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Im Herzen der Gewalt Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

47229

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

27.03.2019

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

19/12,6/2,2 cm

Gewicht

198 g

Farbe

Schwarz / Lichtgrau

Auflage

4. Auflage

Originaltitel

Histoire de la Violence

Übersetzt von

Hinrich Schmidt-Henkel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-29735-1

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

Die Virtuosität mit der Louis die Deutungen gegeneinanderstellt, ist eindrucksvoll; die Selbstironie […] hat einen sardonischen Vergnügungswert. ("Literatur Spiegel")
[…] ein unerhört kluger Autor, der weit über individuelle Empfindlichkeiten ins Gesellschaftliche hinausdenkt ("taz")
In seinem verstörenden, durch die geschickte Brechung der Chronologie immer spannenden Roman ›Im Herzen der Gewalt‹ macht Édouard Louis menschliche Abgründe sichtbar. ("Deutschlandfunk")
Louis‘ Worte haben Gewicht, ohne schwer zu sein, sie kommen aufrecht daher, ohne den Zeigefinger zu heben. Sie verkörpern eine Haltung. ("Neue Zürcher Zeitung")
Glänzend übersetzt von Hinrich Schmidt-Henkel, ist ›Im Herzen der Gewalt‹ ein atemlos geschriebenes, beklemmendes, sehr persönliches und zugleich politisches Buch, reflektiert und von großer Sprachkraft. ("Dresdner Neueste Nachrichten")
[…] die Kraft des Romans entfaltet sich genau […] durch Édouards ungeschönten Umgang – mit sich selbst. ("Spiegel Online")
ein atemlos geschriebenes, beklemmendes, sehr persönliches und zugleich politisches Buch, reflektiert und von großer Sprachkraft. [...] Louis erweist sich damit als einer der großen zeitgenössischen Autoren Frankreichs. ("Deutsche Presse Agentur")

Produktdetails

Verkaufsrang

47229

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

27.03.2019

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

19/12,6/2,2 cm

Gewicht

198 g

Farbe

Schwarz / Lichtgrau

Auflage

4. Auflage

Originaltitel

Histoire de la Violence

Übersetzt von

Hinrich Schmidt-Henkel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-29735-1

Herstelleradresse

FISCHER Taschenbuch
Hedderichstr. 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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sensibel

Bewertung aus Thun im Kanton Bern am 15.08.2025

Bewertungsnummer: 2568209

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Autor beschreibt die Nacht, in der er vergewaltigt worden ist und wie danach die Verarbeitung dieses traumatischen Erlebnisses abläuft. Die Schwester des Autors spielt bei der Erzählung auch eine Rolle. Sie erzählt teilweise mit. Ich frage mich, zu welchem Zweck der Autor diesen „literarischen Trick“ anwendet. So wie er ihn verwendet, bringt er keinen Mehrwert, da die Schwester nicht mehr und nicht detaillierter erzählt, als es der Autor selber tut. Es sind Beschreibungen, die viel Sensibilität beinhalten. Sie sind klug, eingehend und interessant. Mich hätte interessiert, ob die Polizei erfolgreiche Ermittlungen gehabt hat. Aber das scheint ausserhalb des Rahmens des Buches zu fallen.

sensibel

Bewertung aus Thun im Kanton Bern am 15.08.2025
Bewertungsnummer: 2568209
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Autor beschreibt die Nacht, in der er vergewaltigt worden ist und wie danach die Verarbeitung dieses traumatischen Erlebnisses abläuft. Die Schwester des Autors spielt bei der Erzählung auch eine Rolle. Sie erzählt teilweise mit. Ich frage mich, zu welchem Zweck der Autor diesen „literarischen Trick“ anwendet. So wie er ihn verwendet, bringt er keinen Mehrwert, da die Schwester nicht mehr und nicht detaillierter erzählt, als es der Autor selber tut. Es sind Beschreibungen, die viel Sensibilität beinhalten. Sie sind klug, eingehend und interessant. Mich hätte interessiert, ob die Polizei erfolgreiche Ermittlungen gehabt hat. Aber das scheint ausserhalb des Rahmens des Buches zu fallen.

