Produktbild: Unter der Drachenwand

Unter der Drachenwand Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.01.2018

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

480

Maße (L/B/H)

21,1/13,6/3,6 cm

Gewicht

586 g

Auflage

10

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-25812-9

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.01.2018

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

480

Maße (L/B/H)

21,1/13,6/3,6 cm

Gewicht

586 g

Auflage

10

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-25812-9

Herstelleradresse

Carl Hanser Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

Email: info@hanser.de

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  • Bewertung

    5/5

    05.09.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Überraschend gut

    Als Pflichtlektüre für das Abi 2022 gekauft und wirklich positiv überrascht. Am Anfang hat man möglicherweise etwas Mühe reinzukommen und es ist ein wenig zäh, danach wird man jedoch mitgerissen und man erlebt eine Geschichte aus dem 2. Weltkrieg abseits von den historischen Ereignissen und gleichzeitig mittendrin. Obwohl die Charaktere gewöhnlich erscheinen und teilweise stellvertretend für viele stehen könnten, ist die Erzählung spannend und der Schreibstil des Autors angemessen. Teilweise muss man, wenn man ein neues Kapitel beginnt einige Sätze lesen, bevor man weiß, wer gerade spricht, aber das ist eher belanglos. Positiv überrascht hat mich außerdem Arno Geigers Art, vollkommen auf Nazi-Sprache zu verzichten. So werden die Begriffe “Führer” und “Hitler” mit F. und H. abgekürzt. Ich hätte mir das Buch selbst nicht gekauft, jetzt, wo ich es gelesen habe, kann ich allerdings nur empfehlen, sich darauf einzulassen. Wirklich gut gelungen.

  • Miri

    5/5

    02.06.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „… jeder halbwegs nüchterne Mensch muss ein politisches System mit den Augen der Toten betrachten“ (296)

    Das, was in diesem Buch der Autor dem Leser bietet, hat einen immens hohen Wert. Die Handlung wird aus mehreren sich abwechselnden Perspektiven erzählt. Was am Anfang als Schicksäle Einzelnen erscheint, fließt am Ende ineinander und mündet im Meer der Vernichtung („Im Wort Vernichtung steckt das wortverwandte Nichts,…) Dass Krieg ein totales Versagen der Menschlichkeit und Abwesenheit des Verstandes bedeutet, ist in der Theorie zwar klar, trotzdem braucht die Menschheit, vor allem in diesen Zeiten, solche Bücher, die als Mahnzeichen angesehen sein sollten. Als Hauptprotagonist Veit Kolbe schwer verletzt wird, kommt er zur Genesung nach Mondsee. Hier trifft ihn das wahre Bild des Krieges mit voller Wucht. Panikattacken, die nur mit Hilfe des Pervitins zu überstehen sind, menschlicher Egoismus aber auch Mut begegnen ihn tagein, tagaus. Erst in der Einsamkeit realisiert er, dass er selbst ein Teil dieses Verbrechens an Menschheit ist. Trotz all den negativen Erlebnissen begegnet er Margot, einer Kriegsbraut. Mit ihr lernt er die Schönheiten des Alltags zu schätzen und erfährt Liebe. Als er am Ende des Buches dem Juden Oskar flüchtig begegnet, schließt sich der Kreis. Oskar hat alles verloren, seine Kinder, seine Frau und als Jude zu einem Element, der fremd und unerwünscht geworden ist. Es gab sprachlich so viele starke Passagen, dass ich nur schwer, welche aussuchen könnte. Die wichtigste Botschaft allerdings ist die, dass man die Augen nicht verschließen und sich „dumm“ stellen sollte: „Jeder, der stehenbleibt und gafft, gibt dem Publikum Fülle und Ansehen und verlängert dadurch das Leiden derer, die gequält werden. Es soll sich also niemand einbilden, nur Zuschauer zu sein.“ (406) Es sollte uns bis in die Gene reingehen, dass der Krieg, egal gegen wem, wann und wo „ein leerer Raum, in den schönes Leben hineinverschwand…“ (327) war/ist. „Der totale Krieg war ein totaler Betrug. Vor allem die Einberufung der Buben … enthüllte auch im Hinterland in grausamer Deutlichkeit, wie wahnsinnig und menschenfeindlich die Firma für Blut und Boden agierte, jederzeit bereit, völlig sinnlose Opfer zu fordern…“ (345)

  • leseratte1310

    5/5

    02.06.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Warten auf das Kriegsende

