Produktbild: Was uns erinnern lässt

Was uns erinnern lässt Roman

123

9,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

01.03.2019

Verlag

HarperCollins

Seitenzahl

416 (Printausgabe)

Dateigröße

2841 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783959678056

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Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

01.03.2019

Verlag

HarperCollins

Seitenzahl

416 (Printausgabe)

Dateigröße

2841 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783959678056

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  • Bewertung

    aus Vitzenburg

    5/5

    11.06.2021

    eBook (ePUB)

    Was uns erinnern lässt

    Als Milla auf der Suche nach einen „Lost Place“ mitten im Thüringer Wald einen überwucherten Keller entdeckt, kann sie es kaum glauben. Es mutet ihr wie ein eingefrorenes Bild aus der Vergangenheit an. Geschirr steht neben selbst eingekochter Marmelade im Regal, sogar die Pumpe funktioniert noch. In einem alten Schulheft stößt Milla auf den Namen Christine Dressel. Ihre Neugier ist geweckt und so sucht sie eben jene Christine und nimmt Kontakt zu ihr auf. Was sie dabei erfährt, ist ein Stück DDR-Geschichte, den ich nur im Ansatz so kannte. Mein Opa stammt selbst aus der Nähe von Sonneberg und so waren mir Begriffe wie Sperrzone, Grenzstreifen und Passierschein für diesen Teil der DDR schon geläufig. Dies nun aber anhand der fiktiven Familie Dressel zu lesen, fand ich sehr informativ und spannend. In zwei Zeitsträngen führt Kati Naumann den Leser durch ihre Geschichte. Mir persönlich hat der Strang in der Vergangenheit richtig gut gefallen. Hier lernt man die Familie Dressel kennen, die in eben jener Sperrzone lebt, irgendwo zwischen den Welten, nicht im Westen, aber auch nicht ganz im Osten. Abgeschieden inmitten des Tiefen des Thüringer Waldes ist ihr Leben gekennzeichnet von der Natur, ständigen Kontrollen und Schikanen durch Grenzer und Stasi und ganz entscheidend dem Zusammenhalt innerhalb der Familie. Ist ihr Hotel zunächst Heim für Erholungssuchende und während des Krieges ein Lager für die Kinderlandverschickung hoffen die Dressel nach dem Krieg auf einen Neustart als Hotel. Doch die Lage mitten im Thüringer Wald, direkt am Rennsteig und damit an der Grenze wird ihnen zum Verhängnis. 1977 wird die Familie zwangsumgesiedelt und die Zeit spaltet sich in ein Davor und ein Danach. Im zweiten Erzählstrang steht Milla im Vordergrund. Zunächst ist sie begeistert, dass sie diesen Keller entdeckt hat und will damit ihren Instagram-Account populärer machen. Doch bald ist sie mittendrin in der Geschichte um Familie Dressel und findet so auch ein Stück weit zu sich selbst. Mit Milla bin ich allerdings erst im Laufe der Geschichte warm geworden. Schien sie mir zunächst völlig abgehoben, hat sich dies im Handlungsverlauf zwar geändert, trotzdem hat mich die Familiengeschichte der Dressels sehr viel mehr gepackt. Dazu hat der bildhafte und lebendige Schreibstil der Autorin viel beigetragen und so konnte ich die Geschichte sehr intensiv miterleben. Die Charaktere sind aus meiner Sicht authentisch beschrieben und detailliert ausgearbeitet, so dass man sich mit ihnen identifizieren kann. Gerade die Frauen der Familie Dressel haben mich mit ihrer Stärke beeindruckt. Trotz aller Repressalien haben sie immer Mittel und Wege gefunden, ihren Leben auch gute Seiten abzugewinnen. Sehr gern vergebe ich fünf Sterne und eine Kauf- und Leseempfehlung.

  • Sabrina Schneider

    5/5

    10.05.2021

    eBook (ePUB)

    faszinierende Familiengeschichte um einen geheimnisvollen Lost Place.

