Eine Frau mit einem Motorrad - Ein Mann mit einem Baby - Eine Gang mit einem Schaufelradbagger -
eine Dystopie mit packendem Endzeit-Setting:
Die alten Regeln gelten nicht mehr, seit drei Kriege und das Wasteland-Virus die Menschheit beinahe ausgelöscht haben. Marodierende Banden beherrschen das Land, und auf dem freien Markt sind Waren nur im Tausch gegen Gefallen zu haben.
Um an Medikamente zu kommen, lässt sich die herumreisende Laylay auf ein Geschäft ein: Weil sie als Einzige immun gegen das Virus ist, soll sie den Marktbewohner Zeeto in der Todeszone aufspüren. Als sie ihn findet, ist er bereits infiziert. Zudem hat er etwas in einer geheimen Bunker-Anlage gefunden: ein Baby. Und obwohl das Virus Laylay nichts anhaben kann, beginnt sie sich zu verändern …
Eine postapokalyptische Utopie auf den Ruinen eines zerstörten Deutschlands.
Fesselnde Action mit einer Prise Romantik: Judith und Christian Vogt haben mit »Wasteland« eine post-apokalyptische Welt erschaffen, die nicht nur Fans von Dystopien begeistern wird. Die Zukunft gehört den Heldinnen!
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Michael
aus Whiltcounty
5/5
15.11.2022
Buch (Taschenbuch)
Ein Trollversuch getarnt als…
Ein Trollversuch getarnt als dystopischer Roman! Wie genial ist das denn? Hut ab vor den Autoren, fast hättet ihr mich auf's Glatteis geführt. Ich hatte schon eine fast relative lange Rezension über das Buch fertig. Wie schlecht der Titel gewählt wurde, der langweilige bis anmaßende Plot, die blutleeren Protagonisten, die Anzahl der bedienten Klischees. Ganz abgesehen von der kindlich-naiven bis passiv-aggressiven Schreibweise sowie den unzähligen Rechtschreib- und Grammatikfehlern. Immer wieder ging mir Georg Zaal's (besser bekannt als Barlow) Ausspruch durch den Kopf: "Eine Nachricht an den Erfinder des Vakuum's: Herzlichen Dank für Nichts". Der Groschen fiel, als ich mir beim Analysieren der letzten Seiten des Buches dachte: "Wenn jetzt 500 Jahre alte Vampiere urplötzlich aus dem Nichts auftauchen, auf's College gehen und sich verlieben, würde das dem Plot nachhaltig guttun". Welcher professionelle Verlag, welche professionelle Autoren veröffentlichen denn Ende 2019 ein ernstgemeintes Werk mit dem Titel Wasteland? Richtig, keiner! Und natürlich ist der Inhalt ein Sammelsurium aus den verschiedenen angestaubten und zigmal durchgekauten dystopischen Plotlinien. Natürlich! Asche auf mein Haupt: Beim anmaßenden Schreibstil hätte ich es merken müssen. Da war mein inneres Auge aber durch die einfach unglaublich intelligent gesetzten Rechtschreib- und Grammatikfehler vernebelt. Eine solch vollendete Sinfonie der Ablenkung habe ich noch in keinem anderen Werk gesehen. Allein dafür: Meine Hochachtung. Welches Genre wird wohl als nächstes Ziel eurer genialen Vertrollung? Ich kann es kaum erwarten! Mein Vorschlag: Nehmt euch doch mal der SF oder SciFi an. Nochmals: Meine Hochachtung vor diesem Werk!
Bewertung
aus Ronnenberg
5/5
23.04.2020
Buch (Taschenbuch)
Mad Max in Deutschland...
Wenn die Fiktion zur Realität wird, wird das lesen zur ungewollten mentalen Mutprobe. Ich habe „Wasteland“ gerade erst gelesen und befinde mich im Nichtweltenfluchtmodus weiterhin unter dem Eindruck von Sars-Covid-2 oder Covid 19 oder Corona, dem Virus, dass gerade auf unserem Planeten wütet und bereits tausende von Todesopfern gefordert hat.
