Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut. Der Titel hat mich neugierig auf die Geschichte gemacht. Ich finde das Foto der Straße sehr passend zur Handlung.
Der Hauptcharakter dieser Geschichte ist Jens Schneider, Leiter der Mordkommission in Frankfurt. Er braucht eine Auszeit und verbringt seinen Urlaub in Südfrankreich in Cassis. Dort geschieht ein Verbrechen, eine junge Frau wird aus dem Wasser geborgen. Die örtliche Polizei geht von einem Selbstmord aus, doch Jens Schneiders Gespür sagt ihm etwas anderes und er glaubt an Mord. Er beginnt Fragen zu stellen, als eine weitere Leiche gefunden wird gerät plötzlich Jens Schneider ins Visier der Polizei und er wird verdächtigt. Er beginnt seine eigene Recherche unterstützt wird er dabei von Catherine, der Geschäftsführerin des Hotels, in dem er wohnt. Und dabei kommen die Beiden sich auch näher....
Der Schreibstil war gut und flüssig lesbar. Mir hat es gefallen, dass es in dieser Geschichte um den Ermittler ging, der selbst in einer Lebenskrise war, die inneren Monologe und Überlegungen fand ich interessant und nachvollziehbar. Die Ermittlungsarbeit hat mir auch gut gefallen, die Charakter waren sehr facettenreich und die Beschreibungen der Orte fand ich gut umgesetzt. Ein sehr spannender Krimi.
Bewertung
5/5
02.03.2021
Buch (Taschenbuch)
Mysteriöse Ereignisse
Klappentext:
Ein deutscher Kriminalkommissar, Jens Schneider aus Frankfurt, ist in der Lebenskrise. Sein Ziel: Erst einmal Urlaub machen, Abstand gewinnen. Der Roman beginnt vor seinem Urlaubshotel in Südfrankreich. Die Kleinstadt Cassis mit ihrer malerischen Hafenkulisse ist ein Sehnsuchtsort, der vor dem inneren Auge der Leserschaft entsteht. Doch auch im Urlaubsparadies holt ihn sein bisheriges Leben ein. Der Mord an einer jungen Kellnerin des Hotels eröffnet den Spannungsbogen mit einer Kette mysteriöser Ereignisse. Als der Kommissar wenig später das Opfer eines zweiten Mordes tot auffindet, wird er endgültig in das schicksalhafte Geschehen verwickelt. Er gerät selbst in Verdacht und wird irrtümlich in Marseille inhaftiert.
Fazit:
Was soll ich zu diesem Buch sagen? Die Meinungen gehen sehr weit auseinander, wie ich inzwischen lesen konnte.
Ich habe einen Krimi erwartet, der mich fesseln kann. Doch was macht einen Krimi aus? Ich bin sicher, es gibt viele gute Bücher die in dieses Genre fallen, ohne mit Blutvergießen und unnötiger Action zu glänzen. Später dazu mehr.
Dieser Roman wurde in der Ich-Form geschrieben und ich konnte mich dem Kommissar schnell annähern und seine Gedanken und Gefühle nachvollziehen, auch wenn ich mich erst an den eher nüchternen Schreibstil gewöhnen musste. Doch nach den ersten Seiten fiel mir das Lesen immer leichter und ich konnte in die Handlung abtauchen.
Jens Schneider will in Südfrankreich einen Urlaub verbringen, um endlich Abstand von seinem stressigen Leben zu gewinnen und vielleicht auch die weichen für seine Zukunft neu zu stellen. Doch schneller als ihm lieb ist wird er in einen mysteriösen Todesfall verstrickt und kann nicht aus der Haut des Ermittlers. Durch die Ermittlungen tritt Jens so manchen bösen Gesellen auf die Füße und wird selbst zur Zielscheibe. Ob es seinen Hals aus der Schlinge ziehen kann?
