Produktbild: Milchmann

Milchmann Roman | Gewinner Man Booker Prize 2018

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.02.2020

Verlag

Tropen

Seitenzahl

464

Maße (L/B/H)

21,6/14,9/4,3 cm

Gewicht

628 g

Farbe

Melone / Anthrazit

Auflage

3. Auflage

Originaltitel

Milkman

Übersetzt von

Anna-Nina Kroll

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-50468-2

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Diese Erzählung ist so dicht, dass keine Zeit für Atempausen bleibt.[...] Ein stilistisch beeindruckender, peinigend intensiv zu lesender Fluss aus Gedanken, Beobachtungen, Erinnerungen ergießt sich über das Papier.« Gunda Bartels, Tagesspiegel, 24.05.2020 ("Tagesspiegel")
»Warum die Opfer sexualisierter Gewalt manchmal darüber schweigen, weshalb Erzählen unendliche Kraft kostet und wie sich Angst und Verzweiflung in Herz und Hirn fressen wie Batteriesäure, beschreibt Burns in diesem Werk ohne Pathos und mit so einfacher Sprache, dass das Lesen schmerzt. Auszuhalten ist das bloß, weil man der Protagonistin etwas voraushat: Der Milchmann wird sterben, man erfährt es gleich auf der ersten Seite. Und die Erzählerin? Findet ihre Stimme wieder. Sie erzählt uns ja davon.« Elisa von Hof, Spiegel.de, 25.03.2020 ("SPIEGEL Online")
»Die Lage ist rabenschwarz, aber komisch ist sie eben auch, dank der Überdeutlichkeit, zu der das Absurde seine Gestalten ausbildet. Für den Leser heißt es, dass er diese Spannung zwischen Witz und Qual aushalten muss. Es ist ein Erlebnis von verblüffender Intensität.« Burkhard Müller, Die Zeit, 13.03.2020 ("Die Zeit")
»Obwohl der reale Hintergrund des Geschehens sich bald abzeichnet, gelingt es Burns, ihre Romanwelt über dem rein Faktischen in der Schwebe zu halten und grundsätzlich das Wahnhafte, Groteske, die Seelen durch und durch Vergiftende eines solchen Kriegszustands fassbar zu machen. [...] Schwere Kost, möchte man denken; aber die Schriftstellerin legt ihre Geschichte einer hinreissenden Erzählerin in den Mund. [...] Die so geschaffene Möglichkeit, eine jugendliche Stimme mit vertiefter Reflexion zu unterlegen, setzt Burns in einen zugleich lässigen und präzisen, mit schwarzem Humor gesäumten Sprachduktus um, den Anna-Nina Kroll gewandt ins Deutsche gebracht hat.« Angela Schader, Neue Zürcher Zeitung, 07.03.2020 ("Neue Zürcher Zeitung")
»[Burns] tut dies mit heilsamen Humor und einer wunderbar eigenwilligen Sprache« Simone von Büren, NZZ am Sonntag, 23.02.2020 ("NZZ am Sonntag")
»Dieses ungewöhnliche, eindringliche und großartig übersetzte Buch mit all den ausufernden, dramatischen, aber auch komischen Exkursen, ähnlich einem großen inneren Monolog, überzeugt mit kraftvoller Sprache und ist keine ganz leichte, aber eine überaus lohnende und über weite Strecken sehr unterhaltsame Lektüre.« Christine Schwalbe, Neue-Buchtipps.de, 13.07.2020 ("Neue-Buchtipps.de")
»Der Roman ist groß. (…)Möglicherweise hat Anna Burns sogar die einzig angemessene Art gefunden, sich einem Konflikt dieses Ausmaßes schreibend zu nähern. Es lohnt, sich darauf einzulassen.« Elisabeth Mayer, Bücher-Magazin, Juli/Juli 2020 ("Buch Magazin")
»Milchmann ist ein besonderer Roman, sowohl stilistisch als auch in seiner Verbindung von absurdem Humor, tragischer Groteske, surrealer Grundzeichnung und doch eben auch eines Hyperrealismus, der in jeder Zeile mitschwingt.« Guy Helminger, Luxemburger Tagblatt, 08.05.2020 ("Luxemburger Tageblatt")
»Mit sezierendem Blick und literarisch sehr eigenwillig zeigt Anna Burns eine soziale Gemeinschaft und eine Gesellschaft, die sich selbst zersetzen. Es ist ein außergewöhnlicher Roman.« Karsten Herrmann, Literaturkritik.de, 05.2020 ("Literaturkritik.de")
»Lesens- und liebenswert« Marion Hinz, kultur-port.de, 28.04.2020 ("kultur-port.de")

