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Produktbild: Über die Berge und über das Meer

Über die Berge und über das Meer

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 13 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

28.01.2019

Verlag

Gerstenberg

Seitenzahl

318

Maße (L/B/H)

22,1/14,9/3 cm

Gewicht

529 g

Farbe

Ozeanblau / Cool Grey

Auflage

5

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8369-5676-5

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 13 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

28.01.2019

Verlag

Gerstenberg

Seitenzahl

318

Maße (L/B/H)

22,1/14,9/3 cm

Gewicht

529 g

Farbe

Ozeanblau / Cool Grey

Auflage

5

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8369-5676-5

Herstelleradresse

Gerstenberg Verlag
Rathausstrasse 18-20
31134 Hildesheim
DE

Email: verlag@gerstenberg-verlag.de

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  • Bewertung

    aus Lugau

    5/5

    07.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der lange Weg in einen bessere Zukunft

    Es wird Frühling in den Bergen von Afghanistan und Soraya hält Ausschau nach den Nomaden, die auf dem Weg zu den Bergwiesen an ihrem Dorf vorbei kommen. Unter ihnen ist auch Tarek, der so wunderschöne Geschichten erzählen kann. Doch in diesem Jahr wartet sie umsonst… die Nomaden kommen nicht, statt dessen gerät Soraya ins Visier der Taliban, denn als Mädchen gehört sie ins Haus. Auch auf Tarek werden die Taliban aufmerksam, sie wollen, dass er für die arbeitet. Schweren Herzens entschließen sich die beiden Familie ihre Kinder in die Fremde zu schicken und Soraya und Tarek machen sich auf den gefährlichen Weg. Meine Meinung: Zuerst ein Wort zum Buch selbst. Das Cover finde ich sehr gelungen… eine karge Berglandschaft mit schneebedeckten Gipfeln im Hintergrund, darüber schwebt eine weiße, glänzende Feder aus der sich Vögel in die Luft erheben – sich aufmachen Richtung Freiheit… Die vordere und die hintere Einbandinnenseite zeigt die Landkarte mit dem Weg, den Soraya und Tarek zurück legen. Dass ist sehr hilfreich um eine Vorstellung von der langen Wegstrecke zu bekommen. Die Geschichten von Soraya und Tarek haben mich schnell gefesselt. Man taucht in eine völlig unbekannte Welt ein, erfährt viel über das einfache und harte Leben der Landbevölkerung in Afghanistan und über die Gründe zur Flucht. Auch die Beschreibung der Wegstrecke quer durch Afghanistan, Iran und die Türkei war sehr interessant und zeugte von den genauen Recherche des Autors. Die 2. Teilstrecke übers Mittelmeer und die Balkanroute sich ja wesentlich bekannter. Soraya und Tarek erzählen abwechselnd von sich, ihren Erlebnissen, Gedanken, Gefühlen, Ängsten. So baut sich 1. schnell Spannung auf und 2. lernt man beide Hauptprotagonisten genau kennen. Auch wenn Soraya und Tarek fiktive Personen sind, so stehen sie doch für viele junge Flüchtlinge aus Afghanistan und wirken sehr authentisch. Man spürt, dass der Autor für dieses Buch mit vielen jungen Afghanen gesprochen hat. Fazit: „Über die Berge und über das Meer“ ist für Jugendliche geschrieben, aber auch für Erwachsene ist es eine interessante Lektüre. Gern vergebe ich 5 Sterne und wünsche dem Buch viele Leser.