Ich möchte hier den Autoren des Buches, Judith C. Vogt und Christian Vogt, keine prophetischen Fähigkeiten unterstellen, doch ist ihre „Wastelandkrankheit“ sehr nahe an dem dran, was Covid 19 den Menschen antut, die mit ihm infiziert sind.
Man mag mir diesen kleinen Jetztzeitexkurs nachsehen, doch es drängte sich regelrecht auf, diese Anmerkungen zu machen. Nun zum Buch an sich…
Die Inhaltswarnung am Ende des Buches – auf die aber schon zu Beginn des Buches hingewiesen wird – besagt folgendes:
Gewalt, explizite Schilderung von Sex, Depression und bipolarer Neurodivergenz, Kontrollverlust, verbale Androhung sexueller Gewalt, Erwähnung von Sklaverei und sexuellem Missbrauch
Dem ist auch nichts mehr hinzuzufügen, denn all das genannte kommt im Buch vor. Wem das nun sehr hart und ziemlich brutal erscheint, der sei beruhigt, denn die Schilderungen sind nicht so ausufernd und überdeutlich, dass man sie nicht ertragen könnte. Freunden von weichgespülten Jugend-Love-Dystopien sei allerdings empfohlen, dieses Buch weit zu umfahren, denn für eine saubere Teeny-Opera in apokalyptischen Zeiten ist „Wasteland“ definitiv zu realistisch und zu dreckig.
Die Welt ist kaputt, denn 2024 bricht alles irgendwie zusammen und bis 2064, dem Jahr in dem die Geschichte spielt, hat man bereits drei Kriege hinter sich und ist in zivilisatorisches Hinterland zurückgefallen.
Die Lebensräume teilen sich in zwei Gebiete auf: Die Wastelands und die Ödlande. In den Ödlanden fristet der Rest der verbliebenen Menschheit sein Dasein, währen die Wastelands verseuchte Gebiete sind, die nur in Schutzausrüstung kurzfristig betreten werden können. In ihnen holt man sich ohne Schutzkleidung unweigerlich die oben bereits erwähnte „Wastelandkrankheit“, welche nach und nach die Lunge zersetzt und zu einem unschönen Tod führt.
In dieser Welt leben Laylay und Zeeto, zwei junge Menschen deren Schicksal miteinander verbunden ist, ohne dass sie es auf diese Art und Weise zuerst überhaupt wollen. Laylay reist mit ihrem Vater auf einem Motorrad mit Beiwagen durch die Ödlande, während Zeeto im „Handgebunden-Markt“ lebt, einer Konklave die Handel betreibt. Laylay und Zeeto treffen sich, als Laylays Vater wieder einmal das Medikament für seine Tochter besorgen muss, und so nimmt die Geschichte ihren Lauf.
Ich will von der Story nicht zu viel offenbaren, aber ein paar Hinweise zum allgemeinen Setting können nicht schaden.
Die Menschheit besteht aus mehreren Fraktionen. Da sind die „Hoper“, welche versuchen das Beste aus den Gegebenheiten zu machen und die Menschheit wieder auf die Füße zu stellen – siehe auch die Bewohner des „Handgebunden-Markt“. Dann gibt es die „Toxxer“, anarchistische Gruppierungen, denen es nur darum geht das Beste für sich selbst zu sichern und Macht über andere auszuüben. Und es gibt religiöse Sekten, die versuchen beide Fraktionen zu ihren Glauben zu bekehren und sich so zu vergrößern.
Die verschiedenen Settings erinnerten mich an Teile aus MAD MAX. Der „Handgebunden-Markt“ erschien mir wie eine Hommage an „Bartertown“ mit seiner „Donnerkuppel“ und die Gangs der „Toxxer“ schienen aus MAD MAX 2 entsprungen zu sein, an die dort marodierenden Motorradbanden angelehnt.
Es gibt keine Trennungen zwischen männlich und weiblich mehr, denn jeder kann dort das sein, was er gerne sein möchte. Festgelegt wird dies allerdings an den Pronomen „sie“, „er“ und „ser“, was teilweise für recht skurrile Bezeichnungen im Erzähltext sorgt.