    Dies war mein zweiter Titel von Kati Naumann zu dem ich gegriffen habe um meine Ostalgie zu befriedigen. Ich kam durch historisch wertvolle Zeitsprünge von Gegenwart und Vergangenheit ab 1946 - 77 die in den Kapiteln deutlich gekennzeichnet waren voll auf meine Kosten. In der Gegenwart sind Millas Hobby Lost Places und im Thüringer Wald stösst sie auf eine geheimnisvolle Falltür im Grenzgebiet zwischen dem damaligen amerikanischen und sowjetischen Sektor. Dahinter verbirgt sich eine spannende, 40 Jahre alte faszinierende Familientragödie der Dressels. Milla spürt Andreas und Christine Dressel auf und rührt damit alte Wunden auf die uns auf eine Zeitreise in die jungen DDR Jahre führen. Christine lässt sich nach anfänglicher Skepsis auf Milla ein, öffnet sich und nimmt uns mit in ihre Vergangenheit, dabei lässt sie vor unseren Augen eine bunte fast sorglose Welt zwischen Ost und West entstehen. Der Alltag der ganzen Familie Dressel wird warmherzig transportiert und die verschiedenen wichtigen Charaktere haben sympathische Ecken und Kanten was sie authentisch erscheinen lässt. Der gut verständliche Schreibstil und ein Erzählstil der trotz düsterer Zeit ein farbenfrohes, detailliertes Bild entstehen lässt konnte mich absolut überzeugen. Beide Stränge sind gleichermaßen interessant und ergeben zusammen eine homogene Geschichte die nachvollziehbar und mitreissend ist. Das Ende hatte noch eine überraschende Wendung zu bieten und das alles zusammen ließ mich zufrieden mit dem Buch zurück. Von mir gibt es 5 grossartige ostalgische Sterne und ich werde weiterhin Bücher von Kati Naumann lesen.

  • Leseratte-Y

    5/5

    24.03.2021

    eBook (ePUB)

    spannende Familiengeschichte

    Milla ist auf der Suche nach einem „Lost Place“ oder besser gesagt nach ihrem. Endlich glaubt sie ihn gefunden zu haben – tief mitten im Wald, nahe der ehemaligen Grenze - in der ehemaligen Sperrzone der DDR. Doch es fühlt sich nicht an wie ein Lost Place … denn wo ein Keller ist, da müsste doch früher auch ein Haus gewesen sein? Sie wird neugierig und geht auf die Suche nach der Geschichte zu diesem … und wird fündig. In was für eine Geschichte, in was für eine Familie ist sie hier herein geraten …. In „Was uns erinnern lässt“ erzählt Kati Naumann die Geschichte der Familie Dressel und das sehr anschaulich und fesselnd. Ihr Schreibstil ist sehr flüssig. Sie erzählt in zwei Zeitsträngen – in der Gegenwart und dem Aufarbeiten der Geschichte und in der Vergangenheit - dem Erleben der Geschichte der Familie Dressel … wie ist es ihnen ihm zweiten Weltkrieg ergangen, was haben die Nachkriegsjahre für Erlebnisse gebracht und vor allem was hat es mit den Geschehnissen im Jahr 1977 auf sich. Durch diesen Wechsel wird die Spannung hoch gehalten. Mir fiel es schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Ich finde das Thema sehr gut umgesetzt. Wer ein bisschen mehr zu den Geschehnissen im Grenzgebiet der ehemaligen DDR erfahren möchte ist hier gut aufgehoben. Definitiv eine Empfehlung von mir.

  • Bewertung

    5/5

    26.01.2021

    eBook (ePUB)