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.02.2020

Verlag

Tropen

Seitenzahl

464

Maße (L/B/H)

21,6/14,9/4,3 cm

Gewicht

628 g

Farbe

Melone / Anthrazit

Auflage

3. Auflage

Originaltitel

Milkman

Übersetzt von

Anna-Nina Kroll

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-50468-2

Herstelleradresse

Tropen
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

Email: produktsicherheit@klett-cotta.de

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2 Sterne

1 Sterne

Intensiver, aufrüttelnder aber sehr anstrengend zu lesender Roman

bookloving am 09.06.2020

Bewertungsnummer: 1338697

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Roman » Milchmann « aus der Feder der nordirischen Autorin Anna Burns wurde bereits 2018 mit dem Man Booker Prize - dem bedeutendsten britischen Literaturpreis - ausgezeichnet und ist nun auch auf Deutsch erschienen. Es ist ein faszinierender, aufwühlender und äußerst eindringlich geschriebener Roman mit sehr bissigem Humor, der eine sehr ernste und erstaunlich aktuelle Thematik behandelt, macht er doch deutlich wie nachhaltig der Alltag durch einen Bürgerkrieg beeinträchtigt werden kann und welche Auswirkungen die permanente Gewalt auf die Zivilgesellschaft hat. Obwohl die Autorin bewusst den Handlungsort, die Schauplätze und sogar das Zeitkolorit weitgehend unkenntlich gemacht hat und beispielsweise mit „jenseits der See“ oder „jenseits der Grenze“ umschrieben hat, fällt einem die Verortung der Handlung nicht schwer. Ihre Geschichte ist während des Nordirland-Konflikts in den 1970ger Jahren in einem katholischen Viertel in Belfast angesiedelt – einem Bürgerkrieg, in dem Autobomben, Erschießungskommandos und Tote den Alltag beherrschten. Bereits der verstörende Beginn des Romans mit dem ersten Satz „Der Tag, an dem Irgendwer McIrgendwas eine Waffe auf die Brust setzte, mich ein Flittchen nannte und drohte, mich zu erschießen, war auch der Tag, an dem der Milchmann starb." konfrontiert uns mit einer schockierenden Welt voller Gewalt und Brutalität. Die 18-jährige namenlose Ich-Erzählerin schildert rückblickend über eine Verkettung von ungeheuerlichen Ereignissen, die man zunächst gar nicht richtig einzuordnen vermag. Unbeabsichtigt hat die junge Erzählerin die Aufmerksamkeit eines über 40-jährigen Manns, der ein hochrangiger und hochgeschätzter Untergrundkämpfer ist und von allen „Milchmann“ genannt wird, auf sich gezogen. Obwohl sie ihm keine Beachtung schenkt, lauert er ihr beim Joggen regelmäßig auf und stalkt sie hartnäckig. Schon bald gehen Gerüchte im Viertel um und ihr wird eine Affäre ihm unterstellt. Aus Sicht der Erzählerin erfahren wir hautnah wie sehr die permanente Angst vor Begegnungen mit Milchmann und die kursierenden Gerüchte ihr nicht nur psychisch sondern zunehmend auch physisch zusetzen. Die Autorin bedient sich einer besonderen, Mitte des 18. Jahrhunderts eingeführten, nicht-linearen Erzähltechnik, bei welcher der Erzählschwerpunkt weniger auf der eigentlichen Handlung liegt, sondern eher assoziative und sehr ausschweifende Betrachtungen an Erzähltes anknüpfen. Obwohl es anfangs äußerst schwierig ist, sich in den ungewöhnlichen und sehr anstrengenden Schreibstil der Autorin mit viel schwarzem Humor hineinzufinden, dauert es nicht lange, bis man dem sehr authentisch wirkenden, inneren Monolog und endlos mäandrierenden Gedankenfluss der Ich-Erzählerin gebannt folgt. Die sehr vielschichtig angelegte Protagonistin wird als eine eigenwillige, kritisch eingestellte und sehr clevere junge Frau geschildert, die am liebsten den Kopf in alte Schmöker aus dem 18. Jahrhundert steckt und im Gehen liest, um bloß nicht aufzufallen. Von allen Seiten wird sie mit verschiedensten Erwartungen konfrontiert und unter Druck gesetzt, so dass sie weit davon entfernt ist, ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Sehr unmittelbar nehmen wir Anteil an der intensiven Innenansicht der Hauptfigur, ihren sehr abschweifenden Gedanken und ambivalenten Einstellung zu ihrem Alltag und dem Leben in ihrem Bezirk, das geprägt ist von Tratsch, Misstrauen, Verleumdungen, Bespitzelungen und permanenter Angst. Alles unterliegt den strengen, oft widersinnigen Regeln der Gemeinschaft, denen man sich unterzuordnen hat. Gekonnt beschwört die Autorin einen unglaublich komplexen, höchst beklemmenden und kafkaesk anmutenden Mikrokosmos herauf, der sich während der langandauernden Konflikte herausgebildet und immer absurdere Züge angenommen hat. Sie schildert anhand einer Vielzahl von Beispielen eine Gesellschaft mit komplexen Loyalitätsregeln, die totalitäre Züge trägt, und ein Urmisstrauen gegen die Staatsgewalt und ihre Einrichtungen besitzt und verdeutlicht, was alles unter dem schädlichen Klima von Unterdrückung durch das Patriachat und der Kirche schiefläuft. Faszinierend ist es mitzuerleben, wie die Protagonistin, die eigentlich unauffällig sein und sich aus den politischen Konflikten heraushalten möchte, mit ihrer schrägen, desinteressierten und distanzierten Art diesen seltsamen Mikrokosmos stört und zunehmend in den Augen der anderen suspekt erscheint. So verselbständigen sich allmählich die Gerüchte um sie immer mehr und eine Kaskade von fatalen Verwicklungen nimmt unaufhaltsam seinen Lauf. Doch in all dem Irrsinn und der Gewalt gibt es auch Hoffnungsträger wie die Themenfrauen und den Echten Milchmann. Trotz aller Surrealität erzählt Anna Burns aber auch eine sehr beklemmende, authentische Geschichte über gesellschaftliche Entwicklungen, die auch auf andere Regime oder Bürgerkriegsgebiete übertragbar ist und sogar als Mahnung vor aktuellen Entwicklungen gedeutet werden kann. FAZIT Ein unglaublich intensiver, aufrüttelnder Roman über das Leben im Nordirland der 1970er-Jahre, der einen noch länger beschäftigt! Eine sehr anstrengende, herausfordernde aber lesenswerte Lektüre!

