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Produktbild: Fallout

Fallout Das Atomzeitalter - Katastrophen, Lügen und was bleibt

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

11.02.2020

Verlag

Verlag Antje Kunstmann

Seitenzahl

350 (Printausgabe)

Dateigröße

1056 KB

Übersetzt von

Tobias Rothenbücher

Sprache

Deutsch

EAN

9783956143779

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ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

11.02.2020

Verlag

Verlag Antje Kunstmann

Seitenzahl

350 (Printausgabe)

Dateigröße

1056 KB

Übersetzt von

Tobias Rothenbücher

Sprache

Deutsch

EAN

9783956143779

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  • geheimerEichkater

    aus Essen

    5/5

    28.02.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    sollte Pflichtlektüre sein

    Fred Pearce, unter anderem Umweltjournalist und Umweltberater, hat Stätten des Atomzeitalters besucht, an denen sich innerhalb der letzten 70 Jahre Katastrophen ereigneten. Dabei berichtet er über Hiroshima, Nagasaki, dem Bikini-Atoll, Windscale/Sellafield, Tschernobyl, Fukushima, Mettino/Tetscha und anderen mehr. Hierfür besuchte er die Stätten, sprach u.a.  mit Überlebenden, Wissenschaftlern, ehemaligen Kraftwerksangestellten und vermittelt das Bild, dass rund um den GlobusVerantwortliche überfordert waren, unter Zeitdruck standen und in dieser Situation eher unreflektiert drauflosgewerkelt haben. Eine Mischung aus Unwissenheit und Ungeduld, staatlicher Geheimhaltung, Vertuschung, Verschleierung und auch falsche Darstellungen gegenüber der Bevölkerung werden ganuso thematisiert wie Versuche an der Bevölkerung, bewußt falschen Informationen und Diagnosen bei Erkrankungen durch "Zwischenfälle" und dem Mißbrauch der Opfer als "Laborratten", an denen man die Krankheitsverläufe studieren konnte. Etliche der beschriebenen Vorfälle fanden vor meiner Zeit statt und ich hatte gar nicht oder vielleicht nur in einem Halbsatz von ihnen gehört. Die Vielzahl der angesprochenen Katastrophen und auch, dass sie sich weltumgreifend ereigneten, war mir so nicht bewußt. Bei den Reaktorunfällen, die sich zu meiner Lebenszeit ereigneten, ist mir schon aufgefallen, dass nach einer kurzen Phase keine weitere Berichterstattung erfolgte. Umso erstaunter war ich über die Ausführungen zu den Selbstsiedlern in Tschernobyl, zu den Vergleichen in der Sterbensrate bezüglich der umgesiedelten und der zurückgekehrten Bewohner Fukoshimas und auch bezüglich der vielen Angaben zu Halbwertzeit und Reststrahlung, die eine enorme Zeitspanne angibt. Gerade auch die Beschränkung auf zwei Maßeinheiten in der Strahlung und Vergleiche mit Höhe der natürlichen Strahlung oder Ereignissen im Leben, wie MRT, CT oder Langstreckenflügen lassen die gennten Werte der Reststrahlung ein wenig besser begreifen. Pearce erklärt sehr gut verständlich, ist stets bemüht nicht zu verwirren, sondern zu vermitteln. Manchesmal war ich über Aussagen, wie harmlos die Reststrahlung an bestimmten Stellen wäre, äußerst überrascht und muß für mich feststellen, dass mir auch hier schwerfällt zu glauben und zu vertrauen. Genau das ist auch der Punkt, auf den Pearce zum Ende des Buches, gemeinsam mit den Berichten über die Endlagerungen eingeht: Es ist soviel einfach in Kauf genommen, naiv außer Acht gelassen worden, dass man Verantwortlichen die mutmaßen und nicht wissen, kein Vertrauen entgegenbringt. Insgesamt hat Pearce sehr aufwändig recherchiert und berichtet, durchleuchtet aus mehreren Winkeln und kann selbstverständlich auch keine allwissende Lösung bieten. Die Auseinandersetzung mit dem Thema wirkt sehr kompetent und sachlich, manchmal auch etwas gutgläubig - aber wer weiß? Ganz wichtig finde ich, dass keiner der erwähnten Vorfälle in Vergessenheit gerät und die Gespräche und Lösungsversuche lebendig und hinterfragt bleiben. Dieses Buch leistet dazu einen guten Beitrag und ich würde es mir als Pflichtlektüre wünschen.