    Das Hotel im Sperrgebiet

    Das Buch beginnt mit Milla, die auf der Suche nach Lost Places für ein Internetforum ist. Sie entdeckt im Wald, dort wo der ehemalige Schutzstreifen an der Grenze zwischen DDR und BRD verlief, die Überbleibsel eines Hotels. Nur noch der Keller tief unter der Erde ist übrig davon. Sie macht sich auf die Suche nach der Familie Dressel, der das Hotel Waldeshöh bis 1977 gehörte. Immer tiefer taucht sie in die Vergangenheit der Familie ein. Deren Schmerz über die Enteignung während DDR-Zeiten sitzt noch immer tief. Milla unterstützt die Familie, allen voran ihre neu gewonnene Freundin Christine, dabei, Einblicke in die alten Akten zu erhalten und dafür zu kämpfen, ihr Grundstück zurückzuerhalten... Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen. Man erfährt die Geschichte der Familie Dressel seit dem zweiten Weltkrieg. Die zweite Ebene, die in der Gegenwart spielt, behandelt vornehmlich Milla, die sich mit den Dressels anfreundet und sich intensiv mit deren Schicksal beschäftigt. Die Personen sind alle so authentisch dargestellt und mit kleinen liebenswerten Eigenheiten versehen, dass ich als Leser schon bald das Gefühl hatte, die Personen so gut zu kennen, als seien sie alte Bekannte. Milla ist eine couragierte junge Frau, die nicht loslässt, wenn sie etwas beschäftigt. Ihr 14-jähriger Sohn Neo ist ein außergewöhnlicher Junge, der für Gleichberechtigung, für die Umwelt und für vieles andere kämpft. Sie geben ein tolles Mutter-Sohn-Gespann ab. Auch die Dressels sind mir ans Herz gewachsen, allen voran Johanna Zuerst war sie eine junge Mutter, später die Großmutter des Familienclans. Johanna ist das Herz der Familie, sie hält alle zusammen. Sie ist liebevoll, tatkräftig und kämpferisch. Ihr Traum, das Hotel Waldeshöh wiederzueröffnen, begleitet sie jahrzehntelang, obwohl das DDR-Regime ihr das unmöglich macht. Ich habe vorher noch nie etwas davon gehört, das Menschen in der Sperrzone an der deutsch – deutschen Grenze gelebt haben. Die Einsamkeit des Waldes, die ständige Angst, von den Soldaten kontrolliert und schikaniert zu werden, aus formalen Gründen nicht wieder nach Hause zu dürfen, die Angst vor Zwangsumsiedelung sind beeindruckend beschrieben. Auf der anderen Seite stellt die Autorin die Schönheit des Waldes dar und schildert einfühlsam, wie er trotz aller Gefahren eine Schutzzone für die Familie war. Der Wald und das Hotel waren ein sicheres Nest für die Familie, ihre einzige Heimat, und trotzdem ein Ort der Einsamkeit und Gefahr. Aus heutiger Sicht und als Nicht-Betroffene ist es unvorstellbar, wie das Leben in der DDR und vor allem in diesem Niemandsland an der Grenze ausgesehen hat. Die Autorin hat hier einen sehr vielschichtigen und einfühlsamen Roman über einen kleinen Ausschnitt deutscher Geschichte geschrieben. Der Schreibstil und die Wortwahl sind sehr schön. Mir war beim Lesen keine Sekunde langweilig, das Buch hat mich richtig in seinen Bann gezogen. Auch das emotionale Ende hat mich sehr berührt.

  • LaberLili

    5/5

    25.01.2021

    eBook (ePUB)

    Gute seiten, schlechte Seiten...

