Die Calanques vor Marseille, tiefe Küsteneinschnitte, türkis glitzerndes Wasser, schroffe Felsen und versteckte Buchten. Doch etliche Meter unter der Wasseroberfläche liegt noch eine ganz andere Welt: jahrtausendealte Unterwasserhöhlen, an deren Wänden prähistorische Felszeichnungen prangen. Der Archäologe und erfahrene Taucher Rémy Fortin erforscht die Höhlenmalereien, als er panikartig auftaucht und dabei schwerste Verletzungen erleidet. Seine letzten Fotos zeigen gigantische Stalagmiten, eine rätselhafte Hirschkopfstatue und den Schatten einer riesigen Gestalt. Hauptkommissar Michel de Palma, der »Baron« von Marseille, begibt sich auf eine prähistorische Spurensuche und stößt auf ungeklärte Morde, die einem uralten Ritual folgen.
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4.0/5.0
Bewertung
4/5
25.03.2020
Buch (Taschenbuch)
Ein solider Krimi. Nicht zu flott...
Ein solider Krimi. Nicht zu flott im Tempo, aber mit interessanten Figuren und vielen Infos über (Unterwasser-) Archäologie, Höhlen und das Tauchen. Für alle, die es nicht immer so ganz seicht brauchen, sondern etwas tiefer eintauchen möchten.
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4/5
26.03.2026
Buch (Taschenbuch)
Wenn ein prähistorischer Fall plötzlich real wird
Drei Wochen noch, dann hat er endlich Ruhe von den Gesetzlosen. Michel de Palma, Hauptkommissar in Marseille, genannt der "Baron", sehnt den Ruhestand sicherlich nicht herbei. Dennoch ist es Fakt: Der Baron geht in Pension! Was er dann machen wird, steht noch in den Sternen. Doch zuvor gibt es noch einen kniffligen Fall zu lösen.
Pauline Barton holt ihn aus seinem Büro heraus. Sie ist Archäologin. Ihr Kollege Rémy Fortin, Höhlenforscher und exzellenter Taucher, hatte bei seinen Forschungen in den Unterwasserhöhlen der Calanques einen schweren Unfall. Wobei: Sie glaubt nicht so recht an einen Unfall. Dafür war Rémy viel zu erfahren. Sofort kommt auch der Name Christine Autran ins Spiel. Ihr Vater war vor vierzig Jahren nicht minder berühmt in Fachkreisen wie Rémy heute. Ihre Abhandlungen über die Bedeutung von Relikten aus Urzeiten sind legendär, ebenso wue ihr Bruder Thomas. Auch der machte von sich reden – allerdings auf abscheuliche Art: Als Serienmörder. Dabei hinterließ er Handabdrücke, wie man sie aus Urzeiten kennt. Die Spuren des Vaters…
Die Folgen des Unfalls haben bei Rémy Fortin Spuren hinterlassen. Lediglich die Lider kann er noch als Kommunikationsmittel benutzen. De Palma reicht das vorerst. Ein anderes Mal werde er weitere Fragen stellen und er verabschiedet sich. Es wird aber kein anderes, kein weiteres Mal geben. Rémy Fortin ist seinen Verletzungen erlegen. Die letzte Hinterlassenschaft sind Fotos seines letzten Tauchganges. Dabei ist ein so genannter Hirschkopfmensch zu erahnen, kaum zu sehen. Eine Wiederentdeckung? Denn schon vierzig Jahre zuvor wurde eine ähnliche (vielleicht sogar dieselbe?) Skulptur entdeckt. Eine Sensation. Mit dabei war Pierre Autran, dessen Tochter die Fußstapfen des Vaters vergrößerte und dessen Sohn in psychiatrischer Sicherheitsverwahrung den Rest seines Lebens verbringen wird. Beziehungsweise sollte, so war der Plan. Doch Thomas Autran kann den Klauen der Justiz entkommen.
Michel de Palma sieht darin eine Riesengefahr. Denn Thomas ist unberechenbar in dem, was er tut. Die einzige Konstante – die sich bewahrheiten wird – ist, dass er weiter töten wird! De Palma weiß, was das heißt. Schließlich war er es, der Thomas einst ins Gefängnis brachte! Und das werden weder er noch Thomas je vergessen können.
Xaver-Marie Bonnot schickt den Baron auf eine Jagd durch eine der schönsten Gegenden Südfrankreichs. Zerklüftete Felsen, das Meer, das tosend gegen sie kracht, eine historische Fundgrube – und zwischendrin ein Mörder, dessen Weg von frühester Kindheit an vorgeschrieben schien. Ein Mann, der immer noch nicht weiß, ob er wirklich geliebt wurde oder nur ein Spielball derer war, die ihn zu einem wahren Menschen formen sollten. Doch dieser Mann ist gefährlich. Davon sind der Baron und die Leser:innen überzeugt. Es ist kein Phantom, das von Michel de Palma gejagt wird. Er weiß, wen er finden muss, um den Fall zu lösen. Bis die entscheidende Wendung ihn und Leser wie Leserin ins Mark trifft.
Der dritte auf Deutsch erschiene Roman um den nicht aus der Ruhe zu bringenden Baron von Marseille, Michel de Palma, überzeugt mich über weite Strecken. Es dauert zwar etwas bis der Krimi hier Fahrt aufnimmt, dennoch mit einigen überraschenden Wendungen ab der Mitte. Es ist sicher von Vorteil sich in der Gegend um Marseille auszukennen. Auch Kenntnisse der französischen Geschichte des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts wären nicht schlecht. Ich habe mir an ein paar Stellen aufgrund dieser Unkenntnis etwas schwer getan mich zurecht zu finden.
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