    Veit Kolbe wurde kurz vor Weihnachten 1943 in Russland schwer verwundet und nun hält er sich am Mondsee unter der Drachenwand auf, um sich zu erholen. Er ist erschöpft und ausgelaugt und hofft, dass er nicht mehr zurück an die Front muss. In seinem Quartier ist auch die Darmstädterin Margot, die mit ihrem Kind hier gelandet ist. Mit der Kinderlandverschickung ist die Lehrerin Margarete und über dreißig Mädchen aus Wien in diesen Ort gekommen. Dann ist da auch noch der Gärtner, der davon träumt, nach Brasilien zurückzugehen. Veit wird ein Jahr hier verbringen und der Leser lernt diese Menschen kennen, die hoffnungslos sind und einfach nur überleben wollen. Aber da ist auch Trude Dohm, die Zimmerwirtin, die immer noch ihre Durchhalteparolen von sich gibt. Die ganze Zeit spürt man die Hoffnung, die die Menschen haben auf eine bessere Zeit nach dem Kriegsende. Aber es ist auch eine unterschwellige Bedrohung spürbar. Es ist ein melancholisches Buch, Veit hat so viel mitgemacht, auch wenn er nicht in der vordersten Linie dabei war, dass er nicht mehr an die Wehrmacht und nicht an den Sieg glaubt. Er will nicht mehr an die Front und versucht mit allen Mitteln, seine Erholungsphase zu verlängern. Dabei helfen im Margot und die „Panzerschokolade“. Doch für Veit ist der Krieg noch nicht zu Ende, denn es kommt ein neuer Einberufungsbefehl. Arno Geiger bringt unter der Drachenwand die unterschiedlichsten Menschen zusammen und wir dürfen ihre Gedanken, ihre Sehnsüchte und Hoffnungen kennenlernen. Es ist keine leichte Lektüre und mehr als einmal musste ich schlucken aufgrund des Pragmatismus, mit dem die Menschen versuchten, in diesen Ausnahmezeiten zu überleben. Ein packender und sehr eindringlicher Roman, der noch lange nachhallt.

  • Timo Funken

    5/5

    02.06.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unter der Drachenwand

    Toller bewegender Roman aus der Perspektive eines junges Mannes zur Kriegszeit. Dieses Buch hat mich sehr berührt und ich konnte es nicht aus der Hand legen. Liebe Grüße Timo Funken

  • Bewertung

    5/5

    02.06.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unglaublich beeindruckend

    Ich gestehe, dass mich die letzten Bücher von Arno Geiger nicht wirklich überzeugt haben. Was er aber in "Unter der Drachenwand" geschaffen hat, ist schlicht und einfach großartig. Mit einer grandiosen Sprache und drei ganz unterschiedlichen Charakteren macht er für uns alle das Kriegsjahr 1944 erlebbar. Ein Buch, das unter die Haut geht.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (36)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Sigrid Klonner

    Sigrid Klonner

    Thalia Salzburg – Europark

    Buchhändler*in

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    5/5

    14.03.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dieses Buch sollte man gelesen...

    Dieses Buch sollte man gelesen haben. Geiger verbindet meisterhaft unterschiedliche Perspektiven und Erzählweisen. Ein grandios poetischer Roman über die letzten Kriegsjahre, der einen regelrecht gefangen nimmt.
  • Zum Bewerterprofil von Kerstin Ponleitner

    Kerstin Ponleitner

    Thalia Pasching – Plus City

    Buchhändler*in

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    5/5

    08.05.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Für mich das beste Buch von Arno Geiger

    Der 2. Weltkrieg aus der Sicht eines heimgekehrten Soldaten besticht durch die Sprache und durch die Nachvollziehbarkeit der Gefühle des jungen Veit. Für mich auf jeden Fall unter meinen Top 30!
  • Zum Bewerterprofil von Anneliese Weiß

    Anneliese Weiß

    Thalia Bad Ischl

    Buchhändler*in

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    5/5

    08.05.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Liebe in Zeiten des Krieges

    Der Roman spielt im Jahr 1944, das Ende des Krieges naht, die Zukunft ist voller Ungewissheit. Die Protagonisten versuchen sich ein kleines Stück Normalität zu schaffen. Geiger erzählt in diesem Roman über den Alltag, die Sorgen und auch die Hoffnungen der Menschen in dieser Zeit. Schauplatz ist die Gegend um die Drachenwand in Mondsee, wo Veit Kolbe seine Kriegsverletzung auskuriert. Dort lernt er Margot, ebenfalls eine Gestrandete des Krieges, kennen und lieben. Obwohl die Geschichte, was die Protagonisten betrifft, fiktiv ist, hat man in jedem Augenblick des Lesens das Gefühl, genauso könnte es sich zugetragen haben. Eine Geschichte über Gefühle die auch der Krieg nicht abtöten kann: Liebe, Mitgefühl und Hoffnung. Zutiefst menschlich geschrieben.
  • Zum Bewerterprofil von Pia Lemberger

    Pia Lemberger

    Thalia Wien – Mitte / W3

    Buchhändler*in

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    5/5

    01.02.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Über den Alltag im Krieg

    Arno Geigers neuer Roman wird zu Recht von allen in den Himmel gelobt! Das Buch ist trotz beklemmender Thematik leicht zu lesen, wird dabei allerdings niemals seicht. Der junge Soldat Veit, durch den 2. Weltkrieg seiner Jugend beraubt, ist ein äußerst plastischer und sympathischer Charakter. Wie der Krieg Menschen, Gedanken und Taten verändert ist der Grundtenor des Buches. Dieses Buch kann niemanden kalt lassen!
  • Zum Bewerterprofil von Selina Loibner

    Selina Loibner

    Thalia Pasching – Plus City

    Buchhändler*in

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    4/5

    19.04.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Geschichte so nah

    Wie immer schreibt Geiger unheimlich authentisch, viel aus echten Leben gegriffen. Man sieht sich selbst praktisch unter der Drachenwand sitzen, kann die Menschen direkt neben sich stehen sehen. Ein kleines Stück österreichische Geschichte verpackt in einen in einen kurzweiligen Roman.

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