy, aber man kann sich nicht völlig mit ihr identifizieren. Und so bleiben auch die Leser:innen fern von den Dreien. Kathys Gefühle erscheinen kontrolliert, ihre Erinnerungen geordnet. Lesende wünschen sich an der ein oder anderen Stelle ein bisschen mehr Abenteuer; man könnte sagen, dass einige Passagen einfach langweilig sind. Auch wenn sich für die Lesenden bereits im ersten Drittel das Ausmaß dessen erschließt, was Hailsham tatsächlich ist, reagiert die Erzählerin kaum emotional. Sie berichtet ruhig, beobachtend von ihren unaufgeregten Erinnerungen ihrer Jugend. In der Rückschau macht gerade diese nüchterne Erzählweise den Roman so eindringlich: Ishiguro verzichtet auf Empörung oder moralische Wertung, und doch wird gerade dadurch die Kritik an der dargestellten Welt deutlich.

  • AnnaLovesBooks23

    4/5

    25.09.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Eine ruhige, melancholische Geschichte über Menschlichkeit, Vergänglichkeit und die Frage, was ein Leben wertvoll macht. 4,5⭐️

    Erster Satz: „Ich heiße Kathy H. Ich bin einunddreißig Jahre alt und arbeite inzwischen seit über elf Jahren als Betreuerin.“ Mit diesem ersten Satz beginnt eine Geschichte, die mich zunächst vor allem durch ihre ruhige und besondere Erzählweise mitgenommen hat. Je weiter ich gelesen habe, desto mehr wurde mir aber klar, dass Alles, was wir geben mussten eigentlich von sehr viel mehr handelt als von Kathy, Ruth und Tommy. Wir begleiten Kathy in ihren Erinnerungen an Hailsham, an ihre Kindheit und an die Menschen, die ihr Leben geprägt haben. Vieles wird dabei nicht direkt erklärt. Stattdessen setzt sich die Geschichte Stück für Stück zusammen. Freundschaft, Eifersucht, Liebe, Hoffnung und all die kleinen Entscheidungen, die Menschen treffen, begleiten Kathy auf ihrem Weg. Und während man immer mehr über ihr Leben erfährt, wird gleichzeitig immer deutlicher, welches Schicksal auf ihr und den anderen liegt. Gerade diese ruhige Art des Erzählens hat mir gefallen. Das Buch lebt nicht von großen Wendungen oder Spannung, sondern von dem Gefühl, dass sich langsam etwas in einem festsetzt. Es gibt so viele Szenen, die auf den ersten Blick vielleicht unscheinbar wirken, die aber später eine ganz andere Bedeutung bekommen. Besonders beschäftigt hat mich die Parallele zwischen den Klonen und uns Menschen. Denn je mehr man über Kathy, Ruth und Tommy erfährt, desto weniger konnte ich sie als etwas anderes betrachten. Sie haben Erinnerungen. Sie lieben. Sie sind eifersüchtig. Sie hoffen. Sie streiten. Sie haben Angst und sie versuchen, ihrem Leben einen Sinn zu geben. Und genau darin liegt für mich einer der stärksten Gedanken des Buches: Was unterscheidet sie eigentlich von uns? Natürlich sind ihre Lebensumstände anders. Aber ihre Gefühle, ihre Beziehungen und ihre Sehnsucht nach einem erfüllten Leben wirken unglaublich menschlich. Und dadurch beginnt man irgendwann ganz automatisch, die Geschichte nicht mehr nur aus der Perspektive der Klone zu betrachten. Sie wird zu einer Geschichte über uns selbst. Über unsere Erinnerungen. Über das, was wir aus unserem Leben machen. Über die Dinge, an denen wir festhalten. Und auch darüber, wie wir mit der Tatsache umgehen, dass unser Leben irgendwann endet. Besonders schön fand ich dabei, dass das Buch nicht versucht, auf all diese Fragen eine einfache Antwort zu geben. Kathy blickt zurück und versucht, die Vergangenheit zu verstehen. Sie gibt den Ereignissen eine Bedeutung, setzt einzelne Erinnerungen zusammen und sucht nach Zusammenhängen. Für mich fühlte sich das wie ein riesiges Mosaik an. Mit jedem Kapitel kam ein weiterer Stein dazu und irgendwann erkennt man immer mehr das große Ganze. Das Nachwort hat mir noch einmal besonders viel gegeben. Ich mochte es wirklich sehr, weil es für mich den Blick auf das gesamte Buch noch einmal geschärft hat. Es macht deutlich, worauf es bei dieser Geschichte eigentlich ankommt. Nicht nur auf die Klone. Nicht nur auf ihr Schicksal. Sondern auf die Fragen dahinter: Was macht einen Menschen aus? Was bleibt von einem Leben? Warum brauchen wir Geschichten, Erinnerungen und Beziehungen? Und warum versuchen wir Menschen eigentlich immer, unserem Leben und unserem Ende einen Sinn zu geben? Genau das habe ich beim Lesen empfunden. Und deshalb hat mich das Nachwort so berührt. Es hat vieles, was während des Lesens eher unterschwellig bei mir angekommen ist, noch einmal zusammengeführt. Ich hatte dadurch das Gefühl, das Buch noch ein Stück besser zu verstehen. Trotzdem hatte die Geschichte für mich zwischendurch auch kleine Längen. Ishiguro erzählt sehr ruhig, teilweise extrem ausschweifend und mit vielen Rückblicken. Das hat grundsätzlich gut zu der Geschichte gepasst, hat es mir aber nicht immer leicht gemacht, aufmerksam zu bleiben. Es ist eines dieser Bücher, bei denen ich glaube, dass seine eigentliche Wirkung erst einsetzt, wenn man es beendet hat. Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr verstehe ich, warum mich bestimmte Szenen so beschäftigt haben. Alles, was wir geben mussten war für mich eine leise, melancholische und gleichzeitig unglaublich menschliche Geschichte. Eine Geschichte über Menschen, die wissen, dass ihr Leben begrenzt ist und damit letztlich über etwas, das uns alle betrifft. Und vielleicht ist genau das der Punkt, der bei mir am meisten hängen bleibt: Dass die Klone uns am Ende gar nicht so fremd sind, wie man zunächst denken könnte.