Erzählt wird alles von Zeeto und Laylay, welche die vierte Mauer schon von Anfang an durchbrechen und auch gerne einmal monologische Zwiesprache mit dem Leser halten. Die dritte Ebene ist die eines Toxxers, welcher sich der Technik der alten Welt bedient – die Ebene nennt sich das „No WiFi“.
Klingt nach einer sehr umfangreichen Welt? Ja – das kann man mit Fug und Recht behaupten.
Und nicht nur die Gegebenheiten sind interessant. Die Sprache der kompletten Erzählung trieft nur so von Sarkasmus und auch wenn manchmal das lachen im Halse stecken bleibt, so ist der Balanceakt zwischen den dunklen Teilen der Geschichte und den Hoffnungsschimmern sehr ausgewogen getaktet.
Tiefgang findet man ebenfalls in den Erkrankungen der beiden Hauptprotagonisten, denn Zeeto leidet unter einer bipolaren Störung, welche sehr anschaulich und verständlich erklärt wird. Wenn man selbst unter Depression leidet, so wie der Verfasser dieser Zeilen, so kann man viel von sich selbst in Zeeto wiederfinden. Und die manischen Anteile seiner bipolaren Störung sind so gut nachvollziehbar, dass man sich dem fiktiven Burschen teilweise sehr nahe fühlt.
Nun habe ich immer Schwierigkeiten damit, bei einem so gelungenen Buch einen zweiten Teil zu akzeptieren, da man damit oft sehr viel verschlimmert. Nach der ungefähren Hälfte des Buches kam mir jedoch die Frage wie man diese ganzen Erzählstränge einfach so zusammenfügen und beenden wolle, denn dafür erschien mir der Rest der Seiten ein wenig zu dünn. Doch nach Seite 370 war mir klar, dass sich eine Quest für Laylay und Zeeto, inklusive Mtoto ( einem Baby aus dem Wasteland), ankündigte, welche dann in „Wasteland 2 – Auf der Suche nach XYZ“ (oder so) nachzulesen sein wird, vermute ich.
Sehr umfangreiche Dystopie aus deutschen Landen, die im Jugenddystopiegewand daherkommt, aber durch ihren Tiefgang definitiv keine ist.
Jonas R
aus Göttingen
5/5
09.03.2020
Buch (Taschenbuch)
„Wasteland“ von Judith und…
„Wasteland“ von Judith und Christian Vogt ist ein temporeicher post-apokalyptischer Roman, dessen dystopische Welt auch Ansätze einer Utopie birgt. Die Geschichte um zwei junge Menschen, die ums Überleben kämpfen, zusätzlich aber auch noch einem Rätsel auf der Spur sind, ist spannend geschrieben. Im Jahr 2064, in dem die Geschichte spielt, leidet die Welt immer noch an den Folgen eines Krieges etwa 25 Jahre zuvor, in dessen Zuge auch Kampfstoffe eingesetzt wurden, die die bewohnten Gebiete tödlich verseuchten. Noch immer sind viele Regionen Todeszonen. Wer überleben will, bewegt sich in den unverseuchten Bereichen. Hier herrschen Gangs wie die Brokes, mit toxischem Dominanzgebaren und Freude an Gewalttätigkeit. Außerdem gibt es religiöse Gruppen, die auf diejenigen herabsehen, die an andere Wahrheiten glauben als sie selbst. Als eine utopische Oase im Ödland wird der Handgebunden-Markt gezeigt, an den die eine Hauptfigur, Laylay, per Motorrad mit ihrem Vater reist. Hier lebt Zeeto, der andere Protagonist, in einer inklusiven Gemeinschaft, die von Solidarität und Toleranz geprägt ist. Die Leute vom Markt bezeichnen sich selbst als „Hoper“, die Mitglieder der Gangs erhalten hingegen „Toxxer“ als Fremdbezeichnung. Das Worldbuilding ist effektiv und leichtfüßig mit der Story verflochten, indem wir die Geschichte kapitelweise aus der Sichtweise je einer der beiden Hauptfiguren erzählt bekommen. Aspekte der Welt werden nach und nach