Intensiver, aufrüttelnder aber sehr anstrengend zu lesender Roman

bookloving am 09.06.2020
Bewertungsnummer: 1338697
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Roman » Milchmann « aus der Feder der nordirischen Autorin Anna Burns wurde bereits 2018 mit dem Man Booker Prize - dem bedeutendsten britischen Literaturpreis - ausgezeichnet und ist nun auch auf Deutsch erschienen. Es ist ein faszinierender, aufwühlender und äußerst eindringlich geschriebener Roman mit sehr bissigem Humor, der eine sehr ernste und erstaunlich aktuelle Thematik behandelt, macht er doch deutlich wie nachhaltig der Alltag durch einen Bürgerkrieg beeinträchtigt werden kann und welche Auswirkungen die permanente Gewalt auf die Zivilgesellschaft hat. Obwohl die Autorin bewusst den Handlungsort, die Schauplätze und sogar das Zeitkolorit weitgehend unkenntlich gemacht hat und beispielsweise mit „jenseits der See“ oder „jenseits der Grenze“ umschrieben hat, fällt einem die Verortung der Handlung nicht schwer. Ihre Geschichte ist während des Nordirland-Konflikts in den 1970ger Jahren in einem katholischen Viertel in Belfast angesiedelt – einem Bürgerkrieg, in dem Autobomben, Erschießungskommandos und Tote den Alltag beherrschten. Bereits der verstörende Beginn des Romans mit dem ersten Satz „Der Tag, an dem Irgendwer McIrgendwas eine Waffe auf die Brust setzte, mich ein Flittchen nannte und drohte, mich zu erschießen, war auch der Tag, an dem der Milchmann starb." konfrontiert uns mit einer schockierenden Welt voller Gewalt und Brutalität. Die 18-jährige namenlose Ich-Erzählerin schildert rückblickend über eine Verkettung von ungeheuerlichen Ereignissen, die man zunächst gar nicht richtig einzuordnen vermag. Unbeabsichtigt hat die junge Erzählerin die Aufmerksamkeit eines über 40-jährigen Manns, der ein hochrangiger und hochgeschätzter Untergrundkämpfer ist und von allen „Milchmann“ genannt wird, auf sich gezogen. Obwohl sie ihm keine Beachtung schenkt, lauert er ihr beim Joggen regelmäßig auf und stalkt sie hartnäckig. Schon bald gehen Gerüchte im Viertel um und ihr wird eine Affäre ihm unterstellt. Aus Sicht der Erzählerin erfahren wir hautnah wie sehr die permanente Angst vor Begegnungen mit Milchmann und die kursierenden Gerüchte ihr nicht nur psychisch sondern zunehmend auch physisch zusetzen. Die Autorin bedient sich einer besonderen, Mitte des 18. Jahrhunderts eingeführten, nicht-linearen Erzähltechnik, bei welcher der Erzählschwerpunkt weniger auf der eigentlichen Handlung liegt, sondern eher assoziative und sehr ausschweifende Betrachtungen an Erzähltes anknüpfen. Obwohl es anfangs äußerst schwierig ist, sich in den ungewöhnlichen und sehr anstrengenden Schreibstil der Autorin mit viel schwarzem Humor hineinzufinden, dauert es nicht lange, bis man dem sehr authentisch wirkenden, inneren Monolog und endlos mäandrierenden Gedankenfluss der Ich-Erzählerin gebannt folgt. Die sehr vielschichtig angelegte Protagonistin wird als eine eigenwillige, kritisch eingestellte und sehr clevere junge Frau geschildert, die am liebsten den Kopf in alte Schmöker aus dem 18. Jahrhundert steckt und im Gehen liest, um bloß