  • leseratte1310

    5/5

    07.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Flucht aus Afghanistan

    Was treibt Menschen aus ihrer Heimat, wenn dort kein Krieg herrscht? Was muss passieren, damit man alles hinter sich lässt und sich auf einen so gefährlichen Weg macht? Dieses Buch, das für Jugendliche im Alter von 12 - 15 Jahre empfohlen wird, zeigt uns mögliche Hintergründe eindrucksvoll auf. Samir wächst in einem kleinen Dorf in Afghanistan auf. Sehnsüchtig wartet er auf die Kuchi, die jedes Jahr im Frühling auf dem Weg zum Sommerlagen vorbeikommen. Unter ihnen ist auch Tarek, der wunderbare Geschichten erzählen kann. Doch dieses Mal wartet Samir vergeblich. Dafür gerät Samirs Familie ins Visier der Taliban, denn viel zu lange schon wächst Soraya als Samir auf. Sie wurde als siebte Tochter der Familie geboren und ihr Vater holte sich die Erlaubnis ein, dass sie als Junge aufwachsen konnte. Für Soraya bedeutete das, dass sie zur Schule gehen durfte und sich draußen frei bewegen konnte. Nun verlangen die Taliban, dass sie wie ein Geist im Haus bleiben muss und sich wie eine angehende Frau zu verhalten hat. Auch auf Tarek sind die Taliban aufmerksam geworden, da er eine besondere Begabung hat. Er kennt sich in den Bergen gut aus und findet jedes verirrte Schaf wieder. Nun soll er ihnen als Spurenleser dienen. Die Familien von Soraya und Tarek entschließen sich, ihre Kinder wegzuschicken. Sie sollen sich nach Europa aufmachen, Arbeit finden und von dort aus für die Familie sorgen. Wir lernen die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Soraya und Tarek kennen. Soraya ist so ganz anders aufgewachsen als andere Mädchen in ihrem Alter. Sie hat als Junge gelebt und soll von einem Tag zum nächsten ein Mädchen sein. Damit hat Soraya Probleme. Welche Identität ist denn nun ihre? Tarek ist noch zu jung, um im Kreis der Alten mitreden zu dürfen, auch wenn er viel Erfahrung hat im Auffinden von Schafen. Das verdankt er aber auch seinem treuen Begleiter, dem Hund Dschamal. Die Erzählungen der Geschichtenerzähler bei den Treffen der Familienoberhäupter am Feuer haben es ihm angetan. Der große Vogel Simurgh hat eine besondere Bedeutung für ihn. Die gefährliche Flucht der beiden Jugendlichen ist sehr gut und realistisch beschrieben. Es gibt Menschen, welche die Not der Flüchtenden ausnutzen, aber es gibt auch diejenigen, die helfen. Der Weg ist eine einzige Strapaze und es ist ein Wunder, dass sie das wirklich schaffen. Auch die Gefühle der beiden sind authentisch wiedergegeben. Angst, Heimweh, Verzweiflung und Einsamkeit sind zu spüren, aber auch Hoffnung und Freundschaft. Eine eindrucksvolle und dramatische Geschichte, die ich nur empfehlen kann – nicht nur für Jugendliche.

  • Miro

    aus Wels

    5/5

    07.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Reise

    Unabhängig voneinander machen sich die Jugendlichen Tarek und Soraya auf den Weg nach Europa. Die Taliban sind hinter ihnen her und ihre Eltern sehen keinen anderen Ausweg für sie. Sie treffen einander in den Bergen an der Grenze zur Türkei, können aber nicht zusammenblieben. Sie sind in verschiedenen Schleusergruppen. Doch Soraya bekommt die Adresse von Tareks Onkel in Deutschland. Soraya soll in Istanbul einen Freund ihres Vaters treffen und dort leben, aber die Adresse ist nicht mehr aktuell, der Freund nicht mehr zu finden. So muss auch Soraya weiterreisen. Ihre Wege durch die Berge und über das Meer sind gespickt mit vielen Schikanen, doch beide finden immer wieder Hoffnung in Begegnungen mit Menschen, die sie unterstützen und Freundschaften, die sich entwickeln. Inspiriert sind ihre Geschichten von geflüchteten Jugendlichen, die dem Autor ihre jeweiligen Fluchterfahrungen geschildert haben. Wie es in einem Jugendbuch sein soll, finden sich nicht zu brutale Szenen. Die Überfälle werden nicht im Detail geschildert, das Drama auf dem Meer nur angerissen. Es wird nicht geschönt, aber es wird auch nicht alles ausgesprochen. Man kann sich das Grauen auch vorstellen. Und das wichtigste ist, dass es immer Hoffnung gibt. Nie sind ihre Wege komplett aussichtslos. Das gefällt mir sehr gut an dem Buch und entspricht auch der angegebenen Altersempfehlung von 12 - 15 Jahre. Das Buch ist sicher lehrreich für Jugendliche und überfordert nicht. Die Beschreibungen sind sehr direkt, man kann sich gut in die Protagonisten hineinversetzen und fühlt mit ihnen. Das Buch öffnet den Blick für unsere neuen Nachbarn, denn wir finden die Geflüchteten von 2017 in allen Städten. Manche sind mittlerweile so gut integriert, dass sie uns gar nicht mehr auffallen, aber anderen fällt es schwerer und es wird ihnen auch schwer gemacht. Ich kann mir vorstellen, dass die Lektüre dieses Buches den Blick der LeserInnen verändern kann, und vielleicht nimmt der eine oder andere Kontakt zu einem Einwanderer auf. Im Epilog findet sich noch ein kurzer Abriß über die Geschichte Afghanistans, dieses vom Krieg gebeutelten Land, dem so viel zugemutet wird. Auch dieser Abschnitt hilft, besser zu verstehen, warum auch jetzt Menschen dieses Land verlassen wollen und müssen. Also Vorsicht, lesen Sie dieses Buch wirklich nur, wenn Sie bereit sind, Ihren Horizont zu erweitern, denn dieses Buch wird das zwangsläufig schaffen. Tarek und Soraya's Geschichte kann niemanden kalt lassen!

