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Ernst Jünger

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Verkaufsrang

4567

Gesprochen von

Tom Schilling + weitere

Spieldauer

12 Stunden und 13 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

12.05.2014

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

126

Verlag

Der Hörverlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783844516562

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Verkaufsrang

4567

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Spieldauer

12 Stunden und 13 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

12.05.2014

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

126

Verlag

Der Hörverlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783844516562

Herstelleradresse

Der Hörverlag
Neumarkter Str. 28
81673 München
Deutschland
Email: info@service.penguinrandomhouse.de
Url: www.penguinrandomhouse.de
Telephone: +49 800 5003322
Fax: +49 89 41363333

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Verstörend, Berauschend, Bemerkenswert

Bewertung am 30.11.2024

Bewertungsnummer: 2353605

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ernst Jünger ist krass - das kann man auf jeden fall sagen! Einer der wenigen Menschen, die lange im Krieg waren und Spaß daran hatten, der trotz seiner Erlebnisse 103 Jahre alt wurde. Seine Erlebnisse aus dem ersten Weltkrieg sind hier zusammengefasst erzählt - zwischen euphorischem Sportsgeist am Krieg als Spiel bis hin zu toten Kindern, die im Abfall nach Essen suchten ist alles dabei. Ein spannendes Zeitzeugnise in umwerfend guter Sprache, dass einen fesselt und in einer nicht euphemistischen, aber auch nicht überemotionalen Art vom (damaligen) Krieg erzählt. Eine ehrliche Leseempfehlung, bei welcher man viel lernen kann, wenn man sie ein wenig kritisch liest.

Verstörend, Berauschend, Bemerkenswert

Bewertung am 30.11.2024
Bewertungsnummer: 2353605
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ernst Jünger ist krass - das kann man auf jeden fall sagen! Einer der wenigen Menschen, die lange im Krieg waren und Spaß daran hatten, der trotz seiner Erlebnisse 103 Jahre alt wurde. Seine Erlebnisse aus dem ersten Weltkrieg sind hier zusammengefasst erzählt - zwischen euphorischem Sportsgeist am Krieg als Spiel bis hin zu toten Kindern, die im Abfall nach Essen suchten ist alles dabei. Ein spannendes Zeitzeugnise in umwerfend guter Sprache, dass einen fesselt und in einer nicht euphemistischen, aber auch nicht überemotionalen Art vom (damaligen) Krieg erzählt. Eine ehrliche Leseempfehlung, bei welcher man viel lernen kann, wenn man sie ein wenig kritisch liest.

Die Reflexion

Bewertung am 27.11.2024

Bewertungsnummer: 2350987

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich habe viele Werke von Jünger gelesen und kann ihn und insbesondere dieses Buch sehr empfehlen. Wenn Sie ein Liebhaber „rechter“ Literatur sind und Sie der philosophische Ansatz von Nietzsche beeindruckt hat, wird Ihnen dieses Buch ebenfalls gefallen. Jünger galt als Antipazifist und Antihumanist, und in seinen Werken findet man detaillierte Beschreibungen von Toten und von ihm getöteten Feinden. Wenn Erich Maria Remarque darüber geschrieben hätte, wäre es einfach eine Tragödie. Remarque widmet in seiner „Bibel“ der verlorenen Generation, *Im Westen nichts Neues* von 1929, sein Werk der Geschichte von Menschen, die durch den Krieg zerstört wurden – auch wenn sie von Granaten verschont blieben. Damit meint er Menschen, die durch den Krieg moralisch gebrochen wurden und das Grauen in einem „dekadenten“ Schlüssel erleben. Jünger hingegen schrieb über Frontkämpfer, die wie Salamander durch die stählernen Stürme des Krieges gingen, durch den industriellen Krieg gestählt wurden. Er betrachtete diese Menschen als Vertreter eines neuen Menschentyps: den Soldaten, den Krieger. Dabei begegnet man bei ihm oft einer recht prosaischen Darstellung. Häufig erkennt man sogar eine gewisse Faszination für den Tod in Jüngers Prosa. Dennoch fehlt in seinem Werk jeglicher Makabersinn oder Dekadenz. Sein Verständnis des Krieges trägt sowohl Züge der Berserker als auch eine fast olympische Ruhe – etwas Protokollarisches, das dennoch durch seine Realitätsnähe und Übermenschlichkeit beeindruckt. Eines der Dinge, die mich am meisten beeindruckt haben, war, dass der Autor oft den Respekt gegenüber britischen und französischen Gegnern hervorhob. Er machte deutlich, dass der Erste Weltkrieg für ihn kein Krieg zwischen „Hunnen“ und „Tommys“ war, wie diese beiden Völker in der Propaganda beider Seiten bezeichnet wurden.

Die Reflexion

Bewertung am 27.11.2024
Bewertungsnummer: 2350987
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich habe viele Werke von Jünger gelesen und kann ihn und insbesondere dieses Buch sehr empfehlen. Wenn Sie ein Liebhaber „rechter“ Literatur sind und Sie der philosophische Ansatz von Nietzsche beeindruckt hat, wird Ihnen dieses Buch ebenfalls gefallen. Jünger galt als Antipazifist und Antihumanist, und in seinen Werken findet man detaillierte Beschreibungen von Toten und von ihm getöteten Feinden. Wenn Erich Maria Remarque darüber geschrieben hätte, wäre es einfach eine Tragödie. Remarque widmet in seiner „Bibel“ der verlorenen Generation, *Im Westen nichts Neues* von 1929, sein Werk der Geschichte von Menschen, die durch den Krieg zerstört wurden – auch wenn sie von Granaten verschont blieben. Damit meint er Menschen, die durch den Krieg moralisch gebrochen wurden und das Grauen in einem „dekadenten“ Schlüssel erleben. Jünger hingegen schrieb über Frontkämpfer, die wie Salamander durch die stählernen Stürme des Krieges gingen, durch den industriellen Krieg gestählt wurden. Er betrachtete diese Menschen als Vertreter eines neuen Menschentyps: den Soldaten, den Krieger. Dabei begegnet man bei ihm oft einer recht prosaischen Darstellung. Häufig erkennt man sogar eine gewisse Faszination für den Tod in Jüngers Prosa. Dennoch fehlt in seinem Werk jeglicher Makabersinn oder Dekadenz. Sein Verständnis des Krieges trägt sowohl Züge der Berserker als auch eine fast olympische Ruhe – etwas Protokollarisches, das dennoch durch seine Realitätsnähe und Übermenschlichkeit beeindruckt. Eines der Dinge, die mich am meisten beeindruckt haben, war, dass der Autor oft den Respekt gegenüber britischen und französischen Gegnern hervorhob. Er machte deutlich, dass der Erste Weltkrieg für ihn kein Krieg zwischen „Hunnen“ und „Tommys“ war, wie diese beiden Völker in der Propaganda beider Seiten bezeichnet wurden.

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