Eigentlich sollte es eine ganz gewöhnliche Bergtour werden, als Nick mit seinem Kumpel Augustin zu einer Kletterpartie in den Schweizer Alpen aufbricht. Doch dann kommt es unterwegs zu einem tragischen Unfall: Augustin stürzt in eine Gletscherspalte, Nick wird schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert – er wird für immer entstellt sein. Sam, Nicks Lebensgefährte, ist zunächst nur froh, dass sein Freund überlebt hat, aber dann passieren immer mysteriösere Dinge in Nicks Umfeld. Auch Nick selbst verhält sich immer seltsamer, und schon bald wird Sam klar, dass Nick etwas aus den Bergen mitgebracht hat. Etwas Böses ...
Kundinnen und Kunden meinen
3.9/5.0
Bewertung
5/5
13.07.2022
Buch (Taschenbuch)
Eine schaurige Geschichte, die nichts für schwache Nerven ist.
Durch seinen abwechslungsreichen und detaillierten Schreibstil ist es Thomas Olde Heuvelt gelungen, sein Buch bis zur letzten Seite spannend zu erzählen. Definitiv eine Story, welche einen zweimal darüber nachdenken lässt, ob man sich dem Bergsteigen als Hobby widmen sollte.
Bewertung
5/5
02.02.2022
Buch (Taschenbuch)
Gruuuuselig. Ich habe ziemlich...
Gruuuuselig. Ich habe ziemlich Angst beim Lesen bekommen und kann wahrscheinlich erstmal nicht auf fremden Bergen wandern gehen. Ein kleines Meisterwerk und eindeutig nichts für schwache Nerven.
Barbaras Bücherbox
aus Niederbayern
5/5
03.01.2022
Buch (Taschenbuch)
Er hat etwas mitgebracht
Als Sam in der Schweiz eintrifft, sieht er sich einer schweren Zukunft gegenüber:
Sein Freund Nick liegt nach einem Bergunglück mit einer grauenvollen Gesichtsverletzung im Krankenhaus. Er ist vollkommen entstellt, er kann nicht verbal kommunizieren und Sam fühlt sich absolut von der Situation überfordert.
Und flieht nach Amerika.
Doch Nick ist seine große Liebe und nach einer Email, in der Nick – verständnisvoll für Sams Reaktion – von den Geschehnissen des Unglücks schildert, bei dem sein Bergsteigerkollege Augustin ums Leben kam, kehrt Sam zurück zu Nick und gemeinsam stellen sie sich der Zukunft.
Und dem, was Nick aus den Bergen mitgebracht hat.
Thomas Olde Heuvelt ist großartig. So viel sei gesagt, denn ich glaube, ich habe selten so gefroren beim Lesen eines Buchs. Der Schreibstil ist toll, abwechslungsreich und die Stimme jeder Figur perfekt eingefangen. Man weiß sofort, wer erzählt: der flippige Sam oder der ernste Nick. Toll und Heuvelt hat sich hiermit einen festen Platz bei meinen Lieblingsautoren gesichert. Ich hoffe sehr, dass auch seine früheren Bücher (angeblich gibt es derer noch fünf) irgendwann übersetzt werden.
Die Geschichte wird größten Teils von Sam erzählt, der sich der schwierigen Situation ausgeliefert sieht, seinen Freund zu unterstützen und gleichzeitig keine Angst vor ihm zu haben. Denn Nick kehrte nicht unverändert aus den Bergen zurück. Und das ist nicht nur seiner schweren und seltsamen Verletzung geschuldet. Es scheint, als sei er von etwas Übernatürlichem besessen und sein Verhalten wechselt zwischen dem alten Nick und jemand anderem, den Sam nicht erkennt.
Gleichzeitig erfahren wir abschnittsweise aus Nicks Schilderung, was ihm und seinem Freund Augustin in den Bergen zugestoßen ist. Und diese Schilderungen waren so eindringlich, dass es mich nicht überrascht hat am Ende davon zu lesen, dass Thomas Olde Heuvelt selbst ein passionierter Bergsteiger ist.
Man könnte anmerken, dass der Gruselfaktor gering ist. Es ist creepy, wie Sam sagen würde, jedoch nicht wirklich scary. Aber es ist absolut authentisch und spannend erzählt und Heuvelt ist ein Autor, der eindeutig zu den besten des Genres gehört. Die Figuren sind wunderbar real, liebenswert und Leute … die Atmosphäre ist großartig.
Lines Books
aus Nentershausen
5/5
28.12.2021
Buch (Taschenbuch)
Ein Jahreshighlight!
Bereits „HEX" von Thomas Olde Heuvelt hatte mir unglaublich gut gefallen. Deshalb war ich sehr auf sein neues Werk gespannt. „Echo" ist mit seinen 716 Seiten ein echter Brocken. Doch ehrlich gesagt störte mich das überhaupt nicht.