eingeführt, wenn es sich organisch ergibt. Zeetos Ich-Erzählung ist in der Gegenwartsform geschrieben, Laylay berichtet in der Vergangenheitsform. Vereinzelt tritt als dritte Erzählperspektive noch eine Nebenfigur hinzu: Root, eine Art Tech-Priester der Brokes. Seine Kapitel sind nicht in der ersten, sondern in der dritten Person geschrieben. Durch die Perspektivwechsel kommt keine Langeweile auf, und die Beschreibung der Welt ist nie Selbstzweck, sondern dient stets der Handlung. Zusätzlich wird sie hier und da mit einer Portion Meinung der jeweiligen Erzählstimme gesalzen. Der Roman hat mir sehr gut gefallen. Die Handlung ist reich an Action und Tempo, das Setting ist mit vielen guten Ideen unterfüttert – von Aussagen über die Tier- und Pflanzenwelt bis hin zu Beschreibungen der über die Apokalypse hinweg geretteten Technologie. Die Geschichte wird abwechslungsreich und mit Witz und Wucht erzählt, die Vögte halten sich nicht zurück. Das Finale empfand ich allerdings als zu hektisch und überladen. (Ähnlich ging es mir mit der Verlorenen Puppe, einem anderen Roman des Schreibteams: Auch hier waren mir, bildlich ausgedrückt, die Regler am Schluss zu rasant hochgedreht.) Ganz sicher bin ich nicht, aber vermutlich ist mir die Steigerung des Tempos jeweils zu abrupt. Für andere mag genau das ein Pluspunkt sein. Der Schwenk zurück zu mehr erzählerischer Ruhe im kurzen, letzten Teil des Romans ist wiederum gelungen. Schön finde ich Symmetrien wie die Tatsache, dass im ersten Teil Zeeto hinter Laylay auf dem Motorrad sitzt, das Baby zwischen ihnen. Am Schluss hingegen sitzt Zeeto vorn, Laylay hinten, das Baby wieder zwischen ihnen. Gefallen hat mir auch der sprachliche Humor und die leicht nerdig angehauchten Anspielungen, die in den Roman eingestreut sind. Beispielsweise freu ich mich darüber, dass auch in der Postapokalypse noch Rollenspiele gespielt werden. :) Einige weitere Highlights, beliebig herausgepickt: - Die Aussagen über Liebe auf S. 236f. (Auch Zeetos Begründung, warum er Laylay liebt: S. 238). - Die Sexszene mit allen „unpassenden“, unerotischen Gedanken und Elementen: Großartig! - Das G-Max - Root wird im Futur II gesprochen haben. Simpel, schräg, geniale Idee.
LizzyCurse
5/5
25.11.2019
Buch (Taschenbuch)
Apokalypse und ein Baby
Wasteland von J. und C. Vogt
Was haben ein Baby, eine junge Frau und ein todkranker junger Mann miteinander zu tun? Richtig – sie versuchen zu überleben und so ganz nebenbei noch ein Geheimnis zu ergründen. Dass das nicht ganz einfach wird, ist vorauszusehen. Seit drei Kriege und das Wasteland-Virus die Menschen beinahe ausgelöscht haben, sind die alten Strukturen zerfallen. Tauschgeschäfte und marodierende Banden beherrschen das Land. Und in all dem ist Laylay, die ständig mit ihrem Vater umherreist – und nie zur Ruhe kommt. Weil sie als einzige gegen das Wasteland Virus immun ist, soll sie den Marktbewohner Zeeto aufspüren ….
Wasteland ist nach meinen Informationen ein Einzelband, obwohl es durchaus den ein oder anderen Anknüpfungspunkt für Fortsetzungen gäbe. Ich bin eigentlich durch das Autorenduo auf dieses Postapocalyptische Werk aufmerksam geworden, da ich ihre High-Fantasyromane rund um die 13. Gezeichneten sehr genossen habe. Apokalypse zählt sonst nicht wirklich zu meinen bevorzugten Settings, doch hier passten sowohl die Autoren als auch der Klappentext – also bin ich mit Karacho ins Abenteuer gebrettert.
