farbigen Abbildungen von Mor von Sunnegg. Dieser Ausgabe ist ein 16-seitiges Heft, mit Anmerkungen zur Erstausgabe 1904, von Dr. Klaus Heydemann beigelegt.
Faksimile der Erstausgabe: Hatschi Bratschis Luftballon ist ein sehr bekanntes Kinderbuch von Franz Karl Ginzkey. Es erschien erstmals 1904 und wurde mehrfach in veränderten Fassungen neu aufgelegt. Die Erstausgabe ist extrem selten und kaum mehr zu finden. So wird diese aufwendig gemachte Ausgabe, es ist eine originalgetreue Reproduktion der Vorlage, Vielen die Gelegenheit geben, sich an dem vielgelesenen Klassiker der österreichischen Kinderliteratur wieder zu erfreuen.
Generationen von Kindern lernten die Reime auswendig und liebten die Erlebnisse des kleinen Fritz und die vielen Stationen seiner aufregenden Ballonreise. Am Ende der Reise kann er alle entführten Kinder befreien. Gemeinsam fahren sie im Luftballon nun nach Hause, wo sie von ihren Eltern sehnsüchtig erwartet werden.
Seit den späten Sechziger Jahren wurde das Buch von mancher Seite als „rassistisch“ eingeordnet und kritisiert. Dieser Ausgabe ist daher ein 16-seitiges Heft von Dr. Klaus Heydemann mit Anmerkungen zur Erstausgabe beigelegt.
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Rassismus generell ist ein heikles Thema, umso wichtiger finde ich es, Kindern von Anfang an einen richtigen Umgang damit zu vermitteln.
Während Erwachsene differenzieren können, schnappen Kinder oft schon beim ersten Mal, wenn sie einen Begriff hören, diesen auf und bauen ihn in ihren Sprachgebrauch ein.
Gott sei Dank sind neu erschienene Kinderbücher modern und divers. Kinder vieler verschiedener Ethnien, mit unterschiedlichem Aussehen zieren die Cover der Bücher. Selbstverständlich sollte das so sein, doch immer noch gibt es viele Menschen, die keinen Wert auf Diversität legen, ja diese sogar ablehnen… Leider.
Diese besondere Ausgabe ist eine beinahe identische Ausgabe der allerersten Auflage von „Hatschi Bratschis Luftballon“ aus dem Jahre 1922.
Der einzig wirkliche Unterschied: Der neuen Ausgabe liegt ein Heft bei, in dem jede Menge irrelevante Fakten über den Autor und der Entstehungsgeschichte nachzulesen sind, Worte zur Rassismus-Thematik hätte ich darin nicht gefunden.
Natürlich ändern sich Zeiten und somit ihre Werte, Vokabel werden in anderem Kontext oder mit anderer Intuition verwendet und gewisse Themen sind uns heute -auch durch die Digitalisierung- viel näher als damals, somit wir uns auch mehr und intensiver damit auseinandersetzen.
Doch da wir als vernunftbegabte Menschen, mit Lernfähigkeit und Empathie ausgestattet, reflektieren und aus Fehlern lernen können, bin ich fest davon überzeugt, dass es einer Gesellschaft, wie auch einem Kind als Einzelperson schadet, von Klein auf Feindbilder erschaffen zu bekommen, die nicht nur schlichtweg falsch in ihrer Aussage sind, sondern ausserdem rassistisch, sexistisch, ableistisch oder homophob.
Für ein gutes Miteinander ist es so wichtig, schon den Allerkleinsten zu zeigen, dass jeder Mensch gleich viel wert ist, egal woher er/sie kommt, wie er/sie aussieht, welche Sprache er/sie spricht, welche Hautfarbe er/sie hat, wen er/sie liebt oder welche besonderen Bedürfnisse er/sie hat.
Das riesen Konter, das im Raum steht, umgeht die Frage danach, was richtig oder falsch ist, und widmet sich einem Thema, der der tatsächlichen Zielgruppe (nämlich Kindern) total egal ist und der von ihnen nicht beachtet wird / beachtet werden kann.
Klassiker seien hochwertige Kinderbücher, die man nicht abändern dürfe, da sonst der Wert und die Handschrift des Autors / der Autorin verloren ginge. Abänderungen wären Zensur.
Oft höre ich, wie eine Abänderung diskriminierender in nicht-diskriminierende Begriffe das Werk verfälschen würde. Aber ein Kinderbuch ist meiner Meinung nach kein Stück Kunst wie eine Malerei auf Leinwand, die keinen (Mehr-) Wert mehr hat, sobald man selbst mit dem Pinsel ergänzt oder abändert. Eben so wenig kann man hier Kinderbücher mit Jugend- oder Erwachsenenliteratur vergleichen. Hier finde ich Vorworte oder Beilagen fantastisch, so kann ein Buch so bestehen bleiben, wie der Autor/die Autorin es geschrieben hat, und liefert zusätzlich noch Stoff für Diskussionen.
Doch wie schon gesagt, ein Kleinkind kann hier nicht differenzieren, Wörter und Begriffe gehen direkt in den Sprachgebrauch über. Genau so ist ein Kinderbuch ein Lehrmittel, ein Vorleben und eine wunderbare Welt, von der Kinder lernen und aus der sie nachahmen.
Ich möchte in keiner Gesellschaft leben, in der Kinder von der Fremde und vor allem, was ihnen nicht ähnlich ist, Angst haben müssen.
Ein Kind hat ein Recht auf Schutz und auf Geborgenheit, sowohl physisch als auch psychisch.
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