  • Leserin71

    5/5

    07.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Atemberaubende Reise - Must-Read für alle Altersgruppen!

    Über Flüchtlinge in Deutschland wird viel gesprochen. Dirk Reinhardt hat mit vielen jugendlichen Flüchtlingen Interviews über die Gründe ihrer Reise und die Reise selbst geführt und diese in einem Roman verarbeitet. Da ich schon andere Bücher des Autors mit großer Begeisterung gelesen habe, freute ich mich auf das neue und wurde nicht enttäuscht. Das Buch nicht nur für Jugendliche ab 13 "Über die Berge und über das Meer" erzählt abwechselnd von Soraya und Tarek, die in Afghanistan aufwachsen. Soraya lebt als Samir in einem Dorf, da ihre Mutter nur Töchter bekam. Jedes Jahr traf sie bisher Tarek, einen Kuchi-Jungen, der mit seiner Herde in die Gegend kam. Nur dieses Jahr ist alles anders. Unabhängig voneinander bekommen sie Probleme mit den Taliban, so dass ihre Eltern sie unabhängig voneinander weg schicken: Soraya in die Türkei, Tarek nach Deutschland. Eindrucksvoll schildert Dirk Reinhardt die Gegebenheiten und Gepflogenheiten in dem südasiatischen Land. Die Sprache ist so ausdrucksstark, dass ich die Landschaft und die Leute vor Augen waren. Ich litt mit, als die beiden ihre Familien verlassen mussten, als sie über die Berge gingen, sich wieder trennen mussten und weiteren Gefahren ausgesetzt waren. Das Buch habe ich fast in einem Sitz verschlungen! Besonders haben mir die Geschichten gefallen, die der Geschichtenerzähler und auch Tarek erzählen. Die Legende des Vogel Simurgh zieht sich durch das ganze Buch und erklärt so auch die Feder auf dem Cover. Mir hat das Buch klar vor Augen geführt, warum Menschen ihre geliebte Umgebung und ihre Angehörigen verlassen, um ein (besseres) Leben zu haben, und welchen Gefahren sie sich dabei aussetzen. Ich habe jetzt auch ein besseres Verständnis für die Mentalität der Afghanen und anderen Flüchtlingen, die sich so schwer tun mit Lesen lernen. Das Buch reißt viele Themen der Flüchtlingsthematik an und gibt dafür wertfreie Erklärungen und sollte daher von vielen Menschen gelesen werden. Hilfreich finde ich die Landkarten in den beiden Buchdeckeln, das Glossar und die Erklärungen des Autors zu den politischen Hintergründen in Afghanistan. Für Lehrerinnen und Lehrer gibt es auf der Webseite des Gerstenberg-Verlags ausführliches Material für eine Literaturarbeit. Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung und mindestens 5 von 5 Sternen!

  • Bewertung

    aus Ludwigshafen

    5/5

    07.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwei Jugendliche werden von den Taliban bedroht und flüchten aus ihrer Heimat

