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Produktbild: Im Herzen der Gewalt

Im Herzen der Gewalt Roman

6

9,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

24.08.2017

Verlag

Fischer E-Books

Seitenzahl

224 (Printausgabe)

Dateigröße

5577 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Histoire de la Violence

Übersetzt von

Hinrich Schmidt-Henkel

Sprache

Deutsch

EAN

9783104902654

Beschreibung

Rezension

[…] ein unerhört kluger Autor, der weit über individuelle Empfindlichkeiten ins Gesellschaftliche hinausdenkt

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • alle zum Verständnis notwendigen Inhalte sind über Screenreader zugänglich
  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
  • alle Texte können angepasst werden
  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • Navigation über vorher / nachher Elemente
  • ARIA-Rollen vorhanden
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Erscheinungsdatum

24.08.2017

Verlag

Fischer E-Books

Seitenzahl

224 (Printausgabe)

Dateigröße

5577 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Histoire de la Violence

Übersetzt von

Hinrich Schmidt-Henkel

Sprache

Deutsch

EAN

9783104902654

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Schonungslos

Eric aus Dresden am 15.06.2025

Bewertungsnummer: 2515914

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Im Herzen der Gewalt“ ist Èdouard Louis zweiter Roman. Dieser Roman hat, wie auch „Das Ende von Eddy“ autobiographische Züge. Mittlerweile ist er aus der Provinz nach Paris geflüchtet, hat eine eigene Wohnung, wenig Kontakt zu seiner Familie, neue, enge Freunde und lebt sich in Paris ein. Kurz gesagt, Èdouard Louis lebt sein Leben. Louis nimmt als Ausgangspunkt seine eigene Biografie. Die Nacht hat er selbst erlebt und davon handelt sie auch. Louis schreibt nüchtern, ehrlich, detailreich und schonungslos. Jeden Schritt, jede Handlung, jede Emotion kann ich als Leser*in nachvollziehen. Ich kann fühlen, riechen und schmecken, als wäre ich live mit im Raum. Ob es der anfängliche Flirt, die Erotik, die nackten Körper, die Waffe oder die Würgemale an der Kehle sind – ich habe keine Wahl ich bin dabei, ich muss da durch. Louis´ Sätze haben etwas philosophisches. Sie verbinden schlimme Handlungen mit harmlosen Dingen. Versucht er damit die Situation eine geringere Wertung zu geben? Es geht hier darum, was passiert nach dieser Nacht? Bedrohung mit der Waffe, Vergewaltigung und Anzeige bei der Polizei. Themen wie Rassismus, Migration, Straftaten, Angst ect. Spielen eine wesentliche Rolle. Wie geht die Polizei oder Ärzte mit solchen einen Übergriff um? Was sagen meine Freunde bzw. was sage ich ihnen? Der Roman wird nicht chronologisch erzählt. Er beginnt mit dem Morgen nach dem Geschehen. Innerhalb des Buches springt man in der Geschichte vor und zurück. Es funktioniert und wird nicht chaotisch. Es ist mehr als gelungen und bricht die Härte der Geschehnisse in der Nacht. Es ist auch ein Buch über Mut und darüber zu schreiben, erfordert es Mut. Das Buch ist eine absolute Leseempfehlung. Alle die Probleme mit s*xualistierte Gewalt haben, sollten es nicht lesen.

