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Ökologisch sein

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

29.11.2019

Herausgeber

Dirk Höfer

Verlag

Matthes & Seitz

Seitenzahl

249

Maße (L/B/H)

20,5/11,8/2,5 cm

Gewicht

311 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Being Ecological

Übersetzt von

Dirk Höfer

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95757-789-4

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

29.11.2019

Herausgeber

Dirk Höfer

Verlag

Matthes & Seitz

Seitenzahl

249

Maße (L/B/H)

20,5/11,8/2,5 cm

Gewicht

311 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Being Ecological

Übersetzt von

Dirk Höfer

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95757-789-4

Herstelleradresse

Matthes & Seitz Verlag
Großbeerenstraße 57A
10965 Berlin
DE

Email: info@matthes-seitz-berlin.de

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Ralf Rother

Thalia Wien – Mariahilfer Straße

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3/5

Mit vielen Metaphern ins Schwarze Loch

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Zu dem Buch „Ökologisch sein“ des Philosophen Timothy Morton kam ich durch einen Hinweis von Philippe Lynes („Dearth Volume1“). Timothy Morton ist Professor für Anglistik an der Rice University in Texas und erfährt vor allem in der Kunst-Community einen gewissen „Hype“ mit seinen Büchern zu einer Philosophie der Ökologie (einer „Dunklen Ökologie“) und zu seinen Arbeiten an einer objektorientierten Ontologie, in deren Zusammenhang er den Begriff „Hyperobjekt“ entwickelte. Während ich die Arbeiten von Philippe Lynes in dem Sammelband „Eco-Deconstruction“ (Hg. Matthias Fritsch, David Wood, Philipp Lynes) sehr spannend fand, finde ich das Buch von Timothy Morton sehr enttäuschend. Abgesehen davon, dass es schwierig zu sagen ist, was der Autor uns (den Lesern und Leserinnen) mit dem „Ökologisch sein“ zu verstehen geben will – außer vielleicht, dass wir uns schon im „Haus des Seins“ als dem „Schwarzen Loch“ befinden –, so ist der Schreibstil des Autors sehr sprunghaft, wenig argumentierend, eher assoziativ und flapsig in der Wortwahl: Er benutzt die philosophischen Begrifflichkeiten sehr unscharf und metaphorisch, erfindet neue Redewendungen für altbekannte Begriffe und liebt kleine bildhafte Provokationen. Bei all dem könnte ich gewiss und tatsächlich eine Freude finden, allerdings halte ich die Dinge für komplexer und nicht stimmig, wie er sie beschreibt. Zum Beispiel: „Karl Marx geht davon aus, dass der Kapitalismus eigentlich aus dem gemeinschaftlichen Surren von ausreichend vielen Maschinen hervorgeht.“ Oder: „Man steht also nicht außerhalb der Biosphäre und schaut in sie hinein. Man klebt an ihr, weit heftiger als durch einen Sekundenkleber.“ – Es sind viele Sprünge, Wendungen und Bilder, die das „Haus des Seins“ ins „Schwarze Loch“ bauen.
  • Ralf Rother
  • Buchhändler/-in

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3/5

Mit vielen Metaphern ins Schwarze Loch

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Zu dem Buch „Ökologisch sein“ des Philosophen Timothy Morton kam ich durch einen Hinweis von Philippe Lynes („Dearth Volume1“). Timothy Morton ist Professor für Anglistik an der Rice University in Texas und erfährt vor allem in der Kunst-Community einen gewissen „Hype“ mit seinen Büchern zu einer Philosophie der Ökologie (einer „Dunklen Ökologie“) und zu seinen Arbeiten an einer objektorientierten Ontologie, in deren Zusammenhang er den Begriff „Hyperobjekt“ entwickelte. Während ich die Arbeiten von Philippe Lynes in dem Sammelband „Eco-Deconstruction“ (Hg. Matthias Fritsch, David Wood, Philipp Lynes) sehr spannend fand, finde ich das Buch von Timothy Morton sehr enttäuschend. Abgesehen davon, dass es schwierig zu sagen ist, was der Autor uns (den Lesern und Leserinnen) mit dem „Ökologisch sein“ zu verstehen geben will – außer vielleicht, dass wir uns schon im „Haus des Seins“ als dem „Schwarzen Loch“ befinden –, so ist der Schreibstil des Autors sehr sprunghaft, wenig argumentierend, eher assoziativ und flapsig in der Wortwahl: Er benutzt die philosophischen Begrifflichkeiten sehr unscharf und metaphorisch, erfindet neue Redewendungen für altbekannte Begriffe und liebt kleine bildhafte Provokationen. Bei all dem könnte ich gewiss und tatsächlich eine Freude finden, allerdings halte ich die Dinge für komplexer und nicht stimmig, wie er sie beschreibt. Zum Beispiel: „Karl Marx geht davon aus, dass der Kapitalismus eigentlich aus dem gemeinschaftlichen Surren von ausreichend vielen Maschinen hervorgeht.“ Oder: „Man steht also nicht außerhalb der Biosphäre und schaut in sie hinein. Man klebt an ihr, weit heftiger als durch einen Sekundenkleber.“ – Es sind viele Sprünge, Wendungen und Bilder, die das „Haus des Seins“ ins „Schwarze Loch“ bauen.

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Ökologisch sein

von Timothy Morton

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