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Perlen und schwarze Tränen

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

03.09.2020

Herausgeber

Evelyne Polt-Heinzl

Verlag

Edition Atelier

Seitenzahl

328

Maße (B/H)

12,5/20,5 cm

Gewicht

494 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-99065-038-7

Beschreibung

Rezension

»›Perlen und schwarze Tränen‹ ist einer der drei großen, auch formal herausragenden Romane der österreichischen Exilliteratur.« (Evelyne Polt-Heinzl)
»Das London Fleschs kann leicht mithalten mit Döblins Berlin, Doderers Wien oder Joyces Dublin.« – Wolfgang Straub, Ö1/Ex libris
»Ein – versteckter – Höhepunkt der Exilliteratur, mit Autobiografischem angereichert« – Peter Pisa, Kurier
»Traumhafte Visionen wechseln sich mit Erinnerungen ab und geben den Blick frei auf das zwiegespaltene Seelenleben des Protagonisten, der im Übrigen viel mit dem Autor gemeinsam hat. Schön, dass die Edition Atelier den Roman neu aufgelegt hat und uns an John Trucks fieberhaften Gedankenrausch teilhaben lässt.« – 24symbols
»Der Roman beschreibt London im Krieg und die Situation der Emigranten überaus beeindruckend und ist sicherlich ein einmaliges Zeitdokument. Darüber hinaus ist er aufgrund seiner komplexen Komposition und seiner Sprache, der man den geborenen Expressionisten anmerkt, ein Werk, das es verdienen würde, in den Kanon österreichischer Literatur der Nachkriegszeit aufgenommen zu werden.« – Bernhard Preiser, Bücherschau
»… ein authentisch wirkender Blick auf die vom Krieg versehrte Kapitale Großbritanniens, in der Ausgebombte in U-Bahn-Schächten hausen und vomallgegenwärtigen Nebel durchzogene Hausruinen die Atmosphäre prägen. Was Perlen und schwarze Tränen von anderen Exilromanen abhebt, ist die besondere Stilistik. Das bezieht sich nicht nur die sehr lebendige Sprache voller Personifikationen, Metaphern und Vergleiche, sondern vor allem auf die überbordende Imagination der Hauptfigur.« – Ingo Gatzer, Ultimo
»… eine wahre Geisterbahnfahrt durch das von deutschen Bomben- und Raketenangriffen schwer getroffene London. Undurchdringlicher Nebel, herumirrende Gestalten, Notquartiere von Ausgebombten in U-Bahnschächten kennzeichnen eine gespenstische Szenerie, die geradezu filmisch beschrieben wird. Doch was die Hauptfigur, der Exil-Schriftsteller ›Johnny Truck auch Hans Flesch genannt‹, erlebt, nimmt immer bizarrere Formen an und orientiert sich an einem Grundgefühl der Devastiertheit und des Ausgesetzt-Seins und nicht an realistischen Orts- und Zeit-Bezügen.« – Wolfgang Huber-Lang, APA
»Hans Flesch-Brunningen hatte in Paris einst James Joyce kennengelernt. Vieles in diesem wunderbaren Roman erinnert an dessen Meisterwerk Ulysses. So durchzieht die Erlebte Rede den Erzählfluss: Der Leser sieht die zerbombte Metropole durch die Augen des ziellosen John Truck.« – Rolf Hürzeler, Kulturtipp Konsumenteninfo AG
»Das von Evelyne Polt-Heinzl im Vorwort als ›einer der drei großen, auch formal herausragenden Romane der österreichischen Exilliteratur‹ klassifizierte Buch erfasst auf sprachlich großartige Weise, mit düster visionärer Kraft und scharfem Blick die menschliche Fähigkeit zum Bösen, die im Ereignis Krieg eskaliert.« – Bernadette Conrad, Wiener Zeitung
»Eine Phantasmagorie und ein fantastischer Roman! Der Satz ohne jeden Schnickschnack, das Lesebändchen obligat, der Titel von Jorghi Poll selbst illustriert: Wie alle Bücher der Edition Atelier schön gestaltet und auf höchstem handwerklichem Niveau gemacht.« – Michael Omasta, Falter

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

03.09.2020

Herausgeber

Evelyne Polt-Heinzl

Verlag

Edition Atelier

Seitenzahl

328

Maße (B/H)

12,5/20,5 cm

Gewicht

494 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-99065-038-7

Herstelleradresse

Literaturverlag Poll GmbH
Nußdorfer Straße 62/2|1090|Wien|AT
office@editionatelier.at

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    Ralf Rother

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

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    5/5

    15.02.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine expressionistische Entdeckung

    Alljährlich überraschen die Verlage mit ihren Neuerscheinungen und bieten zuweilen über lange Jahren Verschüttetes an. Der Wiener Verlag Edition Atelier hat nun so kleine Entdeckung vorgelegt und publizierte das Buch „Perlen und schwarze Tränen“ von Hans Flesch-Brunningen. Vermutlich wird der Autor nicht vielen Lesern und Leserinnen geläufig sein. Hans Flesch-Brunningen (1895-1981) gehörte zu jenen österreichischen Autoren, die in der Zwischenkriegszeit in den 1920er und 1930er Jahren zwischen den Städten Europas pendelten. In Paris machte er die Bekanntschaft mit James Joyce, dessen Buch „Ulysses“ quasi als Matrix für sein 1948 erschienenes Buch „Perlen und schwarze Tränen“ fungierte. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten emigrierte der derzeit in Berlin lebende Hans Flesch-Brunningen über die Niederlande nach London. Der hier vorliegende Roman spielt auch London während der Kriegszeit. Wie in James Joyce‘ „Ulysses“, so werden auch in Hans Flesch-Brunningens Roman nur 24 Stunden aus dem Leben seines Protagonisten geschildert. Das Buch beginnt damit, dass der Exilautor John Truck in einem Café auf seine Geliebte Jane, die Ehefrau seines Freundes, wartet. Der Roman ist ein beeindruckendes Beispiel für die Schreibweise der Autoren und Autorinnen des Expressionismus. In einer Vielzahl von Kapiteln, die nach Ressorts im Zeitungswesen benannt sind, schildert der Ich-Erzähler John Truck seine Abenteuer, Erlebnisse, Träume, Gefühle, Wahrnehmungen und Erinnerungen in einer Assoziationsflut, in der Liebesbegegnungen, Kriegsdramen und Dichterdasein im Londoner Nebel untergehen. Die Welt ist ein Kriegsgebiet samt dem erotischen Geplänkel und den Gespenstern der Dichtung wie etwa Byron, Pope, Shelley und Marlowe.

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