Schonungslos

Eric aus Dresden am 15.06.2025
Bewertungsnummer: 2515914
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Im Herzen der Gewalt“ ist Èdouard Louis zweiter Roman. Dieser Roman hat, wie auch „Das Ende von Eddy“ autobiographische Züge. Mittlerweile ist er aus der Provinz nach Paris geflüchtet, hat eine eigene Wohnung, wenig Kontakt zu seiner Familie, neue, enge Freunde und lebt sich in Paris ein. Kurz gesagt, Èdouard Louis lebt sein Leben. Louis nimmt als Ausgangspunkt seine eigene Biografie. Die Nacht hat er selbst erlebt und davon handelt sie auch. Louis schreibt nüchtern, ehrlich, detailreich und schonungslos. Jeden Schritt, jede Handlung, jede Emotion kann ich als Leser*in nachvollziehen. Ich kann fühlen, riechen und schmecken, als wäre ich live mit im Raum. Ob es der anfängliche Flirt, die Erotik, die nackten Körper, die Waffe oder die Würgemale an der Kehle sind – ich habe keine Wahl ich bin dabei, ich muss da durch. Louis´ Sätze haben etwas philosophisches. Sie verbinden schlimme Handlungen mit harmlosen Dingen. Versucht er damit die Situation eine geringere Wertung zu geben? Es geht hier darum, was passiert nach dieser Nacht? Bedrohung mit der Waffe, Vergewaltigung und Anzeige bei der Polizei. Themen wie Rassismus, Migration, Straftaten, Angst ect. Spielen eine wesentliche Rolle. Wie geht die Polizei oder Ärzte mit solchen einen Übergriff um? Was sagen meine Freunde bzw. was sage ich ihnen? Der Roman wird nicht chronologisch erzählt. Er beginnt mit dem Morgen nach dem Geschehen. Innerhalb des Buches springt man in der Geschichte vor und zurück. Es funktioniert und wird nicht chaotisch. Es ist mehr als gelungen und bricht die Härte der Geschehnisse in der Nacht. Es ist auch ein Buch über Mut und darüber zu schreiben, erfordert es Mut. Das Buch ist eine absolute Leseempfehlung. Alle die Probleme mit s*xualistierte Gewalt haben, sollten es nicht lesen.

Nichts für schwache Nerven.

Bewertung am 25.04.2018

Bewertungsnummer: 246432

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Gerade weil es ein autobiografischer Bericht ist. Sprachlich brillant und raffiniert konstruiert lässt er uns in sein Innerstes gucken.

Nichts für schwache Nerven.

Bewertung am 25.04.2018
Bewertungsnummer: 246432
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Gerade weil es ein autobiografischer Bericht ist. Sprachlich brillant und raffiniert konstruiert lässt er uns in sein Innerstes gucken.

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Im Herzen der Gewalt

von Édouard Louis

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Meinung aus der Buchhandlung

Gregor Schwarzenbrunner

Thalia Zentrale

Zum Portrait

5/5

Wenn Worte für das Unaussprechliche fehlen

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Eddy, der Hauptprotagonist in dieser Geschichte ist in Paris auf dem Nachhauseweg von einem Weihnachtsessen. Hier wird er von einem jungen Mann angesprochen und trotz seiner Vorbehalte, nimmt er den aufdringlich wirkenden jungen Mann mit heim. Von einem Flirt der in Gewalt endet, handelt dieses Buch; von einem Morgen danach, wo Worte für das Unaussprechliche fehlen; wo trotz intensiven Benutzen von Reinigungsmittel, der Ekel sich nicht wegwischen lässt. Im Herzen der Gewalt ist der zweite Roman von Éduard Louis. Mit seinem Debütroman avancierte er zum Shootingstar der französischen Literaturszene. Geschuldet ist es wohl auch dem sehr jungen Alter des Schriftstellers, denn nur mit 19 Jahren hat er die erste Fassung von „Das Ende von Eddy“ geschrieben. Man muss hier zwar den ersten nicht gelesen haben um sich im zweiten Roman zurecht zu finden, liest man aber nun - Im Herzen der Gewalt - im Kontext des ersten, begreift der Leser, dass Paris für Eddy oder Éduard nur scheinbar ein Befreiungsschlag war. Das enge Korsett von Gewalt, Homophobie und Rassismus im Alltag im Dorf Hallencourt, in der Picardie hat er nur oberflächig hinter sich gelassen. Als er seine Schwester belauscht, die ihrem Mann das Unsagbare erzählt, dass Eddy widerfahren ist, wird dem aufmerksamen Leser - er möge mein Vorweggreifen des Inhaltes verzeihen - klar, dass man seiner Kindheit nicht entkommt und Eddy, so schrecklich es sich auch anhören mag, einen Teil der Gewalt, der Homophobie und des Rassismus nicht entfliehen kann. Lange bevor die #metoo Debatte weltweit eine Solidarisierung mit den Opfern von sexueller Gewalt und eine weltweite Debatte über den Missbrauch losgetreten hat, schrieb also Édouard Louis in sehr nüchternen, beinahe in analytischen Sätzen einen Roman der von einer für ihm sehr verhängnisvollen Begegnung mit einem anderen Mann handelt. Ihm gelingt es, die Geschichte in ihrer ganzen Grausamkeit zu schildern und die Ohnmacht gegenüber seines Peinigers und die schamvolle Auseinandersetzung mit Polizei und Mitarbeitern von Krankenhäusern wahrhaft zu schildern. Wer bislang seinen ersten Roman noch nicht gelesen hat, sollte es spätestens jetzt nachholen.
  • Gregor Schwarzenbrunner
  • Buchhändler/-in

