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Die unaufhörliche Wanderung Reportagen

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.10.2020

Verlag

Zsolnay, Paul

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

20,8/12,8/2,5 cm

Gewicht

318 g

Farbe

Terracotta / Anthrazit

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-552-07202-2

Beschreibung

Rezension

„Wenn Karl-Markus Gauß seine Reportagen schreibt, dann sind das wahre Kamerafahrten. Langsam nähert er sich seinen erzählerischen Zielen, um am Ende das Entscheidende ins Bild zu bringen. Er findet die richtige Einstellung, wie man beim Film sagt.“ Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 21.12.20
"Begegnungen, Beobachtungen und Betrachtungen – Karl-Markus Gauß versteht es nicht nur, sein Interesse auf das Entlegene zu richten, sondern das Gesehene auch auf stilistisch feine, zuweilen ironische, manchmal anteilnehmende, immer aber präzise Weise in Literatur zu verwandeln." Ulrich Rüdenauer, Südwest Presse, 05.12.20
"Erneut zeigt sich Gauß als eminenter Kenner der osteuropäischen Kulturen und als kritischer Beobachter der Zeitgeschichte. Die Gabe anschaulicher Schilderung verbindet sich bei ihm mit gedanklicher Prägnanz." Manfred Papst, NZZ Bücher am Sonntag, 29.11.20
"Auch in seinem jüngsten Buch präsentiert sich Karl-Markus Gauß, einer der herausragenden Stilisten der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, als erfahrungshungriger Erforscher fremder Völker und Kulturen, aber auch als einer, der im Zeitalter entfesselter Egozentrik an den Idealen eines solidarischen Miteinanders – und an den Idealen humanistischer Bildung – festhält.“ Günter Kaindlstorfer, Ö1 ex libris, 29.11.20
„Gauß sieht und hört hin, liest, und denkt nach. Und er formt aus dem, was er hört, sieht und aus dem, was er sich dazu denkt, vollendet schöne Sätze.“ Joachim Leitner, Tiroler Tageszeitung, 05.11.20
„Genau das macht den Reiz dieser Reiseberichte aus: Sie verknüpfen Anekdoten und Szenenbeschreibungen mit intellektueller Reflexion. (…) Es ist sensiblen Spürnasen wie Gauß zu verdanken, dass unsere kulturellen und geschichtlichen Wurzeln noch nicht völlig in Vergessenheit geraten sind.“ Terry Albrecht, Deutschlandfunk Büchermarkt, 04.11.20
„Kluge Essays zu den großen Problemen, elegant in melodischer Prosa verfasst." Christian Schacherreiter, Oberösterreichische Nachrichten, 04.11.20
„Ein faszinierendes Sprachgefühl und die größtmögliche sprachliche Sorgfalt, das sind nur zwei Kennzeichen der literarischen Arbeit von Karl-Markus Gauß. … Die sprachliche Brillanz ist das Transportmittel für Analysen, Reportagen und Reflexionen, die uns den Horizont erweitern.“ Karin Buttenhauser, Ö1, 25.10.20
„Gauß erweist sich gleichermaßen als Weitreisender wie grandioser Stubenhocker … als großer Verbinder vermeintlich weit auseinanderliegender Zusammenhänge, als listiger Dialektiker des Unvermuteten. … Eine First-Class-Lesereise." Wolfgang Paterno, profil, 23.10.2020
„Ebenso anregend wie amüsant, eine belebende Lektüre für die nahenden Herbst- und Winterabende, an denen man die spannendsten Reisen coronabedingt wohl vor allem im eigenen Kopf unternehmen muss.“ Günter Kaindlstorfer, Ö1, 19.10.20
„Ein detailliertes Erkunden, ein Annähern an Leben und Wesen bestimmter, einzelner Menschen und ein Sich-Versenken in Winzigkeiten, die stets in Hinweise auf historische und politische Zusammenhänge umgemünzt werden.“ Hedwig Kainberger, Salzburger Nachrichten, 19.10.20
„Für Gauß gibt es in der Literatur keine Hierarchie der Gattungen und Genres, seine genau kalkulierten Sätze kommen immer aus derselben Neugier.“ Cornelius Hell, Die Presse, 17.10.20
„Man muss es immer wiederholen: Lesen gefährdet die Dummheit. Bei Gauß ganz besonders.“ Peter Pisa, Kurier; 17.10.20
„Ein faszinierendes Sprachgefühl und die größtmögliche sprachliche Sorgfalt, das sind nur zwei Kennzeichen der literarischen Arbeit von Karl-Markus Gauß. … Die sprachliche Brillanz ist das Transportmittel für Analysen, Reportagen und Reflexionen, die uns den Horizont erweitern.“ Karin Buttenhauser, Radio Salzburg, 25.10.20

