Gutscheinbedingungen

**Gültig bis 24.06.2026 auf tolino vision color (4016621130183, 4016621131456) online auf thalia.at, in der Thalia App und in allen Thalia Buchhandlungen in Österreich. In den Buchhandlungen nur gültig auf lagernde Ware. Pro Einkauf einmal einlösbar. Nur gültig gegen Vorlage oder im Onlineshop hinterlegter Bonuscard. Infos zur Einlösung in der Buchhandlung sind auf der Bonuscard-Vorteilspreisseite zu finden. Click & Collect nur bei Onlinevorabzahlung möglich. Keine Einlösung bei Scan & Go-Bezahlung. Keine Barauszahlung. Nicht kombinierbar mit anderen Aktionen und Gutscheinen. Nicht gültig für Geschenkkarten, Versandkosten und Services. Nur solange der Vorrat reicht.

Produktbild: Denn für dieses Leben ist der Mensch nicht schlau genug

Denn für dieses Leben ist der Mensch nicht schlau genug Erinnerungen

0

14,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Nein, App installieren Ja, App öffnen

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

13.10.2020

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

384 (Printausgabe)

Dateigröße

5698 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783644005327

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

13.10.2020

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

384 (Printausgabe)

Dateigröße

5698 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783644005327

Kundinnen und Kunden meinen

0 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel

Helfen Sie anderen Kund*innen durch Ihre Meinung

Kundinnen und Kunden meinen

0 Bewertungen filtern

Meinung aus der Buchhandlung

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Ralf Rother

Thalia Wien – Mariahilfer Straße

Zum Portrait

5/5

Spannend, aufschlussreich und unterhaltsam

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Helmut Lethen war von Oktober 2007 bis Februar 2016 der leitende Direktor des Internationalen Forschungszentrums Kulturwissenschaften in Wien. Im Rahmen seiner Amtszeit thematisierte das Institut den Forschungsschwerpunkt "Kulturen der Evidenz". Ich muss zugeben, dass ich damals nie verstand, was damit gemeint war. Wie sollte irgendetwas unvermittelt einleuchten bzw. gegeben oder gewiß sein? Jetzt, im Zuge der Lektüre von Helmut Lethens Autobiografie verstehe ich zumindest, worum es ihm ging. In seinem Buch hält er zwei signifikante Ereignisse fest, die er meinem Eindruck nach mit dem verbindet, was in den Medienwissenschaften als Evidenz bezeichnet wird. Das erste Ereignis war die Wehrmachtsausstellung in ihrer ersten Fassung, die die Verbrechen der Wehrmacht zwischen 1941-1944 in einer Fotosammlung zeigte. Sie hatte starke ihre Wirkung, auch wenn sie überarbeitet werden musste. Das zweite Ereignis war der Terroranschlag und die Zerstörung des World Trade Centers am 11. September 2001. Beide Ereignisse erlangten, so Lethens Hypothese, ihre unmittelbare Evidenz als Medienereignis. Dass er seine Probleme mit all dem hatte, was er mit der Macht des Diskurses verband, schwingt durch die ganze Autobiografie: Das sind die politischen Zustände der Nachkriegzeit, das Sektiererische der maoistischen, leninistischen und trotzkistischen zumeist studentischen Gruppen, das Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und die an eine Sprache bzw. an Diskurse bzw. an ein "close reading" orientierte Philosophie (Adorno, Foucault, Kittler, Derrida, Hamacher usw.). Bekanntheit erlangte Helmut Lethen wiederum durch zwei andere Ereignisse: einerseits mit seiner Publikation "Verhaltenslehre der Kälte. Lebensversuche zwischen den Kriegen" und andererseits mit der Ehe mit Caroline Sommerfeld-Lethen, die sich im Umfeld der Identitären Bewegung aufhält. Die Autobiografie von Helmut Lethen ist spannend und sehr unterhaltsam geschrieben. Bei weitem ist sie kein akademisches Buch und vertritt keine theoretische These. Ab und zu ließ sie mich an Rousseaus Biografie denken, der auch keine Verfehlung ausließ, um sie zu notieren. Vor allem erhalten viele Persönlichkeiten der deutschsprachigen Geisteswissenschaften zwischen diesen Buchdeckeln ihren Auftritt. Ebenso schildert das Buch eindringlich die Situation und das Klima in der Nachkriegszeit. Die Schulen und Universitäten, das öffentliche Leben wurde noch weitgehend von den Nationalsozialisten in ihren Nachkriegsberufen geprägt. Der Feminismus und die Rechte der Frauen musste erst noch erfunden werden. Viele Länder führten noch Kriege in ihre Kolonien. Die junge Kriegs- und Nachkriegsgeneration versuchte sich ihrer NS-Elterngeneration zu widersetzen, indem sie sich in linksradikales Sektierertum auflöste. Beim Lesen von Lethens Autobiografie fühlte ich mich seltsamerweise oftmals an mein eigenes Leben erinnert, obwohl ich etwa eine Generation jünger bin. Seine "Zeitgenossen" waren mein Lehrpersonal, politisch wie philosophisch. Da waren sie wieder: Kamper, Taubes, Theweleit, Weber, Mennighaus, Derrida, Hamacher u.a.
  • Ralf Rother
  • Buchhändler/-in