Die Ermittlungen beschäftigen Jens ziemlich intensiv, doch da gibt es auch eine Frau, die ihm so manchen kummervollen Gedanken beschert, da er sehr intensiv überlegt, ob er überhaupt bereit für eine neue Liebe ist. Um Herr über seine Gedanken und Gefühle zu werden, führt Jens Tagebuch und ich konnte daran teilhaben und miterleben, welche Hürden Jens überwinden musste. Ob er ein neues Glück finden kann?
Die Frau um die es geht ist die Hotelangestellte Catherine, mit der ich anfangs nicht recht warm werden konnte. Will sie tatsächlich das Herz von Jens gewinnen, oder ihn nur vor ihren Karren spannen und ausnutzen? An dieser Frage zeigt sich schon, wo ich Catherine einordnete und ich werde die Frage an dieser Stelle nicht beantworten, da ich sonst zu viel verrate.
Die Spannung wird langsam und stetig gesteigert und führte ab einem gewissen Punkt dazu, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Es brodeln viele Geheimnisse unter der Oberfläche dieser schönen Region und Jens beißt sich hier und da schon ordentlich die Zähne aus. Ich hatte genügend Spielraum für meine eigenen Gedanken und konnte die Täter nach und nach einkreisen. Doch ob ich auf der richtigen Fährte war? So manche Wendung und Überraschung brachte mich aus dem Konzept und ich musste feststellen, dass ich vom Autor aufs Glatteis geführt wurde. Für mich blieb dadurch die Lösung lange im Nebel verborgen.
Mich konnte die Mischung der Geschichte überzeugen und wer sich intensiv auf den Roman einlässt, wird dies eventuell ähnlich sehen. Zusätzlich zu den Ermittlungen werden Fragen zum Leben aufgeworfen, die sich die Leserschaft auf jeden Fall selbst beantworten muss. Dadurch wird die Handlung tiefgründiger als erwartet.
Ich durfte einen außergewöhnlichen Krimi lesen, der mich mit authentischen Figuren und Urlaubsgefühlen überzeugen konnte. Von mir eine Empfehlung an Leser, die mal einen etwas anderen Krimi lesen wollen.
Christine Kruse
aus Hannover
5/5
21.01.2021
Buch (Taschenbuch)
Toller Krimi in malerischer Kulisse
Ein Sommer in Cassis von Peter Berg
Was macht ein Kriminalkommissar, wenn er seinen wohlverdienten Urlaub antritt? Bestimmt alles, außer an die Auflösung eines Falles denken. Ganz anders der Frankfurter Kommissar Jens Schneider. Der Leiter der Mordkommission benötigt dringend eine Auszeit und reist in die traumhafte Urlaubskulisse in Südfrankreich. Doch aus der ersehnten Ruhe wird nichts, denn Schneider wird unfreiwillig in einen Kriminalfall verwickelt. Schnell erwacht sein Ermittlerherz und er beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Doch dann steht er plötzlich selbst als Verdächtiger da.
Als ich dieses Buch von meiner Mutter geschenkt bekam, freute ich mich auf einen Krimi, die ich immer sehr gerne lese. Doch beim Lesen stellte ich schnell fest, dass für mich nicht nur die Aufklärung, sondern auch die Kulisse der Protagonisten im Vordergrund waren. Dies weckte Erinnerungen an einen lange zurückliegenden Urlaub. Und wenn ich schon nicht selber in den Urlaub darf, dann doch wenigstens in der Fantasie. So war sicherlich auch die Idee des Autors.
Als ich meine Leseempfehlung speichern wollte, fiel mir eine andere in Auge, die im Grunde genommen vor 5 Sterne Rezensionen „warnt“, da dies Buch nicht ihren Geschmack getroffen hat.
Ich gebe gerne 5 Sterne, wenn mir ganz persönlich das Buch gefallen hat und ich eine angenehme Zeit hatte. In Büchern, die vor Schreibfehlern strotzen oder Handlungen kunterbunt gemischt sind, ziehe ich auch mal ein, zwei Sterne ab. Aber nur aus Geschmacksfragen, für die kein Autor etwas kann, würde ich keinen Abzug geben. Wozu auch, denn Geschmäcker sind verschieden.
