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Produktbild: Schloss Gripsholm

Schloss Gripsholm Eine Sommergeschichte

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.02.2018

Verlag

Europäischer Literaturverlag

Seitenzahl

104

Maße (L/B/H)

20/13/0,8 cm

Gewicht

136 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95909-224-1

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.02.2018

Verlag

Europäischer Literaturverlag

Seitenzahl

104

Maße (L/B/H)

20/13/0,8 cm

Gewicht

136 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95909-224-1

Herstelleradresse

Europäischer Literaturvlg
Beymestraße 13a
12167 Berlin
DE

Email: neumann@elv-verlag.de

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  • Bewertung

    Orell Füssli Book Circle Community

    4/5

    09.09.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Ein überraschend moderner Klassiker

    Ein Klassiker, den ich überhaupt nicht auf dem Schirm gehabt habe. Dank des Leseclubs vom Lies und Das Podcast durfte ich diese Perle entdecken. So viele wunderbare Sätze, so schöne herzerwärmende Beobachtungen. Die Geschichte war mir nicht so wichtig (und war auch nicht überragend), ich hatte einfach Freude an der Sprache. Einzig mit dem Plattdeutsch hatte ich als Schweizerin etwas Mühe, aber auch das hat sich gelohnt. Erstaunlich moderne Ansichten treffen auf alte Denkmuster in einer vergangenen Zeit. Ich habe gerne mitgelesen.

  • mari_liest

    4/5

    24.11.2020

    Buch (Taschenbuch)

    ...

    Tucholskys bekannte Erzählung startet mit einem fiktiven Briefwechsel zum nächsten Buch zwischen dem Autor selbst und dem Verleger Ernst Rowohlt, der uns wohl allen bekannt ist. Dieser Briefwechsel ist spaßig verfasst und auf diese leichte Art war ich dann eingestellt. Der Herr Rowohlt sagt, „eine heitere Liebesgeschichte“ soll es werden. Doch der Kurt sträubt sich noch, obwohl er doch mehr Kohle verdienen will. Der Erzähler fährt mit seiner Freundin, die er „die Prinzessin“ nennt in den Urlaub. Nach Schweden fahren sie heuer. Die Überfahrt gestaltet sich unspektakulär, die Suche nach einer Unterkunft wird etwas spannender. Schließlich landen sie in einem kleinen Örtchen und beziehen in Schloss Gripsholm ihr Quartier. Nach einiger Zeit kommt das Karlchen zu Besuch und danach kommt dann auch die Billie in die illustre Runde. Im „zweiten Teil“ Teil des Buches retten die beiden dann ein Kind aus den Fängen eines ansässigen Kinderheims. Dann fahren sie wieder heim. Soweit so gut – das war das Buch. Meine Meinung: Cover wunderschön. Schreibstil des Tucholsky großartig. Übersetzung super. Der Start mit den Briefen war lustig, dann wurde es etwas langatmig und die Entwicklung plätscherte so dahin. Doch was die Story nicht ganz pointier bringt, kommt jedenfalls mit der Sprache des Autors daher. Sowohl der Humor vom Karlchen, als auch die beobachtende Beschreibung und die Ironie innerhalb des Werkes sind großartig. Was meinen Humor komplett traf: Man kann den Hintern schminken, wie man will, es wird kein ordentliches Gesicht daraus. (Zitat) Hinzu kommt dann zum Schluss eine Dreiecksbeziehung mit Billie, was ich schon sehr gewagt fand (1930er). Eine unbeschwerte, leicht erzählte "Sommer(liebes)geschichte" – befreit, fröhlich und idyllisch, aber nicht sentimental oder kitschig. Alles in allem eine Kauf- und Leseempfehlung für die Ironie, die Offenheit, das plattdeutsche Geplappere und den Witz en point. Mein liebster war hier definitiv das Karlchen.

  • olgica

    4/5

    05.11.2009

    Buch (Taschenbuch)

    Der Ich-Erzähler fährt mit…

    Der Ich-Erzähler fährt mit seiner Freundin Lydia zur Sommerfrische nach Schweden. Dort kommen sie in einem Nebengebäude des Schlosses Gripsholm unter. Sie genießen die warme Jahreszeit, ihre Zweisamkeit und die schöne Landschaft. In dem mehrwöchigen Aufenthalt bekommen sie zuerst Besuch von einem Freund von ihm und später Besuch einer Freundin von ihr. Mit dieser Freundin Billie verleben die beiden Protagonisten einen intimen Abend. Als die Erzählung 1931 erschien, sorgte dieses Tête-à-tête zu dritt für Aufruhr, da die erotische Eskapade für damalige Zeit sehr kühn war, auch wenn dies im Roman lediglich angedeutet wird. Am Ende des Buches rettet das Paar noch ein Kind, das in einem Kinderheim nahe des Schlosses misshandelt wird. Typisch für Tucholsky ist diese Episode, wodurch er ein wenig Gesellschaftskritik in die Erzählung bringt. Ansonsten ist das Buch äußerst leicht und fröhlich geschrieben. Dialektisch gefärbte Dialoge verleihen der Geschichte sowohl Lockerheit als auch Charme.