Der Einstieg ins Buch fiel mir sehr leicht. Schon der Prolog bescherte mir eine Wahnsinns Gänsehaut. Man wird quasi mitten in die Geschichte geworfen. Das Grauen und der Schrecken waren auf Anhieb deutlich zu spüren. Das Ganze packte mich und ließ mich nicht los.
Ich muss allerdings auch betonen, dass dieses Buch sehr komplex ist. Die Handlung, die Charaktere einfach alles.
Dieses Buch kann man nicht schnell nebenher lesen.
Auf dieses Buch muss man sich konzentrieren. Ich gehe sogar soweit und sage für dieses Buch muss man sich öffnen. Wenn man beides tut dann erhält man einen atemberaubenden Horrorroman.
Dieses Buch hat mich völlig mitgerissen. Es hat mich unglaublich bewegt und berührt. Auf der anderen Seite gefror mir das Blut in den Adern.
Alle Charaktere wurden authentisch und greifbar gezeichnet. Ich habe jeden einzelnen in mein Herz geschlossen. Aber Nick und Sam sind mir besonders ans Herz gewachsen.
Oftmals stellte ich mir die Frage ob ich selbst dem Wahnsinn Nahe bin. Ist es wirklich der Berg? Oder vielleicht doch nicht.
Die Handlung war unglaublich spannend und fesselnd. Ich konnte mich dem Sog der Geschichte nicht entziehen. Die Ereignisse überschlugen sich und Ich traute mich kaum Luft zu holen.
Das Ende gleicht einem finalen Showdown! Es war der absolute Wahnsinn und es passte perfekt zur Geschichte.
Dieses Buch werde ich nicht mehr vergessen. Und ich hoffe auf weitere Werke des Autoren!
Klare Leseempfehlung!
Fazit:
Mit „Echo" gelingt Thomas Olde Heuvelt ein gigantischer Horrorroman der dich packt und nicht mehr los lässt! Bitte mehr davon!
Susi Aly
5/5
24.11.2021
Buch (Taschenbuch)
Beklemmend, verstörend, aber auch absolut faszinierend
Schon als ich den Klappentext gesehen hab, wurde mein Interesse sofort geweckt, allerdings haben mich die 720 Seiten doch etwas abgeschreckt . Schlussendlich hat mich meine Freundin überzeugt, dass ich es definitiv lesen muss. Und damit hatte sie vollkommen recht, denn diese Story hat mich mehr als nur begeistert.
Der Schreibstil ist sehr einnehmend und absolut mitreißend, so dass mich die Handlung schnell im Griff hatte.
Dazu passt die beklemmende und gleichzeitig sehr düstere und bedrückende Atmosphäre absolut perfekt.
Puh. Die Charaktere.
Nick und Sam nehmen den Großteil der Handlung ein. Dadurch das man überwiegend ihre Perspektiven erfährt, erhält man einen sehr intensiven und zugleich verstörenden Eindruck in ihr Innerstes.
Mochte ich sie?
Ich hab keine Ahnung. Denn es sind sehr faszinierende und zugleich interessante Charaktere, die durch die unterschiedlichen Seiten ihrer Persönlichkeit überzeugen und auch im Inneren ein Stück weit berühren und nicht loslassen.
Teilweise zweifelt man an ihnen und zugleich ist da so eine Angst und Hilflosigkeit, der man nicht Herr werden kann.
Daneben lernt man noch weitere Charaktere kennen und auch diese werden sehr vielschichtig dargeboten.
Der Autor zeigt auf diese Art einfach sehr deutlich auf, egal wie gut man einen Menschen kennt. Man kennt ihn niemals wirklich. Denn die Abgründe sind hier verdammt tief. Das Böse kann existieren, aber um Leben zu können, braucht es einen Grundstein. Und gerade wie das der Autor erklärt und aufzeigt, hat mir so unglaublich gut gefallen.
Dieses Buch ist definitiv nichts für schwache Nerven. Denn die Horrorelemente sind teils sehr detailliert und malerisch erzählt.
Aber das Grauen bietet sich nicht automatisch in der Gewalt dar.
Vielmehr ist es die eigene Vorstellungskraft, die dem ganzen ein Eigenleben verleiht.
Dabei schafft es der Autor auf eine sehr faszinierende Art und Weise das Setting darzubieten. Besonders die Liebe zum Detail gibt dem Ganzen so viel Ausdruck und Intensität.
In der Handlung fand ich mich sofort sehr gut zurecht.
Der Beginn war sehr nervenaufreibend, allerdings braucht die Geschichte dann erstmal etwas, um in Fahrt zu kommen.
Dabei ist die Erzählweise das besonders interessante daran.