5/5

Wenn Worte für das Unaussprechliche fehlen

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Eddy, der Hauptprotagonist in dieser Geschichte ist in Paris auf dem Nachhauseweg von einem Weihnachtsessen. Hier wird er von einem jungen Mann angesprochen und trotz seiner Vorbehalte, nimmt er den aufdringlich wirkenden jungen Mann mit heim. Von einem Flirt der in Gewalt endet, handelt dieses Buch; von einem Morgen danach, wo Worte für das Unaussprechliche fehlen; wo trotz intensiven Benutzen von Reinigungsmittel, der Ekel sich nicht wegwischen lässt. Im Herzen der Gewalt ist der zweite Roman von Éduard Louis. Mit seinem Debütroman avancierte er zum Shootingstar der französischen Literaturszene. Geschuldet ist es wohl auch dem sehr jungen Alter des Schriftstellers, denn nur mit 19 Jahren hat er die erste Fassung von „Das Ende von Eddy“ geschrieben. Man muss hier zwar den ersten nicht gelesen haben um sich im zweiten Roman zurecht zu finden, liest man aber nun - Im Herzen der Gewalt - im Kontext des ersten, begreift der Leser, dass Paris für Eddy oder Éduard nur scheinbar ein Befreiungsschlag war. Das enge Korsett von Gewalt, Homophobie und Rassismus im Alltag im Dorf Hallencourt, in der Picardie hat er nur oberflächig hinter sich gelassen. Als er seine Schwester belauscht, die ihrem Mann das Unsagbare erzählt, dass Eddy widerfahren ist, wird dem aufmerksamen Leser - er möge mein Vorweggreifen des Inhaltes verzeihen - klar, dass man seiner Kindheit nicht entkommt und Eddy, so schrecklich es sich auch anhören mag, einen Teil der Gewalt, der Homophobie und des Rassismus nicht entfliehen kann. Lange bevor die #metoo Debatte weltweit eine Solidarisierung mit den Opfern von sexueller Gewalt und eine weltweite Debatte über den Missbrauch losgetreten hat, schrieb also Édouard Louis in sehr nüchternen, beinahe in analytischen Sätzen einen Roman der von einer für ihm sehr verhängnisvollen Begegnung mit einem anderen Mann handelt. Ihm gelingt es, die Geschichte in ihrer ganzen Grausamkeit zu schildern und die Ohnmacht gegenüber seines Peinigers und die schamvolle Auseinandersetzung mit Polizei und Mitarbeitern von Krankenhäusern wahrhaft zu schildern. Wer bislang seinen ersten Roman noch nicht gelesen hat, sollte es spätestens jetzt nachholen.

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Im Herzen der Gewalt

von Édouard Louis

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