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Band 8

Das Schloss Roman. Mit einem Nachwort von Norbert Gstrein

Aus der Reihe Manesse Bibliothek
7

25,90 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.04.2018

Verlag

Manesse

Seitenzahl

608

Maße (L/B/H)

15,8/10,1/2,9 cm

Gewicht

289 g

Farbe

Weiß / Schwarz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7175-2458-8

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.04.2018

Verlag

Manesse

Seitenzahl

608

Maße (L/B/H)

15,8/10,1/2,9 cm

Gewicht

289 g

Farbe

Weiß / Schwarz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7175-2458-8

Herstelleradresse

Manesse Verlag
Neumarkter Str. 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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freiwillig Gefangen in einem absurden System

Bewertung (Mitglied der Book Circle Community) am 20.08.2025

Bewertungsnummer: 2572120

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Kafkas Thema ist die unmenschliche Bürokratie, die den Menschen von sich selbst entfremdet. Das ist ihm im unvollendeten Roman Das Schloss exzellent gelungen. Als Lesender fragt man sich ständig, warum K. überhaupt bleibt und noch immer Zutritt zum Schloss erhalten will. Er könnte sich die ganze Geschichte sparen, indem er einfach wieder abreist. Doch das passiert uns allen. Wir jagen fremden Zielen hinterher und folgen einem Regelwerk, das wir nicht verstehen, nur um uns besser zu stellen als andere. Dabei machen wir uns unglücklich und sind mehr als verwirrt über die ungeschriebenen Regeln und die Willkür von einer gesichtslosen Obrigkeit oder Behörden. Besonders gut hat es mir gefallen, dass der Roman unvollendet ist. Es unterstreicht die Sinn- und Ausweglosigkeit aus einem System, von dem niemand mehr weiss, wie oder warum es entstanden ist. Der Text ist langweilig, verwirrend und absurd, aber genau das ist der Punkt.

freiwillig Gefangen in einem absurden System

Bewertung (Mitglied der Book Circle Community) am 20.08.2025
Bewertungsnummer: 2572120
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Kafkas Thema ist die unmenschliche Bürokratie, die den Menschen von sich selbst entfremdet. Das ist ihm im unvollendeten Roman Das Schloss exzellent gelungen. Als Lesender fragt man sich ständig, warum K. überhaupt bleibt und noch immer Zutritt zum Schloss erhalten will. Er könnte sich die ganze Geschichte sparen, indem er einfach wieder abreist. Doch das passiert uns allen. Wir jagen fremden Zielen hinterher und folgen einem Regelwerk, das wir nicht verstehen, nur um uns besser zu stellen als andere. Dabei machen wir uns unglücklich und sind mehr als verwirrt über die ungeschriebenen Regeln und die Willkür von einer gesichtslosen Obrigkeit oder Behörden. Besonders gut hat es mir gefallen, dass der Roman unvollendet ist. Es unterstreicht die Sinn- und Ausweglosigkeit aus einem System, von dem niemand mehr weiss, wie oder warum es entstanden ist. Der Text ist langweilig, verwirrend und absurd, aber genau das ist der Punkt.

Das 1922 entstandene Romanfrag…

MaWiOr aus Halle am 07.12.2023

Bewertungsnummer: 2833090

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das 1922 entstandene Romanfragment „Das Schloss“ ist Franz Kafkas letzter großer Roman, der posthum 1926 erschien und von einem gewissen Herr K. erzählt, der vom Grafen eines ländlich gelegenen Schlosses als Landvermesser beauftragt wird. Doch alle seine Versuche, ins Schloss zu gelangen, scheitern. Dies wird ihm sogar ausdrücklich für alle Zukunft untersagt. Sämtliche Bemühungen werden von der geheimnisvollen Macht der Schlossbehörde durchkreuzt. Er erhält zwar zwei Gehilfen, aber keine Arbeit. K. kämpft verzweifelt um Anerkennung und eine sinnvolle Eingliederung ins Dorfleben, er bleibt jedoch ein Fremder und für die allgegenwärtige und anonyme Schlossbehörde ein Störenfried. Am vierten Tag erhält er zwar vom Dorfvorsteher die Stelle eines Schuldieners, aber im Grunde wird er auch in diese Stellung weder gebraucht noch anerkannt. Alle seine weiteren Bemühungen scheitern immer wieder an der Schlossbürokratie und der Stumpfheit der Dorfbewohner, aber auch an der Hoffnungslosigkeit von K. selbst. Nur in den Anfangskapiteln gibt es überhaupt eine Handlung, die weiteren Kapitel werden dagegen von sich stets kreisenden Gespräche geprägt. Der kausale Ablauf verliert sich zunehmend. Auch die Frage, ob der Herr K. wirklich ein Landvermesser oder nur ein Querulant ist - darüber wird der Leser nie richtig aufgeklärt. Über den geplanten Schluss gibt es nur wenige Überlieferungen. So lässt K. in seinem Kampf um Anerkennung nicht nach, doch schließlich stirbt er vor Entkräftung. Um sein Sterbebett versammelt sich die Gemeinde und vom Schloss gelangt die Entscheidung, dass er hier leben und arbeiten darf. Zu spät. Die Reclam-Neuerscheinung wird neben einer Zeittafel durch ein Nachwort von Michael Müller ergänzt. Der Literaturwissenschaftler beleuchtet darin Kafkas jahrelange Arbeit und Auseinandersetzung an dem Roman – mit zahlreichen Unterbrechungen und Wiederaufnahmen. Die Neuerscheinung, die zum 100. Todestag von Franz Kafka am 3. Juni 1924 erscheint, ist eine willkommene Gelegenheit, ein rätselhaftes Werk der Weltliteratur ken-nenzulernen.