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.10.2020

Verlag

Zsolnay, Paul

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

20,8/12,8/2,5 cm

Gewicht

318 g

Farbe

Terracotta / Anthrazit

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-552-07202-2

Herstelleradresse

Zsolnay, Paul, Verlag Ges.m.b.H.
Prinz-Eugen-Str. 30
1040 Wien
Österreich
Email: schaumann@hanser.de
Telephone: +43 1 50576610
Fax: +43 1 505766110

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  • Juti

    aus HD

    5/5

    03.04.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    verdienter Preisträger Das…

    verdienter Preisträger Das hatte ich noch nie: Während ich dieses Buch lese, erhält es den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung und ich sage zu Recht. (Sonst lese ich Bücher erst nach der Preisverleihung.) Ursprünglich glaubte ich, das Buch handle von Reisereportagen. In der Tat beginnt es mit der wohl schönsten albanischen Stadt Berat, wo ein mohammedanischer Sommelier die Weine erklärt, obwohl er nie einen Tropfen Alkohol getrunken hat. Auch die Bäcker-Bacher Kreuzung in Salzburg fällt wie die tschechische Stadt Trebic mit einem Judenviertel ohne Juden und Venedig durch die Hintertür in diese Kategorie. Aber dann, mitten im 1. Kapitel wird es politisch. Erst moniert der Autor, dass fotografierende Neugierige Rettungskräfte behindern, dann beklagt er das die Demut – laut Augustinus die Mutter aller Tugenden – von den Politikern in allen Situationen als unterschätztes Machtmittel gerne benutzt wird. Auch der „Konkurrent“ wird zum „Mitbewerber“ oder gar zum „Marktbegleiter“. Abschließend wundert er sich über die europäische Übersetzungskultur, doch das Englische wird mehr und mehr zu Universalsprache. Das 2. Kapitel beschreibt zunächst den größten Truppenübungsplatz Österreichs zwischen Döllersheim und Allensteig, der ganze Dörfer den Erdboden gleich machte, dann behandelt es die Kloake als Kulturleistung, bevor die titelgebende Geschichte von einer Mathematikerin spricht, die als Stadtführerin in der Vielvölkerstadt arbeitet. Das Kapitel mit dem Roma-Mädchen Nadica, das in Österreich so schlecht behandelt wurde, dass es zurück nach Serbien möchte. Im 3.Kapitel thematisiert Gauß das Ende der Habsburger-Monarchie, die sich in den Krieg flüchten musste und vergleicht dann Österreich-Ungarn mit Jugoslawien und der Europäischen Union. Dann beschreibt die Auferstehung der Gotschee, einem Gebiet im Grenzland von Slowenien und Kroatien, im Internet. Der Grenzfluss Pruth, die fiktiven natürlichen Grenzen (Bsp.: Görlitz oder Komorn an der Donau), der unterschiedliche Umgang mit einer Grenze in der Peripherie und im Zentrum, Grenzen gegen Flüchtlinge und Zukunftsaussichten stehen dann im Mittelpunkt. Dann fragt sich Gauß, was der Osten ist und wie Wien in 50 Jahren aussieht. Traditionelle Minderheiten wie die Burgenlandkroaten verschwinden, dafür kommen neue, die z.B. Arabisch sprechen. Der Schluss des Buches scheint autobiografisch von der Hinwendung des Autors zum Schreiben zu handeln. Erst sein Deutschlehrer, dann seine Leseliste, dann seine Erfahrungen mit der Deutschen Bahn auf einer Lesereise. Für ein Buch über Gallizien hätte er den Titel „Das reiche Land der armen Leute“ gewählt, in Deutschland sei es umgekehrt. Das Werk schließt mit einer Beschreibung einer Wanderung am Monte Pasubio zwischen Südtirol und Venedig, wo Gauß ein Gewitter voraussagt. Die Füllen an Informationen lassen nur 5 Sterne zu. Zitat: In meinem Land geht die Krise nicht unter. (Kaiser Franz Joseph 114)

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