Schonungslos

Eric aus Dresden am 15.06.2025

Bewertungsnummer: 2515914

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Im Herzen der Gewalt“ ist Èdouard Louis zweiter Roman. Dieser Roman hat, wie auch „Das Ende von Eddy“ autobiographische Züge. Mittlerweile ist er aus der Provinz nach Paris geflüchtet, hat eine eigene Wohnung, wenig Kontakt zu seiner Familie, neue, enge Freunde und lebt sich in Paris ein. Kurz gesagt, Èdouard Louis lebt sein Leben. Louis nimmt als Ausgangspunkt seine eigene Biografie. Die Nacht hat er selbst erlebt und davon handelt sie auch. Louis schreibt nüchtern, ehrlich, detailreich und schonungslos. Jeden Schritt, jede Handlung, jede Emotion kann ich als Leser*in nachvollziehen. Ich kann fühlen, riechen und schmecken, als wäre ich live mit im Raum. Ob es der anfängliche Flirt, die Erotik, die nackten Körper, die Waffe oder die Würgemale an der Kehle sind – ich habe keine Wahl ich bin dabei, ich muss da durch. Louis´ Sätze haben etwas philosophisches. Sie verbinden schlimme Handlungen mit harmlosen Dingen. Versucht er damit die Situation eine geringere Wertung zu geben? Es geht hier darum, was passiert nach dieser Nacht? Bedrohung mit der Waffe, Vergewaltigung und Anzeige bei der Polizei. Themen wie Rassismus, Migration, Straftaten, Angst ect. Spielen eine wesentliche Rolle. Wie geht die Polizei oder Ärzte mit solchen einen Übergriff um? Was sagen meine Freunde bzw. was sage ich ihnen? Der Roman wird nicht chronologisch erzählt. Er beginnt mit dem Morgen nach dem Geschehen. Innerhalb des Buches springt man in der Geschichte vor und zurück. Es funktioniert und wird nicht chaotisch. Es ist mehr als gelungen und bricht die Härte der Geschehnisse in der Nacht. Es ist auch ein Buch über Mut und darüber zu schreiben, erfordert es Mut. Das Buch ist eine absolute Leseempfehlung. Alle die Probleme mit s*xualistierte Gewalt haben, sollten es nicht lesen.

Schonungslos

Eric aus Dresden am 15.06.2025
Bewertungsnummer: 2515914
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Im Herzen der Gewalt“ ist Èdouard Louis zweiter Roman. Dieser Roman hat, wie auch „Das Ende von Eddy“ autobiographische Züge. Mittlerweile ist er aus der Provinz nach Paris geflüchtet, hat eine eigene Wohnung, wenig Kontakt zu seiner Familie, neue, enge Freunde und lebt sich in Paris ein. Kurz gesagt, Èdouard Louis lebt sein Leben. Louis nimmt als Ausgangspunkt seine eigene Biografie. Die Nacht hat er selbst erlebt und davon handelt sie auch. Louis schreibt nüchtern, ehrlich, detailreich und schonungslos. Jeden Schritt, jede Handlung, jede Emotion kann ich als Leser*in nachvollziehen. Ich kann fühlen, riechen und schmecken, als wäre ich live mit im Raum. Ob es der anfängliche Flirt, die Erotik, die nackten Körper, die Waffe oder die Würgemale an der Kehle sind – ich habe keine Wahl ich bin dabei, ich muss da durch. Louis´ Sätze haben etwas philosophisches. Sie verbinden schlimme Handlungen mit harmlosen Dingen. Versucht er damit die Situation eine geringere Wertung zu geben? Es geht hier darum, was passiert nach dieser Nacht? Bedrohung mit der Waffe, Vergewaltigung und Anzeige bei der Polizei. Themen wie Rassismus, Migration, Straftaten, Angst ect. Spielen eine wesentliche Rolle. Wie geht die Polizei oder Ärzte mit solchen einen Übergriff um? Was sagen meine Freunde bzw. was sage ich ihnen? Der Roman wird nicht chronologisch erzählt. Er beginnt mit dem Morgen nach dem Geschehen. Innerhalb des Buches springt man in der Geschichte vor und zurück. Es funktioniert und wird nicht chaotisch. Es ist mehr als gelungen und bricht die Härte der Geschehnisse in der Nacht. Es ist auch ein Buch über Mut und darüber zu schreiben, erfordert es Mut. Das Buch ist eine absolute Leseempfehlung. Alle die Probleme mit s*xualistierte Gewalt haben, sollten es nicht lesen.

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Im Herzen der Gewalt

von Édouard Louis

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Meinung aus der Buchhandlung

