Rezension
»›Perlen und schwarze Tränen‹ ist einer der drei großen, auch formal herausragenden Romane der österreichischen Exilliteratur.« (Evelyne Polt-Heinzl)
»Das London Fleschs kann leicht mithalten mit Döblins Berlin, Doderers Wien oder Joyces Dublin.« – Wolfgang Straub, Ö1/Ex libris
»Ein – versteckter – Höhepunkt der Exilliteratur, mit Autobiografischem angereichert« – Peter Pisa, Kurier
»Traumhafte Visionen wechseln sich mit Erinnerungen ab und geben den Blick frei auf das zwiegespaltene Seelenleben des Protagonisten, der im Übrigen viel mit dem Autor gemeinsam hat. Schön, dass die Edition Atelier den Roman neu aufgelegt hat und uns an John Trucks fieberhaften Gedankenrausch teilhaben lässt.« – 24symbols
»Der Roman beschreibt London im Krieg und die Situation der Emigranten überaus beeindruckend und ist sicherlich ein einmaliges Zeitdokument. Darüber hinaus ist er aufgrund seiner komplexen Komposition und seiner Sprache, der man den geborenen Expressionisten anmerkt, ein Werk, das es verdienen würde, in den Kanon österreichischer Literatur der Nachkriegszeit aufgenommen zu werden.« – Bernhard Preiser, Bücherschau
»… ein authentisch wirkender Blick auf die vom Krieg versehrte Kapitale Großbritanniens, in der Ausgebombte in U-Bahn-Schächten hausen und vomallgegenwärtigen Nebel durchzogene Hausruinen die Atmosphäre prägen. Was Perlen und schwarze Tränen von anderen Exilromanen abhebt, ist die besondere Stilistik. Das bezieht sich nicht nur die sehr lebendige Sprache voller Personifikationen, Metaphern und Vergleiche, sondern vor allem auf die überbordende Imagination der Hauptfigur.« – Ingo Gatzer, Ultimo
»… eine wahre Geisterbahnfahrt durch das von deutschen Bomben- und Raketenangriffen schwer getroffene London. Undurchdringlicher Nebel, herumirrende Gestalten, Notquartiere von Ausgebombten in U-Bahnschächten kennzeichnen eine gespenstische Szenerie, die geradezu filmisch beschrieben wird. Doch was die Hauptfigur, der Exil-Schriftsteller ›Johnny Truck auch Hans Flesch genannt‹, erlebt, nimmt immer bizarrere Formen an und orientiert sich an einem Grundgefühl der Devastiertheit und des Ausgesetzt-Seins und nicht an realistischen Orts- und Zeit-Bezügen.« – Wolfgang Huber-Lang, APA
»Hans Flesch-Brunningen hatte in Paris einst James Joyce kennengelernt. Vieles in diesem wunderbaren Roman erinnert an dessen Meisterwerk Ulysses. So durchzieht die Erlebte Rede den Erzählfluss: Der Leser sieht die zerbombte Metropole durch die Augen des ziellosen John Truck.« – Rolf Hürzeler, Kulturtipp Konsumenteninfo AG
»Das von Evelyne Polt-Heinzl im Vorwort als ›einer der drei großen, auch formal herausragenden Romane der österreichischen Exilliteratur‹ klassifizierte Buch erfasst auf sprachlich großartige Weise, mit düster visionärer Kraft und scharfem Blick die menschliche Fähigkeit zum Bösen, die im Ereignis Krieg eskaliert.« – Bernadette Conrad, Wiener Zeitung
»Eine Phantasmagorie und ein fantastischer Roman! Der Satz ohne jeden Schnickschnack, das Lesebändchen obligat, der Titel von Jorghi Poll selbst illustriert: Wie alle Bücher der Edition Atelier schön gestaltet und auf höchstem handwerklichem Niveau gemacht.« – Michael Omasta, Falter