  • GeheimerEichkater

    aus Essen

    5/5

    28.02.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    sollte Pflichtlektüre sein…

    sollte Pflichtlektüre sein Fred Pearce, unter anderem Umweltjournalist und Umweltberater, hat Stätten des Atomzeitalters besucht, an denen sich innerhalb der letzten 70 Jahre Katastrophen ereigneten. Dabei berichtet er über Hiroshima, Nagasaki, dem Bikini-Atoll, Windscale/Sellafield, Tschernobyl, Fukushima, Mettino/Tetscha und anderen mehr. Hierfür besuchte er die Stätten, sprach u.a.  mit Überlebenden, Wissenschaftlern, ehemaligen Kraftwerksangestellten und vermittelt das Bild, dass rund um den GlobusVerantwortliche überfordert waren, unter Zeitdruck standen und in dieser Situation eher unreflektiert drauflosgewerkelt haben. Eine Mischung aus Unwissenheit und Ungeduld, staatlicher Geheimhaltung, Vertuschung, Verschleierung und auch falsche Darstellungen gegenüber der Bevölkerung werden ganuso thematisiert wie Versuche an der Bevölkerung, bewußt falschen Informationen und Diagnosen bei Erkrankungen durch "Zwischenfälle" und dem Mißbrauch der Opfer als "Laborratten", an denen man die Krankheitsverläufe studieren konnte. Etliche der beschriebenen Vorfälle fanden vor meiner Zeit statt und ich hatte gar nicht oder vielleicht nur in einem Halbsatz von ihnen gehört. Die Vielzahl der angesprochenen Katastrophen und auch, dass sie sich weltumgreifend ereigneten, war mir so nicht bewußt. Bei den Reaktorunfällen, die sich zu meiner Lebenszeit ereigneten, ist mir schon aufgefallen, dass nach einer kurzen Phase keine weitere Berichterstattung erfolgte. Umso erstaunter war ich über die Ausführungen zu den Selbstsiedlern in Tschernobyl, zu den Vergleichen in der Sterbensrate bezüglich der umgesiedelten und der zurückgekehrten Bewohner Fukoshimas und auch bezüglich der vielen Angaben zu Halbwertzeit und Reststrahlung, die eine enorme Zeitspanne angibt. Gerade auch die Beschränkung auf zwei Maßeinheiten in der Strahlung und Vergleiche mit Höhe der natürlichen Strahlung oder Ereignissen im Leben, wie MRT, CT oder Langstreckenflügen lassen die gennten Werte der Reststrahlung ein wenig besser begreifen. Pearce erklärt sehr gut verständlich, ist stets bemüht nicht zu verwirren, sondern zu vermitteln. Manchesmal war ich über Aussagen, wie harmlos die Reststrahlung an bestimmten Stellen wäre, äußerst überrascht und muß für mich feststellen, dass mir auch hier schwerfällt zu glauben und zu vertrauen. Genau das ist auch der Punkt, auf den Pearce zum Ende des Buches, gemeinsam mit den Berichten über die Endlagerungen eingeht: Es ist soviel einfach in Kauf genommen, naiv außer Acht gelassen worden, dass man Verantwortlichen die mutmaßen und nicht wissen, kein Vertrauen entgegenbringt. Insgesamt hat Pearce sehr aufwändig recherchiert und berichtet, durchleuchtet aus mehreren Winkeln und kann selbstverständlich auch keine allwissende Lösung bieten. Die Auseinandersetzung mit dem Thema wirkt sehr kompetent und sachlich, manchmal auch etwas gutgläubig - aber wer weiß? Ganz wichtig finde ich, dass keiner der erwähnten Vorfälle in Vergessenheit gerät und die Gespräche und Lösungsversuche lebendig und hinterfragt bleiben. Dieses Buch leistet dazu einen guten Beitrag und ich würde es mir als Pflichtlektüre wünschen.

