Graue Bienen

Roman

detebe Band 24554

Andrej Kurkow

Die Leseprobe wird geladen.
Buch (Taschenbuch)
Buch (Taschenbuch)
13,90
13,90
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
zzgl. Versandkosten
Sofort lieferbar,  Kostenlose Lieferung ab 30  € Einkaufswert ,  Versandkostenfrei für Bonuscard-Kunden
Sofort lieferbar
Kostenlose Lieferung ab 30  € Einkaufswert
Versandkostenfrei für Bonuscard-Kunden

Weitere Formate

Taschenbuch

€ 13,90

Accordion öffnen
  • Graue Bienen

    Diogenes

    Sofort lieferbar

    € 13,90

    Diogenes

gebundene Ausgabe

€ 24,90

Accordion öffnen
  • Graue Bienen

    Diogenes

    Sofort lieferbar

    € 24,90

    Diogenes

eBook (ePUB)

€ 10,99

Accordion öffnen
  • Graue Bienen

    ePUB (Diogenes)

    Sofort per Download lieferbar

    € 10,99

    € 20,99

    ePUB (Diogenes)

Beschreibung

Der Bienenzüchter Sergej lebt im Donbass, wo ukrainische Kämpfer und prorussische Separatisten Tag für Tag aufeinander schießen. Er überlebt nach dem Motto: Nichts hören, nichts sehen – sich raushalten. Ihn interessiert nur das Wohlergehen seiner Bienen. Denn während der Mensch für Zerstörung sorgt, herrscht bei ihnen eine weise Ordnung. Eines Frühlings bricht er auf: Er will die Bienen dorthin bringen, wo sie in Ruhe Nektar sammeln können.

Andrej Kurkow, geboren 1961 in St. Petersburg, lebt seit seiner Kindheit in Kiew und schreibt in russischer Sprache. Er studierte Fremdsprachen (er spricht insgesamt elf Sprachen), war Zeitungsredakteur und während des Militärdienstes Gefängniswärter. Danach wurde er Kameramann und schrieb zahlreiche Drehbücher. Sein Roman ›Picknick auf dem Eis‹ ist ein Welterfolg. Kurkow lebt als freier Schriftsteller in Kiew und arbeitet auch für Radio und Fernsehen.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 24.02.2021
Verlag Diogenes
Seitenzahl 448
Maße (L/B/H) 17,7/11,1/2,4 cm
Gewicht 330 g
Auflage 1
Originaltitel Serye pchely
Übersetzer Sabine Grebing, Johanna Marx
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-24554-7

Weitere Bände von detebe

  • Der Anfang einer Zukunft
    Der Anfang einer Zukunft Kenneth Bonert Band 24552

    Der Anfang einer Zukunft

    von Kenneth Bonert

    Buch

    € 14,90

    (2)
  • Graue Bienen
    Graue Bienen Andrej Kurkow Band 24554

    Graue Bienen

    von Andrej Kurkow

    Buch

    € 13,90

    (1)
  • Dead Lions
    Dead Lions Mick Herron Band 24555

    Dead Lions

    von Mick Herron

    Buch

    € 13,40

    (53)
  • Ein Sohn ist uns gegeben
    Ein Sohn ist uns gegeben Donna Leon Band 24556

    Ein Sohn ist uns gegeben

    von Donna Leon

    Buch

    € 13,40

    (20)
  • Einfach Mensch sein
    Einfach Mensch sein Sy Montgomery Band 24558

    Einfach Mensch sein

    von Sy Montgomery

    Buch

    € 12,40

    (2)
  • Der Genosse
    Der Genosse Cesare Pavese Band 24559

    Der Genosse

    von Cesare Pavese

    Buch

    € 12,90

    (0)
  • Maschinen wie ich
    Maschinen wie ich Ian Mc Ewan Band 24560

    Maschinen wie ich

    von Ian Mc Ewan

    Buch

    € 14,90

    (12)
  • Bella Ciao
    Bella Ciao Raffaella Romagnolo Band 24561

    Bella Ciao

    von Raffaella Romagnolo

    Buch

    € 13,90

    (59)
  • Spannende Weihnachtsferien
    Spannende Weihnachtsferien Shelagh Armit Band 24563

    Spannende Weihnachtsferien

    von Shelagh Armit

    Buch

    € 11,90

    (2)
  • Gefährliche Ferien - Kanada
    Gefährliche Ferien - Kanada Christine Stemmermann Band 24564