  • Bories vom Berg

    aus München

    3/5

    20.04.2016

    Buch (Taschenbuch)

    Ich dichte erst ab 12 % Es…

    Ich dichte erst ab 12 % Es gibt nur wenige Schriftsteller, die derart vielseitig geschrieben haben wie Kurt Tucholsky, der als kritischer und weitsichtiger politischer Journalist ebenso erfolgreich war wie als Publizist, Kritiker für Literatur, Film und Musik, als Kabarettautor, Lyriker und nicht zuletzt als Satiriker. Schloß Gripsholm, sein 1931 erstmals erschienener, berühmter «Sommerroman» wurde ein großer Publikumserfolg, er gehört zu den heiteren Erzählungen, die ihm hier nach anfänglichem Sträuben letztendlich doch locker und leicht aus der Feder geflossen ist. Der Erfolg beim Publikum war entsprechend, es folgten immer wieder neue Auflagen. Der notorische Schürzenjäger Tucholsky berichtet von einem Liebesurlaub mit seiner Freundin in Schweden, dessen immer nur ganz dezent angedeutete erotische Komponente der Geschichte eine gewisse Würze verleiht. In einer Art Vorspiel zum Roman ist ein fiktiver Briefwechsel des Autors mit seinem Verleger Ernst Rowohlt abgedruckt, der ihn auffordert, doch mal eine «kleine Liebesgeschichte» zu schreiben. Im Antwortbrief auf die Prozentzahl an Rezensionsexemplare angesprochen bietet ihm Rowohlt 14% an, was der Autor ablehnt: «Bei 14% fällt mir bestimmt nichts ein – ich dichte erst ab 12%.» «Sie hatte eine Altstimme und hieß Lydia» heißt es im ersten Satz von der Sekretärin, die mit dem Ich-Erzähler Peter ein unkonventionelles Liebespaar bildet, das für fünf Wochen nach Schweden reist, um dort die Seele baumeln zu lassen, sich gründlich zu erholen. Lydia ist gleichzeitig guter Kumpel und engelsgleiche Geliebte für Peter, der sie zumeist «Prinzessin» nennt und unsterblich verliebt ist in sie. Als er sie kennenlernte als balzender Mann, «beleuchtete ich alle Schaufenster meines Herzens. Und dann sprachen wir von der Liebe. Das ist wie bei einer bayerischen Rauferei – die raufen auch erst mit Worten.» Ihr Ferienquartier wird nun Schloß Gripsholm, wo sie in einem Anbau fern von den Touristen genau das finden, was sie suchen: Nichtstun, Faulsein, heiter verliebt die Natur genießen. Der Besuch von Karlchen, einem guten Freund von Peter, unterbricht ihre Idylle für einige Tage, danach taucht plötzlich auch Billy auf, Lydias beste Freundin, die sich von ihrem Liebhaber getrennt hat. Bei einem ihrer Streifzüge durch die Gegend treffen die Prinzessin und Peter auf Ada, ein kleines, offensichtlich tief verstörtes Mädchen, das in einem Kinderheim lebt und dort von der tyrannischen Leiterin gequält wird. Es gelingt ihnen, die in der Schweiz lebende Mutter davon zu überzeugen, das Kind zu sich zurückzuholen. Dieser zweite Handlungsfaden rückt die Realität wieder etwas mehr in den Vordergrund, brutale Gewalt der Herrschenden den hilflos Unterdrückten gegenüber beschwört bei Peter den Albtraum eines Gladiatorenkampfes herauf, bei dem nichts als die nackte Gewalt regiert. Eine Idylle wie die im Schloß Gripsholm ist also nur auf Zeit vorstellbar, eine ernüchternde Erkenntnis für die beiden Turteltauben. Nach gemeinsamem Kreuzworträtselraten mit Billy kommt es am Ende zu einer Liebesnacht zu dritt, ganz unkonventionell genießen die Urlauber die Unbeschwertheit ihrer schönen Ferientage. Tucholsky schreibt witzig, verschmitzt, lakonisch, geistreich, weitsichtig. Er benutzt, Gott sei Dank nur im kurzen Abschnitten, plattdeutsch und andere Idiome, was einerseits erheiternd ist, andererseits aber auch den Lesefluss erheblich stört. Sein kreativer Schreibstil ist durch überraschende Wortschöpfungen und verblüffende Gedankengänge geprägt, die satirische Komponente seiner Erzählung wird durch kluge Reflexionen ergänzt. Bei alldem schwingt unübersehbar im Hintergrund oft auch eine gewisse Melancholie mit, die vielbeschworene leichte Sommergeschichte ist jedenfalls nicht ganz so unbeschwert, wie sie vielen Lesern erscheint. Insoweit ist Schloß Gripsholm ein lesenswertes Buch, das oft unterschätzt wird und weit mehr Tiefgang bietet als eine typische Liebesgeschichte das jemals kann.

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Bewertungen (4)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Silvio Weitzl

    Silvio Weitzl

    Thalia Linz – Landstraße

    Buchhändler*in

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    3/5

    10.07.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Selbsternannte Fingerübung

    In diesem leichten, kurzen Sommerroman stecken zahlreiche erfrischende poetische Höhenflüge. Ein Hauch von Liebesgeschichte paart sich mit tiefliegendem Gesellschaftsdrama. Sommerliche Ausgelassenheit wechselt mit bedrückender Stimmung und lässt einen bitteren Beigeschmack zurück. Auch im Urlaub in fernen Ländern kann man dem Weltgeschehen wohl nicht ganz entfliehen. Der lockere Witz tröstet über die in plattdeutsch verfassten Textpassagen hinweg. Besonders hervorzugeben ist das wunderschöne Cover dieser vielfältigen und erlesenen Reclam Klassiker Reihe.

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Bewertungen (1)

  • Produktbild: Schloss Gripsholm