Denn wir bekommen Mitschriften geliefert.
Dabei wechseln wir immer wieder in der Zeit.
Manchmal kam ich tatsächlich etwas durcheinander, wann Nick und wann Sam erzählte.
Erst später wurde dem Ganzen ein Fundament gegeben. Man verstand ,hinterfragte aber gleichzeitig.
Selbst jetzt am Ende bin ich doch sehr erschüttert und gleichzeitig fasziniert.
Denn sowas in dieser Art hab ich noch nie gelesen.
Es ist verstörend, brutal und teilweise weiß man einfach nicht, was man denken soll.
Es ist absolut beklemmend und beängstigend, bei dem was sich hier herauskristallisiert.
Es stellt sich immer wieder die Frage, ob es tatsächlich der Berg ist, der das Böse herausbringt, oder ob man einfach dem eigenen Wahn erliegt.
Schlussendlich ist es der eigenen Interpretation zu verdanken, was dir die Geschichte offenbart.
Definitiv eine Story, die mich nicht losgelassen hat.
Fazit:
Echo ist ein ganz eigenes Horrorszenario, das sich in keine Schublade stecken lässt.
Beklemmend, verstörend, aber auch absolut faszinierend.
Wahn oder ist es tatsächlich der Berg?
Mich konnte die Story absolut begeistern und vor allem mit den Charakteren,als auch den sehr intensiven Beschreibungen des Setting beeindrucken.
Ich bin gespannt, was der Autor als nächstes zu Papier bringt.
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4/5
17.01.2022
Buch (Taschenbuch)
Du wirst fallen, fallen, fallen
Horrorromane sind eigentlich nicht so mein Ding. Zu oft stehen die pure Handlung und ihre Schockmomente im Vordergrund, während man Figurenentwicklungen und sprachliche Finessen oftmals vergeblich sucht. So wurde ich neugierig, als eines Tages die Nachricht die Runde machte, in den Niederlanden gäbe es einen jungen Autoren, der quasi als literarisch anspruchsvoller Enkel Stephen Kings angepriesen wurde. So war der Weg für mich bereitet, um seinem neuesten Buch zumindest mal eine Chance zu geben – und ich wurde nicht enttäuscht.
„Echo“ ist eine Mischung aus Bergsteiger- und Beziehungsdrama, verpackt in einen Schauerroman, mit deutlichen Wurzeln bei Klassikern wie H.P. Lovecraft oder Edgar Allan Poe. Es ist die Geschichte einer Besessenheit, der eine Mann besessen vom Bösen, der andere von der Liebe seines Lebens.
Nick Grevers ist bei einer Extremklettertour am Mont Maudit in den französischen Alpen abgestürzt, sein Gesicht massiv zerstört und von kaum mehr als den mumienhaften Bandagen um seinen Kopf zusammengehalten. Sein Freund Sam Avery reist panisch zum Krankenhaus und erhält dort einen Zettel von Nick, „Glaube ihnen keinen Wort, es war kein Unfall.“ Und plötzlich beginnen zahlreiche Menschen um sie herum scheinbar den Verstand zu verlieren, stürzen sich in Scharen vom Dach des Krankenhauses, gezeichnet von Symptomen schwerster Höhenangst – und das mitten in Amsterdam.
Thomas Olde Heuvelt legt den Roman so clever an, dass die verstörend tragischen Geschehnisse einerseits als Phänomene einer tatsächlichen übernatürlichen Besessenheit gedeutet werden können, andererseits sich aber auch als Bilder für eine psychische Erkrankung interpretieren lassen. Die vielschichtige Beziehung der beiden Protagonisten steht dabei im Mittelpunkt. Sam bekommt mit, wie sein Freund immer weiter die Kontrolle über sein Handeln verliert und dadurch scheinbar Erwachsene und selbst Kinder ernsthaft bedroht werden. Gleichzeitig wird er angetrieben von der großen Liebe zu seinem Freund und dem unbedingten Willen, ihn nicht im Stich und schon gar nicht aufgeben zu wollen.
In Rückblenden wird die menschliche Entwicklung der beiden rund um prägende Ereignisse ihres Heranwachsens aufgedeckt, wodurch die Charaktere tatsächliche Tiefe erhalten und ihre Entscheidungen emotionalen Eindruck hinterlassen.
Im Stile moderner Horrorfilme à la „Hereditary“ oder „Ring“ wird hier der Schrecken nicht über möglichst extreme Schockmomente erzeugt, sondern ein sich langsam einschleichendes Gefühl der konstanten Beunruhigung, dass man wie Nicks „Opfer“ Schritt für Schritt den festen Boden unter den Füßen verliert.
Horrorromane sind eigentlich nicht so mein Ding – so allerdings absolut.
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