    Gefährliche Ferien - Kanada

    von Christine Stemmermann

    Buch

    € 11,90

    (0)
  • Schlimmer geht immer
    Schlimmer geht immer Shelagh Armit Band 24565

    Schlimmer geht immer

    von Shelagh Armit

    Buch

    € 10,90

    (1)
  • Lesen und genesen
    Lesen und genesen Ursula Baumhauer Weck Band 24566

    Lesen und genesen

    von Ursula Baumhauer Weck

    Buch

    € 10,90

    (0)

Das meinen unsere Kund*innen

4.0/5.0

1 Bewertungen

5 Sterne

(0)

4 Sterne

3 Sterne

(0)

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

4/5

"Damit nicht auch noch der Honig nach Krieg schmeckt"

Eine Kundin/ein Kunde aus Weeze am 23.08.2019

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

„Es war nicht seine Schuld, dass sein Haus jetzt im Krieg stand. Es stand im Krieg, aber es nahm nicht daran teil. Aus seinem Hof, aus den Fenstern und hinter dem Zaun hervor wurde nicht auf Feinde geschossen, was bedeutete, dass sein Haus keine Feinde haben konnte.“ (S. 432) Der Bienenzüchter Sergej lebt im Donbass, wo ukrainische Kämpfer und prorussische Separatisten Tag für Tag aufeinander schießen. Seit drei Jahren herrscht Krieg, die Einwohner haben das kleine Dorf in der grauen Zone verlassen, nur Sergej und sein ‚Kindheitsfeind‘ Paschka sind geblieben. Die Not schweißt sie zusammen, aber dennoch beschließt Sergej, seine Bienen aus der Kriegszone zu bringen: Sie sollen in Ruhe ausschwärmen, um ihren Nektar zu sammeln: damit nicht auch noch der Honig nach Krieg schmeckt. Sein Weg führt ihn zunächst in den ukrainischen Westen, wo zwar kein Krieg herrscht, man ihn jedoch schon bald als unwillkommenen Donbass-Flüchtling vertreibt. Daraufhin macht er sich auf zur Krim, die unter russischer Herrschaft steht. Doch hier wird er Zeuge von Repressalien gegen die Tataren. Langsam und sehr zurückhaltend nähert er sich deren Kultur an und wird sogar seinem Motto „Nichts hören, nichts sehen – sich raushalten“ untreu. Doch eigentlich interessiert ihn nur das Wohlergehen seiner Bienen. Denn während der Mensch für Zerstörung sorgt, herrscht bei ihnen eine weise Ordnung und wunderbare Produktivität. Der Protagonist, aus dessen Sicht der Leser diesen atmosphärischen Roman erlebt, ist ein einfacher unpolitischer Mann, der sich erinnert und träumt.. Einfühlsam schildert der Autor die bedrohliche Stimmung und das bedrückende, teilweise lähmende Klima in manchen Gegenden, aber auch die Hilflosigkeit gegenüber der Obrigkeit. Doch „Graue Bienen“ spart die realen politischen Vorgänge aus, ohne Stellung zu beziehen. Es ist so viel und gleichzeitig so wenig politisch wie Sergejitsch und liest sich so leicht und gespickt mit leisem herzlichem Humor und Wehmut, wie sein Protagonist selbst. Es ist durchsetzt von der Schönheit, die die Natur zu bieten hat und von Situationen, in denen Menschen zusammenhalten und aus ihrer Not das beste zu machen versuchen. So rückt es auf ernsthaft liebevolle Art die ‚kleinen Leute‘ in den Vordergrund, die alle auf ihre ganz eigene Art versuchen mit dem zurechtzukommen, was von ukrainischen und russischen Machthabern verursacht wurde. Am Rande erfährt man auch das ein oder andere über Bienen, wobei die entspannende und heilende Wirkung des Schlafens auf Bienenstöcken neu für mich war. Gemerkt habe ich aber auch, dass ich viel zu wenig über den Ukraine-Konflikt wusste, was mich beim Lesen dieses Buches dazu brachte, mich außerhalb weiter zu informieren. „Graue Bienen“ von Andrej Kurkow ist ein Buch, das ich trotz ernster Thematik immer wieder gern zur Hand nahm, weil mich die leise erzählte Geschichte auf ihre ganz besondere Art für sich einnehmen konnte. Eine Empfehlung! „Erst dann wandte er sich den Bienenstöcken zu, und in diesem Moment bemerkte er eine Klangwelt um sich herum, als hätte jemand sein Gehör, das über Nacht ausgeschaltet gewesen war, wieder eingeschaltet. Die Welt um ihn herum summte zart und unaufdringlich. Dieses Summen fiel mit der Bewegung der Bienen zusammen, die leicht und fast gewichtslos aus den Fluglöchern losflogen.“ (S. 224)