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

5/5

Spannend, aufschlussreich und unterhaltsam

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Helmut Lethen war von Oktober 2007 bis Februar 2016 der leitende Direktor des Internationalen Forschungszentrums Kulturwissenschaften in Wien. Im Rahmen seiner Amtszeit thematisierte das Institut den Forschungsschwerpunkt "Kulturen der Evidenz". Ich muss zugeben, dass ich damals nie verstand, was damit gemeint war. Wie sollte irgendetwas unvermittelt einleuchten bzw. gegeben oder gewiß sein? Jetzt, im Zuge der Lektüre von Helmut Lethens Autobiografie verstehe ich zumindest, worum es ihm ging. In seinem Buch hält er zwei signifikante Ereignisse fest, die er meinem Eindruck nach mit dem verbindet, was in den Medienwissenschaften als Evidenz bezeichnet wird. Das erste Ereignis war die Wehrmachtsausstellung in ihrer ersten Fassung, die die Verbrechen der Wehrmacht zwischen 1941-1944 in einer Fotosammlung zeigte. Sie hatte starke ihre Wirkung, auch wenn sie überarbeitet werden musste. Das zweite Ereignis war der Terroranschlag und die Zerstörung des World Trade Centers am 11. September 2001. Beide Ereignisse erlangten, so Lethens Hypothese, ihre unmittelbare Evidenz als Medienereignis. Dass er seine Probleme mit all dem hatte, was er mit der Macht des Diskurses verband, schwingt durch die ganze Autobiografie: Das sind die politischen Zustände der Nachkriegzeit, das Sektiererische der maoistischen, leninistischen und trotzkistischen zumeist studentischen Gruppen, das Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und die an eine Sprache bzw. an Diskurse bzw. an ein "close reading" orientierte Philosophie (Adorno, Foucault, Kittler, Derrida, Hamacher usw.). Bekanntheit erlangte Helmut Lethen wiederum durch zwei andere Ereignisse: einerseits mit seiner Publikation "Verhaltenslehre der Kälte. Lebensversuche zwischen den Kriegen" und andererseits mit der Ehe mit Caroline Sommerfeld-Lethen, die sich im Umfeld der Identitären Bewegung aufhält. Die Autobiografie von Helmut Lethen ist spannend und sehr unterhaltsam geschrieben. Bei weitem ist sie kein akademisches Buch und vertritt keine theoretische These. Ab und zu ließ sie mich an Rousseaus Biografie denken, der auch keine Verfehlung ausließ, um sie zu notieren. Vor allem erhalten viele Persönlichkeiten der deutschsprachigen Geisteswissenschaften zwischen diesen Buchdeckeln ihren Auftritt. Ebenso schildert das Buch eindringlich die Situation und das Klima in der Nachkriegszeit. Die Schulen und Universitäten, das öffentliche Leben wurde noch weitgehend von den Nationalsozialisten in ihren Nachkriegsberufen geprägt. Der Feminismus und die Rechte der Frauen musste erst noch erfunden werden. Viele Länder führten noch Kriege in ihre Kolonien. Die junge Kriegs- und Nachkriegsgeneration versuchte sich ihrer NS-Elterngeneration zu widersetzen, indem sie sich in linksradikales Sektierertum auflöste. Beim Lesen von Lethens Autobiografie fühlte ich mich seltsamerweise oftmals an mein eigenes Leben erinnert, obwohl ich etwa eine Generation jünger bin. Seine "Zeitgenossen" waren mein Lehrpersonal, politisch wie philosophisch. Da waren sie wieder: Kamper, Taubes, Theweleit, Weber, Mennighaus, Derrida, Hamacher u.a.

Meinung aus der Buchhandlung

Denn für dieses Leben ist der Mensch nicht schlau genug

von Helmut Lethen

0 Rezensionen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Denn für dieses Leben ist der Mensch nicht schlau genug