    Zwei Jugendliche werden von den Taliban bedroht und flüchten aus ihrer Heimat Dieser Roman hat mich regelrecht gepackt . Er war sehr beeindruckend, bewegend, dramatisch, spannend und auch poetisch. Über die Berge und über das Meer Dirk Reinhardt Fester Einband: 272 Seiten Erschienen bei Gerstenberg Verlag, 01.01.2019 ISBN 9783836956765 Genre: Jugendbuch Inhaltsangabe zu "Über die Berge und über das Meer"(übernommen) Jedes Jahr im Frühling kommen die Nomaden auf dem Weg zu ihrem Sommerlager in den afghanischen Bergen in Sorayas Dorf vorbei. Mit ihnen kommt Tarek, der so wunderbare Geschichten zu erzählen weiß. Doch dieses Jahr wartet Soraya vergeblich auf ihn. Als siebte Tochter ist sie einem alten Brauch zufolge als Junge aufgewachsen, konnte sich frei bewegen und zur Schule gehen. Mit vierzehn Jahren hat sie jedoch das Alter erreicht, wo sie schon längst wieder als Mädchen leben sollte, in der Stille des Hauses. Die Taliban drängen unmissverständlich darauf. Auch Tarek haben sie bedroht. Sie erwarten, dass der erfahrene Spurenleser für sie arbeitet. Tarek und Soraya sehen keinen anderen Ausweg: Unabhängig voneinander machen sie sich auf in die Fremde. In den Bergen treffen sie unverhofft aufeinander. Ein atmosphärischer Roman von Abschied und Aufbruch, poetisch und packend zugleich. Meine Meinung: Soraya und Tarek sind beide Patschtunen und leben nahe der pakistanischen Grenze. Soraya in einem Dorf und Tarek gehört zu den Nomaden, die immer im Sommer in die Berge ziehen und kommen an Sorayas Dorf vorbei. Soraya hat sich mit Tarek angefreundet, denn er kann so wunderbare Geschichten erzählen. Sie wartet dieses Jahr vergeblich auf Tarek, (Tarek ist ein Kuchi = wandernde Nomaden) denn die Nomaden wollen dieses Jahr in ein anderes Sommerlager. Die Nomaden leiden unter dem Klimawandel, die Bäche und Flüsse versanden und das Gras verdorrt. Außerdem machen ihnen die vielen Landminen große Probleme. Auch die Dorfgemeinschaften geben den Nomaden nicht mehr gerne von ihrem Wasser ab. Jetzt wird auch noch Tarek von den Taliban, die die Herrschaft über das Land haben, bedroht. Also beschließt die Familie, dass Tarek zu seinem Onkel nach Deutschland reisen soll und zwar mit Hilfe von Schleusern. Auch Soraya, sie ist 14 Jahre alt, hat die ganze Zeit als Junge gelebt, da sie als 7. Mädchen auf die Welt gekommen ist. Die Taliban wollen, dass Soraya jetzt endlich wieder ein Mädchen ist und in der Stille des Hauses aufwächst, was Soraya sehr schwer fällt. Denn als Junge hatte sie alle Freiheiten und durfte zur Schule gehen, als Mädchen ist ihr das verboten. Also beschließt die Familie, dass Soraya zu einem Freund ihres Vaters nach Istanbul/Türkei reisen soll und zwar mit Hilfe von Schleusern. So heißt es für beide Kinder von der Familie Abschied nehmen und sich auf eine abenteuerliche Reise, voller Gefahren zu begeben. Beide Kinder sind bei unterschiedlichen „Reiseveranstaltern“ und nehmen auch andere Routen, aber in den Bergen zur Türkei treffen sie aufeinander. Von den Kindern, d. h. besonders von Tarek wird erwartet, dass er von dem fremden Land aus seine Familie unterstützt. Der Autor Dirk Rheinhardt schreibt u. a. in seinem Nachwort, dass der aus Afghanistan nach Frankreich geflohene Schriftsteller und Filmemacher Atiq Rahimi 2008 sagte: „Afghanistan symbolisiere für ihn den Terror der ganzen Welt. Und es ist vielleicht das verlorenste Land, das es gebe.“ Tatsächlich herrscht dort seit 40 Jahren Krieg, und stets waren es fremde Mächte, die diesem Land diesen Krieg aufzwangen. Bei diesen Worten frage ich mich: „Warum die Bundesrepublik Deutschland Afghanistan als Herkunftssicher eingestuft hat?“ Das ist für mich einfach nicht zu fassen, denn auch heute hört man immer wieder von Anschlägen. Dirk Rheinhardt hat dieses eindrucksvolle Buch sehr gut recherchiert und er hat es sehr spannend geschrieben, sodass die Jugendliche es nicht aus der Hand legen können. Das Buch zeigt wie es in der Realität aussieht, auch wie die Chancen in Deutschland sind. Aber eins lässt sich aus diesem Buch ganz bestimmt mitnehmen: „Ein unbändiger Überlebenswille, spontane Hilfsbereitschaft, echte Freundschaft, Schönheit und auch Poesie. Fazit: Ein sehr beeindruckendes Jugendbuch, das auch unbedingt von Erwachsenen gelesen werden sollte, besonders Politiker. Vielleicht ändert sich ja dann endlich etwas in den Köpfen der Menschen in Bezug auf Flüchtlinge!

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