Von den Morcheln im Frühjahr bis zu den Semmelstoppelpilzen im Herbst: Schwammerlzeit ist eigentlich fast immer, im April genauso wie im November. Dieser praktische Band, der in jede Hosentasche passt, stellt die beliebtesten heimischen Speisepilze vor, verrät, wo man sie am besten findet, wie man sie bestimmt und was man mit ihnen in der Küche alles anstellen kann.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Dr_ M
aus Sachsen
5/5
20.06.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Einfach, übersichtlich, handlich und aufs Wesentliche beschränkt
Eigentlich, so dachte ich, braucht man keine Pilzführer mehr, wenn man schon jahrelang im Herbst durch die Wälder gestreift ist, um sich Material für ein leckeres Pilzgericht zu sammeln. Dennoch ist dieses kleine Büchlein eine Überraschung gewesen. Obwohl es für den österreichischen Markt verfasst wurde, kann man es selbstverständlich auch für deutsche Wälder gut verwenden, wenngleich manche Pilznamen hier etwas anders klingen.
Der Leser erhält zunächst einmal allgemeine praktische Ratschläge, die den Halbprofi-Pilzsammler wohl eher ein müdes Lächeln abringen werden. Immerhin jedoch findet man auf Seite 5 die Abbildung eines Pilzmesser, das mich dann doch verblüfft hat, weil ich so etwas noch nie gesehen habe. Eine tolle Idee, das Messer mit einer Bürste zu verbinden. Nach den allgemeinen Ratschlägen folgen Tipps zur Vermeidung von Vergiftungen und zu gefährlichen Irrtümern, die solche erst herbeiführen können. Danach erfährt man eigentlich alles zur Verarbeitung, wenn man die Beute nicht gleich essen kann oder will (Einlegen, Einfrieren, Trocknen). Es existieren zwei ähnliche Rezepte fürs saure Einlegen von Pilzen. Warum hinten im Buch auf Salz verzichtet wird, bleibt unklar. Der Autor geht übrigens auf die Frage ein, ob Pilze immer noch radioaktiv verseucht sind.
Nach einigen kurzen Kapiteln zur Pilzbiologie geht es dann ab Seite 22 mit der Beschreibung der einzelnen im Buch vorgestellten Sorten los. Es handelt sich dabei um: Birkenpilze, Birkenrotkappen, Brätlinge, Edelreizker, Eierschwammerln (Pfifferlinge), Frauentäublinge, Judasohren, Kaiserlinge, Krause Glucken, Maronen, Parasol- und Perlpilze, Riesenboviste, Schopftintlinge, Semmelstoppelpilze, Speisemorcheln, Steinpilze, Stockschwämmchen. Totentrompeten und Wiesenchampignons.
Die Vorstellungen sind gegliedert in: Merkmale, Fundorte, Namenskunde, Doppelgänger und Küche. Am Ende des Buches findet man dann noch drei Rezepte. Meiner Ansicht nach ist das ein sehr schönes kleines Buch, das sich auf die wirklich wesentlichen Pilze fokussiert, obwohl auch selbst dort wohl noch solche dabei sind, die selten oder schwierig sind. Beispielsweise kann man in Osteuropa wunderbare Täublinge finden, die ich in Deutschland noch nie gesehen habe und die man wegen ihrer Ähnlichkeit mit extrem giftigen Pilzen Anfängern eher nicht empfehlen sollte. Übrigens stehen bei den Fundorten nicht nur die bevorzugte Umgebung im Wald, sondern auch den österreichischen Bundesländer oder Regionen, in denen man sie finden kann.
GeheimerEichkater
aus Essen
5/5
30.08.2017
Buch (Gebundene Ausgabe)
so informativ wie möglich und…
so informativ wie möglich und so klein wie nötig - perfekt zum Mitnehmen, wenn man in die Pilze geht Klaus Kamolz gibt zunächst eine Einführung in das Pilzsammeln, zeigt welche Ausrüstung, man zum Pilzesammeln benötigt, erläutert das Vorgehen, wenn man Pilze gefunden hat. Unter anderem warnt er vor sich hartnäckig haltenden Irrtümern, wie sich genießbare und giftige Pilze angeblich unterscheiden lassen sollen, z.B. durch Fraßspuren oder Verfärben von Silberbesteck. Danach werden Verwendungsmöglichkeiten der Pilze in der Küche aufgezeigt, wie Putzen, Lagern, Einlegen oder Trocknen; dem folgen eine Übersicht von Pilzmerkmalen, z. B. Hutform, Stiel, Manschette oder Ring und Knolle sowie ein wenig Zusatzinformtionen. Im Hauptteil dieses großen kleinen Buches finden sich 20 Portraits der besten und gängigsten Speisepilze, die es vorzugsweise zu finden gilt und gibt. In jedem Portrait wird der Pilz im Foto sowie Steckbrief vorgestellt: Merkmale, FundorteNamenskunde, giftige Doppelgänger ( auch mit Foto und Text) sowie Hinweise für die Küche werden gegeben. Ich sammle diese großen kleinen Bücher, weil ich sie überaus praktisch und hübsch finde. In diesem Buch werden die wichtigsten 20 Pilze, die ich finden kann aufgezeigt, so ausführlich, das er ausreicht und in einem praxistauglichen Format um es gut zum Pilzesammeln mitzunehmen.
Sikal
5/5
30.07.2017
Buch (Gebundene Ausgabe)
Schwammerlsucher aufgepasst!
Wer freut sich am meisten bei diesem feuchtwarmen Wetter? Die Schwammerlsucher natürlich, denn deren Beute sprießt förmlich aus dem Boden und lädt dazu ein, die ein oder andere Leckerei zuzubereiten.
Im Rucksack oder Schwammerlkorb einfach mitnehmen kann man dieses kleine Büchlein, in dem einige heimische Pilzsorten genau beschrieben werden. Hier findet man unter anderen den Birkenpilz, Eierschwammerl, den Maronenröhrling, den Parasol, den Steinpilz und den Wiesenchampignon. Der Einfachheit halber wird mit Symbolen darauf hingewiesen, ob der jeweilige Pilz für die Zubereitung von Speisen zu verwenden ist die Unterteilung in genießbar, ungenießbar/giftig sowie nicht empfehlenswert machen es einfach, die jeweiligen Speisepilze aus der Fülle des Angebotes auf dem Wald- und Wiesenboden herauszufiltern.
Neben Merkmalen, Fundorten und Verwendung in der Küche, findet man ebenso die nicht genießbaren bzw. giftigen Doppelgänger gegenübergestellt.
Der Autor Klaus Klamholz legt auch viel Wert auf die richtige Ausrüstung und erklärt worauf man achten muss, gibt wertvolle Tipps wie z.B. den Eierschwammerl-Trick mit dem man nicht der Verzweiflung nahe viel Geduld beim Waschen ebendieser beweisen muss.
Ein informatives, einfach und zweckmäßig gehaltenes Büchlein, das dem Schwammerlsucher das Wichtigste in Kürze vermittelt.
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