4/5

"Damit nicht auch noch der Honig nach Krieg schmeckt"

Eine Kundin/ein Kunde aus Weeze am 23.08.2019
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

„Es war nicht seine Schuld, dass sein Haus jetzt im Krieg stand. Es stand im Krieg, aber es nahm nicht daran teil. Aus seinem Hof, aus den Fenstern und hinter dem Zaun hervor wurde nicht auf Feinde geschossen, was bedeutete, dass sein Haus keine Feinde haben konnte.“ (S. 432) Der Bienenzüchter Sergej lebt im Donbass, wo ukrainische Kämpfer und prorussische Separatisten Tag für Tag aufeinander schießen. Seit drei Jahren herrscht Krieg, die Einwohner haben das kleine Dorf in der grauen Zone verlassen, nur Sergej und sein ‚Kindheitsfeind‘ Paschka sind geblieben. Die Not schweißt sie zusammen, aber dennoch beschließt Sergej, seine Bienen aus der Kriegszone zu bringen: Sie sollen in Ruhe ausschwärmen, um ihren Nektar zu sammeln: damit nicht auch noch der Honig nach Krieg schmeckt. Sein Weg führt ihn zunächst in den ukrainischen Westen, wo zwar kein Krieg herrscht, man ihn jedoch schon bald als unwillkommenen Donbass-Flüchtling vertreibt. Daraufhin macht er sich auf zur Krim, die unter russischer Herrschaft steht. Doch hier wird er Zeuge von Repressalien gegen die Tataren. Langsam und sehr zurückhaltend nähert er sich deren Kultur an und wird sogar seinem Motto „Nichts hören, nichts sehen – sich raushalten“ untreu. Doch eigentlich interessiert ihn nur das Wohlergehen seiner Bienen. Denn während der Mensch für Zerstörung sorgt, herrscht bei ihnen eine weise Ordnung und wunderbare Produktivität. Der Protagonist, aus dessen Sicht der Leser diesen atmosphärischen Roman erlebt, ist ein einfacher unpolitischer Mann, der sich erinnert und träumt.. Einfühlsam schildert der Autor die bedrohliche Stimmung und das bedrückende, teilweise lähmende Klima in manchen Gegenden, aber auch die Hilflosigkeit gegenüber der Obrigkeit. Doch „Graue Bienen“ spart die realen politischen Vorgänge aus, ohne Stellung zu beziehen. Es ist so viel und gleichzeitig so wenig politisch wie Sergejitsch und liest sich so leicht und gespickt mit leisem herzlichem Humor und Wehmut, wie sein Protagonist selbst. Es ist durchsetzt von der Schönheit, die die Natur zu bieten hat und von Situationen, in denen Menschen zusammenhalten und aus ihrer Not das beste zu machen versuchen. So rückt es auf ernsthaft liebevolle Art die ‚kleinen Leute‘ in den Vordergrund, die alle auf ihre ganz eigene Art versuchen mit dem zurechtzukommen, was von ukrainischen und russischen Machthabern verursacht wurde. Am Rande erfährt man auch das ein oder andere über Bienen, wobei die entspannende und heilende Wirkung des Schlafens auf Bienenstöcken neu für mich war. Gemerkt habe ich aber auch, dass ich viel zu wenig über den Ukraine-Konflikt wusste, was mich beim Lesen dieses Buches dazu brachte, mich außerhalb weiter zu informieren. „Graue Bienen“ von Andrej Kurkow ist ein Buch, das ich trotz ernster Thematik immer wieder gern zur Hand nahm, weil mich die leise erzählte Geschichte auf ihre ganz besondere Art für sich einnehmen konnte. Eine Empfehlung! „Erst dann wandte er sich den Bienenstöcken zu, und in diesem Moment bemerkte er eine Klangwelt um sich herum, als hätte jemand sein Gehör, das über Nacht ausgeschaltet gewesen war, wieder eingeschaltet. Die Welt um ihn herum summte zart und unaufdringlich. Dieses Summen fiel mit der Bewegung der Bienen zusammen, die leicht und fast gewichtslos aus den Fluglöchern losflogen.“ (S. 224)

Unsere Kund*innen meinen

Graue Bienen

von Andrej Kurkow

4.0/5.0

1 Bewertungen

0 Bewertungen filtern

  • Graue Bienen