    Ich hatte doch recht hohe Erwartungen an diesen Roman, und ich hatte damit gerechnet, dass die unterschiedlichen Früher-/Heute-Erzählstränge ähnlich feinsinnig verwoben sein würden wie beispielsweise zumeist auch in Romanen von Charlotte Roth, die ich gemeinhin sehr gerne lege. Ohnehin sagen mir Romane, in denen sich eine gegenwärtige Handlung mit einer vergangenen abwechselt, eigentlich sehr zu – letztlich tue ich mich mit der Bewertung von „Was uns erinnern lässt“ jedoch sehr schwer; meine Erwartungen sind weder total enttäuscht, noch vollauf erfüllt worden. Der gegenwärtige Teil, der sich rund um Milla abspielte, hat mich dabei völlig ratlos zurückgelassen: Ich habe mit dieser Mittdreißigern nichts anfangen können, in deren kleinem Mikrokosmos es außer ihrem 14jährigen Sohn und ihr nichts zu geben schien, der es lediglich ein kleines „dududu!“ wert war, als ihr Sohn die Haushaltskasse zu Gunsten seiner Freundin plünderte und der selbst die Tatsache, dass ihr 14jähriges Kind sich in einer Beziehung mit einer zwanzigjährigen Erwachsenen befand, kaum ein Stirnrunzeln abrang. Für mich herrschte da eine ganz ungesunde Symbiose – und da kam es mir ganz seltsam vor, dass die eher einzelgängerischere und verschlossene Milla nach ihrem Kennenlernen auf Anhieb ganz dick mit Christine befreundet sein sollte, deren Familie sie zudem insgesamt auch eher mit offenen Armen willkommen hieß und bereitwillig ihre ganze Familienhistorie vor ihr ausbreitete, wobei ständig betont wurde, dass man gelehrt worden sei, besser gar keinem zu vertrauen. Irgendwie hat mich dieses ganze Szenario sehr unbehaglich fühlen lassen… Jenen Teil, der sich in der Vergangenheit zutrug, also die direkt geschilderte Dresselsche Familiengeschichte, fand ich sehr viel interessanter; da die Familie allerdings in unmittelbarer Nähe der deutsch-deutschen Grenze und inmitten des Schutzstreifens lebte, war auch sie in einem eher beschränkten Mikrokosmos gefangen, lebte nicht „richtig“ in der DDR, aber eben doch auch nicht im Westen. Der Einblick, den man hier in den Alltag der DDR erhält, ist also auch eher beschränkt; mich erinnerten die Dressels sehr viel mehr an eine Familie, die halt sehr abgeschnitten irgendwo im Wald lebt. (Ich habe knapp 15 Jahre nach der Wiedervereinigung Deutschlands lediglich einen Kurzurlaub bei Freunden in und aus der ehemaligen DDR verbracht, die immer städtisch gelebt hatten, und als wir uns gegenseitig darüber austauschten, wie [unterschiedlich] wir aufgewachsen waren, und als sie mir zusammen mit weiteren ostdeutschen Bekannten diverse Stätten ihrer Vergangenheit zeigten: Das unterschied sich alles teils sehr drastisch von dem Leben in der DDR, das in „Was uns erinnern lässt“ in Bezug auf die Dressels geschildert wird, bei denen sämtliche Gefahren im Vergleich eher theoretisch und bis zur Zwangsenteignung eher bloße Drohungen sind. – Ich fand es übrigens auch sehr schade, dass der weitere Verbleib der Familie Dressel nach der Zwangsenteignung nicht weiter geschildert wird; nur vereinzelte Begebenheiten werden erwähnt, wie es ihnen bis zur Wiedervereinigung und überhaupt weiterhin ergangen ist; in diesem Buch folgt auf die Zwangsenteignung quasi direkt das Jetzt, 40 Jahre später.) Vielleicht habe ich aufgrund des Settings aber auch einfach von vornherein zuviel „DDR-Schilderungen“ erwartet anstatt mich eher auf den Aspekt der „Familiensaga“ zu konzentrieren. Wie gesagt: Insgesamt fand ich die Geschichte der Dressels, die hier bereits am Ende des Zweiten Weltkriegs einsetzt, definitiv interessanter als den Jetzt-Erzählstrang; Johanna und Marie Dressel habe ich als starke Frauenfiguren empfunden (die in meinen Augen zudem definitiv stärker als Christine oder eben Milla waren). Hätte der Roman nun nur die Vergangenheit der Familie Dressel umfasst, hätte ich ihn sicher echt gut gefunden, aber so in der Kombination hat mir letztlich irgendwie etwas gefehlt bzw. für mich passte Milla überhaupt nicht zu dieser Geschichte; da würde ich es sehr viel authentischer gefunden haben, hätten die Nachfahren der Dressels einfach ganz von sich aus nachzuforschen versucht bzw. jemanden damit beauftragt, herauszufinden, wie korrekt die Enteignung der Familie dereinst wirklich abgelaufen war. Denn die Figur der Milla hat für mich die Geschichte wirklich derart negativ beeinträchtigt, dass ich da alles in Allem leider nicht über mehr als eine mittlere Bewertung hinauskomme.

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