Mir hat in diesem Buch die Mischung gefallen. Die Art, wie Schneider vom Urlaubs- zu Ermittlermodus gewechselt hat ist sehr gelungen und ich fand Schneider sympathisch. Ein grundsolider Krimi, authentische Figuren und ein bisschen Urlaubsträumerei. Ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen.
Bewertung
aus Schöppenstedt
5/5
15.12.2020
Buch (Taschenbuch)
Ein Urlaub mit Überraschungen
Jens Schneider, Leiter der Mordkommission in Frankfurt, entschließt sich endlich, mal zwei Wochen Urlaub in Südfrankreich zu verbringen. Er ist ausgelaugt und möchte nur Erholung. Doch schon am ersten Tag gibt es zwei Leichen in dem kleinen Urlaubsort.. Die Polizei schließt beide Fälle mit Selbstmord ab. Jens Schneider, dem die Ermittlungsarbeit der dortigen Polizei nicht akribisch genug ist und große Zweifel an dem Ergebnis hat, beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei gerät er nicht nur einmal in große Schwierigkeiten.
Der Roman ist in der Ich-Form geschrieben. Ich konnte mich sofort mit dem Polizisten identifizieren. Sein Wunsch nach Erholung, aber auch seine Sensibilität für Gerechtigkeit werden sehr ausdrucksvoll beschrieben. Manchmal macht er einen unbeholfenen Eindruck, aber nicht alle Menschen sind in allem perfekt. Die Schreibweise ist sehr angenehm. Im Verlauf des Romans zieht die Spannung an. Nach und nach kann der Leser die Abläufe erkennen und sich selbst ein Bild von den Abläufen machen.
Jens Schneider jagt aber nicht nur dem Verbrechen hinterher sondern auch der Liebe. Sollte es dem schon lange Zeit als Single lebenden Mann nochmal vergönnt sein, ein neues Glück gefunden zu haben?
Ich kann den Roman bestens weiter empfehlen. Voraussetzung ist aber auch, dass man ihn nicht nur überfliegt, sondern sich auf die Personen einlässt. Dann fühlt man sich mitten unter ihnen und kann den Roman erleben.
Die Geschichte von Jens Schneider finde ich rundherum sehr gut gelungen. Ich empfinde diesen Roman wie einen Film, der mir extrem gut gefallen hat und über den ich noch lange nachdenken werde. So, wie wenn man aus einem Konzert oder einer Theatervorstellung kommt und lächelnd nach Hause fährt und auch die nächsten Tage immer noch im Bann der Vorstellung ist. Der Film ist zu Ende, aber ich genieße ihn auch weiterhin.
Bewertung
aus Saarburg
5/5
09.12.2020
Buch (Taschenbuch)
Als Urlaubslektüre ganz ok
Als Urlaubslektüre, wenn man sich zum Beispiel gerade in Cassis oder in Südfrankreich aufhält, ist der Kriminalroman "Ein Sommer in Cassis" von Peter Berg ganz nett. Dann kann man sich ganz auf den Ort einlassen und achtet weniger auf andere Details.
Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben. Für einen Kriminalroman etwas besonders, letztlich habe ich mir davon mehr erhofft. Es blieb aber spannungstechnisch eher auf der Mittellinie. Die Spannung wird am Ende nicht richtig aufgebaut, was das Buch dann doch recht langatmig werden lässt. Am Ende war ich enttäuscht, da meine Leseerwartung nicht erfüllt wurde.
Liebesroman vermischt sich mit Kriminalroman, dazu einige andere doch eher überspitzt wirkende Dinge, teils aus der typischen männlichen Gedankenwelt, damit kann ich als Frau nicht allzuviel anfangen. Ich lese eigentlich gerne Krimis, in dieser Form konnte ich mich mit dem Buch einfach nicht anfreunden. Dabei dachte ich, dass es in der südfranzösischen Kulisse doch sicher ganz interessant werden könnte. Die Leseprobe hatte mir auch Hoffnung auf mehr gemacht, unterm Strich kann ich leider nur eine mittelmäßige Bewertung abgeben.
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