  • Bewertung

    4/5

    28.09.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Alles was wir geben mussten

    Mein erstes Buch von Kazuo Ishiguro. Eine gekonnt erzählte Geschichte bei der hinter der Banalität der Erlebnisse von Jugendlichen in einem Internat schon bald das nackte Grauen durchscheint. Die Erzählung bleibt strickte auf wenige Individuen beschränkt und verlässt nie die Lebenswelt der Jugendlichen bis jungen Erwachsenen. Diese Beschränkung irritiert, wirkt beengend und hinterlässt ein Gefühl der Ausweglosigkeit was dem Weg der Hauptfiguren entspricht. Ohne zu rebellieren oder ihr Schicksal in Frage zu stellen gehen sie ihren Weg bis zum Abschluss. Am Ende bleibt ein Frösteln und die Hoffnung, dass diese Dystopie nie wahr wird.

  • Shades.of.paper

    aus Deutsch Evern

    4/5

    05.08.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Entfaltet sich mit der Zeit

    Wie ernst das Thema, die Idee zu dem Roman und das Schicksal der drei Freunde in "Alles, was wir geben mussten" sind, habe ich erst während des Lesens so richtig begriffen. Anfangs empfand ich die Handlung noch als sehr unspektakulär - es werden Erlebnisse aus dem ganz normalen Leben eines Kindes erzählt, die eigentlich kaum Bedeutung zu haben scheinen. Doch immer wieder gibt es Momente, in denen man beim Lesen kurz stockt, misstrauisch wird. Ist das hier wirklich alles so unkompliziert, wie es scheint? Die Antwort: Nein, ist es nicht. Lasst euch nicht täuschen. Ab einem bestimmten Punkt in der Geschichte wird das Ausmaß der Grausamkeit seiner Welt überdeutlich. Ein Gedankenexperiment, das mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf geht - man könnte es vielleicht eine "Vergangenheitsdystopie" nennen, denn die Handlung trägt sich im späten 20. Jahrhundert zu. Was der Kern dieser Erzählung ist, möchte ich nicht verraten, denn am meisten Wirkung hat sie, denke ich, wenn man genau das nicht kommen sieht. Je länger ich über dieses Buch nachdenke, desto mehr wird mir bewusst, dass Kazuo Ishiguro hier wirklich meisterhaft gearbeitet hat. Eindringlich, erschreckend, herausfordernd. 4,5

  • www.susanne-eichholz.de

    aus Frankfurt

    3/5

    01.10.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Bis zum Schluss ist für mich…

    Bis zum Schluss ist für mich nicht greifbar geworden, ob das Clonen und das damit verbundene Überschreiten ethischer Grenzen das eigentliche Thema ist oder ob es um die Entwicklung des Mädchens Kathy geht, das trotz der freundschaftlichen Verbindungen zu Tommy und Ruth seinen eigenen Weg gehen muss. Besonders interessant werden dieses Buch diejenigen finden, die Dystopien etwas abgewinnen können.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (19)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Michaela Kletzander-Nassauer

    Michaela Kletzander-Nassauer

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

    Buchhändler*in

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    5/5

    09.04.2023

    eBook (ePUB)

    Herausfordernde Lektüre

    Ein Buch, das sich zu Anfang leicht liest - das gegen Ende, einen mit seiner Aussage konfrontiert und wenn man darüber redet, erst seine ganze Schrecklichkeit enthüllt. In dieser Parallel-Realität, begleitet man 3 Klone - Ruth, Kathy und Tommy, durch Ruths Augen. Sie wachsen behütet und intellektuell gefördert auf. In dieser Institution, die eigentlich eine Art Experiment ist, will anzeigen, dass Klone wie Menschen sind - Gefühle haben und eine Seele besitzen - doch wofür, wenn ihr einziger Lebenszweck ist, ihre Organe zu spenden und für die "normalen" Menschen zu sterben... Sie wachsen mit diesem Wissen auf, ihr Schicksal wird ihnen nicht verheimlicht... Doch fragt man sich, wie sie es so einfach annehmen können, warum sie den ureigenen Überlebensinstinkt des Menschen nicht besitzen....

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