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    Philipp Brandstötter

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    01.07.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Atombombentest in der Südsee

    Der in Wien abgeschlossene Atom-Deal ist ein Meilenstein in der Geschichte: Endlich, so sah es zumindest einige Monate aus, entschließt sich ein Land künftig auf sein Atomprogramm zu verzichten. Die mit dem Land Iran geschlossene Vereinbarung sollte in die Geschichtsbücher eingehen als der Tag, an dem die Menschheit begriff, dass die Bedrohung durch nukleare Strahlung ein zu großes Risiko und einen zu geringen Nutzen brachte. Doch leider wurde daraus nichts. Durch den Einfluss der Vereinigten Staaten haben sich die Machthaber in Teheran dazu entschieden schrittweise wieder aus diesem Abkommen auszusteigen und die Weltgemeinschaft damit erneut einen Schritt näher an den Abgrund gerückt. Dass die Bedrohung durch den Einsatz von Kernwaffen aber nicht erst in den letzten Jahren wie ein Damoklesschwert über der Menschheit hing, zeigt eindringlich der Autor des hier vorliegenden Buches: Fred Pearce, ein britischer Agrarökonom und Journalist. Er begibt sich auf Spurensuche rund um den Globus, wo die Großmächte vergangener und aktueller Nationen immer wieder versuchten ihr Atomprogramm geheim zu halten. Selbst wenn diese Nationen eines Tages verschwinden, sind ihre nuklearen Hinterlassenschaften für die Menschen der Zukunft eine potenziell tödliche Gefahr, die man auf den ersten Blick oftmals leider nicht erkennen kann. Einer breiten Öffentlichkeit wurden die Gefahren des Nuklearwaffeneinsatzes im August 1945 erstmals bewusst. Durch den Abwurf von zwei Atombomben in Japan gelang es den USA den militärischen Gegner durch die komplette Zerstörung zweier Großstädte in die Knie zu zwingen. Der Zweite Weltkrieg war vorbei, doch die Gefahr ist bis heute geblieben. Die zerstörten Städte wurden wieder aufgebaut, doch die im Boden vorhandene Strahlung ist für die Menschen der nachfolgenden Generationen immer noch ein gewaltiges Problem. Hiroshima und Nagasaki sind noch heute die Namen, die einem sofort einfallen, wenn es um den Einsatz von Kernwaffen geht – aber das ist nur die Spitze des Eisbergs. Ab 1947 haben die Vereinigten Staaten versucht die Sowjetunion, den damals einzigen Gegner, durch ein Atomwaffenprogramm immer wieder in die Defensive zu rücken. Ein deutscher Physiker namens Fuchs gab jedoch alle Forschungsergebnisse der ersten Atommeiler verdeckt an die Russen weiter. Dadurch gelangten Entwicklungspläne auch auf die andere Seite des Globus. Wie Pearce es sehr spitz in seinem Buch formuliert, ein Atomprogramm hatte nicht nur „Uncle Sam“, sondern auch „Onkel Josef“. Auch Frankreich und Großbritannien starteten ein eigenes Programm. Letztere nahmen ihr „Know How“ vom großen Bruder USA einfach mit nachhause. Fast vergessene Atomanlagen in Kasachstan, welche die Reste sowjetischer Anlagen enthalten, sind noch heute fast frei zugänglich. Der Berg heißt „Belem“, die Stadt dazu gleicht einer Geisterstadt, welche zur Blütezeit fast 40.000 Menschen beheimatete. Fred Pearce gelang es dort einen Einblick in die Hinterlassenschaften einer ganzen Reihe fehlgeschlagener Atomtests über- und unterirdisch in Augenschein zu nehmen. Eine erschreckende und zugleich faszinierende Reise nach Russland, Kasachstan, USA, Algerien und auf die Hawaii-Inseln.
  • Zum Bewerterprofil von Martin Berger

    Martin Berger

    Thalia Wien – Mitte / W3

    Buchhändler*in

    5/5

    24.02.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dr. Seltsam lässt grüßen

    Mitte der 1940er Jahre begann das Atomzeitalter, die Abwürfe der ersten Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki beendeten den Zweiten Weltkrieg und waren gleichzeitig der Startschuss für ein neues Wettrüsten. Auch die zivile Nutzung der Kernkraft wurde nun vorangetrieben. Die Hybris, Ahnungslosigkeit und Blindheit, mit der die Betreiber der neuen Anlagen vorgingen ist erschreckend. Über die Entsorgung und Endlagerung des radioaktiven Abfalls wurde kaum ernsthaft nachgedacht – die atomaren Altlasten werden uns noch für sehr lange Zeit begleiten – das war für mich der beunruhigendsten Aspekt dieses Buches, das auf sachliche und unaufgeregte Art über ein extrem kontroverses Thema berichtet. (Siehe auch: Westad, Der Kalte Krieg)

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