nicht aufzufallen. Von allen Seiten wird sie mit verschiedensten Erwartungen konfrontiert und unter Druck gesetzt, so dass sie weit davon entfernt ist, ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Sehr unmittelbar nehmen wir Anteil an der intensiven Innenansicht der Hauptfigur, ihren sehr abschweifenden Gedanken und ambivalenten Einstellung zu ihrem Alltag und dem Leben in ihrem Bezirk, das geprägt ist von Tratsch, Misstrauen, Verleumdungen, Bespitzelungen und permanenter Angst. Alles unterliegt den strengen, oft widersinnigen Regeln der Gemeinschaft, denen man sich unterzuordnen hat. Gekonnt beschwört die Autorin einen unglaublich komplexen, höchst beklemmenden und kafkaesk anmutenden Mikrokosmos herauf, der sich während der langandauernden Konflikte herausgebildet und immer absurdere Züge angenommen hat. Sie schildert anhand einer Vielzahl von Beispielen eine Gesellschaft mit komplexen Loyalitätsregeln, die totalitäre Züge trägt, und ein Urmisstrauen gegen die Staatsgewalt und ihre Einrichtungen besitzt und verdeutlicht, was alles unter dem schädlichen Klima von Unterdrückung durch das Patriachat und der Kirche schiefläuft. Faszinierend ist es mitzuerleben, wie die Protagonistin, die eigentlich unauffällig sein und sich aus den politischen Konflikten heraushalten möchte, mit ihrer schrägen, desinteressierten und distanzierten Art diesen seltsamen Mikrokosmos stört und zunehmend in den Augen der anderen suspekt erscheint. So verselbständigen sich allmählich die Gerüchte um sie immer mehr und eine Kaskade von fatalen Verwicklungen nimmt unaufhaltsam seinen Lauf. Doch in all dem Irrsinn und der Gewalt gibt es auch Hoffnungsträger wie die Themenfrauen und den Echten Milchmann. Trotz aller Surrealität erzählt Anna Burns aber auch eine sehr beklemmende, authentische Geschichte über gesellschaftliche Entwicklungen, die auch auf andere Regime oder Bürgerkriegsgebiete übertragbar ist und sogar als Mahnung vor aktuellen Entwicklungen gedeutet werden kann. FAZIT Ein unglaublich intensiver, aufrüttelnder Roman über das Leben im Nordirland der 1970er-Jahre, der einen noch länger beschäftigt! Eine sehr anstrengende, herausfordernde aber lesenswerte Lektüre!

Faszinierendes Buch

Bewertung aus Hirschberg am 02.05.2020

Bewertungsnummer: 1323418

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Cover vermittelt für mich einen harmonischen, fast schon romantischen Eindruck, aber der Inhalt macht da ganz und gar nicht mit! Hier findet man einen gesellschaftskritischen Roman vor! Unsere Protagonistin befindet sich in Belfast, im Nordirlandkonflikt, der Siebziger-Jahre. Diese Zeit ist für mich kaum greifbar, da ich selbst erst zwanzig bin! Trotzdem interessiere ich mich für vergangene Jahrzehnte und habe das Buch deshalb auch gern gelesen. Außerdem verfolgt die Autorin ein ungewöhnliches Konzept. Die Figuren bleiben eher anonym, also erhalten keinen Namen. Das hat mich wirklich fasziniert! Das Buch war wirklich außerordentlich gut und spannend! Ich habe es sehr gern gelesen und kann es jedem empfehlen, der gern etwas lesen möchte, was nicht zur "gebräuchlichen Unterhaltungsliteratur" gehört!