Das 1922 entstandene Romanfrag…

MaWiOr aus Halle am 07.12.2023
Bewertungsnummer: 2833090
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das 1922 entstandene Romanfragment „Das Schloss“ ist Franz Kafkas letzter großer Roman, der posthum 1926 erschien und von einem gewissen Herr K. erzählt, der vom Grafen eines ländlich gelegenen Schlosses als Landvermesser beauftragt wird. Doch alle seine Versuche, ins Schloss zu gelangen, scheitern. Dies wird ihm sogar ausdrücklich für alle Zukunft untersagt. Sämtliche Bemühungen werden von der geheimnisvollen Macht der Schlossbehörde durchkreuzt. Er erhält zwar zwei Gehilfen, aber keine Arbeit. K. kämpft verzweifelt um Anerkennung und eine sinnvolle Eingliederung ins Dorfleben, er bleibt jedoch ein Fremder und für die allgegenwärtige und anonyme Schlossbehörde ein Störenfried. Am vierten Tag erhält er zwar vom Dorfvorsteher die Stelle eines Schuldieners, aber im Grunde wird er auch in diese Stellung weder gebraucht noch anerkannt. Alle seine weiteren Bemühungen scheitern immer wieder an der Schlossbürokratie und der Stumpfheit der Dorfbewohner, aber auch an der Hoffnungslosigkeit von K. selbst. Nur in den Anfangskapiteln gibt es überhaupt eine Handlung, die weiteren Kapitel werden dagegen von sich stets kreisenden Gespräche geprägt. Der kausale Ablauf verliert sich zunehmend. Auch die Frage, ob der Herr K. wirklich ein Landvermesser oder nur ein Querulant ist - darüber wird der Leser nie richtig aufgeklärt. Über den geplanten Schluss gibt es nur wenige Überlieferungen. So lässt K. in seinem Kampf um Anerkennung nicht nach, doch schließlich stirbt er vor Entkräftung. Um sein Sterbebett versammelt sich die Gemeinde und vom Schloss gelangt die Entscheidung, dass er hier leben und arbeiten darf. Zu spät. Die Reclam-Neuerscheinung wird neben einer Zeittafel durch ein Nachwort von Michael Müller ergänzt. Der Literaturwissenschaftler beleuchtet darin Kafkas jahrelange Arbeit und Auseinandersetzung an dem Roman – mit zahlreichen Unterbrechungen und Wiederaufnahmen. Die Neuerscheinung, die zum 100. Todestag von Franz Kafka am 3. Juni 1924 erscheint, ist eine willkommene Gelegenheit, ein rätselhaftes Werk der Weltliteratur ken-nenzulernen.

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Das Schloss

von Franz Kafka

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Silvio Weitzl

Thalia Linz – Landstraße

Zum Portrait

4/5

Gekommen um zu bleiben

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Franz Kafkas letztes Romanfragment führt seinen Protagonisten K. in eine winterliche Gegend, in welche er versucht sich einzunisten. Was mit einer vermeintlichen Notlüge beginnt wird durch die ständige Hartnäckigkeit Ks zum tödlichen Desaster. Mit der besonderen Kraft der Dialoge zieht Kafka den Leser in das unendliche Spiel um Macht und Anerkennung der unterschiedlichsten Mitlglieder einer verschachtelten Dorfgemeinschaft. Durch Neid, Bosheit und Missgunst (aktueller den je) trifft es der Ausspruch Jean-Paul Sartres „Die Hölle, das sind die anderen“ punktgenau. Die originalgetreue Verfilmung des österreichischen Kultregisseurs Michael Haneke bietet das perfekte visuelle Begleitwerk zum Roman. Auch wenn eine theologische Deutung dieses unvollendeten Werkes nahe liegt, bleibt „Das Schloß“ das einzige Werk Kafkas, welches sich nur zur Gänze erschließen lässt, wenn man mit dem Autor in engem persönlichen Kontakt stand.
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Gekommen um zu bleiben

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Franz Kafkas letztes Romanfragment führt seinen Protagonisten K. in eine winterliche Gegend, in welche er versucht sich einzunisten. Was mit einer vermeintlichen Notlüge beginnt wird durch die ständige Hartnäckigkeit Ks zum tödlichen Desaster. Mit der besonderen Kraft der Dialoge zieht Kafka den Leser in das unendliche Spiel um Macht und Anerkennung der unterschiedlichsten Mitlglieder einer verschachtelten Dorfgemeinschaft. Durch Neid, Bosheit und Missgunst (aktueller den je) trifft es der Ausspruch Jean-Paul Sartres „Die Hölle, das sind die anderen“ punktgenau. Die originalgetreue Verfilmung des österreichischen Kultregisseurs Michael Haneke bietet das perfekte visuelle Begleitwerk zum Roman. Auch wenn eine theologische Deutung dieses unvollendeten Werkes nahe liegt, bleibt „Das Schloß“ das einzige Werk Kafkas, welches sich nur zur Gänze erschließen lässt, wenn man mit dem Autor in engem persönlichen Kontakt stand.

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