Gregor Schwarzenbrunner

Thalia Zentrale

Zum Portrait

5/5

Wenn Worte für das Unaussprechliche fehlen

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Eddy, der Hauptprotagonist in dieser Geschichte ist in Paris auf dem Nachhauseweg von einem Weihnachtsessen. Hier wird er von einem jungen Mann angesprochen und trotz seiner Vorbehalte, nimmt er den aufdringlich wirkenden jungen Mann mit heim. Von einem Flirt der in Gewalt endet, handelt dieses Buch; von einem Morgen danach, wo Worte für das Unaussprechliche fehlen; wo trotz intensiven Benutzen von Reinigungsmittel, der Ekel sich nicht wegwischen lässt. Im Herzen der Gewalt ist der zweite Roman von Éduard Louis. Mit seinem Debütroman avancierte er zum Shootingstar der französischen Literaturszene. Geschuldet ist es wohl auch dem sehr jungen Alter des Schriftstellers, denn nur mit 19 Jahren hat er die erste Fassung von „Das Ende von Eddy“ geschrieben. Man muss hier zwar den ersten nicht gelesen haben um sich im zweiten Roman zurecht zu finden, liest man aber nun - Im Herzen der Gewalt - im Kontext des ersten, begreift der Leser, dass Paris für Eddy oder Éduard nur scheinbar ein Befreiungsschlag war. Das enge Korsett von Gewalt, Homophobie und Rassismus im Alltag im Dorf Hallencourt, in der Picardie hat er nur oberflächig hinter sich gelassen. Als er seine Schwester belauscht, die ihrem Mann das Unsagbare erzählt, dass Eddy widerfahren ist, wird dem aufmerksamen Leser - er möge mein Vorweggreifen des Inhaltes verzeihen - klar, dass man seiner Kindheit nicht entkommt und Eddy, so schrecklich es sich auch anhören mag, einen Teil der Gewalt, der Homophobie und des Rassismus nicht entfliehen kann. Lange bevor die #metoo Debatte weltweit eine Solidarisierung mit den Opfern von sexueller Gewalt und eine weltweite Debatte über den Missbrauch losgetreten hat, schrieb also Édouard Louis in sehr nüchternen, beinahe in analytischen Sätzen einen Roman der von einer für ihm sehr verhängnisvollen Begegnung mit einem anderen Mann handelt. Ihm gelingt es, die Geschichte in ihrer ganzen Grausamkeit zu schildern und die Ohnmacht gegenüber seines Peinigers und die schamvolle Auseinandersetzung mit Polizei und Mitarbeitern von Krankenhäusern wahrhaft zu schildern. Wer bislang seinen ersten Roman noch nicht gelesen hat, sollte es spätestens jetzt nachholen.
  • Gregor Schwarzenbrunner
  • Buchhändler/-in

5/5

Wenn Worte für das Unaussprechliche fehlen

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Eddy, der Hauptprotagonist in dieser Geschichte ist in Paris auf dem Nachhauseweg von einem Weihnachtsessen. Hier wird er von einem jungen Mann angesprochen und trotz seiner Vorbehalte, nimmt er den aufdringlich wirkenden jungen Mann mit heim. Von einem Flirt der in Gewalt endet, handelt dieses Buch; von einem Morgen danach, wo Worte für das Unaussprechliche fehlen; wo trotz intensiven Benutzen von Reinigungsmittel, der Ekel sich nicht wegwischen lässt. Im Herzen der Gewalt ist der zweite Roman von Éduard Louis. Mit seinem Debütroman avancierte er zum Shootingstar der französischen Literaturszene. Geschuldet ist es wohl auch dem sehr jungen Alter des Schriftstellers, denn nur mit 19 Jahren hat er die erste Fassung von „Das Ende von Eddy“ geschrieben. Man muss hier zwar den ersten nicht gelesen haben um sich im zweiten Roman zurecht zu finden, liest man aber nun - Im Herzen der Gewalt - im Kontext des ersten, begreift der Leser, dass Paris für Eddy oder Éduard nur scheinbar ein Befreiungsschlag war. Das enge Korsett von Gewalt, Homophobie und Rassismus im Alltag im Dorf Hallencourt, in der Picardie hat er nur oberflächig hinter sich gelassen. Als er seine Schwester belauscht, die ihrem Mann das Unsagbare erzählt, dass Eddy widerfahren ist, wird dem aufmerksamen Leser - er möge mein Vorweggreifen des Inhaltes verzeihen - klar, dass man seiner Kindheit nicht entkommt und Eddy, so schrecklich es sich auch anhören mag, einen Teil der Gewalt, der Homophobie und des Rassismus nicht entfliehen kann. Lange bevor die #metoo Debatte weltweit eine Solidarisierung mit den Opfern von sexueller Gewalt und eine weltweite Debatte über den Missbrauch losgetreten hat, schrieb also Édouard Louis in sehr nüchternen, beinahe in analytischen Sätzen einen Roman der von einer für ihm sehr verhängnisvollen Begegnung mit einem anderen Mann handelt. Ihm gelingt es, die Geschichte in ihrer ganzen Grausamkeit zu schildern und die Ohnmacht gegenüber seines Peinigers und die schamvolle Auseinandersetzung mit Polizei und Mitarbeitern von Krankenhäusern wahrhaft zu schildern. Wer bislang seinen ersten Roman noch nicht gelesen hat, sollte es spätestens jetzt nachholen.

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