Produktbild: Niegeschichte

Niegeschichte Science Fiction als Kunst- und Denkmaschine

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39,90 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.10.2019

Verlag

Matthes & Seitz

Seitenzahl

942

Maße (L/B/H)

22,1/14,5/6 cm

Gewicht

1188 g

Farbe

Schwarz

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95757-785-6

Beschreibung

Rezension

»Ob man SF liebt oder nicht, der Aufwand, den das Studium von "Niegeschichte" verlangt, ist ein lohnender. Es macht klar, wie nötig es ist, über das Bestehende hinaus zu denken, um das Mögliche in Betracht zu ziehen.« Ken Merten Unsere Zeit 20200214

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.10.2019

Verlag

Matthes & Seitz

Seitenzahl

942

Maße (L/B/H)

22,1/14,5/6 cm

Gewicht

1188 g

Farbe

Schwarz

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95757-785-6

Herstelleradresse

Matthes & Seitz Verlag
Großbeerenstraße 57A
10965 Berlin
DE

Email: info@matthes-seitz-berlin.de

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Ralf Rother

Thalia Wien – Mariahilfer Straße

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4/5

Science Fiction als dialektische Maschine

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Meine siebente Buchempfehlung in der Corona-Quarantäne ist das neue Buch von Dietmar Dath „Niegeschichte“. Ich muss zugeben, dass der Hinweis eines Freundes mich zu dem Buch führte. Das Buch behandelt in einem fast tausendseitigen Umfang die „Science Fiction als Kunst- und Denkmaschine“. Außerdem muss ich auch zugeben, dass ich kein Leser von Science Fiction-Geschichten bin. Aber das Thema bzw. das Buch machte mich neugierig. Beim Lesen ergriff mich allerdings ein Unbehagen, das sich vielleicht genauso wenig in Worte fassen lässt wie die Sprunghaftigkeit des Autors Dietmar Dath. Dietmar Dath schickt den Leser und die Leserin gleich von der ersten Seite weg in das kosmologische Planetarium von Dietmar Dath. Mit Hyperlichtgeschwindigkeit fliegt man an Theoreme, AutorInnennamen und Buchtitel vorbei, die einen den Atem rauben. Ganze Galaxien scheint man zu durchrasen. Zwischendurch leuchten immer wieder Definitionen auf, die wie glasklare Pixel auf dem Lesemonitor erscheinen. So wie Dietmar Dath die Besatzung seiner Lesereise durch das Buch „Niegeschichte“ vorbei an die verschiedensten Galaxien jagt, so hat er mit seiner Schreibe schon ganze Universen geschaffen. Zu seinem Repertoire gehören zahlreiche Romane, Erzählungen Hörspiele, Theaterstücke, Sachbücher, Essays und Übersetzungen. Keine Frage: In Dietmar Daths riesigem Essay zum Science Fiction finden sich eine Unmenge von Literaturhinweise und interessanter Überlegungen. Eine seiner Schlussthesen lautet: „SF ist eine Maschine, die Wissen vergessen hilft, um neues Wissen in Vorstellung und Darstellung zu ermöglichen.“ Im Getriebe der Dialektik – Dietmar Dath ist ein bekennender marxistisch-leninistischer Hegelianer – scheint die Science Fiction so etwas wie die Wunsch- und Traummaschine des ins Future fliegenden Subjekts zu sein. Für ihn ist die Science Fiction jenes Genre, in dem die letzten zwei Jahrhunderte ihre politischen wie wissenschaftlichen Fragen und Probleme ästhetisch behandelte, um vorausschauend oder träumend neue Welten zu besiedeln.
  • Ralf Rother
  • Buchhändler/-in

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4/5

Science Fiction als dialektische Maschine

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Meine siebente Buchempfehlung in der Corona-Quarantäne ist das neue Buch von Dietmar Dath „Niegeschichte“. Ich muss zugeben, dass der Hinweis eines Freundes mich zu dem Buch führte. Das Buch behandelt in einem fast tausendseitigen Umfang die „Science Fiction als Kunst- und Denkmaschine“. Außerdem muss ich auch zugeben, dass ich kein Leser von Science Fiction-Geschichten bin. Aber das Thema bzw. das Buch machte mich neugierig. Beim Lesen ergriff mich allerdings ein Unbehagen, das sich vielleicht genauso wenig in Worte fassen lässt wie die Sprunghaftigkeit des Autors Dietmar Dath. Dietmar Dath schickt den Leser und die Leserin gleich von der ersten Seite weg in das kosmologische Planetarium von Dietmar Dath. Mit Hyperlichtgeschwindigkeit fliegt man an Theoreme, AutorInnennamen und Buchtitel vorbei, die einen den Atem rauben. Ganze Galaxien scheint man zu durchrasen. Zwischendurch leuchten immer wieder Definitionen auf, die wie glasklare Pixel auf dem Lesemonitor erscheinen. So wie Dietmar Dath die Besatzung seiner Lesereise durch das Buch „Niegeschichte“ vorbei an die verschiedensten Galaxien jagt, so hat er mit seiner Schreibe schon ganze Universen geschaffen. Zu seinem Repertoire gehören zahlreiche Romane, Erzählungen Hörspiele, Theaterstücke, Sachbücher, Essays und Übersetzungen. Keine Frage: In Dietmar Daths riesigem Essay zum Science Fiction finden sich eine Unmenge von Literaturhinweise und interessanter Überlegungen. Eine seiner Schlussthesen lautet: „SF ist eine Maschine, die Wissen vergessen hilft, um neues Wissen in Vorstellung und Darstellung zu ermöglichen.“ Im Getriebe der Dialektik – Dietmar Dath ist ein bekennender marxistisch-leninistischer Hegelianer – scheint die Science Fiction so etwas wie die Wunsch- und Traummaschine des ins Future fliegenden Subjekts zu sein. Für ihn ist die Science Fiction jenes Genre, in dem die letzten zwei Jahrhunderte ihre politischen wie wissenschaftlichen Fragen und Probleme ästhetisch behandelte, um vorausschauend oder träumend neue Welten zu besiedeln.

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