Produktbild: Feminismus für die 99%

Feminismus für die 99% Ein Manifest

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.08.2019

Herausgeber

Max Henninger

Verlag

Matthes & Seitz

Seitenzahl

107

Maße (L/B/H)

11,6/20,2/1 cm

Gewicht

150 g

Farbe

Eisblau / Schwarz

Auflage

3. Auflage

Übersetzt von

Max Henninger

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95757-786-3

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.08.2019

Herausgeber

Max Henninger

Verlag

Matthes & Seitz

Seitenzahl

107

Maße (L/B/H)

11,6/20,2/1 cm

Gewicht

150 g

Farbe

Eisblau / Schwarz

Auflage

3. Auflage

Übersetzt von

Max Henninger

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95757-786-3

Herstelleradresse

Matthes & Seitz Verlag
Großbeerenstraße 57A
10965 Berlin
DE

Email: info@matthes-seitz-berlin.de

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Ralf Rother

Thalia Wien – Mariahilfer Straße

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4/5

Antikapitalistischer Feminismus

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Zur wegweisenden feministischen Literatur gehörten für mich in den 70er bis 90er Jahren die Bücher von Simone de Beauvoir, Luce Irigaray und Judith Butler. Nun erschien das Manifest "Feminismus für die 99%", das durch ein Zusammenschluss unterschiedlicher Gruppen von Aktivistinnen in den USA zustande kam. Im Gegensatz zu der Vielzahl von Publikationen der letzten Jahre schlägt das Manifest einen radikalen Ton an. Den Herausgeberinnen geht es nicht um einen liberalen Feminismus, der nur einer handvoll etablierter Bürgerinnen zugute kommt, damit Quoten erreicht werden, durch die vereinzelte Frauen in der Politik und in der Wirtschaft weiterhin ein System laufen lassen, das 99% der Frauen diskriminiert und ausbeutet. Den Initiatorinnen des Manifests geht es um die radikale Abschaffung bzw. um den radikalen Umbau desjenigen Systems, das für die konkrete wie strukturelle ökonomische und politische Ungerechtigkeit und Ausbeutung steht: das System des kapitalistischen Neoliberalismus. Dieser Ansatz mag auf Sympathie stoßen oder auch nicht: zumindest ist er radikal und kompromisslos. Politisch brisant ist das Manifest aber auch in einer anderen Hinsicht und stellt damit seinen politisch antagonistischen Charakter heraus: Einige Initiatorinnen des Manifests gehören der umstrittenen "Boycott, Divestment and Sanctions"-Bewegung an, die dem Staat Israel eine Apartheidpolitik gegenüber den Palästinensern vorwerfen. Dem BDS wird wiederum Antizionismus und Antisemitismus vorgeworfen. Es steht außer Frage, dass die Unterzeichnerinnen des Manifests einen Fokus auf die ökonomischen und post-kolonialen Verhältnisse legen und diese als die Ursache für die sexuelle, politische und ökonomische Gewalt in der Beziehung zwischen den Geschlechtern betrachten. Die Autorinnen stellen mit aller Deutlichkeit die Dringlichkeit ihres Anliegens heraus. Dabei vertreten sie feministisch-marxistische Positionen, die politisch polarisieren sollen. (Vgl. hierzu Nancy Fraser und Chantal Mouffe.)
  • Ralf Rother
  • Buchhändler/-in

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4/5

Antikapitalistischer Feminismus

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Zur wegweisenden feministischen Literatur gehörten für mich in den 70er bis 90er Jahren die Bücher von Simone de Beauvoir, Luce Irigaray und Judith Butler. Nun erschien das Manifest "Feminismus für die 99%", das durch ein Zusammenschluss unterschiedlicher Gruppen von Aktivistinnen in den USA zustande kam. Im Gegensatz zu der Vielzahl von Publikationen der letzten Jahre schlägt das Manifest einen radikalen Ton an. Den Herausgeberinnen geht es nicht um einen liberalen Feminismus, der nur einer handvoll etablierter Bürgerinnen zugute kommt, damit Quoten erreicht werden, durch die vereinzelte Frauen in der Politik und in der Wirtschaft weiterhin ein System laufen lassen, das 99% der Frauen diskriminiert und ausbeutet. Den Initiatorinnen des Manifests geht es um die radikale Abschaffung bzw. um den radikalen Umbau desjenigen Systems, das für die konkrete wie strukturelle ökonomische und politische Ungerechtigkeit und Ausbeutung steht: das System des kapitalistischen Neoliberalismus. Dieser Ansatz mag auf Sympathie stoßen oder auch nicht: zumindest ist er radikal und kompromisslos. Politisch brisant ist das Manifest aber auch in einer anderen Hinsicht und stellt damit seinen politisch antagonistischen Charakter heraus: Einige Initiatorinnen des Manifests gehören der umstrittenen "Boycott, Divestment and Sanctions"-Bewegung an, die dem Staat Israel eine Apartheidpolitik gegenüber den Palästinensern vorwerfen. Dem BDS wird wiederum Antizionismus und Antisemitismus vorgeworfen. Es steht außer Frage, dass die Unterzeichnerinnen des Manifests einen Fokus auf die ökonomischen und post-kolonialen Verhältnisse legen und diese als die Ursache für die sexuelle, politische und ökonomische Gewalt in der Beziehung zwischen den Geschlechtern betrachten. Die Autorinnen stellen mit aller Deutlichkeit die Dringlichkeit ihres Anliegens heraus. Dabei vertreten sie feministisch-marxistische Positionen, die politisch polarisieren sollen. (Vgl. hierzu Nancy Fraser und Chantal Mouffe.)

Meinung aus der Buchhandlung

Feminismus für die 99%

von Cinzia Arruzza, Tithi Bhattacharya, Nancy Fraser

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