Faszinierendes Buch

Bewertung aus Hirschberg am 02.05.2020
Bewertungsnummer: 1323418
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Cover vermittelt für mich einen harmonischen, fast schon romantischen Eindruck, aber der Inhalt macht da ganz und gar nicht mit! Hier findet man einen gesellschaftskritischen Roman vor! Unsere Protagonistin befindet sich in Belfast, im Nordirlandkonflikt, der Siebziger-Jahre. Diese Zeit ist für mich kaum greifbar, da ich selbst erst zwanzig bin! Trotzdem interessiere ich mich für vergangene Jahrzehnte und habe das Buch deshalb auch gern gelesen. Außerdem verfolgt die Autorin ein ungewöhnliches Konzept. Die Figuren bleiben eher anonym, also erhalten keinen Namen. Das hat mich wirklich fasziniert! Das Buch war wirklich außerordentlich gut und spannend! Ich habe es sehr gern gelesen und kann es jedem empfehlen, der gern etwas lesen möchte, was nicht zur "gebräuchlichen Unterhaltungsliteratur" gehört!

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Milchmann

von Anna Burns

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Hans Wilhelm Schmölzer

Thalia Villach – Atrio

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5/5

„Damals war es besser, sich so unauffällig wie nur möglich zu verhalten"

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Damals war es besser, sich so unauffällig wie nur möglich zu verhalten … Wenn man das nicht schaffte, war man im Handumdrehen als Psycho-Außenseiter zu den anderen Außenseitern am Rand sortiert.“ Nordirland, 1970er Jahre: eine Atmosphäre geprägt von Misstrauen und Hoffnungslosigkeit, Ungleichheit und Gewaltbereitschaft, Verdächtigungen und Gerüchten. Viele Sehnsüchte und Bedürfnisse der Menschen scheitern an der gesellschaftlichen Realität. Die junge Protagonistin verstrickt sich gegen ihren Willen zusehends in die politischen Konflikte ihrer Heimat – eigenwillige Charaktere, eigenwilliger Stil, politisch, schräg, humorvoll. Ich habe den Roman sehr gerne und mit großem Interesse für die Charaktere gelesen. Ausgezeichnet mit dem Man Booker Prize 2018.
  • Hans Wilhelm Schmölzer
  • Buchhändler/-in

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5/5

„Damals war es besser, sich so unauffällig wie nur möglich zu verhalten"

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Damals war es besser, sich so unauffällig wie nur möglich zu verhalten … Wenn man das nicht schaffte, war man im Handumdrehen als Psycho-Außenseiter zu den anderen Außenseitern am Rand sortiert.“ Nordirland, 1970er Jahre: eine Atmosphäre geprägt von Misstrauen und Hoffnungslosigkeit, Ungleichheit und Gewaltbereitschaft, Verdächtigungen und Gerüchten. Viele Sehnsüchte und Bedürfnisse der Menschen scheitern an der gesellschaftlichen Realität. Die junge Protagonistin verstrickt sich gegen ihren Willen zusehends in die politischen Konflikte ihrer Heimat – eigenwillige Charaktere, eigenwilliger Stil, politisch, schräg, humorvoll. Ich habe den Roman sehr gerne und mit großem Interesse für die Charaktere gelesen. Ausgezeichnet mit dem Man Booker Prize 2018.

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Yvonne Simone Vogl

Thalia Gmunden – SEP

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4/5

Der Milchmann, eine Leseherausforderung,...

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Milchmann, eine Leseherausforderung, die sich aber, wenn man mit dem Buch durch ist - echt gelohnt hat. Der Schreibstil ist herausfordernd, verschachtelt und liest sich dadurch nicht immer leicht.
  • Yvonne Simone Vogl
  • Buchhändler/-in

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4/5

Der Milchmann, eine Leseherausforderung,...

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Milchmann, eine Leseherausforderung, die sich aber, wenn man mit dem Buch durch ist - echt gelohnt hat. Der Schreibstil ist herausfordernd, verschachtelt und liest sich dadurch nicht immer leicht.

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Milchmann

von Anna Burns

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