Im Internet geben große Plattformen den Ton an. Rasant steuern wir auf eine Zukunft zu, in der die Bürger ohnmächtig sind. Unternehmen wie Facebook, Google und Amazon häufen enormen Reichtum an – und zahlen so gut wie keine Steuern. Im Eiltempo arbeiten diese digitalen Riesen an einem Umbau der Gesellschaft: Ganze Branchen werden „disruptiert“ und durch billigere Arbeitskräfte, Software und Roboter ersetzt. Der Mensch wird zur gewinnbringenden Datenquelle reduziert. Doch wir können uns wehren! Ingrid Brodnig hat Schauplätze des digitalen Wandels – von Amazons Lagerhallen bis zum Silicon Valley – besucht und liefert einen flammenden Appell für einen Neustart im Netz. Ihr Buch hilft jedem einzelnen, unfaire Mechanismen des Digitalzeitalters zu durchschauen. Und es liefert konkrete Empfehlungen, wie wir auch online Bürgerrechte verteidigen können. Höchste Zeit, ein gerechtes Internet einzufordern!
Kundinnen und Kunden meinen
3.0/5.0
Bewertung
3/5
29.09.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Handelt!
In ihrem Buch beschreibt Ingrid Brodnig die unglaubliche Macht, die Internetriesen wie Facebook oder Google inzwischen über uns alle gewonnen haben. Auch wenn man sich schon etwas mit dem Thema befasst hat, sind ihre Schilderungen sehr eindrücklich. Sie beleuchtet vielfältige Aspekte, zum Beispiel warum personalisierte Werbung problematisch ist, wie sich die Netzgiganten um das Zahlen von Steuern drücken oder wie sich die zunehmende Digitalisierung auf unser Arbeitsleben auswirkt. Dabei ordnet sie die aktuellen Entwicklungen gesellschaftspolitisch ein und benennt Ungerechtigkeiten klar. Es wird klar, dass die Technik selbst nicht das Problem darstellt sondern ihre Verwendung und (fehlende) Regulierung. Brodnig gibt konkrete Handlungstipps wie Einzelne, aber auch Nationalstaaten die Zukunft im Netz positiv beeinflussen können um Konsument_innen, Daten und Bürgerrechte zu schützen. Sie verdeutlicht ihre grundlegenden Thesen an einzelnen Beispielen, sodass die Überlegungen auch für Menschen, die sich bisher nicht so viel mit dem Thema befasst haben, gut verständlich sind. Das Buch rüttelt auf und regt zum Handeln an!
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5/5
08.11.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
Weil es uns alle betrifft
Internet und Digitalisierung bieten viele Annehmlichkeiten, aber auch klare Schattenseiten wie Intransparenz beim Daten-Sammeln, Macht- und Marktkonzentration zu Lasten von Konsumenten, Steuervermeidung, Meinungsmache bis hin zu Wahlbeeinflussung oder Profitmaximierung für Aktionäre auf Kosten von Arbeitnehmern und Konsumenten.
Dabei ist nicht die Technik an sich problematisch, sondern die Art und Weise wie wir damit umgehen. „Wenn Maschinen alles produzieren, das wir benötigen, hängen die Auswirkungen ganz davon ab, wie die Dinge verteilt werden. Jeder kann ein Leben in luxuriöser Freizeit genießen, wenn der maschinell produzierte Reichtum geteilt wird. Oder die meisten Menschen können in miserabler Armut enden, wenn die Besitzer der Maschinen erfolgreich gegen die Umverteilung des Wohlstands lobbyieren. Bisher scheint der Trend eher in die zweite Richtung zu gehen“ (Stephen Hawking).
Ingrid Brodnig liefert in ihrem neuen Buch aber auch Tipps für mehr Datensicherheit sowie Ansätze und Vorschläge zur Regulierung der „Übermacht im Netz“
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