Schon auf den ersten Seiten wurde mir eines bewusst. Das ist weder vom Schreibstil noch vom Plot ein Buch wie jedes andere. Dem Schreibstil möchte ich einen gesonderten Absatz widmen. Doch allein der Beginn ist … leider geil – für mich. Wir beginnen aus Zeetos Perspektive, der arme Kerl findet in der Todeszone ein quietschfideles Baby, muss aber um sein eigenes Leben bangen. Natürlich ist klar, dass man die ersten Kapitel nicht zur Seite legen mag. Was wohl mit Zeeto passiert? Und wann taucht endlich Laylay auf? Man wird direkt in die Geschichte hineingeworfen, ertrinkt fast in der Fülle der angesprochenen Themen und taucht trotzdem immer wieder auf, um nach Luft zu schnappen, nur um sofort wieder in die Story einzutauchen.
Laylay wie Zeeto sind tolle Hauptcharaktere. Laylay, die sich von ihrem Vater distanziert und die Fesseln der Kindheit leid ist, muss sich erst selbst kennen lernen, bevor sie das Geheimnis der Todeszone entdeckt. Ich mochte sie sehr, auch da sie Fehler macht und stolpert, immer wieder mit ei8ner blutigen Nase weitermaschiert. Auch mit Zeeto haben die Vögte einen wirklich glaubwürdigen Charakter erschaffen, dessen Bipolarität von Anfang an bekannt ist und mit der er leben und überleben muss. Ich habe selten ein Buch gelesen im fantastischen und dystopischen Bereich, in dem die Krankheit so hinreichend dargestellt und behandelt wird. Meist keimt das Gefühl auf, das Autoren davor zurückschrecken. Hier nicht. Hier haben die Vögte den Mut bewiesen, dem Leser klar zu machen, was Bipolar sein bedeutet und was es mit dem Menschen anstellt, ohne die Krankheit wirklich in den Fokus zu stellen. Hut ab, ihr beiden.
Auch das Setting empfand ich als ziemlich cool und abgefahren, insbesondere den Handgebundenen Markt, den ich als eine Insel inmitten all der Tristes und Kriminalität empfand. Einjeder kann auf dem Markt Handel treiben oder sich mit Ware versorgen, doch er muss die Waffen ablegen und eine Hand an den Oberschenkel binden – das Gewaltrisiko wird minimiert und eine andere Gesellschaftsordnung – wenn auch nur im begrenzten Raum – gelebt. Natürlich gibt es auch genug Gefahr, fliegende Kugeln und gewaltbereite Banden. Action kommt da nicht zu kurz. Auf keinen Fall.
Stimmt. Ich wollte noch etwas über die Sprache sagen. Entweder man liebt sie – zu der Fraktion zähle ich! Oder man kommt damit überhaupt nicht klar. Das gibt es auch! Die Sprache ist sehr griffig. Ich bin tief in das teilweise auch furchterregende Seelenleben der Charaktere eingetaucht – generell ist Wasteland ziemlich introspektiv gehalten. Die Sprache ist harsch und rau, die Vögte nehmen kein Blatt vor den Mund – wieso auch? Schließlich hält sich die Apokalypse auch nicht Floskeln auf.
„Wasteland“ ist ein ungeschliffener Diamant – entweder man erkennt die Schönheit zwischen den Zeilen sofort, oder der Leser legt das Buch nach ein paar Kapiteln zur Seite. Ich habe es verschlungen – Danke, ihr Vögte <3
hallobuch, Silke Schröder
aus Hannover
5/5
09.10.2019
Buch (Taschenbuch)
Eine fesselnde postapokalyptische Dystopie
Mit “Wasteland” gelingt dem Ehepaar Judith und Christian Vogt eine fesselnde postapokalyptische Dystopie. In einem halsbrecherischen Tempo jagen sie ihre beiden Hauptfiguren Laylay und Zeeto durch eine rasante Story in einem völlig zerstörten Deutschland. Konsequent switchen die Autoren zwischen den Perspektiven von Zeeto und Laylay hin und her und lassen sich immer wieder überraschende Wendungen einfallen. Dabei befassen sie sich auch mit den verschiedenen Gesellschaftsformen, die nach einem völligen Zusammenbruch der alten Strukturen entstehen könnten. Wer auf Postapokalyptisches steht und auch eine Prise Romantik nicht verschmäht, ist hier genau richtig. Vielleicht kommt ja noch mehr von Zeeto und Laylay,
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